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Aktuelle Zeit: Mo Mär 02, 2026 14:42

Gen-Mais in der landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Beitragvon gerd gerdsen » Do Mär 20, 2008 19:37

schorschie0815 hat geschrieben: Alle seine Beiträge zur Gentechnologie stammen direkt aus der Feder der Agrochemie- und Gensaatguthersteller.

Insofern sind dessen Beiträge nichts anderes als Lobbyismus in seiner verachtenswertesten Form. Denn diese lügen um des Mammon wegen, dass sich die Balken biegen. Ähnliches ist auch von Gerdsen zu halten. Nur ist dieser Herr noch etwas einfältiger !


also ich gehöre weder zur agrochemie noch gensaathersteller, noch bin ich sonst ein lobbyist, ich sage hier einfach nur meine meinung, es kommt mir so vor als wenn das in den augen von schorschie eggbert freischütz harry und franz henneken der eigentlicher fehler ist .
ich bewirtschafte als freier landwirt erfolgreich einen kleineren landwirtschaftlichen betrieb, daß ist wahrscheinlich der zweite fehler, sein wir mal ehrlich, es geht diesem herren (vielleicht sind es ja auch zwei) gar nicht so sehr um die gentechnik, dieses ist nur der aufhänger, wenn sie dieses "übel" beseitigt haben werden sie keinersfalls ruhe geben, dann kommt das nächste, solange bis es keine freien unternehmer und vor allen dingen keine freie meinung in diesem lande mehr gibt .

die einzigen die hier nachweislich lügen sind eggert (das er hier dauernd seinen namen ändert beweist schon wessen kind er ist ) und franz henneken, den ich bis jetzt in jedem punkt widerlegt habe .
von der bösen lsv bis hin zum angeblichen bienensterben .... alles gelogen .
... und jeden dritten tag verabschieden sie sich bei uns ... und am nächsten tag sind sie wieder da ... das ist auch schon eine art von resistent, sogar auch genetisch bedingt... geerbte dummheit . :mrgreen:
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Beitragvon forenkobold » Do Mär 20, 2008 20:04

Manfred ist auch eine Arz von resistent..
begriffsresistent.
Was für Tatsachen habe ich verdreht?
Kann ihm mal jemand den erklärbär spielen?
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Beitragvon schorschie0815 » Do Mär 20, 2008 20:48

Gerdsen faselt von
freier Landwirt, freier Unternehmer


Lächerlich, ein freier Unternehmer kann sich seine Alterssicherung, seine Krankenkasse etc. selber aussuchen. Der Landwirt hingegen nicht ! Dazu kommt ggfs. das er nicht einmal seine eigene Produktion ( Ressourcen ) nutzen darf und Patentgebühren an wem auch immer bezahlen muß. Ansonsten hat Gerdsen nichts bewiesen oder widerlegt, sondern nur das nachgeplappert was ihm Fremde ( DBV ., Agroherstellergiganten, etc ) vorplappern.

Es gilt auch für Gerdsen, vielleicht sogar im besonderen Maße :

" Wer nichts weiß, muß alles glauben ! "
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Beitragvon maexchen » Do Mär 20, 2008 21:42

hoschscheck hat geschrieben:gerade der Schwarzhandel mit GVO Handel von Kleinbauern war laut Monsanto der Grund um über so was wie die Terminatortechnologie nachzudenken.


Ob der Schwarzhandel von irgendwelchen Kleinbauern der Grund für das unfruchtbarmachen und inverkehrbringen von transgenem Saat- und Pflanzgut war oder ist, darf ruhig bezweifelt werden. Ist eher eine verdammt gute Strategie, um immer wieder auf's neue teures Saatgut zu versilbern.

An andrer Stelle setzt Du Dich vehement für den BDM ein; da solltest Du doch wissen wie mühselig es ist, wieder ein kleines Stück Unabhängigkeit zu erreichen.

Und hier hättest Du Dich am liebsten schon gestern von den GenTech Konzernen abhängig gemacht.

maexchen
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Beitragvon Hoschscheck » Fr Mär 21, 2008 1:27

schorschie0815 hat geschrieben:Manfred lass Dich nicht vom Hoschscheck für dumm verkaufen. Alle seine Beiträge zur Gentechnologie stammen direkt aus der Feder der Agrochemie- und Gensaatguthersteller.

Franz Henneken hat geschrieben:Wirklich, Hoschscheck?
Glaubst Du Deinen eigenen Worten? Diese Worte sind wohl wirklich aus irgendwelchen Presseabteilungen und dienen anscheinend nur dazu, den Menschen Sand in die Augen zu streuen.

Manfred hat geschrieben:
@Hoschscheck: Nachdem Monsanto einen Großteil der indischen Saatgutfirmen aufgekauft hat und nur noch GVO-Baumwollsaatgut anbietet: Welche Wahl haben die "bösen" Kleinbauern?
Die Leute schaffen es zu Fuß oder mit dem Esel gerade mal ein paar Dörfer weiter. Die bestellen nicht mal eben Saatgut aus Australien per Fedex, wenn der Handel in 500 km Umkreis nur noch GVO-Saatgut im Angebot hat. Das weißt du genau so gut wie ich. Aber was soll dann diese Schreibe?

Wie viel Samen produziert eine Pflanze und wie viel Samen benötigst du pro ha für die Aussaat Manfred?
maexchen hat geschrieben:
An andrer Stelle setzt Du Dich vehement für den BDM ein; da solltest Du doch wissen wie mühselig es ist, wieder ein kleines Stück Unabhängigkeit zu erreichen.

Und hier hättest Du Dich am liebsten schon gestern von den GenTech Konzernen abhängig gemacht.

maexchen


Hallo in die Runde,

in der Geo Nr.1o geht es um Gerechtigkeit. Die Baumwollfarmer aus den USA und Indien sind Aufgrund ihrer stark unterschiedlichen Lebensverhältnisse und Wirtschaftlichkeit miteinander verglichen worden. Der Geobericht geht auf die Selbstmorde genauso ein wie auf die Gentechnik, aber auch gerade die Vermarktungsstrukturen werden analysiert.

Die Gentechnik hat laut dem Artikel nichts mit den Selbstmorden zu tun. Die Amerikanischen Baumwollbauern agieren mit ihrer Ernte (Strichcode codiert und Qualitätsmanagement mäßig optimiert) bis durch auf den Weltmarkt, getragen von einem gestützten heimischen Preis (staatlicherseits), der laut Artikel 50% über den der Gestehungskosten liegt. Weietrhin werden mit allen Mitteln noch weitere Einnahmen dazu generiert (Baumwollsaat, etc.).
Der Einfluss des indischen Baumwollfarmers auf seine eigene Ernte endet mit der Ablieferung in einer Regionalstelle in seiner Nähe (wo soll er denn auch sonst hin damit?).
Nicht die Gentechnisch veränderte Pflanze, der Vertrag mit Monsanto oder die Arbeit des Kleinbauern mit seiner gesamten Familie an sich sind das Problem, sondern es findet keine Wertschöpfung für den indischen Baumwollbauern mit seiner Produktion statt. Nur an Erzeugergemeinschaften hätten alle die in Indien, die an den indischen Baumwollbauern sehr gut mitverdienen, dann zu lasten ihres eigenen Verdienstes, auch kein Interesse.
Das ist die bittere Ernte für die Kleinbauern, egal ob Indien Argentinien oder Sonst wo.
Maexchen, für diese Verhältnisse muss man aber nicht unbedingt nach Indien fahren, der deutsche Milcherzeuger ist auch Jahrelang nach dem etwa gleichen Schema ausgebeutet worden, bis, ja bis sich hier vor Ort eine neue Gemeinschaft zum Selbstschutz gegründet hat.

Nur solange die indischen Baumwollbauern auf dem Markt nicht mit einer eigenen Stimme sprechen, solange wird die USA mit ihrer Subventionspolitik für ihre Baumwollfarmer deutlich mehr Wohlstand erlangen und dadurch weniger selbstmordgefährdete Farmer haben
(und natürlich obendrein auch noch einen kontrollierten Markt).
http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_magazin/54912.html Nr. o7

Die FAO weist für 2oo1 einen Ertrag von 1.699.490 für Indien aus, 2oo6 sind es 3.563.88o Tonnen Baumwollfasern
( http://faostat.fao.org/DesktopDefault.a ... 67&lang=en ).
Auf rund 2o% mehr Fläche den Ertrag um über einhundert Prozent gesteigert, die FAO muss anscheinend von Monsanto gekauft sein.
Was den Jungs fehlt ist so was wie ein Friedrich Wilhelm Raiffeisen, einer der versucht die Bauern an der Wertschöpfungskette bis hin zum Verbraucher fair zu beteiligen.
Nichts anderes versucht der BDM auch.

Es müsste doch möglich sein für einen modernen PC-Bediener mit einer inneren Ruhe und Objektivität an die komplexe Debatte heran zugehen, ich bin dabei kein Verteidiger von Monsanto.
Ich verurteile viele von Monsantos Geschäftspraktiken.
Ich möchte nur auf wirklich "einige " Unzulänglichkeiten in der Argumentation der Gentechnikgegner hinweisen.
Wenn von z.B. von Puma oder Swatch ohne Lizenz nach gebaute Produkte in Containern gefunden werden, dann werden diese öffentlichkeitswirksam Zerstört. Mit dem Reißwolf oder mit der Dampfwalze oben rüber.
Hier in Europa bestehen entsprechende Sicherheiten für die Hersteller dieser Konsumprodukte. Wie können die nur so was versuchen oder überhaupt erst machen, diese bösen Chinesen?
Wenn Monsanto dies versucht, für "Gen-Ware" aus Südamerika, die dort auf dem Schwarzmarkt vermehrt und nachgebaut wurde, erleiden sie trotz eines bestehenden Schutzes innerhalb der EU damit Schiffbruch vor dem Europäischem Gerichtshof.
Merkwürdig?
Monsanto wurde das bereits erteilte Patent zur Genkanone durch das EPA auf Intervention hin von Syngenta, Pioneer und Greenpeace (die hatten bestimmt nicht alle die gleiche Intension) aberkannt.
Merkwürdig?
Und das EP o448518 ist nun auch ganz bestimmt nicht Monsanto freundlich.
Merkwürdig?

Wenn ich ein Monsanto-Freund wäre müsste ich diese Zustände schwer anprangern oder ich könnte das Gefühl kriegen da sind schon so einige, die auf Monsanto "aufpassen".
Und die scheinen genauso wenig gekauft zu sein wie ich.


Hoschscheck

PS. Vielleicht könnten wir ja die Diskussion etwas gliedern, so dass wir nicht immer hin und her springen müssten in unserer Argumentation.
1.)Forschung
2.) Hersteller
3.)Kundenbindung
4.)Anwendung
5.)Vorteile, Nachteile
6.) Sicherheit
7.)Geldwerte Vor- und Nachteile
Die Reihe erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit oder "richtige" Abfolge.

(Franz vergiss bitte nicht deinen Masterplan)

(Schorschie, Schätzchen du kannst deinen Account auch selber löschen. Du musst nicht warten bis das einer der Mods für dich macht. Aber vielleicht hast du das ja noch "nie" selbst gemacht? :mrgreen: :mrgreen: )
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Beitragvon schorschie0815 » Fr Mär 21, 2008 9:56

PS. Vielleicht könnten wir ja die Diskussion etwas gliedern, so dass wir nicht immer hin und her springen müssten in unserer Argumentation.
1.)Forschung
2.) Hersteller
3.)Kundenbindung
4.)Anwendung
5.)Vorteile, Nachteile
6.) Sicherheit
7.)Geldwerte Vor- und Nachteile

Alle die o.g. Fragen gehen an der Thematik Gentechnik völlig vorbei.
Die grundsätzliche Frage und gleichzeitig Antwort ist :
Dürfen vom Menschen die natürlichen, schöpfungsbedingten Artgrenzen überschritten werden?
Darf der Mensch sich als Schöpfer Gott aufspielen und die schöpfungsbedingten Artgrenzen überschreiten? Grenzen die Gott selbst als Schöpfer des Universums gesetzt hat.Denn darum geht geht es in der Gentechnik, es werde Artgrenzen in frevelhafter und geldgieriger Weise überschritten

Das ist die Grundsatzfrage überhaupt. Millionen verantwortliche Menschen und auch etliche Wissenschaftler warnen vor dem artenüberschreitenden Manipulationen . Immer dann, das ist meine Überzeugung, wenn der unvollkommene Mensch in die Schöpfung eingreift geht es schief und endet im Chaos.
Deshalb Finger weg von artenüberschreitenden Manipulationen, dies ist dem Menschen zwar möglich, verstößt aber eindeutig gegen die
Schöpfung und muß letztlich im Chaos enden..
schorschie0815
 
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Mär 21, 2008 10:06

schorschie0815 hat geschrieben:" Wer nichts weiß, muß alles glauben ! "


naja ich glaube das schorschie, oder wie immer er sich gerade nennt auch nicht sehr viel weiß, bedauerlicher weise hat er auf seiner volksschule nicht mal richtig lesen und schreiben gelernt, maßt sich aber an feldversuche zu zerstören, und das schon vor jahren, seine motivation ist nicht wissenschaftlicher art, ich empfehle allen mal einen bilck auf seine homepage, die er hier selber schon gepostet hat .

schorschie0815 hat geschrieben:Herzliche Grüße
[bitte keine Realnames] Brandt Anschrift und Rufnummer auf meiner HP :
www.imkereibrandt.de


er ist doch wirklich nur ein querulant : http://de.wikipedia.org/wiki/Querulant
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Mär 21, 2008 10:14

... übrigens ohne forschung keinen fortschritt, alle wollen doch immer die neueste und leistungsstärkste sorte anbauen, gerade beim mais hat sich da viel getan, auch ohne gvo, wenn es nun auf neue pflanzensorten keinen patentschutz gibt, warum sollte da noch jemand einen cent für ihre züchtung verschwenden ?
es ist im leben ein geben und ein nehmen .

wer nicht dabei sein will, kann auch uralte sorten anbauen, die kosten teilweise nur die hälfte, mein landhändler hat davon auch noch immer eine oder zwei im angebot, haben will die komischerweise keiner, vielleicht nochmal ein jäger als wildackerpflanze .
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Beitragvon gerd gerdsen » Fr Mär 21, 2008 10:17

Torge hat geschrieben:
Grenzen die Gott selbst als Schöpfer des Universums gesetzt hat.


Und abends bekommst du immer schön was aus der Bibel vorgelesen was?? :lol: :lol:


seinen katechismus hat er längst gegen karl marx umgetauscht ....
.... immer gerade so wie es für ihn am besten passt :wink:
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Beitragvon Manfred » Fr Mär 21, 2008 10:50

@forenkobold: Du unterstellst Gentech-Gegnern (Der Begriff ist schon eine Unterstellung. Wer gegen die Praktiken von Monsanto ist muss noch lange nicht vollumfänglich gegen Gentechnik sein.) eine Milchmädchenrechnung. Fakt ist, dass die von GVO-Beführwortern ständig wiederholte Behauptung, es würden Spritzmittel gespart und so die Umwelt entlastet (vom Geldbeutel ist da keine Rede) bisher nicht zutrifft.
Das ist eine Verdrehung der Tatsachen.

@Hoschscheck: Kaum jemand bezweifelt, dass in den ersten Einsatzjahren Bt-Baumwolle im Vergleich zu schlecht behandelter konventioneller Baumwolle höhere Erträge erbracht hat. Deswegen werden ständig die alten Zahlen von dem Versuch von 2001 (ein Jahr mit übrigens weit überdurchschnittlich hohem Schädlingsdruck bei der Baumwolle in Indien) herausgekramt. Durch die Resistenzbildung beim Kapselbohrer hat sich das weitgehend erledig, war also ein Strohfeuer.
Das die Selbstmorde unter Kleinbauern auch vorher üblich waren, ist ebenfalls zutreffend. Die Zahl hat aber deutlich zugenommen, sie die Bauern bei gleichem Ertrag wie vorher (da sind wir wieder) das Vierfache für ihr Saatgut zahlen müssen. Das ist es, was Monsanto vorzuwerfen ist.

"Wie viel Samen produziert eine Pflanze und wie viel Samen benötigst du pro ha für die Aussaat Manfred?"

Die Frage kann ich nur so interpretieren, das du glaubst, man könne mit alten, samenechten Baumwollsorten gut bezahlte Ware für den Massenmarkt (ein paar Sonderprojekte mit Bio-Baumwolle lasse ich mal außen vor) erzeugen. Auf welchen Infos basiert diese Vermutung? Alle Hybridsorten schließt du damit ja kategorisch aus.
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Beitragvon Franz Henneken » Fr Mär 21, 2008 11:39

@ Torge: Deine Bemerkung ist mit Verlaub abartig und total respektlos. Es lässt leider auf einen gewissen Aufholbedarf schließen. Gerade am Karfreitag.

Es grüßt und wünscht Genesung - :roll: Franz
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Beitragvon forenkobold » Fr Mär 21, 2008 13:19

Fakt ist, dass die von GVO-Beführwortern ständig wiederholte Behauptung, es würden Spritzmittel gespart und so die Umwelt entlastet (vom Geldbeutel ist da keine Rede) bisher nicht zutrifft.


Dann sind die Farmer, die auf Millionen von Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, also alle blöd?
Und jetzt komm mir nicht mit dem nächsten Märchen, dass die keine Alternativen hätten...
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Beitragvon forenkobold » Fr Mär 21, 2008 14:30

Das die Selbstmorde unter Kleinbauern auch vorher üblich waren, ist ebenfalls zutreffend. Die Zahl hat aber deutlich zugenommen, sie die Bauern bei gleichem Ertrag wie vorher (da sind wir wieder) das Vierfache für ihr Saatgut zahlen müssen. Das ist es, was Monsanto vorzuwerfen ist.


Was hast Du für Quellen?
Diese?

http://www.zmag.org/content/print_artic ... ectionID=1

The Indian Ministry of Agriculture admits to the following figures: there were 100,000 suicides by farmers between 1993 and 2003. And between 2003 and October 2006, there have been some 16,000 suicides by farmers each year. In total, between 1993 and 2006, there were around 150,000 suicide by farmers, 30 a day for 13 years!


Demnach wäre die Rate nach Einführung gentechnisch veränderter Pflanzen in der Tat von 10000 auf 16000/Jahr gestiegen.
Die Geburtenrate in Deutschland ging analog mit dem Rückgang der Storchpopulation zurück..
siehste.. mit statistik läst sich auch der Klapperstorch beweisen.

Oder hast Du diese Quelle:

http://aka.blogsport.de/2008/01/29/der- ... er-bauern/

Hier werden Gründe nachvollziehbar geschildert.
Wenn nicht dieser Hammer drinstehen würde:




Durch die Deregulierung kann das Agrobusiness nun glänzende Geschäfte machen, allen voran der Gentechnik-Konzern Monsanto (1, 2). Von 1991 bis 2000 stiegen die Preise für Düngemittel um das Vierfache. Die Preise für Saatgut stiegen je nach Sorte um 100 bis 300 Prozent


Da ist ie wieder.. Deine Vervierfachung. Und wird Monsanto in die Schuhe geschoben. Eine Firma, die ab 2002 mit Gensaat in Indien vertreten ist, wird für den Preisanstieg von 1991 bis 2000 verantwortlich gemacht..

was fundametalistische Gentechnikgegner sich alles zusammenkonstruieren.. unglaublich!!!

Guckst Du hier:

http://www.diss.fu-berlin.de/2003/134/neuewipo.PDF

1991 lag die Inflationsrate in Indien bei 17%, ging dann zurück. Aber Anstiege von weit über 100% in 10 Jahren sind daa durchaus zu verstehen.
Dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte nicht mitzogen.. ja das kennen wir doch in deutschland auch...

Die Suizidwelle in Indien betrifft nicht nur Bauern..

http://www.rediff.com/news/2004/apr/15spec.htm

Und hier kannst Du selber über Ostern tätig werden:

http://www.google.de/search?hl=de&q=sui ... uche&meta=

Da findest Du dann solche Dinge wie:
http://www.infochangeindia.org/features470.jsp



A study by the Madras Institute of Development Studies (MIDS), quoted by The Hindu 's Rural Affairs Editor P Sainath in the November 14, 2007, issue, puts the number of farmer suicides in the two states at well over 2,000 a year from 1997 onwards when the Institute began documenting suicide figures. According to its data, 2,390 farmers committed suicide in the two states in 1997; 2,278 in 1998; 2,654 in 1999; 2,660 in 2000; 2,824 in 2001; 2,578 in 2002; 2,511 in 2003; 3,033 in 2004; and 2,660 in 2005.



Wo ist der Anstieg nach Einführung der Gentechnik?


Vielleicht hilft dir DAS weitr?
http://www.ksmha.org/suicide.htm



District wise suicidal data per one lakh population
District / Year 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Idukki 48.6 41.1 43.3 43.0 43.0 41.5 49.2 49.7 51.0 42.4 40.3
Kollam 32.0 33.5 32.1 31.2 33.4 33.2 33.9 43.6 43.1 41.0 42.4
Wyanad 44.4 39.1 38.6 39.4 51.7 48.4 39.8 40.6 45.0 36.5 38.0
Thiruvananthapuram 17.2 33.2 40.6 41.3 39.8 41.4 41.4 38.5 32.7 35.5 37.0
Pathanamthitta 23.5 19.8 21.1 27.4 29.4 22.6 32.3 38.2 32.6 32.9 31.4
Thrissur 37.5 33.1 35.1 35.3 37.1 34.0 34.3 34.5 33.7 31.0 31.6
Palakkad 32.3 32.7 33.4 33.2 34.1 34.4 33.1 32.9 33.1 33.0 35.8
Kannur 27.7 29.3 29.2 30.1 27.5 26.7 32.3 32.2 29.5 27.1 25.2
Ernakulam 26.0 23.0 27.5 26.4 26.4 24.7 25.9 27.8 24.0 23.0 23.0
Ksaragode 24.8 22.0 24.1 22.5 24.0 19.0 22.1 26.1 23.5 22.8 21.0
Kottayam 23.5 20.8 23.1 25.1 24.4 21.8 24.6 25.4 26.0 22.5 23.0
Alappuzha 19.9 19.3 20.4 23.6 33.2 22.9 22.9 25.3 25.1 22.5 23.4
Kozhikode 22.0 21.4 24.5 24.6 24.8 23.7 25.5 24.3 22.7 21.4 22.3
Malappuram 12.0 10.1 14.6 14.2 13.5 14.7 11.7 11.8 12.9 12.8 12.0


Jedenfalls sollten Menschen mit solh hohem moralischen Anspruch wie ihn die fundametalistischen Gentechnikgegner für sich stellen, in Grund und Boden schämen, das Leid und Elend dieser Menschen für ihre Propaganda zu instrumetalisieren.
Pfui Teufel!
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Beitragvon maexchen » Fr Mär 21, 2008 16:28

einen persönlichen Kommentar zu dieser Äußerung mache ich nicht. nur soviel: binder Zorn hilft der Diskussion jedenfalls nicht, aber auch garnicht weiter.

ich will nur hoschscheck zitieren:

in der Geo Nr.1o geht es um Gerechtigkeit. Die Baumwollfarmer aus den USA und Indien sind Aufgrund ihrer stark unterschiedlichen Lebensverhältnisse und Wirtschaftlichkeit miteinander verglichen worden. Der Geobericht geht auf die Selbstmorde genauso ein wie auf die Gentechnik, aber auch gerade die Vermarktungsstrukturen werden analysiert.


Es müsste doch möglich sein für einen modernen PC-Bediener mit einer inneren Ruhe und Objektivität an die komplexe Debatte heran zugehen,


maexchen
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