Fortschritt hat geschrieben:Ich bin ja auch gegen zuviel staatl. Regulierung,bei uns hier aber haben jetzt einige übertrieben,nachdem die FRIST am 31.12 abläuft,es wurde alleS gepflügt was ging,oder noch schlimmer richtiges eher feuchtes Dauergrünland gefräst ,und überall Roggen teilweise reingeschmiert,da man ja noch den Ackerstatus erreichen kann !
Von ursprünglich 65%bis 70% Grünland hat man doch schon das Verhältnis in den letzten 15 bis 20Jahre umgekehrt,diese ,ja man muß schon sagen krankhafte Aktivität geht mir denn doch zu weit,mit dem Greening bekommen ja alle Probleme ,die auf gedeih und Verderb Silomais benötigen,sei es für die gewaltig gewachsenen Milchviehbestände,außerdem denn noch mit angeschlossenen ,wohl noch 2 weiteren geplanten Hofbiogas Anlagen der 75Kw Klasse,alles braucht Mais und Gülle,,,,
Ich bin eigentl. voll auf der Seite der jetzt noch tüchtig arbeitenden Landwirte mit den hoffentl. Zukunftsbetrieben,und gegen die regulierenden ,meistens von grünen Agraministern (Beispiel Meyer) Maßnahmen,und dem blödem Greening der EU
Aber jetzt haben einige Landwirte,ja ,natürlich aufgrund des Umbruchverbotes,und des einzuhaltenden Greenings doch überzogen...
Als ich hier in der Kreis Zeitung am 18.12 gelesen habe das Grünlandumbruch bis zum 31.12 möglich ist ,hab ich nur gedacht,naja,wer will jetzt,bei den Niederschlägen ,vor Weihnachten schon noch was umbrechen,geschweige denn Roggen säen,,,,ich war echt von den Socken !!!
Ganz ehrlich, die Politik hat sich in den letzten Jahren einfach ein Eigentor geschossen. Das Verhängnis des größten Teils des Grünlandes welches in den letzten Jahren umgebrochen wurde (und gerade aktuell unter grenzwertigen Bedingungen gedreht wird) ist der Politik in diese Richtung geschuldet. Ich sehe es ja an mir: Ich habe 15, 20 ha "ackerfähiges" Grünland draußen, das ich gerade noch liebend gerne ummachen würde wenn ich könnte. Da herrscht draußen erst mal die Meinung, "alles umbrechen, sonst geht's nie mehr, einsäen können wir immer wieder". Diese Hektik hätte man nicht, wäre es uns überlassen, was man MIT DEM EIGENEN LAND macht. Wenn ich ständig Restriktionen rein packe und mit allem Stumpfsinn darauf hin arbeite das Grünland zu "schützen", dann brauche ich mich nicht wundern wenn jede Gesetzeslücke oder letzte Möglichkeit genutzt wird, das zu ändern. Ich bin auch dagegen was hier und da gerade Teilweise draußen abläuft und man muss nicht jeden Rüppel oder jedes Stückchen Sumpfland umbrechen. Es ist aber nun mal so, dass jede Menge Grünland, mit dem heutigen Wissen und vor allem dem Stand der Technik, wunderbares Ackerland wären. Ich sehe keinen Sinn darin, dieses als Grünland zu lassen, wenn a) der Gesamtgrünlandanteil nicht so drastisch sinkt, dass es ökologische Probleme geben könnte und b) links und rechts genug Grünland und Wald, Landschaftselemente etc.pp. sind (was ja im Prinzip mit Punkt eins verknüpft ist).
Wir in Hessen haben in den letzten Jahren meines Wissens nach nur den relativen Grünlandanteil gemehrt und Mad's Graphik sagt ja nichts anderes. Das ist in meinen Augen nicht richtig uns jetzt den Umbruch mehr und mehr untersagen zu wollen.

