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Grassilage in der Bullenmast

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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144 Beiträge • Seite 2 von 10 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 10
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon Marian » Do Nov 24, 2022 11:34

Mischfutter setze ich je nach Silage Analyse 20er-28er ein.
Handelt sich um extra Futter mit hohen Mineralfutter Anteil da nicht viel kg pro Tier und Tag eingesetzt werden.
Der Mais ist definitiv das günstigere Futter. ZF mit Leguminosen geben bei passendem Aufwand auch gutes Futter das wieder Eiweiß Ergänzung einspart. Da bin ich großer Freund von. Vom Stroh füttern hab ich nie was gehalten. Angefangen habe ich das sehr widerwillig. Aber der positive Effekt ist wenn man mal Kot auswäscht einfach ganz offensichtlich vorhanden. Also wird's auch gemacht. Schönes Gerstenstroh ist da das Optimum.
Das Grünland ist halt nunmal da. Hier merkt man das die Geburten starken Jahrgänge in Rente gehen und keinen Nachfolger haben. Grünland von Milchvieh Betrieben lange gepachtet wird nach und nach frei. Die Flächen sind sehr günstig zu pachten. Das rechnet sich schon. Bullen nur mit Stroh KF und Mais zu füttern kann ich mir nicht mehr vorstellen. Als nächstes werden noch ein paar Heu Raufen nachgerüstet. In zwei kleineren Ställen biete ich Heu Rundballen zur freien Verfügung an. Da wird immer Mal gern geknabbert.

Ergänzung:
Das Stroh braucht es bei den Futter Rationen schon. Die HF werden intensiv gefüttert für Zunahmen von 1050 bis über 1200 Gramm bei Milch*Fleisch.
Fett hungern kann man schwarzbunte nicht. Dann rammeln sie auch nur den lieben langen Tag wenn man schlecht füttert.
Die Fresser werden allesamt mit Vollmilch und Kuh TMR aufgezogen. In der Regel sind die Fresser 4-7 Monate alt. Manchmal auch älter und schwerer. Das sind dann oft Tiere die aus einer Mast aus Futtermangel abgegeben werden.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
Marian
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon 210ponys » Do Nov 24, 2022 13:44

egnaz hat geschrieben:Mit Silomais lässt sich immer noch das günstigste Futter erzeugen (mal abgesehen von Nebenprodukten). Wenn dann Grünland nicht umgebrochen werden kann oder darf, und keine andere Verwertung möglich ist, landet die Grassilage eben in der Rindermast, auch wenn sie pro Nährstoff teurer ist als Maissilage.

Mit Grassilage und Gps kommt doch ausreichend Rohfaser in die Ration. Warum soll man dann noch die Tiere voll Stroh stopfen, um dann mit zusätzlichem KF auf die gleichen Leistungen zu kommen.
Der schlechte Ruf der Rindfleischerzeugung ist von Gruppen ohne Ahnung erzeugt worden. Bei der Forderung nach extensiver Fütterung blendet man doch aus, dass man damit mehr Tiere für die gleiche Fleischmenge braucht.
Marian ist doch schon nahe am Optimum. Da er den Kraftfuttereinsatz regelmäßig überprüft und hinterfragt, macht er alles richtig.
Interessant wäre noch wie viel RP Komponenten er im KF noch braucht. Gefühlt würde ich sagen, dass in dieser Hinsicht noch etwas mehr Grassilage sinnvoll wäre.

kannst Du mal bitte eine Berechnung von Silomais Vs Grünland erstellen, was die Nährstoff Menge und Kosten betrifft?
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon egnaz » Do Nov 24, 2022 17:33

Marian hat ja gerade bestätigt, dass Silomais bei ihm die geringsten Kosten verursacht.
Letztendlich muss aber jeder Betrieb für sich nachrechnen wo er steht.
Hier mal ein Artikel zum Thema:
https://www.google.com/url?sa=t&source= ... R6rJweecoG
Gruß Eckhard
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon LUV4.0 » Fr Nov 25, 2022 7:55

egnaz hat geschrieben:Der schlechte Ruf der Rindfleischerzeugung ist von Gruppen ohne Ahnung erzeugt worden. Bei der Forderung nach extensiver Fütterung blendet man doch aus, dass man damit mehr Tiere für die gleiche Fleischmenge braucht.
.


Willst du jetzt die These aufstellen, dass Metzger keine Ahnung haben? :) Also ich bin nicht vom Fach, aber ich erkenne schon Unterschiede zwischen dem Jungbullen von Edeka und dem Welsh Black von unserer Wiese. Natürlich braucht man mehr Tiere wenn man extensiver füttert. Aber das hat ja mit der Qualität von dem was man erzeugt nichts zu tun.

Natürlich geht das nicht mit jeder Rasse. Unsere Milchkühe stehen auch den Großteil des Jahres auf der Weide. Ohne zu füttern würden die aber verhungern. Und Fleisch setzen die sowieso nicht an, egal was man da rein stopft.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon tyr » Fr Nov 25, 2022 8:17

Mal davon ab, das es nicht so ist, das EU- Europa, inkl. Deutschland, zu wenig Rindfleisch hätten... etwas niedrigere produktion könnten nicht nur der Qualität sondern auch durchaus den Preisen gut tun.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon 210ponys » Fr Nov 25, 2022 9:26

egnaz hat geschrieben:Marian hat ja gerade bestätigt, dass Silomais bei ihm die geringsten Kosten verursacht.
Letztendlich muss aber jeder Betrieb für sich nachrechnen wo er steht.
Hier mal ein Artikel zum Thema:
https://www.google.com/url?sa=t&source= ... R6rJweecoG

naja seit der Berechnung dürfte sich manches gendert haben.
Die Düngung ist in beiden Fällen viel zu niedrig angesetzt.
genau wie der Pachtansatz.
Auch mit den Maschinen kosten.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon 240236 » Fr Nov 25, 2022 9:50

Energie kostet bei Gras und Mais ungefähr gleich viel. Eiweiss ist bei Wiesengras ungefähr halb so teuer. Nur mit weniger Mais komme ich nicht auf diese hohen Zunahmen, was dann den Stallplatz teuerer macht.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon egnaz » Fr Nov 25, 2022 14:43

LUV4.0 hat geschrieben:
egnaz hat geschrieben:Der schlechte Ruf der Rindfleischerzeugung ist von Gruppen ohne Ahnung erzeugt worden. Bei der Forderung nach extensiver Fütterung blendet man doch aus, dass man damit mehr Tiere für die gleiche Fleischmenge braucht.
.


Willst du jetzt die These aufstellen, dass Metzger keine Ahnung haben? :) Also ich bin nicht vom Fach, aber ich erkenne schon Unterschiede zwischen dem Jungbullen von Edeka und dem Welsh Black von unserer Wiese. Natürlich braucht man mehr Tiere wenn man extensiver füttert. Aber das hat ja mit der Qualität von dem was man erzeugt nichts zu tun.

Natürlich geht das nicht mit jeder Rasse. Unsere Milchkühe stehen auch den Großteil des Jahres auf der Weide. Ohne zu füttern würden die aber verhungern. Und Fleisch setzen die sowieso nicht an, egal was man da rein stopft.

Es ging mir um Dewets Kritik an Marians Fütterung. Und da geht es darum, dass die Rinderhaltung wegen dieser Fütterung, die nicht ausreichend wiederkäuergerecht sein soll, einen schlechten Ruf haben soll. Dabei vergisst man leicht, dass Nachhaltigkeit auch immer von Effizienz abhängt.
Von der Fleischqualität war gar keine Rede. Marian zeigt ja, dass auch Milchrassen gemästet werden können. Wenn so viel Wert auf sogenannte "Fleischqualität" gelegt würde, müsste Marian seine Schwarzbunten gar nicht mehr verkaufen können.
Gruß Eckhard
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon egnaz » Fr Nov 25, 2022 14:50

240236 hat geschrieben:Energie kostet bei Gras und Mais ungefähr gleich viel. Eiweiss ist bei Wiesengras ungefähr halb so teuer. Nur mit weniger Mais komme ich nicht auf diese hohen Zunahmen, was dann den Stallplatz teuerer macht.

Und nicht nur den Stallplatz, sondern auch die Futtermenge/kosten pro kg Fleisch.
Deine Aussage unterstützt gut, dass jeder mit seinen betrieblichen Vorraussetzungen rechnen muss.
Gruß Eckhard
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon 240236 » Fr Nov 25, 2022 14:57

egnaz hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Energie kostet bei Gras und Mais ungefähr gleich viel. Eiweiss ist bei Wiesengras ungefähr halb so teuer. Nur mit weniger Mais komme ich nicht auf diese hohen Zunahmen, was dann den Stallplatz teuerer macht.

Und nicht nur den Stallplatz, sondern auch die Futtermenge/kosten pro kg Fleisch.
Deine Aussage unterstützt gut, dass jeder mit seinen betrieblichen Vorraussetzungen rechnen muss.
Das ist ja das Problem der extensiven Tierhaltung. Den Erhaltungsbedarf muß man immer decken.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon Marian » Fr Nov 25, 2022 15:49

Auf der Fleischqualität kann rum hacken wer will.
Ich diskutiere darüber nur mit jemandem der schon HF wie ich gefüttert hat und dann vom eigenen Tier Fleisch auf dem Grill hatte. Da hat bisher noch keiner von Schuhsohle oder dergleichen gesprochen.
Wenn ich von Schlachtgewichten von 280-330kg bei Bio höre ist doch auch die Frage der Wirtschaftlichkeit ebenso fraglich wenn die Tiere zuletzt sogar konvi vermarktet werden. Ich weiß, Kleegras und Wickroggen sind eh da. Das kostet also nix. Die 1-3 kg Bio Schrot kosten dann 0,50-1,50€ pro Tag. Das mineralisierte und Eiweiß Bedarf deckende KF ist günstiger. Ich weiß nicht wieso man so gegen die konvi Fütterung wettern muss.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon DWEWT » Fr Nov 25, 2022 17:44

Werte Kollegen, wir können die Situation von den Hühnern und den Bruderhähnen 1:1 auf die Situation der HF-Kühe und HF-Bullen übertragen. Nur ist es bei den Geflügelhaltern so, dass die ganz genau rechnen müssen und zu der Erkenntnis gekommen sind, dass sich die Mast der Hähne aus Legelinien nicht rechnet! Schaut euch dazu die Ergebnisse aus Dummerstorf an. In der DDR wurden schon in den frühen 70er Jahren Mastversuche mit den Abkömmlingen aus den Milchlinien durchgeführt. Während man anfänglich noch mit Bullen, abstammend vom dem norddeutschen Niederungsrind (SMR/Genotyp 31/31), Versuche bestritt, wurde später auch mit Bullen aus SMR x F Versuchen durchgeführt. Mit zunehmendem F-Anteil wurden die Ergebnisse immer schlechter. Nicht umsonst arbeitete man in der DDR ab den späten 70er Jahren mit FFV (Genotyp 06) und Charolais (Genotyp 07) als Kreuzungspartnern. Die Kreuzungsprodukte gingen fast komplett in den Westen.
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon tyr » Fr Nov 25, 2022 17:45

egnaz hat geschrieben:
LUV4.0 hat geschrieben:
egnaz hat geschrieben:Der schlechte Ruf der Rindfleischerzeugung ist von Gruppen ohne Ahnung erzeugt worden. Bei der Forderung nach extensiver Fütterung blendet man doch aus, dass man damit mehr Tiere für die gleiche Fleischmenge braucht.
.


Willst du jetzt die These aufstellen, dass Metzger keine Ahnung haben? :) Also ich bin nicht vom Fach, aber ich erkenne schon Unterschiede zwischen dem Jungbullen von Edeka und dem Welsh Black von unserer Wiese. Natürlich braucht man mehr Tiere wenn man extensiver füttert. Aber das hat ja mit der Qualität von dem was man erzeugt nichts zu tun.

Natürlich geht das nicht mit jeder Rasse. Unsere Milchkühe stehen auch den Großteil des Jahres auf der Weide. Ohne zu füttern würden die aber verhungern. Und Fleisch setzen die sowieso nicht an, egal was man da rein stopft.

Es ging mir um Dewets Kritik an Marians Fütterung. Und da geht es darum, dass die Rinderhaltung wegen dieser Fütterung, die nicht ausreichend wiederkäuergerecht sein soll, einen schlechten Ruf haben soll. Dabei vergisst man leicht, dass Nachhaltigkeit auch immer von Effizienz abhängt.
Von der Fleischqualität war gar keine Rede. Marian zeigt ja, dass auch Milchrassen gemästet werden können. Wenn so viel Wert auf sogenannte "Fleischqualität" gelegt würde, müsste Marian seine Schwarzbunten gar nicht mehr verkaufen können.


Ach was hack geht immer^^
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon Marian » Fr Nov 25, 2022 19:08

Einigen wir uns darauf dass der Bio Mutterkuhhalter mit dem Rittergut im Osten tolle leichte Masttiere für auserwählte Bio Vermarkter und konventionelle Vermarktung produziert und völlig Recht hat. Ich bin im übrigen auch wie er dafür, das niemand anderes HF mästen sollte.
Nicht das jemand unglücklich wird.
Das ginge entschieden zu weit :lol:
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Re: Grassilage in der Bullenmast

Beitragvon ChrisB » Fr Nov 25, 2022 19:50

Die Fleischrassen im Osten haben weniger SG ?
Als die HF im Westen :shock:
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