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Glyphosat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Thema gesperrt
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Do Feb 25, 2016 12:59

berni_boesemann hat geschrieben:Zitat
Biologin Sophia Guttenberger vom Umweltinstitut München. „Ein Stoff, der wahrscheinlich krebserregend ist, hat weder im Bier noch in unserem Körper etwas verloren.“

Also ab jetzt nur noch alkoholfreies Bier.


Ein Stoff, dessen wahrscheinliche krebserregende Wirkung umstritten ist, ist schlimmer wie ein eher unumstrittener krebserregender (Alkohol) Stoff?
Die sind doch besoffen im Institut. :prost:
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Re: Glyphosat

Beitragvon Lacy Laplante » Do Feb 25, 2016 13:00

Naja, die mussten halt das Bier testen :mrgreen:
Mit Intelligenz kann sich der Mensch von Traditionen abwenden.
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Re: Glyphosat

Beitragvon JueLue » Do Feb 25, 2016 13:05

Aus Alkohol-Krebs-Risiko-Sicht empfohlene höchst Tages-Biermenge (10g Alkohol/Tag) : 0,2l (Krebsrisko mehr oder wenig bewiesen)
Aus Glyphosat-Krebs-Risiko-Sicht höchst Tages-Biermenge : 1000l (Krebsrisiko höchst strittig)

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Re: Glyphosat

Beitragvon StephanB » Do Feb 25, 2016 14:15

Glyphosatgehalte von 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen nach dem derzeitigen Stand des Wissens kein gesundheitliches Risiko dar.


Wieso liegt dann der Grenzwert bei Trinkwasser bei 0,1 Mikrogramm pro Liter (= 0,1 ppb)? Mehr als 5 Liter pro Tag wird doch praktisch nie getrunken?

Und noch ein kleiner Hinweis: Beim Thema Glyphosat sollte auch der sogenannte Shikimisäureweg, mit allen sich daraus ergebenden Nebenthemen, diskutiert werden. In der Forumssuche fand ich den Begriff allerdings nicht, auch nicht Shikimisäure oder shikimate pathway.
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Re: Glyphosat

Beitragvon StephanB » Do Feb 25, 2016 14:21

Ich finde es übrigens super zu sehen wie schnell deutsche Behörden reagieren können, wenn es sein muss, z.B. um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen.
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Re: Glyphosat

Beitragvon LUV » Do Feb 25, 2016 14:24

StephanB hat geschrieben: [Wieso liegt dann der Grenzwert bei Trinkwasser bei 0,1 Mikrogramm pro Liter (= 0,1 ppb)? Mehr als 5 Liter pro Tag wird doch praktisch nie getrunken?



...weil die Vorsorgegrenze sich auf Säuglinge bezieht? Kleinkinder trinken kein Bier, jedenfalls geht der normale Verstand davon aus. :mrgreen:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Glyphosat

Beitragvon Mad » Do Feb 25, 2016 14:27

StephanB hat geschrieben:Ich finde es übrigens super zu sehen wie schnell deutsche Behörden reagieren können, wenn es sein muss, z.B. um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen.


Und noch bemerkenswerter finde ich, dass das BfR mittlerweile in den meisten Meldungen direkt zitiert wird. Beim Muttermilch-hoax gabs entweder gar nichts vom BfR oder erst verspätet und beiläufig.

Man hat auf beiden Seiten gelernt.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Glyphosat

Beitragvon StephanB » Do Feb 25, 2016 14:39

Noch was vergessen: In einem Artikel über das Glyphosat im Bier musste ich zu meinem Erschrecken feststellen, dass die endgültige Entscheidung über die verlängerte Zulassung (bis zu 15 Jahre) von Glyphosat wohl schon im März fallen soll. Bisher war immer von Sommer 2016 die Rede.
Unglaublich was sich die Agrochemieindustrie alles erlauben kann.

@Mad
Das mit der Reaktionsgeschwindigkeit war ironisch gemeint. Ich nehme an, dass die Reaktionsgeschwindigkeit deutscher Behörden direkt proportional den wirtschaftlichen Auswirkungen ihrer Verlautbarungen entspricht.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Do Feb 25, 2016 14:48

StephanB hat geschrieben:Noch was vergessen: In einem Artikel über das Glyphosat im Bier musste ich zu meinem Erschrecken feststellen, dass die endgültige Entscheidung über die verlängerte Zulassung (bis zu 15 Jahre) von Glyphosat wohl schon im März fallen soll. Bisher war immer von Sommer 2016 die Rede.
Unglaublich was sich die Agrochemieindustrie alles erlauben kann.


Was hat die Industrie damit zu tun?
Eigentlich hätte die EU Ende letzten Jahres eine Endscheidung finden müssen, die wurde Aufgrund der IARC Verlautbarung verschoben, um das mit in die Bewertung mit aufzunehmen.
Spätestens im Sommer sollte eine Entscheidung fallen, da die Zulassung erst mal um 6 Monate verlängert wurde, das bedeutet nicht, dass es vorher nicht eine Entscheidung geben kann, wenn der Sachverhalt geklärt ist und es nichts neues gibt. Und daher wird jetzt im März darüber entschieden.

Zu dem Grenzwert im Trinkwasser, einfach mal Wikipedia lesen.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Mad » Do Feb 25, 2016 14:51

Richtig. Man hat die Frist auf spätestens Sommer 2016 verlängert. Dass sich manche über eine Entscheidung im März enttäuscht zeigen, zeigt nur, dass sie dachten, wenn in den Pressemitteilungen gemutmaßt wird, dass die Entscheidung erst im Sommer ist, müsste das auch so sein.

Darüber hinaus kann ich das jetzt gar nicht verstehen. Erst wollte man, dass es schleunigst verboten wird, und jetzt kann die Entscheidung nicht spät genug getroffen werden.

Die Ökos wissen nicht was sie wollen. :roll:
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Glyphosat

Beitragvon adefrankl » Do Feb 25, 2016 14:52

StephanB hat geschrieben:
Glyphosatgehalte von 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen nach dem derzeitigen Stand des Wissens kein gesundheitliches Risiko dar.


Wieso liegt dann der Grenzwert bei Trinkwasser bei 0,1 Mikrogramm pro Liter (= 0,1 ppb)? Mehr als 5 Liter pro Tag wird doch praktisch nie getrunken?

Weil der Grenzwert für Trinkwasser nichts mit der Giftigkeit zu tun hat. Man war der Meinung, dass Grundwasser frei von Pflanzenschutzmitteln sein sollte und die 0,1 µg/kg waren damals so etwa die Nachweisgrenze.
Wollte man also Salz oder Zucker als Pflanzenschutzmittel zulassen, dann würden für diese Stoffe der gleiche Grenzwert gelten, einfach weil diese dann als Pflanzenschutzmittel eingestuft werden würden.
Da die Grenzwerte für Lebensmittel nach toxiokoloischen Grenzwerten festlegt werden (Sicherheitsfaktor 100; + Wert noch niedriger wenn bei sachgerechter Anwendung die Gehalte noch geringer sind) sind diese eben höher als der Trinkwassergrenzwert.
Toxikologisch gesehen könnte man letzteren auch hoch setzen.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Do Feb 25, 2016 14:55

Mad hat geschrieben:Die Ökos wissen nicht was sie wollen. :roll:


Je länger das Verfahren läuft, desto mehr unsinnige Werbekampagnen können gestartet werden.
Das ist bares Geld was verloren geht, wenn 3 Monate fehlen :mrgreen:
Die Grünen hätten noch Glyphosat in Keimtonis Haaren gefunden wenn es nötig gewesen wäre oder im Koks aus Kolumbien, wie die Zeit schon mal besorgt vermeldet hat.
:klug:
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Re: Glyphosat

Beitragvon Kyoho » Do Feb 25, 2016 14:58

Ekelstudie aus München

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.erschreckende-glyphosat-werte-ekel-studie-pflanzenvernichter-in-unserem-bier.6de6fb81-142f-420c-b806-d58354163366.html
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Do Feb 25, 2016 15:02

Kyoho hat geschrieben:Ekelstudie aus München


Schmeiß bloß Dein Handy weg, der Aluhutverein aus München hält Handystrahlen für extrem gefährlich!
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Re: Glyphosat

Beitragvon JueLue » Do Feb 25, 2016 15:04

adefrankl hat geschrieben:
StephanB hat geschrieben:
Glyphosatgehalte von 30 Mikrogramm pro Liter Bier stellen nach dem derzeitigen Stand des Wissens kein gesundheitliches Risiko dar.


Wieso liegt dann der Grenzwert bei Trinkwasser bei 0,1 Mikrogramm pro Liter (= 0,1 ppb)? Mehr als 5 Liter pro Tag wird doch praktisch nie getrunken?

Weil der Grenzwert für Trinkwasser nichts mit der Giftigkeit zu tun hat. Man war der Meinung, dass Grundwasser frei von Pflanzenschutzmitteln sein sollte und die 0,1 µg/kg waren damals so etwa die Nachweisgrenze.
Wollte man also Salz oder Zucker als Pflanzenschutzmittel zulassen, dann würden für diese Stoffe der gleiche Grenzwert gelten, einfach weil diese dann als Pflanzenschutzmittel eingestuft werden würden.
Da die Grenzwerte für Lebensmittel nach toxiokoloischen Grenzwerten festlegt werden (Sicherheitsfaktor 100; + Wert noch niedriger wenn bei sachgerechter Anwendung die Gehalte noch geringer sind) sind diese eben höher als der Trinkwassergrenzwert.
Toxikologisch gesehen könnte man letzteren auch hoch setzen.


Auch Grenzwerte in Lebensmitteln werden in der Regeln nicht (nur) nach toxikologischen Gesichtspunkten festgelegt.

Bei vielen Grenzwerten wurden einfach die natürlich vorhandenen Werte genommen, bzw. bei PS-Mitteln die, die bei sachgerechter Anwendung zu finden sind.
Diese Werte müssen natürlich immer (deutlich) unter der Gesundheitsgefährdung liegen.

Damals bei dem Tierfutterskandal - ich glaube es war Formaldehyd?- wunderten sich doch auch viele, dass der Grenzwert für Fisch um den Faktor 10 höher als bei Schweinefleisch war - einfach weil im Fisch der Schadstoff natürlich viel höher vorkommt als bei Landlebewesen.

Man muss sich also im Einzelfall davon verabschieden, dass die Grenzwerte unmittelbar was mit der Gefährdung zu tuen haben, oft sind es einfach die "normal zu erwartenden Werte", die natürlich weit unter den gefährdenden Konzentrationen liegen müssen.

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