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Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Mad » Mo Jun 04, 2012 14:38

Crazy Horse hat geschrieben:Ich kenn einige, die letztes Jahr noch ausschließlich den Asano hatten und ihn heuer schon nicht mehr angebaut haben, weil er sich einfach nicht für Gebiete mit ausgeprägter Frühjahrstrockenheit eignet. Und ich bin fast froh, dass es der Asano war, der bei mir fast vollständig ausgewintert ist, weil ich so schon gar nicht in Versuchung komme, ihn nochmals anzubauen. Auf unserer Gemarkung baut nur noch einer ihn an und dieser jener hat den verbliebenen Rest einfach stehen lassen und Sommergerste reingesät. Sieht zwar irgendwie scheiße aus, wird aber eh nur als Futtergetreide verwertet.

Einmal mehr ist mir aufgefallen, dass Asano auch dieses Jahr wieder sehr schwach bestockt hat und entgegen seines eigentlichen Habitus (mal wieder) sehr kurz geblieben ist. Er war auch der erste Weizen, der bei der Trockenperiode im Mai die Blätter eingerollt hat. Sowas hab ich weder beim Kredo noch beim Tobak erlebt, die sich noch erstaunlich gut entwickelt haben. Saatgut hab ich jetzt doch noch in Hülle und Fülle.

Ich will die Sorte Asano nicht schlecht machen (hab auch schon sehr schöne Bestände gesehen), aber für unsere Trockenregion eignet sich der nicht

http://www.isip.de/coremedia/generator/ ... 29128.html
(Gelbrost im Asano)



Exakt zu derselben Erkenntnis bin ich 2009 und 2010 auch gekommen. Ich hatte ihm 2009/2010 eine 2. Chance gegeben, die er allerdings nicht eingehalten hat. Unverständlich für mich ist die Aussage, dass er in einem Nachbarort mit unter zum besten Weizen gehört haben soll. Aber nach diesem Winter wird er bei denen auch rausgeflogen sein. Mal sehen wie der Linus laufen wird. Neben dem Julius macht hier hier in diesem Jahr den besten Bestand. Wäre da nicht seine Fallzahlinstabilität. Vermutlich wechsel ich wieder zu Matrix. Der lief im letzten Jahr überraschend gut für den Standort, auf dem er stand.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 04, 2012 15:03

Ich denke, er braucht einfach wirklich tiefgründige Böden, dann drischt er wie die Hölle. Wir hatten letztes Jahr auch eine Periode, in der es einfach mal 6,8 Wochen gar nicht geregnet hat und die Tagestemperaturen enorm hoch waren. Da war aber überhaupt nichts mit Stress. Der Ertrag war enorm.
Ich komme aber langsam zu der Ansicht, dass wir hier so richtig gar keinen Trockenstress kennen, nachdem, was ihr immer alles so erzählt. Klar regnet es hier in manchen Jahren auch einfach mal 1 oder 2 Monate nicht, aber das macht den Kulturen irgendwie nichts (Ausnahme Raps, der letztes Jahr sichtbar gelitten hat). Im Vorfeld ist dann das Geschrei riesig, nach der Ernte das Resultat umso positiver.
Und danke für den link, das bestätigt nochmal, was ich gesagt habe. Die Einstufung Asano's bezüglich Gelbrost kann nicht passen. Bei Braunrost hat er im letzten Jahr(=Braunrostjahr) allerdings hervorragende Resistenzen gezeigt. Gut, über die bekannte Septoriaschwäche brauchen wir wohl nicht quatschen. Das sieht man auch dieses Jahr wieder. Wenn ich ihn nächstes Jahr als frühreifen Weizen (Raps-Weizen-Weizen-Fruchtfolge) vor den Raps stelle, sind wohl 2 Maßnahmen fest einzuplanen. Aber anders geht's nicht, da meine Hauptsorte definitiv der Tobak werden wird; und der ist für vor Raps sicherlich zu spät...
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 04, 2012 15:13

Aber auch die Aussage "Vorsommertrockenheit und Wassermangel sind nichts für ihn" kann ich so nicht unterschreiben. Im hessischen Ried zum Beispiel (Sand, 500mm Niederschlag, 10,5°), wo regelmäßig im Mai das Wasser ausgeht und alles zusammenbricht, hat er immer relative 110,112, manchmal sogar 115. Also es sind andere Umstände, die ihn bei euch da unten in Franken schwach werden lassen. Vielleicht kommt er mit der hohen Sonneneinstrahlung, den Muschelkalkböden (oder auf was ihr da wirtschaftet) oder Sonstigem nicht zurecht. Auf Sand und Löss ist er eig. fast immer top.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Bison » Mo Jun 04, 2012 20:13

um mal wieder auf das ursprüngliche thema zurück zu kommen...hab vor 2 wochen meinen weizen noch 0,5 l medax top+turbo gegeben. zum damaligen zeitpunkt war beim wetterbericht dann die ganze woche regen angesagt, leider ist dieser aber nicht gekommen. nach einer woche hab ich dann mal wieder meine runde gedreht und hab gemeint ich seh nicht richtig. alle spitzen total braun. so krass hab ich das noch nie gesehen wie verbrannt der weizen war. dann hats gott sei dank 20 liter geregnet. gestern wieder runde gedreht und wieder total fassunglos: was vor einer woche braun war ist jetzt wieder dunkelgrün := gehabt
wenns da jetzt nicht geregent hätte dann nicht auszudenken hab dann erst mal eine aufgemacht :prost: 8)
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Guido85 » Mo Jun 04, 2012 22:13

Wir haben am Samstag das gute Wetter ausgenutzt um dem Weizen die Abschlussbehandlung zu verpassen. Habe Aviator X Duo in voller Aufwandmenge gegeben, das sollte als einzige Behandlung jetzt zum Ährenschieben reichen! Von Krankheiten ist bei uns noch nix zu sehen.
Der Weizen (Sorte Potenzial) steht trotz nur 110kg N (+40kg aus Festmist langjährig) dunkelgrün (teilweise fast Schwarz) auf den Feldern, ich werde wahrscheinlich keinen Stickstoff mehr fahren, weil es sich nicht mehr lohnen wird. Man muss allerdings auch sagen, dass die Bestände auch teilweise dünn stehen.

Gruß
Guido
Der Vorteil der Klugheit liegt darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Di Jun 05, 2012 8:29

NobbyNobbs hat geschrieben:Aber auch die Aussage "Vorsommertrockenheit und Wassermangel sind nichts für ihn" kann ich so nicht unterschreiben. Im hessischen Ried zum Beispiel (Sand, 500mm Niederschlag, 10,5°), wo regelmäßig im Mai das Wasser ausgeht und alles zusammenbricht, hat er immer relative 110,112, manchmal sogar 115. Also es sind andere Umstände, die ihn bei euch da unten in Franken schwach werden lassen. Vielleicht kommt er mit der hohen Sonneneinstrahlung, den Muschelkalkböden (oder auf was ihr da wirtschaftet) oder Sonstigem nicht zurecht. Auf Sand und Löss ist er eig. fast immer top.


Wir haben nicht nur flachgründige schwere Muschelkalkverwitterungsböden mit hohem Tonanteil, sondern auch feinere Lösslehmböden. Auf den Tonböden ist JB Asano mE völlig ungeeignet, weil er sich dort einfach zu schwach bestockt. Das Längenwachstum auf den Tonböden ist ohnehin begrenzt, und wenn es in den Monaten März und April nur unzureichend regnet, erreicht man mit so einer Sorte noch nicht mal einen geschlossenen Bestand, was nach den Regenfällen im Juni letzten Jahres zu einer massiven Spätverunkrautung geführt hat.

Letztes Jahr im Herbst hab ich das restliche Asano-Saatgut aus dem Vorjahr auf nem besseren Acker versät und der Asano hat auch gleich losgelegt wie die Feuerwehr. Nach der Herbizidbehandlung mit vergleichsweise bescheidenen 2l IPU + 2l Stomp SC + 15g Pointer und dieser Trockenheit im November war dann auf einmal Schluss. Dann wollte er einfach nicht mehr weiterwachsen, während der Kredo, der die gleiche Behandlung erfahren hat, sich langsam aber kontinuierlich weiterentwickelt hat. Erst nach dem Regen im Dezember ging es dann auch wieder mit dem Asano aufwärts, und Ende Januar stand er dann dick wie eine Wiese, was ihm schließlich auch das Leben gekostet hat.

Für mich war Asano ein Reinfall - ähnlich wie der Pamier mit seinen Schmachtkörnern. Der Tobak hingegen gefällt mir sehr gut. Den werde ich auf alle Fälle nachbauen, wenn er ein schönes Erntegut hat. Wie bist Du eigentlich mit dem bislang zufrieden?
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Geldrost » Di Jun 05, 2012 9:19

NobbyNobbs hat geschrieben:
forenkobold hat geschrieben:Bist Du sicher, dass es Gelbrost ist? Bei uns ist in ausgewinterten Beständen vor allem an den Lücken.. aber auch in den Fahrgassen ein starker Befall von Weizenverzergungsvirus festzustellen. Auch in Lückiger Wintergerste. Wird von Zikaden übertragen die vorwiegend in Lücken anlanden.
Asano zeigt dieses Jahr aber auch seine ausgezeichnte Kompensationsfähigkeit. Ich habe in ausgedünnten Beständen (allerdings sehr lockere) Ähren mit 17 Zentimeter Länge gemessen.



Ja, 100%ig sicher. Ich hab Agrarwissenschaften studiert, das krieg ich noch hin zu beurteilen. Es ist nesterweise der typische in Streifen angeordnete Befall zu beobachten. Ich hab selbst kaum meinen Augen getraut. Hier ist Geldrost absolut unüblich. Den kennt man ja mehr von den Küstengebieten..
Was Asano angeht, geb ich dir vollkommen recht. Aus ausgangs Winter ein paar wenigen Pflanzen hat er es geschafft, noch einen recht ordentlichen Bestand zu entwickeln. Die Ähren sind auch sehr sehr schön. Nichtsdestotrotz sind da nicht mehr als 7 oder 8 t drin. Daher 1x-Behandlung. Hätte ich dann dieses Jahr besser mal vorgezogen. Wobei ich jetzt nicht denke, das nicht in den Griff zu bekommen. Mit einer guten Mischung aus Strobilurin, Epoxiconazol und Carboxamid kann man das noch abstoppen...
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Geldrost, die neue Währungskrankheit :prost:

Sorry NN, aber ich konnte mir es nicht verkneifen, dich so auf die Schüppe zu heben.

Zum Thema:
Eine starke Stoppwirkung gegen Gelbrost haben Cyproconazol, Epoxiconazol, Metconazol und Tebuconazol. Bixafen und auch das neue Fluxapyroxad (Xemium) besitzen eine Protektiv-Wirkung, die bei nicht allzu starkem Druck ausreicht!
Prochloraz hat keine Rost-Wirkung und Prothioconazol oder Propiconazol nur eine schwache Rostwirkung.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 05, 2012 11:32

Geldrost hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:
forenkobold hat geschrieben:Bist Du sicher, dass es Gelbrost ist? Bei uns ist in ausgewinterten Beständen vor allem an den Lücken.. aber auch in den Fahrgassen ein starker Befall von Weizenverzergungsvirus festzustellen. Auch in Lückiger Wintergerste. Wird von Zikaden übertragen die vorwiegend in Lücken anlanden.
Asano zeigt dieses Jahr aber auch seine ausgezeichnte Kompensationsfähigkeit. Ich habe in ausgedünnten Beständen (allerdings sehr lockere) Ähren mit 17 Zentimeter Länge gemessen.



Ja, 100%ig sicher. Ich hab Agrarwissenschaften studiert, das krieg ich noch hin zu beurteilen. Es ist nesterweise der typische in Streifen angeordnete Befall zu beobachten. Ich hab selbst kaum meinen Augen getraut. Hier ist Geldrost absolut unüblich. Den kennt man ja mehr von den Küstengebieten..
Was Asano angeht, geb ich dir vollkommen recht. Aus ausgangs Winter ein paar wenigen Pflanzen hat er es geschafft, noch einen recht ordentlichen Bestand zu entwickeln. Die Ähren sind auch sehr sehr schön. Nichtsdestotrotz sind da nicht mehr als 7 oder 8 t drin. Daher 1x-Behandlung. Hätte ich dann dieses Jahr besser mal vorgezogen. Wobei ich jetzt nicht denke, das nicht in den Griff zu bekommen. Mit einer guten Mischung aus Strobilurin, Epoxiconazol und Carboxamid kann man das noch abstoppen...
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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Sorry NN, aber ich konnte mir es nicht verkneifen, dich so auf die Schüppe zu heben.

Zum Thema:
Eine starke Stoppwirkung gegen Gelbrost haben Cyproconazol, Epoxiconazol, Metconazol und Tebuconazol. Bixafen und auch das neue Fluxapyroxad (Xemium) besitzen eine Protektiv-Wirkung, die bei nicht allzu starkem Druck ausreicht!
Prochloraz hat keine Rost-Wirkung und Prothioconazol oder Propiconazol nur eine schwache Rostwirkung.



Jaja, das ewige Problem mit den ganzen Vertippern:D. Aber Gelbrost kann auch ganz schnell mal zu Geldrost werden, daher ist das ja gar nicht mal so falsch :lol:
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 05, 2012 11:49

Crazy Horse hat geschrieben:
NobbyNobbs hat geschrieben:Aber auch die Aussage "Vorsommertrockenheit und Wassermangel sind nichts für ihn" kann ich so nicht unterschreiben. Im hessischen Ried zum Beispiel (Sand, 500mm Niederschlag, 10,5°), wo regelmäßig im Mai das Wasser ausgeht und alles zusammenbricht, hat er immer relative 110,112, manchmal sogar 115. Also es sind andere Umstände, die ihn bei euch da unten in Franken schwach werden lassen. Vielleicht kommt er mit der hohen Sonneneinstrahlung, den Muschelkalkböden (oder auf was ihr da wirtschaftet) oder Sonstigem nicht zurecht. Auf Sand und Löss ist er eig. fast immer top.


Wir haben nicht nur flachgründige schwere Muschelkalkverwitterungsböden mit hohem Tonanteil, sondern auch feinere Lösslehmböden. Auf den Tonböden ist JB Asano mE völlig ungeeignet, weil er sich dort einfach zu schwach bestockt. Das Längenwachstum auf den Tonböden ist ohnehin begrenzt, und wenn es in den Monaten März und April nur unzureichend regnet, erreicht man mit so einer Sorte noch nicht mal einen geschlossenen Bestand, was nach den Regenfällen im Juni letzten Jahres zu einer massiven Spätverunkrautung geführt hat.

Letztes Jahr im Herbst hab ich das restliche Asano-Saatgut aus dem Vorjahr auf nem besseren Acker versät und der Asano hat auch gleich losgelegt wie die Feuerwehr. Nach der Herbizidbehandlung mit vergleichsweise bescheidenen 2l IPU + 2l Stomp SC + 15g Pointer und dieser Trockenheit im November war dann auf einmal Schluss. Dann wollte er einfach nicht mehr weiterwachsen, während der Kredo, der die gleiche Behandlung erfahren hat, sich langsam aber kontinuierlich weiterentwickelt hat. Erst nach dem Regen im Dezember ging es dann auch wieder mit dem Asano aufwärts, und Ende Januar stand er dann dick wie eine Wiese, was ihm schließlich auch das Leben gekostet hat.

Für mich war Asano ein Reinfall - ähnlich wie der Pamier mit seinen Schmachtkörnern. Der Tobak hingegen gefällt mir sehr gut. Den werde ich auf alle Fälle nachbauen, wenn er ein schönes Erntegut hat. Wie bist Du eigentlich mit dem bislang zufrieden?



Siehst du, so unterschiedlich sind die Bedingungen. Ist doch gut, dass es zahlreiche Sorten gibt und wenn man fleißig ausprobiert, erkennt man die Richtung, in die es für einen geht, relativ schnell...

Super zufrieden bin ich bisher mit ihm. Hab ihn auf einem schweren Lehmstandort stehen. Allerdings nicht der allerbeste. Sowas knapp um die 70 BP. Vorfrucht war Weizen. Stroh blieb auf der Fläche, natuerlich gemulcht...
Der Tobak hat im Winter (wie hier fast alle Weizen) ordentlich auf die Mütze bekommen. Es werden hier schätzungsweise 10-15 verschiedene Sorten angebaut. Max. 4 Sorten stehen überhaupt noch irgendwie- darunter er. Ausgangs Winter war der Bestand sehr sehr ausgedünnt, da auch er im Herbst ordentlich losgelegt hat. Aber seine Entwicklung war einfach hervorragend. Er hat sich gut bestockt, Lücken gleichmäßig zugewachsen.
Hab ihn länger eingeschätzt (er ist ja wirklich kurz), aber die Ähren sind ja echt der Hammer. Solche fetten, langen Ähren...

Auch beeindruckend, über welche Blattgesundheit er verfügt. Ich hab zum Beispiel kein Z-Saatgut für den gesamten Schlag bekommen und etwa 1 Fahrgasse am Rand mit altem NIRVANA angebaut. Es stehen da zwar nur noch 5 Pflanzen/m², aber ich wollte da jetzt nicht noch mal extra was anderes anbauen, also Mulcher und fertig... Aber auf jeden Fall ist das Zeug voll mit DTR (die Bedingungen waren hier lange Zeit gegeben). Jede einzelne der 5 Pflanzen/m² ist versaut bis auf's Fahnenblatt. Er hat NICHTS.
Hätte ihn außerdem später eingeschätzt. Während ein Asano jetzt in 59-61 ist, befindet er sich in 51-55.
Man kann natürlich erst Genaueres sagen, wenn das Zeug gedroschen auf dem LKW liegt, aber an sich stimmt er mich bisher sehr positiv. Der kann schon was ab; und das wird ja immer wichtiger...
Ich plane ihn auf jeden Fall für nach Raps (vor Weizen). Stoppelweizen wird dann der JB ASANO, weil er bei mir einfach gut ist. Außerdem lass ich immer ein paar kleinere Flächen liegen um Neues auszuprobieren. Mal sehen, welche Sorten mir da im Herbst mal in den Sinn kommen.:)
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Di Jun 05, 2012 13:57

Ich muss zugeben, dass ich mich gar nicht groß um den Weizen gekümmert hab, weil er nach diesem verheerenden Winter einen wirklich bemitleidenswerten Eindruck hinterlassen hat. Zudem war er stark mit Trespen und Klettenlabkraut verunkrautet. Weil die Pflanzen aber halbwegs gleichmäßig verteilt waren und ich natürlich auch Saatgut für die Herbstaussaat brauche, hab ich ihm dann doch ne Chance gegeben und ihn mit ASS und Volldünger aufgepeppelt und hab auch das sündhaft teure Broadway eingesetzt, weil es immer noch das verträglichste Mittel ist und mich zertifiziertes Saatgut wesentlich teurer kommt als der eigene Nachbau.
Ich hab mich aber nicht mehr weiter um ihn gekümmert, aber als ich mir Ende Mai dann den Tobak mal ansehen wollte, war ich wirklich überrascht, wie prächtig der sich entwickelt hat. Er ist zwar recht kurz - kürzer als ich es von einem Weizen mit der Einstufung mittelkurz (4) erwartet hab - hat aber einen schönen üppigen, leuchtendgrünen Blattapparat und schöne kräftige Triebe - eigentlich genau so, wie ich mir das von einem Weizen erhoffe. Zu dem Zeitpunkt hat er gerade mit dem Ährenschieben begonnen, aber man kann bereits erahnen, dass er recht kräftige Ähren macht. Das Blatt war natürlich auch gesund, was aber nichts heißen will, weil es bislang keinen Krankheitsdruck gab (war schlichtweg zu trocken).
Ich hab jetzt aber auch nicht vor, nochmal ne Fungizidbehandlung zu machen, zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass sich noch groß Septoria oder Braunrost breitmacht.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon countryman » Mi Jun 06, 2012 8:12

Ich hab jetzt aber auch nicht vor, nochmal ne Fungizidbehandlung zu machen


mach keinen Quatsch, in den allermeisten Jahren ist die Abschlussbehandlung hoch wirtschaftlich! Wenn Du bisher ohne Fungizid ausgekommen bist, schön, aber wenn der Weizen jetzt vielversprechend da steht muss er abgesichert werden.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Jun 06, 2012 9:36

countryman hat geschrieben:
Ich hab jetzt aber auch nicht vor, nochmal ne Fungizidbehandlung zu machen


mach keinen Quatsch, in den allermeisten Jahren ist die Abschlussbehandlung hoch wirtschaftlich! Wenn Du bisher ohne Fungizid ausgekommen bist, schön, aber wenn der Weizen jetzt vielversprechend da steht muss er abgesichert werden.



Das ist immer eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Wenn sein Weizen so steht, dass vielleicht 5 Tonnen drin sind, dann wird die Behandlung lange nicht die Ertragssteigerung einfahren, wie eine, die nem 10t-Bestand gegönnt wird.
Ich weiß, was da mit CH los ist. Auch ich bin normal jemand, der immer schaut und überlegt, was er seinen Kulturen noch geben kann um "den schönen Bestand" abzusichern. Aber nach diesem Winter und wie hier in Hessen bzw. Rheinlandpfalz alles aussieht, nimmt einem das einfach die Lust. Das kostete Geld genug. Den meisten ging's- wie ihm auch- um's Saatgut. Ein billiges Azol würde ich wahrscheinlich auch in die Blüte legen, aber ich kenne das Gefühl, wenn man sich davon verabschiedet hat, mit Erträgen zu rechnen. Dass wir jetzt teilweise positiv überrascht wurden, ist schön, war aber nicht abzusehen... Ich hab ehrlich gesagt auch kaum was für die Weizenschläge getan. Nur das Sauberhalten ist, wie er auch meinte, eine absolute Pflicht, da es hier um "Nachhaltigkeitsdinge" geht.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Fossi » Mi Jun 06, 2012 10:02

Aus diesen Gründen wollte ich einen Kompromiss eingehen und 'nur' 1l Folicur auf die Ähre geben. Gerade Hekto und Primus sollte das doch schon noch ein bißchen absichern und mein Gewissen ist auch beruhigt. Je nach dem in Kombi mit 'nem billigen Insektizid.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon ropa_eurotiger » Mi Jun 06, 2012 10:36

Crazy Horse hat geschrieben:...das sündhaft teure Broadway eingesetzt, ...


Also auf einem Windhalmstandort - wie bei mir - ist es meines Erachtens eine günstige Lösung mit ca. 40 €/ha (aus den amtl. Empfehlungen) und vor allem sehr sicher :!: Ein sauberer Acker ist mir lieber als auf jeden Cent zu schauen, wobei - wie bereits gesagt - Broadway mit 130g/ha + 0,6 FHS von den Hektarkosten her eher im unteren Bereich anzusiedeln ist.

P.S. Habe gestern die Fusariumbehandlung in Weizen (nach Körnermais, teilweise pfluglos) mit 2,0 - 2,5 l Osiris /ha gefahren. Gott sei Dank sind wir von Auswinterungsschäden verschont geblieben, Ertragserwartung hier bei 90 + dt/ha. :klug:
MfG ropa_eurotiger

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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Mi Jun 06, 2012 11:43

countryman hat geschrieben:
Ich hab jetzt aber auch nicht vor, nochmal ne Fungizidbehandlung zu machen


mach keinen Quatsch, in den allermeisten Jahren ist die Abschlussbehandlung hoch wirtschaftlich! Wenn Du bisher ohne Fungizid ausgekommen bist, schön, aber wenn der Weizen jetzt vielversprechend da steht muss er abgesichert werden.


*lach*
Bei aller Euphorie sind in diesem weitestgehend ausgewinterten Bestand vielleicht noch Erträge von 4to/ha drin und der Weizen hat bislang auch nur 110N gesehen. Außerdem handelt es sich hierbei nur um ein 80ar großes Stück. Wenn ich davon 3to ernte, reicht mir das als Saatgut für die Herbstaussaat. Mehr als 18ha Weizen sä ich eh nicht, und ich will auch vom Kredo noch ein paar ha säen (von dem stehen allerdings nur 30ar - die aber sehr gut)
Bei der Winter- und der Sommergerste aber auch bei der Triticale hab ich im Hinblick auf eine homogene gesunde Abreife 1,8-2l Amistar Opti +0,3l Folicur gespritzt. Infektionen waren zu dem Zeitpunkt noch keine vorhanden. Aber das soll nach Möglichkeit auch so bleiben. Ob diese Maßnahmen wirtschaftlich waren, wird sich zeigen. Gerste behandel ich eigentlich immer, schon allein um die Kornfüllungsphase zu verlängern.
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