Todde hat geschrieben: .......
Das Schlimmste ist alle 4, 5 Jahr zu pflügen, denn dann stellt sich das ganze Bodenleben erst um, das wird mit einer Pflugfurche wieder zerstört.
Das 4., 5. Jahr ist genau das, warum viele wieder aufhören mit pfluglos, die haben sich nicht mit dem Thema beschäftigt.
Da kann es zu einer hohen Bindung von Stickstoff durch Bodenorganismen kommen, entweder passt man auf und gleicht das aus oder der Ertrag bricht in dem Jahr gewaltig ein. ......
Ohne eine Grundsatzdiskussion führen zu wollen über das Pflügen, was passiert dann mit dem Stickstoff. Ist die höhere Stickstoffbindung darauf zurückzuführen, dass dann mehr Humus gebildet wird oder, was ich für wahrscheinlicher halte, dass weniger Humus abgebaut wird (einfach dadurch, dass die obere humusreichere Schicht vergraben wird). Das wäre doch eigentlich langfristig positiv, wenn man auf diese Weise (durch Pfluglos + gelegentliches Pflügen= den Humusgehalt im Boden erhöhen kann. (Die schlechtere Variante wäre, dass der Stickstoff durch Denitrifikation etc. verloren geht). In diesen Fall müsste man eigentlich nur den Stickstoffbedarf für den Humusaufbau ausgleichen. Praktisch kann da aber leicht die Düngeverordnung ein Problem werden. Denn diese kümmert sich nicht um die Humusbilanz. Demnach wäre es ja ökologisch, wenn man Stickstoff spart und dafür den Humus im Boden dafür aufbraucht (Humusabbau ist auch schleicht für die CO2 Bilanz, aber wenn es gegen die Landwirtschaft ohne Naturmystik etc. geht, dann spielt auch das keine Rolle mehr).


Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet 