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Glyphosat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Thema gesperrt
2015 Beiträge • Seite 16 von 135 • 1 ... 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19 ... 135

Re: Glyphosat

Beitragvon radixdelta » Mi Aug 19, 2015 0:47

Ich habe jetzt in der Stoffdatenbank nachgeschaut. Hätte mir auch gleich einfallen können.
Glyphosat, Limonen, Pelaronsäure und Essigsäure sind nicht als Krebserregend oder Mutagen beschrieben und die Toxizität ist von der selben Größenordnung. Leider steht da nicht so genau wie das mit dem Abbau läuft.
radixdelta
 
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Re: Glyphosat

Beitragvon Bastianb » Mi Aug 19, 2015 2:12

Raider hat geschrieben:
Ferengi hat geschrieben:
Raider hat geschrieben: Und sobald die Argumente ausgehen...



Beschimpft man die , die mal ihr Hirn benutzen, als Verschwörungstheoretiker.



Du hast nach wie vor keine Studien vorgelegt, dass Glyphosat unter den hier in Deutschland geltenden Rahmenbedingungen gefährlich für Menschen ist. Was soll man denn da anderes vermuten als Verschwörungstheorien. Das Argument, dass Monsanto und Co die Studien beeinflussen, ist halt nur eine Theorie (wenn nicht gar eine Verleumdung) und ist durch nichts zu belegen.


Es soll ja Menschen geben die Snowden auch für ein Phantom halten.
http://www.deutschlandfunk.de/risikobew ... _id=327136
Zitat
"Risikobewertung in der Forschung

Chemiekonzern Syngenta setzte Wissenschaftler unter Druck
Nach dem Interview gehe ich in ein Café und recherchiere im Internet etwas über das Pflanzenschutzmittel Atrazin: 33 Millionen Kilogramm wurden 2013 in der industrialisierten Landwirtschaft in den USA verwendet, die Hälfte des Maises und 90 Prozent des Zuckerrohrs damit besprüht. Atrazin wird nur sehr langsam abgebaut und reichert sich im Grundwasser an. Seit über zehn Jahren darf es in der EU nicht mehr angewendet werden, weil befürchtet wird, dass es Fauna und Flora gefährdet. Auch eine schädliche Wirkung auf Menschen kann nicht ausgeschlossen werden. - Wie kamen die Regulierungsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks zu so unterschiedlichen Einschätzungen, frage ich mich.
Ich spreche mit Tyrone Hayes. Der Biologe forscht seit 15 Jahren an einer öffentlichen Universität in Kalifornien:
"Ich untersuchte in Berkeley die Wirkungen von Hormonen und chemischen Verbindungen auf Amphibien, als der Hersteller von Atrazin auf mich zukam, um die Wirkung von Atrazin auf Frösche zu erforschen."
Professor Tyrone Hayes erklärt, dass er Drittmittel der Industrie angenommen habe, dafür habe er einen hohen Preis gezahlt:
"Bei diesen Studien habe ich herausgefunden, dass das Pflanzengift Atrazin die Entwicklung bei männlichen Fröschen so stark stört, dass sie sich zu weiblichen Fröschen entwickeln. Die männlichen Frösche entwickelten sogar plötzlich Laich - also Froscheier."
Ein Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hat - auch nicht Syngenta, der Hersteller von Atrazin:
"Die Firma hinderte mich daran, diese Arbeit zu veröffentlichen. Dann baten sie mich, meine Daten extra zu manipulieren und zu verändern. Und schließlich verboten sie mir komplett, über meine Forschungsergebnisse in der Öffentlichkeit zu reden. Ich weigerte mich."
Der Chemiekonzern Syngenta versuchte, durch eine Art PR-Gegenkampagne seine Ergebnisse zu widerlegen, ihn zu demontieren, lächerlich zu machen. Und nicht nur das:
Tyrone Hayes erzählt von einem Lieblingsfeind, Tim Pastoor, Wisssenschafler von Syngenta, der ihn bei einer Veranstaltung mit wüsten Bedrohungen provoziert habe, Teil einer Einschüchterungskampagne.
Ich habe bei der Basler Konzernzentrale von Syngenta schriftlich angefragt wie sie denn zu diesen schweren Vorwürfen von Tyrone Hayes stehen? Die Presseabteilung antwortete via E-Mail:
"Die Forschungsergebnisse von Hayes sind nicht reproduzierbar. Unsere Kommunikationmaßnahmen waren stets darauf ausgerichtet, die wissenschaftlichen Fakten klarzustellen. Und: Das Verbot in der EU, Atrazin nicht mehr zu registrieren, war rein "politisch" motiviert."
In den USA gilt das Nachsorgeprinzip: Man muss eine Gefährdung nachweisen
Das ganze klingt eher nach einem Hollywood-Thriller, als nach dem Alltag eines Wissenschaftlers, der mit Fröschen forscht, denke ich. War der junge Professor vielleicht paranoid geworden? Vor einigen Monaten wurden interne Memos im Rahmen eines Prozesses veröffentlicht, die das Vorgehen des Unternehmens genauestens dokumentieren: Diese Syngenta-Unterlagen zeigen, dass Detektiv-Agenturen beauftragt wurden, um den Wissenschaftler zu überwachen, sein Telefon wurde abgehört und seine E-Mails wurden gelesen, um ein psychologisches Profil von Tyrone Hayes herzustellen. Die freigegebenen Gerichtsdokumente zeigen umfassende interne Firmenkommunikation und Memos. Hier stellt sich mir die Frage, ob sich ein einzelner Wissenschaftler oder eine öffentliche Universität gegen solche Attacken und Methoden überhaupt wehren könnte.
"Jede unabhängige Studie fand ähnliche Probleme. Wir haben gerade weitere Studien veröffentlicht, bei denen 22 Wissenschaftler aus 12 Ländern mitarbeiten: Atrazin führt zu Problemen in Sexualorganen bei Säugetieren, Fischen und Vögeln."
Doch die EPA ließ dieses Pestizid weiter auf dem Markt. Die wissenschaftliche Beweislage war für das Prüfpersonal nicht eindeutig genug. Denn in den USA gilt das Nachsorgeprinzip: man muss die Gefährdung nachweisen, den sogenannten "Proof of Harm". Die Industrie kann bei diesem System die Entscheidungshoheit leicht erringen. Forschungsergebnisse können behindert, manipuliert, gekauft und unterwandert werden, wie das Beispiel Tyrone Hayes deutlich belegt. Außerdem sind Risiken nicht immer eindeutig beweisbar. Manchmal gibt es nur Verdachtsmomente, erste Hinweise, die man mit mehr Studien und Zeit untersuchen müsste. Gründe, warum das Zulassungsverfahren in Europa viel abwägender ist - schließlich gilt hier das Vorsorgeprinzip. Die EU ging in einem ganz ähnlichen Fall jüngst anders vor: im Fall der Neonicotinoide. Befürchtungen waren laut geworden, dass dieses Pestizid Bienen beeinträchtigt, zum Beispiel indem es ihr Lernvermögen und ihren Orientierungssinn stört. Anlass für ein Moratorium, das am 1. Dezember 2013 in Kraft trat und den Forschern Gelegenheit gab, dem Verdacht nachzugehen. Ich reise zurück nach Europa und frage mich, ob dieses Prinzip tatsächlich durch TTIP ausgehöhlt werden könnte, wie Kritiker warnen?
An diesem grauen Morgen sitzt die Vorsitzende des Umweltausschusses Bärbel Höhn in ihrem großen Büro auf der untersten Ebene des Bundestages. Auch sie kam erst kürzlich von einer Reise aus den USA zurück. Ich erzähle ihr von meiner Recherche über Atrazin, sie nickt nur, als wäre das alles altbekannt:
"Ich war mit dem Umweltausschuss des Bundestages in den USA. Wir haben mit der Umweltbehörde EPA gesprochen, die haben gesagt: 'Das wäre super, wenn wir REACH hätten.' Wenn wir jetzt mit den niedrigen Standards im chemischen Bereich der USA konfrontiert werden, wird es automatisch zum Absenken führen."
Zuletzt geändert von Bastianb am Mi Aug 19, 2015 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Harald » Mi Aug 19, 2015 6:36

Basti, Zitate sind als solche zu kennzeichnen. Auch ein Internetforum ist kein rechtsfreier Raum! :gewitter:
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Glyphosat

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Aug 19, 2015 8:10

Klingt ein bisschen nach Grimms Märchen.
Quelle!
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Re: Glyphosat

Beitragvon H.B. » Mi Aug 19, 2015 9:09

Er war bei den Aluhüten unterwegs: http://www.deutschlandfunk.de/risikobew ... _id=327136
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Re: Glyphosat

Beitragvon borger » Mi Aug 19, 2015 9:55

Also Syngenta ist wirklich sehr dubios:
2002 veröffentlicht Hayes seine nicht reproduzierbaren Ergebnisse und 2003 wird er Professor in Berkeley – trotz Diffamierungskampagne von Syngenta? Die können aber auch gar nichts!
Nicht weniger fragwürdig, die Wirkung vom „Froschtod“ Atrazin: Da werden in den USA jährlich 33 Mio. KG von dem Zeug ausgebracht und das seit vielen Jahren. Wer nun gehofft hatte, die ekligen Frösche würden dadurch etwas dezimiert, wird schwer enttäuscht. Die Froschplage, begleitet vom endlosen Gequake bleibt im vollen Umfang erhalten.
Das Zeug hilft nur dem, der es verkauft – und Hayes, der mit seinen falschen Versprechungen Professor wurde.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Bastianb » Mi Aug 19, 2015 10:35

H.B. hat geschrieben:Er war bei den Aluhüten unterwegs: http://www.deutschlandfunk.de/risikobew ... _id=327136


Und warum sind das Aluhüte?
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Re: Glyphosat

Beitragvon Fassi » Mi Aug 19, 2015 10:42

Wieso?
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Glyphosat

Beitragvon T5060 » Mi Aug 19, 2015 19:56

SYNGENTA arbeitet so, ich will das fachlich nicht beurteilen.
Aber so funktioniert unsere Industrie.
Die lesen auch alle brav Landtreff. Die wissen auch wer ich bin.
Ich wurde heute nämlich von der Unternehmenskommunikation eines Chemieriesen kontaktiert,
rein zufällig heute. Man ist sehr sehr freundlich, beide Seiten sprechen nicht ganz das aus was sie meinen oder denken.

Mit welchen Mitteln SYNGENTA arbeitet haben wir ja bei Glöckner erlebt.
Momentan erlebe ich wie K+S krampfhaft versucht in meiner Sache den Streitwert auf 20 Mill. € hochzutreiben.

Früher war ich auch was leichtgläubiger. Heute glaube ich nur noch das was ich sehe.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Glyphosat

Beitragvon H.B. » Mi Aug 19, 2015 21:02

Bastianb hat geschrieben:Und warum sind das Aluhüte?


Du nimmst die Chemtrail-Szene ernst?
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Mo Sep 07, 2015 10:02

Die unendliche Geschichte - ein Kommentar
Zu der unendlichen Geschichte um Glyphosat hat nun auch die Süddeutsche Zeitung ein Kapitel beigetragen. Nicht, dass dabei etwas substanziell Neues herausgekommen wäre, auch dieses Mal verfährt die Redaktion nach dem Muster: "Wenn ich Unwahrheiten nur lange genug wiederhole, werden sie vielleicht irgendwann wahr".


http://agrarmanager.agrarheute.com/glyp ... geschichte
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Glyphosat

Beitragvon Thomas Sch. » Mo Sep 07, 2015 21:05

Bin stolz auf mich, was ich hier alles lerne.Ganz ganz toll.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Harald » Di Sep 08, 2015 7:22

Die jüngste Regenwurmstudie der BOKU Wien wird bei Psiram heftig verrissen:
https://blog.psiram.com/2015/09/glyphos ... regenwurm/
Ob man nicht in der Lage war und ist, wissenschaftlich genau zu arbeiten oder ob man gar nicht daran interessiert war, eine objektive, ergebnisoffene Untersuchung durchzuführen, darüber kann man spekulieren. Die Offensichtlichkeit der methodischen Fehler lässt Letzteres befürchten.

Wir haben unseren Artikel noch um einen Tag ergänzt: Bad Science!


Im Artikel wird auch auf diese weitergehende Kritik aus den USA verwiesen:
http://weedcontrolfreaks.com/2015/09/de ... arthworms/


*Séralini-Schublade auf, BOKU-Regenwurmstudie rein, Séralini-Schublade zu!*
:roll:
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Re: Glyphosat

Beitragvon Thomas Sch. » Mi Sep 09, 2015 21:09

Ja ja die Studien....wer hat Recht und wer sollte mal recht bekommen.Nur was soll man von Bauern denken die ihren mit Verbundsteinen gepflasterten Hof mit Herbizid sauber spritzen.Und das ist kein Einzelfall.Schaut euch um bei Kollegen
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Re: Glyphosat

Beitragvon Wini » Mi Sep 09, 2015 21:24

Bei uns wird Glyphosat sogar auf dem Gottesacker eingesetzt.
Ist das eigentlich erlaubt ?

Gruß
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