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Glyphosat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Glyphosat

Beitragvon Thomas Sch. » Sa Mär 26, 2016 22:28

Wenns geht, dann hast Du ja gewonnen....
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Re: Glyphosat

Beitragvon langholzbauer » Sa Mär 26, 2016 22:47

Freakshow hat geschrieben:...

Man kann 50l/ha Diesel sowie 5 Akh/ha einsetzen, ne Menge Bodenstruktur und Bodenleben zerstören und hat immernoch nicht das geschafft, was 3l/ha Glyphosat schaffen... Naja, es kommt wohl darauf an wie man "ökologisch" definiert :lol: . Ein Beispiel:

Werde dieses Jahr einen Großteil meiner Mulchsaat-Maisflächen (nach ordentlicher ZF) vor dem Legen abspritzen und dann NICHTS mehr in der Kultur (nicht überall, ca. 40%) spritzen müssen. Kein resistenzgefährdetes Nicosulfuron, kein schwer abbaubares Terbutyhlazin etc.
Werde dadurch Geld sparen, locker 5% mehr ernten, Humus mehren, Erosion vermindern usw.
Das Alles nur mit knapp 1 Kilo je ha einer Substanz, bei der lediglich einer überall vorkommenden Aminosäure (Glycin) ein Wasserstoffrest durch eine Phosphorgruppe (Phosphonomethyl) ersetzt wurde. Ohne Gentechnik, ohne Hokuspokus.
Wer glaubt eine bessere Ökobilanz hinzubekommen möge jetzt bitte laut "hier" rufen. Gerne auch Öko-Landwirte!


Ein Rätsel, wie nur die ganzen Generationen vor uns ohne dieses "ach so wichtige und unersetzliche Glyphosat" überlebt haben? :oops: :?:

Es gibt auch heute noch funktionierende Fruchtfolgen und Bewirtschaftungsverfahren, die ohne ein Totalhebizid auskomen. Diese haben nur Probleme mit den Preisen, die aus der vermeintlich billigerne Produktion mit viel Chemie und wenig Vielfalt resultieren.

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Schreibt einer, der leider noch nicht ohne PSM wirtschaftet, aber mal ohne gelernt hat.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Südbaden Bauer » Sa Mär 26, 2016 23:16

40 Prozent sind aber nicht der Großteil. :P
Machst du davor noch ne Bodenbearbeitung oder Strip Till?
langholzbauer
du blickst es nicht. Natürlich geht es auch so. Man kann jetzt noch dreimal mit der Egge drüber und dann wird es auch gehen( wenn auch nicht so gut wie mit G.) Nur ist es ökologisch sinnvoller, darum geht es. Nach Meinung der Grünen schon... n8
Die Menschheit will zurück zum Ursprung, aber nicht zu Fuß.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Juwel » So Mär 27, 2016 8:33

[quote="Südbaden Bauer"]40 Prozent sind aber nicht der Großteil. :P
Machst du davor noch ne Bodenbearbeitung oder Strip Till?
langholzbauer
du blickst es nicht. Natürlich geht es auch so. Man kann jetzt noch dreimal mit der Egge drüber und dann wird es auch gehen( wenn auch nicht so gut wie mit G.) Nur ist es ökologisch sinnvoller, darum geht es. Nach Meinung der Grünen schon... n8[/quote]

Dreimal mit der Egge drüber schafft nicht alles,manche Wurzelunkräuter sind nur mit etwas Erde bedeckt und wachsen lustig weiter....... :roll:
Und ob ein Langholzbauer hier mitreden kann...... der Name ..........
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Re: Glyphosat

Beitragvon Raider » So Mär 27, 2016 10:01

langholzbauer hat geschrieben:Ein Rätsel, wie nur die ganzen Generationen vor uns ohne dieses "ach so wichtige und unersetzliche Glyphosat" überlebt haben? :oops: :?:


Es bestreitet absolut niemand, dass man auch ohne Glyphosat Ackerbau betreiben kann. Aber da Du gerade die Generationen vor uns ansprichst: Schau einfach mal was früher auch unter Umweltgesichtpunkten so alles übles getrieben worden ist... Es geht alles, nur ob das dann ales soooo toll ist ist eine andere Sache.

Ich setze in meiner Fruchtfolge Raps - Weizen - Mais - Weizen - Gerste genau einmal Glyphosat ein. Und zwar nach Raps um den Ausfallraps vor der pfluglosen Weizensaat zu bekämpfen. Und ich bin felsenfest überzeugt, dass das unter ökologischen Aspekten die BESTE Variante ist.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Mad » So Mär 27, 2016 10:26

Raider hat geschrieben:Ich setze in meiner Fruchtfolge Raps - Weizen - Mais - Weizen - Gerste genau einmal Glyphosat ein. Und zwar nach Raps um den Ausfallraps vor der pfluglosen Weizensaat zu bekämpfen. Und ich bin felsenfest überzeugt, dass das unter ökologischen Aspekten die BESTE Variante ist.


Wie handhabst du das mit dem Ausfallweizen zur Gerste? Oder pflügst du dann? Außer in 2015 fehlte mir immer das passende Wetter um den Ausfallweizen zur Gerstenmulchsaat mechanisch zu bekämpfen.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Raider » So Mär 27, 2016 10:30

Mad hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:Ich setze in meiner Fruchtfolge Raps - Weizen - Mais - Weizen - Gerste genau einmal Glyphosat ein. Und zwar nach Raps um den Ausfallraps vor der pfluglosen Weizensaat zu bekämpfen. Und ich bin felsenfest überzeugt, dass das unter ökologischen Aspekten die BESTE Variante ist.


Wie handhabst du das mit dem Ausfallweizen zur Gerste? Oder pflügst du dann? Außer in 2015 fehlte mir immer das passende Wetter um den Ausfallweizen zur Gerstenmulchsaat mechanisch zu bekämpfen.



JA, zur Gerste pflüge ich. Alles andere pfluglos
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Re: Glyphosat

Beitragvon Freakshow » So Mär 27, 2016 10:30

@ Langholzbauer und Co.:

Ich sage ja auch nicht, dass diese Art die EINZIGE ist Mais anzubauen, ich behaupte nur, dass sie die ökologischste und gleichzeitig wirtschaftlichste -hoppla, geht das denn?!- Variante ist (die ich kenne).

Ertraglich ist z.B. der Klassiker mit Schwarzbrache und Winterfurche mindestens ebenbürtig. Nur ist das sicher nicht ökologisch sinnvoller und nachhaltiger. Zumindest wenn man unter "ökologisch" nicht nur den Verzicht auf Dünger und Spritzmittel versteht...

Es ist aus meiner Perspektive unbestreitbar, dass ein generelles Glyphosatverbot in unseren Breiten für das Ökosystem mehr Nachteile wie Nutzen bringt. Von Resistenzen fang ich erst garnicht an...

Auch wenn viele ohne Glyphsoat auskommen (und dafür bewusst oder unbewusst andere Nachteile billigen) muss auch denen eins klar sein: Fast jedes anderes Herbizid lässt sich mit der selben Systematik wie es bei Glyphosat passiert ist mit Leichtigkeit demontieren.
Also müsst ihr euch im selben Atemzug auch fragen ob ihr ohne Sulfonylharnstoffe, ACCase-Hemmern etc. klar kommt.

Beziehungsweise geht die ganze Frage ja noch weiter: Ist man ohne diese Hilfsmittel auf dem Weltmarkt überhaupt noch konkurrenzfähig? Denn merkwürdigerweise spricht vor dem Hintergrund der sukzessiven Spritzmittelverbote keiner über eine sukzessive Abschottung des EU-Marktes vor Importen aus Ländern in denen diese Mittel zugelassen sind... TTIP lässt grüßen.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » So Mär 27, 2016 10:44

langholzbauer hat geschrieben:Ein Rätsel, wie nur die ganzen Generationen vor uns ohne dieses "ach so wichtige und unersetzliche Glyphosat" überlebt haben? :oops: :?:


Die Welt dreht sich nun mal weiter und was "früher" war ist heute nicht mehr sinnvoll.
Das Wissen vermehrt sich, zu mindest bei einigen, und dieses sollte man nutzen. Wird in anderen Bereichen der Wirtschaft auch gemacht, warum will sich die Landwirtschaft oft der Entwicklung entziehen und betet diese "hat Opa schon gemacht" an?
Warum muss mit fossiler Energie rumgeast werden, wenn es Alternativen gibt? Warum muss der Boden weiter unnötig belastet werden, wenn es heute auch anders geht?
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Re: Glyphosat

Beitragvon Freakshow » So Mär 27, 2016 10:57

Todde hat geschrieben: "hat Opa schon gemacht" an?


Der ein oder andere Opa hat noch ganz andere Sachen gemacht :roll: .
Nur ein Schwachkopf erkennt das als Argument an und nur realitätsferne, verblendete (schwachköpfige) Ideologen wünschen sich diese Zeiten wieder herbei.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » So Mär 27, 2016 11:09

Freakshow hat geschrieben:
Todde hat geschrieben: "hat Opa schon gemacht" an?


Der ein oder andere Opa hat noch ganz andere Sachen gemacht :roll: .


Das schlimme daran, Opa hat damals vermutlich nach dem aktuellen Wissensstand gewirtschaftet und nicht mehr wie sein Opa 75 Jahre zu vor und heute verweigern sich ganze Genrationen auf den Höfen.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Kyoho » So Mär 27, 2016 16:34

Nach Ansicht der Glyphosahasser und nachplappernden Medien gibt es nichts unökologischeres als Glyphosat. Da kann man argumentieren wie man will. Man rennt nur gegen ne Wand.
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » So Mär 27, 2016 18:26

Kyoho hat geschrieben:Nach Ansicht der Glyphosahasser und nachplappernden Medien gibt es nichts unökologischeres als Glyphosat. Da kann man argumentieren wie man will. Man rennt nur gegen ne Wand.


Es geht ja auch nicht mehr um fachliches.
Medien haben sich von NGOs einlullen lassen und nun ist Glyphosat zum Kampfbegriff geworden, damit verdient nicht nur die Spendenindustrie auch für die Medien ist das ein lukratives Thema. Ganz nach der Masche David gegen Goliath. Monsanto passt dann noch bestens in die rundum gelungen Weltverschwöung bei diesem Thema.
Moderne Märchen verkaufen sich, Menschen wollen unterhalten werden.
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Re: Glyphosat

Beitragvon langholzbauer » So Mär 27, 2016 22:32

Da habe ich doch einige gereizt. :oops:
Geschrieben habe ich den Beitrag weil es leider noch zuviele Leute gibt, die vergessen haben, daß es auch vor Glyphosat schon Äcker ohne Wurzelunkräuter gab.
Und früher oder später muß es auch wieder ohne G. gehen.
Wer das nicht begreifen will, der ist halt dann der "gestrige".

Leider habe ich unter den Kunden( ich spritze auch für andere Landwirte) auch einige "Spezialisten" die jeden Herbst abgespritzt haben wollen.
Da werde ich dann auch langsam ungemütlich. Denn egal welches PSM, sie nutzten sich mit ihrer Anendungshäufigkeit schneller ab bzw. verlieren an Wirkung, weil die Natur gegensteuert !

Darf ich hier wirklich nicht schreiben, weil jemandem mein Nikname nicht passt, der sich wie ein PSM nennt? 8) :oops:
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Re: Glyphosat

Beitragvon Todde » So Mär 27, 2016 22:59

langholzbauer hat geschrieben:daß es auch vor Glyphosat schon Äcker ohne Wurzelunkräuter gab.


Es gab früher auch Äcker voller Unkraut, es gab schon bei den Römern Bodenerosion aufgrund des Pfluges...vermutlich schon seit es das Ding gibt.
Es gab auch Zeiten, da wusste man eben nichts um die Probleme durch Dieselabgase. Schon mal darüber nachgedacht den Schlepper wieder abzuschaffen, es gab Zeiten, da ging es auch ohne.
Es gab Zeiten, da wurde Quecke auf dem Stoppel noch mit Feuer bekämpft und man hat das Stoppelfeld einfach angezündet...

Warum sollte man immer in der Vergangenheit leben wollen?
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