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Glyphosat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
Thema gesperrt
2015 Beiträge • Seite 59 von 135 • 1 ... 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62 ... 135

Re: Glyphosat

Beitragvon StephanB » Fr Feb 26, 2016 19:08

Na es war doch die Stuttgarter Zeitung das mit der Darmflora:

Stuttgarter Ärztekongress
Die Bakterien im Darm geben immer noch Rätsel auf
Von Tanja Volz 31. Januar 2016

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhal ... 3d652.html
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Re: Glyphosat

Beitragvon Welfenprinz » Fr Feb 26, 2016 19:55

StephanB hat geschrieben:
Empfehlung dazu: Ein Vortrag des Chemie-Fans Professor Braungart ("Cradle to cradle") bei der IHK Dillenburg:

"Wir sind nicht zu viele - Wir sind nur zu blöd!" Vortrag von Prof. Braungart 2014, Dillenburg (1h09)
https://www.youtube.com/watch?v=SlNG8A7fUfE


Das muss in den Nachhaltigkeitsstrang :)
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Glyphosat

Beitragvon xyxy » Fr Feb 26, 2016 20:02

Welfenprinz hat geschrieben:
Das muss in den Nachhaltigkeitsstrang :)


Unbedingt!
Hab grad ein paar Minuten durch, hochinteressant
Fifty shades of green
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Re: Glyphosat

Beitragvon Wini » Fr Feb 26, 2016 21:04

Jetzt habt ihr auch noch unser gutes Erdinger Weißbier mit Glyphosat verseucht:

http://www.br.de/nachrichten/glyphosat- ... sion=830d3

Jeder rätselt jetzt, wie der Scheiss in unser flüssiges, tägliches Brot gekommen ist.

Was sagt Euch folgende Statistik:
Glyphosat im Bier.JPG


Hat da einer von Euch eine Idee ?

Gruß
Wini
Staatlich anerkannter glyphosatfreier Betrieb
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Re: Glyphosat

Beitragvon wespe » Fr Feb 26, 2016 21:36

Hat da einer von Euch eine Idee ?

Panscherei?
Mit freundlichen Stachel
~wespe~ Bild

"Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten, aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen."
Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

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Re: Glyphosat

Beitragvon Mad » Fr Feb 26, 2016 21:42

Wini hat geschrieben:Hat da einer von Euch eine Idee ?


Muttermilch.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Holmer 91 » Fr Feb 26, 2016 22:00

Wini hat geschrieben:Hat da einer von Euch eine Idee ?


Da hat eindeutig ein Grubber-Pfuscher zu zügig an nem Braugetreideschlag von nem Pfllug-Profi entlanggegrubbert und ein paar verseuchte Erdpartikel auf der Gerste/Weizen verteilt.

mfg, Holmer
"... Kühe sind schon auch ganz cool, aber Schweine sind halt einfach geil."
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Re: Glyphosat

Beitragvon StephanB » Fr Feb 26, 2016 22:13

Link zu einem Dokument (Diskussion) der EPA (Environmental Protection Agency), aus dem Jahr 1991, über die Karzinogenität von Glyphosat basierend auf einer Langzeituntersuchung (26 Monate) von Ratten:

OCT 30 1991
Memorandum
Subject: Second Peer Review of Glyphosate
From:
    William Dykstra Ph.D.
    Toxicology Branch I (IRS)
    Health Effects Division (H7509C)
To:
    Robert Taylor, PM 25
    Fungicide-Herbicide Branch
    Registration Division (H7505C)
and
    Lois Rossi, Chief
    Reregistration Branch
    Special Review and Reregistration Division (H7508W)

The Healt Effects Division Carcinogenity Peer Review Committee convened on June 26, 1991, to discuss and evaluate the weight of the evidence on Glyphosate with particular emphasis on its carcinogenic potential. The Committee concluded that Glyphosate should be classified as a Group E (evidence of non-carcinogenicity for humans), based upon lack of convincing carcinogenicity evidence in adequate studies in two animal species.

It should be emphasized however, that designation of an agent in Group E is based on the available evidence at the time of evaluation and should not be interpreted as a definitive conclusion that the agent will not be carcinogen under any circumstances.
...
B. Background Information
On February 11, 1985, the carcinogenic potential of glyphosate was first considered by a panel (then called the Toxicology Branch Ad Hoc Committee [quasi das Schnellbeschließungskomitee für giftige Stoffe]) comprised of members of the Toxicology Branch of the Hazard Evaluation Division. The Committee, in a consensus review dated March 4, 1985, classified glyphosate as a Group C carcinogen based on an increased incidence of renal tubular adenomas [Nierendrüsengeschwulst] in male mice. According to the consensus review, the tumor is rare, it ocurred in a dose-related manner, and the incidence was outside the reported historical control range. The Committee also concluded that dose levels tested in a 26-month rat feeding study were not adequate for the assessment of glyphosate's carcinogenic potential in this species.
...
D. Evaluation of Carcinogenicity Data
1. a. Experimental Design
The lifetime feeding study in Sprague-Dawley rats at 50/sex/dose was conducted at dietary concentrations of glyphosate of 0,30,100, and 300 ppm. These concentrations were adjusted during the course of the study so that actual doses 0,3,10, and 31 mg/kg/day in males an 0,3,11, and 34 mg/kg/day in females rats were maintained.

https://web.archive.org/web/20150430180 ... 91_265.pdf

Man kann also festhalten: Diese wackeren Wissenschaftler die Seralini Pfusch vorwerfen, weil er angeblich eine zu Krebserkrankungen neigende Nagerart, genauer Rattenart verwendet hätte, wußten anscheinend nicht, dass Monsanto mit genau der gleichen Rattenart (Sprague-Dawley) die Zulassungsversuche von Glyphosat in den USA durchgeführt hat.

Den Link zu diesem Dokument, nach dem ich gesucht hatte, weil ich wußte, dass Monsanto selber schon einmal eine Langzeitstudie mit Nagern gemacht hatte, hatte ich von hier:
20 March 2015
IARC Monographs Volume 112: evaluation of five organophosphate insecticides and herbicides

https://www.iarc.fr/en/media-centre/iar ... ume112.pdf
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Fr Feb 26, 2016 22:43

Welfenprinz hat geschrieben:
Todde hat geschrieben:
Welfenprinz hat geschrieben:Mir egal :mrgreen: ,hier wird grundsätzlich nichts über 170° erhitzt,schon seit 20 jahren nicht.


Sack Pflanzkartoffeln aus der USA bestellt und dann kannst Du wieder heiß kochen :mrgreen:


Hat sich wie ein Scherz gelesen, war aber gar nicht so gemeint. :)


Warte 10 Jahre, dann darfst Du akrylamidarme Kartoffeln als Lebens- oder Futtermittel importieren, sagt dem Versender halt er soll Konsumkartoffeln draufschreiben.
:mrgreen:
In den Staaten werden die ab dieses Jahr angepflanzt, sind halt GMO.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Fr Feb 26, 2016 22:46

StephanB hat geschrieben:@adefrankl
Stichwort Aspartam


Jetzt gibt es keine Zweifel mehr, Du rennst den ganzen Tag mit einem Aluhut rum :roll:
Zu viele KenFM in der Youtibe Uni geschaut?
Und das gehört seit 20 Jahren nicht mehr Monsanto.
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Re: Glyphosat

Beitragvon adefrankl » Fr Feb 26, 2016 22:47

StephanB hat geschrieben:Link zu einem Dokument (Diskussion) der EPA (Environmental Protection Agency), aus dem Jahr 1991, über die Karzinogenität von Glyphosat basierend auf einer Langzeituntersuchung (26 Monate) von Ratten:

.........
Man kann also festhalten: Diese wackeren Wissenschaftler die Seralini Pfusch vorwerfen, weil er angeblich eine zu Krebserkrankungen neigende Nagerart, genauer Rattenart verwendet hätte, wußten anscheinend nicht, dass Monsanto mit genau der gleichen Rattenart (Sprague-Dawley) die Zulassungsversuche von Glyphosat in den USA durchgeführt hat.

Den Link zu diesem Dokument, nach dem ich gesucht hatte, weil ich wußte, dass Monsanto selber schon einmal eine Langzeitstudie mit Nagern gemacht hatte, hatte ich von hier:
20 March 2015
IARC Monographs Volume 112: evaluation of five organophosphate insecticides and herbicides

https://www.iarc.fr/en/media-centre/iar ... ume112.pdf


Nun war die Rattenart ja auch nur ein Kritikpunkt. Das andere war auch die Statistik d.h Anzahl der Versuchstiere ......
Das äußerte sich dann in solchen Resultaten, dass dann die mänlichen ratten mit Glyphosat länger lebten oder so ähnlich. Abweichungen die ins bild passten wurden dann groß interpretiert und die anderen ignoriert. Da gibt es ja Sachen wie Standardabweichungen .....
Aber bei einen Stoff der nun seit Jahrzehnten relativ weit verbreitet eingesetzt wird, ist man auch nicht mehr auf dubiose Rattenstudien angewiesen. Da gibts z.B. die Anwender, die wesentlich mehr Wirkstoff abbekommen als die Verbraucher. Und derartige Studien liefern meist Ergebnisse im Bereich der Nullhypothese (Odds ~ 1). Natürlich kann man sich irgendwelche Ausreise- raus suchen. Wie ein Gebiet in Argentinien mit erhöhter Krebsrate. Nachdem dort aber noch ganz andere viel problematischere Chemikalien angewendet wurden wie Edosulfan ... ist es doch sehr
gewagt, daraus auf Glyphosat zu schließen.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » Fr Feb 26, 2016 22:48

Wini hat geschrieben:Hat da einer von Euch eine Idee ?


Was meinst Du warum Bier gelb ist, altes Braumeistergeheimnis. Wenn heute halt jeder Glyphosat im Urin hat und die Brauer dann noch zur Süffigkeit Muttermilch dazugeben, dann war es doch wohl klar, dass Glyphosat im Bier sein muss.
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Re: Coktail Effekt

Beitragvon adefrankl » Fr Feb 26, 2016 23:07

StephanB hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Wenn man die Kriterien für Pflanzenschutzmittel zur Risikovorbeugung auch nur minimal ernst nimmt, müsste man daher Grapefruits eigentlich verbieten. Die sind, ebenso wie viele Zitrusfrüchte auch allein keineswegs harmlos.


Das mit den PSMs gilt genauso z.B. für Orangen oder Bananen. Zumindestens wenn man nach dem Geruch geht. Der ist nämlich teilweise schon ziemlich streng wenn man an ungeöffneten Orangen oder Bananen riecht. Bei Bananen kann man es direkt auch an der Schale sehen. Wenn dort keine vielen schwarzen Pünktchen bei frischen Bananen zu sehen sind, bedeutet dies dass die Bananen mehr oder weniger intensiv mit einem Insektizid in Kontakt gekommen sind. Das wird nämlich versprüht, damit bestimmte, harmlose Insekten nicht ihren Rüssel in die Schale bohren.
Also wenn Bio-Bananen und keine Pünktchen auf der Schale, dann ist das glatter Betrug.
Ich selber esse normalerweise auch höchstens eine Grapefruit pro Tag. Mehr schmeckt mir einfach nicht, genauso wie ich auch nur vielleicht zwei oder drei Kiwis pro Tag esse.


Was die Bananen etc. angeht so kenne ich die Bedingungen nicht unter denen dort Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Aber man keinesfalls aus einem strengen Geruch auf Pflanzenschutzmittel schließen. Auch die Natur produziert einen ganzen Chemikaliencoktail (vgl. Zusammensetzung Duft Nadelwald).


StephanB hat geschrieben:
adefrankl hat geschrieben:Ähnliches gibt es auch für andere Nahrungsmittel. So sind möglicherweise gerade "gesunde" Nahrungsmittel die Ursache für die stark erhöhte Herzinfarktrate an Feiertagen (vgl. http://www.deutschlandradiokultur.de/st ... _id=342540).


Oder zuviel Stress? Zu wenig Bewegung? Zu wenig gesundes Essen, Stichwort Antioxidantien? Etc. etc. etc.

adefrankl hat geschrieben:Im Vergleich zu den Spuren von Pflanzenmitteln dürfte gerade der Coktail-Effekt bzgl. der natürlichen Giftstoffen in Pflanzen weit stärker von Bedeutung sein Insbesondere weil diese gerade in Bioprodukten (sind Abwehrstoffe gehen Pilze und Schädlinge) oft in höherer Konzentration enthalten sind.


Ich selber halte die Hysterie bezüglich etwa Acrylamid für absolut überzogen. Der Mensch hat schließlich jede Menge Abwehr- und Warnmechanismen in seinem Körper eingebaut (Geschmack, Magensensorik, Darmsensorik), um viele Giftstoffe von vorneherein an ihrer schädlichen Wirkung zu hindern. Das Problem sind allerdings geringe Dosen (Stichwort Arsen). Der Mensch lebt seit Jahrmillionen mit den Giftstoffen in Pflanzen zusammen bzw. der menschliche Körper hat sich in der Evolution darauf eingestellt. Aber mit den künstlichen Stoffen gibt es da ganz andere Probleme. Wer weiß vielleicht wird unser Körper in ein ein paar tausend Jahren Aspartam oder auch PSMs zu sich nehmen können ohne Problem zu bekommen.


Was ist eigentlich gesundes Essen? Antioxidantien sind krebsfördernd (bekanntes Beispiel: Karotin). Soja enthält größere Mengen hormonell wirkende Stoffe. Spinat ... schädliche Oxalsäuren. Zitrusfrüchte krebserregende Furocuramine. Und dann gibt es noch die verschiedenen Pilzgifte ...
Also ein Hinweis ist sicher der Geschmack. --> Milch, Honig und Zucker sind gesund, bitteres Gemüse ist ungesund (wusste ich schon immer :D )
Aber was die natürlichen Giftstoffe angeht. An Pflanzen aus anderen Ländern (Zitrusfrüchte, Kartoffeln, Kiwis, Bananen, Erdnüsse, ...) konnte sich der Mensch noch nicht lange gewöhnen. Und die Gesundheitsschäden und Vergiftungen durch natürliche Gifte deuten nicht darauf hin, dass diese harmloser sind. Die Unterscheidung in natürlich und künstlich machte bzgl. Giftstoffe keinen Sinn. Typscherweise wird die Gefahr durch künstliche Stoffe über- und die von natürlichen Stoffen unterbewertet. Damit will ich keineswegs sagen, dass Zusätze wie Aspartam völlig harmlos sind.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Südbaden Bauer » Fr Feb 26, 2016 23:13

adefrankl hat geschrieben:bitteres Gemüse ist ungesund (wusste ich schon immer )

Seit wann das, es heißt doch immer, die natürlichen Bitterstoffe seien wichtig für den Magen, also ich friss so bitteres Zeugs auch nicht, aber..
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Glyphosat

Beitragvon adefrankl » Fr Feb 26, 2016 23:20

StephanB hat geschrieben:@adefrankl

Nochmal zum Thema Missbildungen bei Ferkeln. Ich habe jetzt einen ausführlichen Bericht über die Wirkung von Mykotoxinen auf das Erbgut gelesen (http://www.vis.bayern.de/ernaehrung/leb ... toxine.htm). Das klingt natürlich einleuchtend, aber Toxine kann der Körper, u.a. im Darm, auch selber aus zugeführter Nahrung bilden (Stichwort Aspartam oder eben Glyphosat).
D.h. die aufgetretenen Missbildungen beim Schweinezüchter Pedersen können genauso gut aufgrund von unverpilztem aber irgendwelche schlechten Stoffe enthaltendem Futter entstanden sein.

Das Stichwort dazu ist der Shikimate-Weg und alle Organismen, die diese biologisch-chemische Reaktion beinhalten (Hefen, Bakterien, Prokaryoten, viele Eukaroyten - außer Säugetieren, Pilze):

THE SHIKIMATE PATHWAY, THE MICROBIOME, AND DISEASE: HEALTH EFFECTS OF GMOS ON HUMANS
The Shikimate Pathway is found in all of the three biological domains of life: Bacteria, Archaea, and Eukarya.
Bacteria include Enterococcus, Firmicutes, Bifidobacteria and others found in the human gut.
Archaea are the most ancient life forms known, one-celled organisms which thrive in extreme environments.
Eukaryotes include algae, yeasts, plants, fungi; all animals including insects, crustaceans, birds, reptiles, amphibians, and fish and all mammals.

The life forms on planet Earth which possess the SHIKIMATE pathway:

all Prokaryotes—essentially every single-celled organism on earth including bacteria and archaea
all Eukaryotes except mammals (rodents, bats, moles, primates, cats, dogs, bears, seals, etc.)
every other life form on the planet is directly harmed and altered biochemically through damage to the ancient Shikimate molecular chain.

http://www.americanherbalistsguild.com/ ... _and_0.pdf

Vor kurzem gab es einen Artikel bei Spiegel.de oder Spektrum.de wo gesagt wurde, dass die Wissenschaft noch viel zu wenig über die Darmflora weiß.


Bei den Schweinezüchter hatte ich schon mal geschrieben, würde ich aber auf Pilzgifte tippen. Sehr wahrscheinlich wurde das Getreide lagernd etc. und ließ sich nicht abernten --> Pilzbelastung --> Glyphosat zur Ernteerleichterung. D.h. das Glyphosat war nicht ursächlich für die Pilzbelastung sondern ehr umgekehrt.

Was den Einfluss auf den Shikimate-Weg betrifft. In der Natur werden reihenweise Stoffe produziert um irgendwelche Sachen zu hemmen (z.B. Walnusslaub --> hemmt Pflanzenwachstum). Derartige Hemmstoffe finden sich in jeder Pflanze (natürlich) für verschiedene Enzyme. Entscheidend sind die Konzentrationen. Und die sind in der Nahrung viel zu gering um da die ganze Darmflora zu stören.
(In höheren Konzentrationen soll Glyphosat ja dadurch sogar gegen Malaria wirken - nach Laborergebnissen. Aber da braucht man mit Sicherheit deutlich mehr als man selbst in "hochbelasteter" Nahrung mitbekommt). Und in höheren Konzentrationen (Tabletteneinnahme) stören z.B. auch Antibiotika auch massiv die Darmflora. Das ist in der Praxis dann sehr wohl relevant.
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