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Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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85 Beiträge • Seite 2 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Paule1 » So Jan 11, 2015 13:11

Warum sollte man Luzerne nicht mit der Grasilage im Wechsel(gemischt) silieren können??

Hab 10% Luzerne z.Z. das müßte auch für Greening reichen.
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon swk1982 » Mo Jan 12, 2015 15:20

ging ja grad nicht ums silieren, Paule, sondern ums Grün füttern.

@Bodenseefarmer: hast du dein Grünfutter schon mal auf Inhaltsstoffe untersuchen lassen? nur so aus Neugier. wahrscheinlich mach ichs komplizierter als es ist das eingrasen.

machst du vor dem ersten Gras füttern im Jahr prophylaktisch bei "Problemkühen" eine Behandlung, z.B. nochmal die Klauen ansehen (Stichwort aufweichen), oder Parasitenbekämpfung (Leberegel o.ä.)? scheissen deine Mädels am Anfang recht weich/flüssig?

Könnte mir auf den schlechten Böden schon vorstellen, Luzerne zu säen, würde dann aber heu draus machen
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Paule1 » Mo Jan 12, 2015 15:55

Luzerne grün füttern-Silieren-Luzerne Cobs oder Luzerneheuballen durch Trocknung machen--vieles ist möglich.
https://www.youtube.com/watch?v=-Cp2hrxFKL0
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon LUV » Mo Jan 12, 2015 16:02

Paule1 hat geschrieben:Luzerne grün füttern-Silieren-Luzerne Cobs oder Luzerneheuballen durch Trocknung machen--vieles ist möglich.
https://www.youtube.com/watch?v=-Cp2hrxFKL0


Als wir vor 21 Jahren in Norditalien auf einem Betrieb waren, Milch für Parmesan - Käse herstellte, da staunten die Bauern nicht schlecht, als von einem LKw Luzerneheu aus Spanien abgeladen wurde. Alle tippten sich an die Stirn, wie man denn so teures Heu ( Kraftfutterpreis) einsetzen könne...ich glaube der Stender war sogar dabei... :mrgreen:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Paule1 » Mo Jan 12, 2015 16:33

Unser Trocknung stell ebenfalls mit stiegender Zahl sollche Balle her, Betrieb welche nicht genügend Fläche haben kauf das Luzerneheu.

Luzerneheu gehört in die Ration der Hochleistungskuh
http://www.trocknung-windsbach.de/?page_id=170
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon farmerli » Mo Jan 12, 2015 23:59

Naja, also die Ballen aus deshydrierter Luzerne sind wohl kaum mit Heu aus Luzerne zu vergleichen, wie es dem TE wohl vorschwebt! Beim ersteren ist das Wertvollste, die eiweisshaltigen Blätter, noch weitgehend vorhanden, beim zweiten ist die Gefahr gross, dass die Blätter bei den nicht zu vermeidenden Arbeitsgängen abgefallen sind. Und wer mag heut noch reutern? Das müsste witterungsmässig schon ein Ausnahmejahr sein, wenn
bei gewöhnlichem Luzerneheu noch mehr als nur die Stengel geerntet werden können. Nicht ganz unmöglich, aber doch die Ausnahme!
Grünfüttern und Cobs ok, Bodenheu kaum Belüftungsheu schon gar nicht.
Zu den anderen Fragen:
- Durchfall lässt sich mit entsprechender Rationsgestaltung vermeiden. Das Auge des Landwirts ist hier gefragt.
- Deine Ertragserwartungen sind nicht besonders hoch, unter Deinen Voraussetzungen wohl realistisch.
- Die Suisse Bilanz rechnet im Band von 90 -125 dt TS/ha mit einem N-Bedarf von 1.2 kg /dtTS. In Luzernebeständen reichen 30-40 kg zum Start, in reinen Grasbeständen lässt sich mit der erlaubten Menge jedoch kein vernünftiger Ertrag erzielen. Aus betrieblichen Zwängen versuche ich, möglichst die ganze Menge an N in Form von Gülle zu geben, übers Jahr verteilt. P und K müssen über die Fruchtfolge betrachtet werden.
Bei Grünschnittroggen und co gehe ich davon aus, dass nach dem Frühjahrsschnitt noch eine Hauptkultur, wohl Mais, folgt. Unter Deinen Bedingungen muss damit gerechnet werden, dass dieser dann das Wasser fehlt. Ich seh solche Sachen immer mehr als Notnagel, bevorzuge dann aber Raygras/Rotkleemischungen oder auch reine Raygrassaaten.
Grünschnittroggen: kurzes Nutzungsfenster, meist Masse statt Klasse
Rübsen: ist da nicht der Einsatz begrenzt wegen Geschmack in der Milch und Fettqualität?
Landsberger: sehr teuer in der Ansaat, eher später Erntetermin.
Zwischenfutter nach Getreide (1 Herbstschnitt): ergibt immer sehr wasserreiches Futter, das schlecht konservierbar ist. Nach früher Ernte oft Perser/Alexandriner/Raygrasmischungen, ab Mitte August Erbs/Wick/HaferGemenge. Oft macht dann die schlechte Befahrbarkeit oder ein früher Frost noch einen Strich durch die Rechnung, teures Futter ists allemal.
Die Befahrbarkeit der Kunstwiesen nach Niederschlägen ist meist schnell wieder gegeben. Günstig ist auch, wenn auf eine Wiese im letzten Standjahr ausgewichen werden kann. Schlimmer ist eigentlich die Kombination zerquetschter hohler Stengel und Wasser als der Bodendruck.Ich machs wie der Farmer vom Bodensee und fahre dann halt zweimal, notfalls wird auch mit mehr Heu ergänzt. Futterumstellung möglichst vermeiden, kostet Leistung.


-
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Bodenseefarmer » Di Jan 13, 2015 16:00

swk1982 hat geschrieben:ging ja grad nicht ums silieren, Paule, sondern ums Grün füttern.

@Bodenseefarmer: hast du dein Grünfutter schon mal auf Inhaltsstoffe untersuchen lassen? nur so aus Neugier. wahrscheinlich mach ichs komplizierter als es ist das eingrasen.

machst du vor dem ersten Gras füttern im Jahr prophylaktisch bei "Problemkühen" eine Behandlung, z.B. nochmal die Klauen ansehen (Stichwort aufweichen), oder Parasitenbekämpfung (Leberegel o.ä.)? scheissen deine Mädels am Anfang recht weich/flüssig?

Könnte mir auf den schlechten Böden schon vorstellen, Luzerne zu säen, würde dann aber heu draus machen


Ich habe nur Mischungen mit Klee und Gras, diese lassen sich gut silieren, ich nehme aber immer sicherheitshalber Bonsilage Forte dazu und mache die silage eher feucht, so 25 bis 30% TS, hatte das zeug bei schlechtem wetter auch schon zweieinhalb tage liegen und dann mit 23% TS rein ins silo, hab's vorher ausgequetscht und auf's refractometer, der saft hatte immernoch 13% Zucker. Rotklee und Luzerne lassen bei unseren Niederschlägen das Wasser schlecht raus, ich mähe die Kleegrasmischungen immer ein Tag früher als die Dauerwiesen, dann können sie gleichzeitig rein.

Hab schon sehr viele Untersuchungen gemacht, über die Inhaltsstoffe hab ich dir oben schon geschrieben. Von den Mengenmineralien musst du lediglich mit Viehsalz und etwas Phosphor ergänzen, solange du mehr als dreiviertel Kleegras fütterst. Ohne Gipsdüngung hast du eine kleine Versorgungslücke beim Schwefel. Das Phosphor holst du dir am wirtschftlichsten aus Weizenkleie. Als Faustregel gilt, pro KG TS Maisergänzung sollte man 250g Weizenkleie füttern. Dann noch einen reinen Spurenelementmix, ohne teure Vitamine, dazu. Auf jeden Fall aber kein Mineralfutter mit Calzium, die Calziumüberversorgung macht das Klauenhorn im Klauenballen weich und begünstigt dadurch Mortelaro u.Ä.

Mach dir bei Ackerfutter wegen Endoparasiten (Leberegel etc.) keine Sorgen, erstens ist auf Ackerflächen der Druck recht gering und zweitens tolerieren ausgewachsene Kühe einen gewissen Parasitendruck.
Der Kot wird schon etwas weicher, hatte aber nie merkbare Auswirkungen auf die Tiergesundheit. Im Frühjahr ist das auch noch nicht so extrem. Deutlich weicher, wird er im Herbst, im Besonderen wenn es regnet. Ich vermute aber dass dies von den hohen Mengen an Wasser kommt die die Kühe dann mitfressen, bei Regen hat das Herbstgras oft unter 10% TS-Gehalt, und das ganze Wasser muss ja irgendwo wieder raus, die Tränken im Stall sind dann nahezu ungenutzt. Man hat dann auf jeden Fall deutlich mehr Gülle.
Sehr dünnen Kot bekommen die Kühe, wenn Rotklee und Weidelgraslastige Mischungen bei Schlechtwetter Mehltau bekommen, seit ich aber Schefel dünge hatte ich das nicht mehr. Ich hoffe es bleibt so :wink:

Mache dich nicht verrückt und probiere es einfach aus, es ist nicht so kompliziert..... und nicht erschrecken, wenn die Ladies mal eben an einem Nachmittag einen 35m³ Wagen Gras vernaschen. :D
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Ferengi » Di Jan 13, 2015 17:47

Bodenseefarmer hat geschrieben:Ich habe Kleegras noch nie blühen lassen.


Einmal im Jahr den Klee blühen zu lassen fördert seine Ausdauer erheblich. :wink:
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Bodenseefarmer » Di Jan 13, 2015 19:38

Länger als 3 Jahre hab ich ihn bisher nie gebraucht, wenn er gut mit Gülle versorgt wird geht das gut, aber du hast recht, bei magerer Düngung sollte er einmal blühen
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon swk1982 » Fr Okt 16, 2015 7:59

So, die Saison ist so gut wie rum, bei mir wird's erst nächstes Jahr ernst.

Deswegen jetzt mal die Frage an die Profis: Wie seid ihr mit dem Jahr 2015 zurechtgekommen. Einfach mal Eure Erfahrungen...ich denke es war kein leichtes Jahr, oder?

Wer hats von Anfang bis Ende durchziehen können? Gabs Probleme mit der Qualität?
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon zwiebe » Sa Okt 17, 2015 6:21

Selbst die Luzerne ist ausgebrannt. 1,5 Schnitte weniger (6).
Silage ist top.
Futter ist ausreichend vorhanden.
Die Luzerne steht in den Startlöchern für 2016.
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon julius » Sa Okt 17, 2015 9:41

Bodenseefarmer hat geschrieben:Länger als 3 Jahre hab ich ihn bisher nie gebraucht, wenn er gut mit Gülle versorgt wird geht das gut, aber du hast recht, bei magerer Düngung sollte er einmal blühen


Wie ist das denn mit den Klee und der Anbaupause. Wenn ich Rotklee nach 3 oder 4 Jahren umbreche, sollte man ja mindestens 4-5Jahre Anbaupause beim Rotklee einhalten. Ich möchte aber nach nur 1 Jahr Mais wieder was zum reingrasen auf diesem Acker anbauen da er nah am Hof liegt wäre das von großem Vorteil.
Würde das nach nur 1 Jahr Anbaupause mit Weidelgras und Weißklee funktionieren ? Oder braucht Weissklee nach Rotklee ebenfalls mehrere Jahre Anbaupause ?
Oder gibts noch andere Möglichkeiten ? Luzerne fällt aus, die verträgt wie schon beschrieben die Fahrspuren beim täglichen Gras holen nicht und war bei mir damals beim Anbau nach 1 Jahr wieder verschwunden.
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon zwiebe » Sa Okt 17, 2015 10:17

Max 5% Weißklee wegen Blausäure.
Machen kann man vieles, aber der Boden wird müde.

Ich bin mehr für Silage@xpert und weniger für eingrasen.
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon Ferengi » So Okt 18, 2015 20:18

zwiebe hat geschrieben:Max 5% Weißklee wegen Blausäure.


Die Zeiten sind vorbei.

Die guten Weißkleesorten (z.B. Vysocan, Milkanova) enthalten heute kaum noch Blausäure.
Inzwischen werden durchaus 30% Weißklee im Jahresdurchschnitt angestrebt.
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Re: Grünfütterung von Luzerne/ Klee bei Milchkühen

Beitragvon zwiebe » So Okt 18, 2015 20:56

Ferengi hat geschrieben:Die Zeiten sind vorbei.

Die guten Weißkleesorten (z.B. Vysocan, Milkanova) enthalten heute kaum noch Blausäure.
Inzwischen werden durchaus 30% Weißklee im Jahresdurchschnitt angestrebt.


Ja, das stimmt auch soweit und deine genannten sind gute hochwachsende Sorten.
Die alten sind aber dennoch im Umlauf.
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