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Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Forstjunior » Sa Apr 26, 2025 19:46

Da braucht mir keiner schreiben, dass Landwirte nicht gut verdienen würden..Mir sind im näheren Umkreis mehrere Landwirte bekannt, welche im Jahr für Xtausend Euro Maschinen oder Land kaufen können.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon urw » Sa Apr 26, 2025 20:27

Grasland hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Ukraine, das Thema dürfte nun auch klar sein. Die besetzen Gebiete gehen an Putin, der Rest geht zur EU aber nicht zur NATO (holt sich Wladi später).
Wir werden aber zahlen und damit ist Merkel und von der Leyen gelungen, was Adolf versagt bliebe: Die Gebietserweiterung Ost, damals hies das Generalplan Ost

Ergebnis:
Clemens Tönnis, Pohlmann, Wesjohann, Mc Cain, die Zuckerunternehmen, Horsch + Co, Cargill, Dreyfus, ADM, Bunge, Grimme und LIDL haben schon die Messer gewetzt, die fallen dann über die Ukraine her.
Blackrock finanziert dann das was Brüssel nicht zahlt. Deshalb musste Merz um jeden Preis Kanzler werden.

Zunächst fallen uns die billigen Arbeitskräfte weg, die Eier werden wieder sehr billig, Schweine+Geflügelfleisch wird dort gleich ladenfertig nach D geliefert.
Futtergetreide bleibt damit in der EU dauerhaft am unteren Ende der Preisspanne. Notwendige Investitionen beim deutschen Landhandel usw. werden ausbleiben.
Da nützen uns auch keine Spurführungssysteme, Hühnermobile, Schlepper mit Klima, tolle Lohnunternehmer, Bambi-Tierwohl oder BIO.
Von den Prämienzahlungen bleibt uns dann noch ein Drittel, aber nur für jene die klimaneutral und rückstandsfrei wirtschaften.

Leider sehr negativ dargestellt.
Noch ist kein Friedensplan in der Ukraine in Sicht. Sowohl Selenski als auch die Europäer werden dies so niemals akzeptieren.

A) Dann gibt es aber auch noch die großen Industrieunternehmen in D und der EU, die sich in der Ukraine ausbreiten werden, dort Arbeitsplätze und hohen Lebensstandard schaffen werden.
B) Die EU wird insgesamt auch gestärkt und D wird auch davon profitieren.

@Grasland, ich hätte ein paar Kinderfragen an dich:
Zu A -> 1) worauf basiert sich diese Zuversicht ?

2) warst du jemals in der UA ?, falls ja - wo & wie lange ?
3) gab es vor 2022 denn keine Arbeitsplätze in der UA ? :shock:

4) warum haben Arbeiter in der BRd denn keinen hohen Lebensstandard :?:

Zu B-> 5) was heißt es konkret die eu wird insgesamt auch gestärkt ?, was stellt man sich als Bauer/Facharbeiter/HSA der MINT/Handwerker/Lehrer/Arzt/Krankenschwester/Krankenpfleger etc. darunter vor :?:

6) inwiefern wird D. davon profitieren ? <- bitte etwas genauer :idea:
Im März 2014 hat das BVerfG festgestellt, daß Teile des ZDF-Staatsvertrages verfassungswidrig sind. Parteifunktionäre sitzen demnach im Verwaltungs- & Fernsehrat und nehmen Einfluß auf die Berichtserstattung.
Rudolf Z. (z. Berliner Morgenpost)
urw
 
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon T5060 » Sa Apr 26, 2025 21:33

Forstjunior hat geschrieben:Da braucht mir keiner schreiben, dass Landwirte nicht gut verdienen würden. Mir sind im näheren Umkreis mehrere Landwirte bekannt, welche im Jahr für Xtausend Euro Maschinen oder Land kaufen können.


Und immer wieder: Die Definition betriebswirtschaftlicher Begriffe in der Landwirtschaft https://www.hlbs.de/shop/rechnungswesen ... ffe-/-h-14

Bitte nicht Gewinn mit dem CashFlow verwechseln.

CashFlow ist Gewinn ( einschl. Mieten, Holzeinschlag, Zinsen und Windkraft) + Abschreibungen + Anlagenabgänge (z.B. Bauplatzverkäufe)

Der Gewinn in der Landwirtschaft ist die Entlohnung der nicht entlohnten Arbeit, die Verzinsung des Eigenkapitals ohne Boden und der Pachtansatz für das eigene Land.
Der Gewinn im landw. Betrieb muss immer die Privatentnahmen der nichtentlohnten Arbeitskräfte abdecken und die inflationsbedingte Preissteigerung des Anlagevermögens ohne Boden.

zum Beispiel: Von 2010 bis heute haben sich die Baukosten verdoppelt. Diese Preissteigerung muss durch Gewinn abgedeckt werden, da sich die Abschreibung für Bauten auf historische Kosten bezieht.

Ergebnis: Diese Baukostensteigerung war für viele klein - und mittelständische Unternehmer (also Bauern, Handwerker und Gastwirte) bereits jetzt tödlich,
wo das Ende des Betriebs mit dem Ersatz der Wirtschaftsgebäude bereits heute programmiert ist.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Oberpfälzer » So Apr 27, 2025 7:00

Rohana hat geschrieben:
Oberpfälzer hat geschrieben:Man muss als Landwirt halt sehen, dass ehemalige (oft dümmere und faulere) Mitschüler, Nachbarskinder, etc., die in der Industrie oder beim Staat arbeiten, mit 35, 40 Jahren ohne Studium als Familie im Monat 6000 bis knapp 10000 Euro zur Verfügung haben (wenn beide Vollzeit arbeiten).

Dann versuch mal als "Dummer" oder "Fauler" einen Job zu bekommen mit 5000 Euro netto. Bitte, mach es doch einfach, und erzähl uns hinterher wie einfach es war :) oder redest du dich raus damit dass du leider zu intelligent und fleissig dafür bist, und deshalb leider Landwirt bleiben musst, obwohl das ja alles so schlimm ist...



Zurück in den Deutschunterricht der 7. Klasse:
"Dumme und faule" = Adjektive im Positiv (Grundform)
"Dümmere und faulere" = Adjektive im Komparativ (Erste Steigerung)
Das Nichtbeherrschen solcher grammatikalischen Gundlagen zeigt den Verfall der bundesdeutschen Gesellschaft sehr deutlich. Es ist auch nicht egal, weil solche Fehler zu krassen gegenseitigen Missverständnissen führen können.
Ich sag jetzt nicht, was ich über den Ersteller solcher Posts denke (Superlativ bzw. 2. Steigerung wäre aber "dümmste und faulste"...)

Klar ist aber, dass wir in der (viehhaltenden) LW ein gewaltiges personelles Problem haben bzw. noch stärker haben werden.
Wenn ein ungelernter Staplerfahrer hier bei uns auf dem Land 2500 Euro Netto und seine Partnerin als Verkäuferin 2000 Euro netto bekommen, was ich ihnen absolut gönne und was sie auch brauchen, um sich über die Runden zu bringen, der Gewinn eines landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebs in Bayern aber nur bei 80 000 Euro liegt, dann fragt man sich, wo in Zukunft der fähige Nachwuchs herkommen soll.
Ich kann aus dem Stegreif 10 große Betriebe aus der Umgebung nennen, wo entweder kein Nachwuchs da ist oder der Nachfolger keine (oder keine geeignete sprich der landwirtschaftlichen Arbeit zugetane) Partnerin hat oder nur Schlepper fahren will (und Mama/Papa melken...). Die fallen also alle in ein paar Jahren aus der Produktion.
Wir haben auch auf den Höfen nicht mehr so viele Kinder wie vor 30 oder 40 Jahren noch und meinem Eindruck nach schauen die intelligenteren davon, dass sie ja nicht den Hof weiterführen (und wenn dann nur viehlos im Nebenerwerb).

Im Übrigen sind 5000 bis 6000 Euro netto für ein Paar aus angestelltem Handwerker und Bürokauffrau eher die untere Grenze. Wenn hier CNC-Dreher in einigen mittelständischen Betrieben im Schichtdienst auf 4000 Euro netto kommen und ne Verwaltungsangestellte auf 3000 Euro, dann ist das nicht übertrieben. Und ich gönne es ihnen definitiv.
Aber was ein fähiger Betriebsleiter in der Landwirtschaft (plus die komplette Familie) in einem viehhaltenden Haupterwerbsbetrieb können und leisten müssen, steht dem auf keinen Fall hintenan. Ich denke sogar, da ist mehr Einsatzbereitschaft, eine umfassendere Aus- und Weiterbildung und v.a. mehr Organisationsfähigkeit gefragt. Wenn man sich dann anschaut, wo die Landwirtsfamilie finanziell und von der Arbeitsbelastung her steht, dann kann man jungen Leuten eigentlich nur abraten...

Bei Siemens, BMW, Krones, etc. wird nochmal ganz anders bezahlt.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Oberpfälzer » So Apr 27, 2025 7:04

Die 600 Euro Bauernrente hab ich ganz vergessen... :oops:

Das ist sozusagen die Kirsche auf der Torte...
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon RABE-Profi » So Apr 27, 2025 8:03

Oberpfälzer hat geschrieben: der Gewinn eines landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetriebs in Bayern aber nur bei 80 000 Euro liegt,



Dann erklär mal was die Betriebe machen, welche mit 35 ha Durchschnittsfläche 2200 Euro Gewinn haben pro Hektar.

Alternativ bitte dann die Betriebe vorstellen, die 80000 Gewinn haben.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Oberpfälzer » So Apr 27, 2025 9:02

"Der Gewinn bayerischer Haupterwerbsbetriebe ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 20 Prozent zurück und lag bei durchschnittlich 80.264 Euro (Abbildung 1)."

Quelle:
https://www.lfl.bayern.de/iba/unternehmensfuehrung/028587/
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Oberpfälzer » So Apr 27, 2025 9:16

Da sind natürlich der 100ha "Gaibodn-Büffl" mit Gurken, Zuckerrüben, etc. und der 300ha Biogasbaron auch dabei...

Interessanter bzw. wohl eher trauriger wäre wie immer bei Statistiken der Median (Trennlinie zwischen oberen und unteren 50%)...
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon RABE-Profi » So Apr 27, 2025 9:25

Forstjunior hat geschrieben:Da braucht mir keiner schreiben, dass Landwirte nicht gut verdienen würden..Mir sind im näheren Umkreis mehrere Landwirte bekannt, welche im Jahr für Xtausend Euro Maschinen oder Land kaufen können.


Dann schreib mal was das für Betriebe sind.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon RABE-Profi » So Apr 27, 2025 9:28

Oberpfälzer hat geschrieben:"Der Gewinn bayerischer Haupterwerbsbetriebe ging gegenüber dem Vorjahreszeitraum um etwa 20 Prozent zurück und lag bei durchschnittlich 80.264 Euro (Abbildung 1)."

Quelle:
https://www.lfl.bayern.de/iba/unternehmensfuehrung/028587/


Warum sind dann 60% noch auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen?

Mit durchschnittlich 80000 wäre doch keiner mehr woanderst beschäftigt?

Alles Augenwischerei
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Manfred » So Apr 27, 2025 10:42

RABE-Profi hat geschrieben:Warum sind dann 60% noch auf ein zusätzliches Einkommen angewiesen?


Woher weißt du, dass 60% auf zusätzliches Einkommen angewiesen sind?
Dass sich die 80.000 oft auf mehrere Familien AK verteilen, und daraus Sozialversicherung (inkl. AG-Anteil), Steuern und nach Steuern noch solche Kleinigkeiten wie die Tilgung der betrieblichen Kredite (Tilgung ist keine steuerlich geltend zu machende Ausgabe) zu leisten sind, ist dir klar?
Wenn man grad einen neuen Kuhstall für 2 Mio. ausgesiedelt hat, wird das schnell etwas eng.
Und Einnahmen aus Solaranlagen, Vermietung etc. sind halt oft durch die Gegebenheiten des Hofs als Nebeneinkommen vorhanden.
Oder ein Partner geht einfach gerne außerhalb arbeiten.

Es bleibt einfach dabei, dass die Gewinne in vielen Betrieben zu klein sind, um in der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mitzuschwimmen, egal wie man es dreht und wendet.
Wie T5060 schreibt: Wenn der nächste Stall nicht mehr bezahlbar ist, ist Schluss. Und wenn der Hof 2,5 AK ernähren soll, bin ich halt schnell bei 150 Kuhplätzen, die der neue Stall haben muss. Bei 20.000 Euro pro Platz sind das mal eben 3 Mio.

Und hast du die letzte Zeit mal in den besseren Lagen Süddeutschlands ein Baugrundgrund gekauft (oder aus dem Betriebsvermögen entnommen) und ein Haus drauf gestellt? Da wird es mit 80.000 Euro Betriebsgewinn auch ganz schnell ziemlich eng. Mal eben eine Million für den Bauplatz und das Haus soll dann auch noch in die Gegend passen... Da braucht man schon den einen oder anderen Euro verteuertes Geld.

Ist zwar nett, wenn es in Nordostbayern auch deutlich "günstiger" geht, aber die Wertsteigerung der Immobilien verläuft prozentual und so wird Nordostbayern immer weiter abgehängt. 1% von einer Million ist einfach mehr als 1% von 200.000 für den Eigentümer des jeweiligen Gebrauchthauses. Und so entwächst das Wohlstandsbayern dem Armutsbayern exponentiell.

Und für alle, die nicht dick erben oder erheiraten, wird der Aufstieg jeden Tag schwerer.
Deshalb kann ja heute auch kaum mehr einer quer in die Veredelung einsteigen, außer er kriegt den Betrieb quasi geschenkt,
weil der Betrieb einfach nicht genug abwirft, um seinen Erwerb zu bezahlen.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Rohana » So Apr 27, 2025 11:56

Oberpfälzer hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:
Oberpfälzer hat geschrieben:Man muss als Landwirt halt sehen, dass ehemalige (oft dümmere und faulere) Mitschüler, Nachbarskinder, etc., die in der Industrie oder beim Staat arbeiten, mit 35, 40 Jahren ohne Studium als Familie im Monat 6000 bis knapp 10000 Euro zur Verfügung haben (wenn beide Vollzeit arbeiten).

Dann versuch mal als "Dummer" oder "Fauler" einen Job zu bekommen mit 5000 Euro netto. Bitte, mach es doch einfach, und erzähl uns hinterher wie einfach es war :) oder redest du dich raus damit dass du leider zu intelligent und fleissig dafür bist, und deshalb leider Landwirt bleiben musst, obwohl das ja alles so schlimm ist...



Zurück in den Deutschunterricht der 7. Klasse:[...]

Schnuggele, ich brauche keinen Grammatik-Exkurs, danke der Nachfrage. Es hat nunmal schlichtweg nicht viel mit "dumm" oder "faul" zu tun (vor allem nicht in der Schule) welcherart Entlohnung man später für seine Arbeit bekommt. Mal ganz abgesehen davon dass ich in einem viehhaltenden Haupterwerbsbetrieb lebe und den Alltag kenne, mit allen seinen Facetten, und weiss welche Ansprüche das an den Betriebsleiter, aber auch seine Familie(!) stellt. Die monetäre Entlohnung für das Geleistete ist oft unterirdisch. Trotzdem hat alles nicht nur ein Preisschild, sondern noch viel mehr auf verschiedenen Ebenen - positiv wie negativ.
Was es für die Landwirtschaft braucht, sind vernünftige politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Ohne die geht es nicht. Und da komme ich persönlich bisher keinesfalls aus irgendeinem Stimmungstief, um mal auf den Threadtitel zurückzukommen.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon T5060 » So Apr 27, 2025 13:26

BauerBruno hat geschrieben:In der Gleichung fehlt Ungarn und Co..
In Ungarn wird mächtig Gas gegeben und die modernen Betriebe dort lassen uns alt aussehen.

Aber vielleicht wird der auch aus dem Weg geräumt.


Ungarn ist schon im Markt und die Betriebe dort haben auch die allseits üblichen Probleme.
Von den Österreichern und Niederbayern dort, ist auch schon wieder die Hälfte daheim.
Dort wird auch nur mit Wasser gekocht.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon Oberpfälzer » So Apr 27, 2025 16:21

Rohana hat geschrieben:Es hat nunmal schlichtweg nicht viel mit "dumm" oder "faul" zu tun (vor allem nicht in der Schule) welcherart Entlohnung man später für seine Arbeit bekommt.


Nochmal: Es ist schlichtweg nicht attraktiv genug für viele intelligente und fleißige Kinder aus der Landwirtschaft den Hof zu übernehmen, wenn dümmeRE und fauleRE Gleichaltrige dann gesellschaftlich mit 25 oder 30 Jahren um einiges besser dastehen und man selbst erst daheim jahrelang für weniger als den Mindestlohn den Hiwi machen muss und dann einen (nicht selten verschuldeten) Hof übernimmt und zusätzlich mit den Eltern unter einem Dach wohnt. Von der Altersversorgung gar nicht erst zu reden.

Ich sehe es ja reihum, wie die schönsten und größten Höfe auslaufen, weil keiner weitermachen will. Und es ist ja auch verständlich bei den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Früher war da gar nicht die Frage, ob es für die nächste Generation weitergeht, weil man einfach innerhalb der Gesellschaft mit so nem Hof finanziell leistungsfähig und angesehen war. Da wurde man nicht selten sogar beneidet oder hat es sich raushängen lassen, was auch nicht richtig war.

Und natürlich sind Intelligenz, Fleiß (und soziale Kompetenz) in unserer Gesellschaft extreme Faktoren für den beruflichen Erfolg. Das ist ja auch gut so. Was soll sonst den Ausschlag geben? Abstammung und Korruption wie in Dritte-Welt-Ländern? Wobei ich nicht in Abrede stellen will, dass das auch in Deutschland ne Rolle spielt. Aber grundsätzlich kann es hier jeder zu was bringen, der Gesundheit, Lust und Talent hat.
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Re: Haha.... Bauern kommen aus dem Stimmungstief

Beitragvon RABE-Profi » So Apr 27, 2025 16:54

Oberpfälzer hat geschrieben:
Ich sehe es ja reihum, wie die schönsten und größten Höfe auslaufen, weil keiner weitermachen will. Und es ist ja auch verständlich bei den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.



Kann man es heute der jungen Generation verdenken, wo potentiell die Hofnachfolge wäre, wenn sie es nicht weitermachen?

Man bedenke nur wie Du sagst die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ausgesprochen vor allem die POLITISCHEN Rahmenbedingungen.

In immer kürzeren Abständen kommen neue Schikanen und Bevormundungen, man könnte meinen, die Verbrecher in Berlin und anderen Bundesländern halten die top ausgebildeten landwirtschaftlichen Nachfolger für komplett blöd und sie wären wohl zu dumm um einen Hof weiterzuführen, wenn der Staat in nicht mehr nachvollziehbarem Maß dreinredet.

Der Staat versucht und tut alles dafür, daß man es den Landwirten madig macht, den Hof so wie es sich gehört weiterzuführen.
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