Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Do Sep 17, 2026 13:30

Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
Antwort erstellen
79 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6

Würdet Ihr nochmal in die Milchviehhaltung investieren?

Die Umfrage läuft bis Mi Sep 30, 2026 12:29.

Ja
7
44%
Nein
9
56%
 
Abstimmungen insgesamt : 16

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Otto Mohl » Mi Sep 02, 2026 19:14

T5060 hat geschrieben:In Zeiten wie diesen, wo alles zu macht und rückwärts geht, hält man erst mal am Melken fest.
In fünf Jahren können die Kinder schon was Arbeiten, dann wird das auch leichter und die Kids bleiben moralisch gefestigt.


Das ist auf jeden Fall die richtige Einstellung. Kinder müssen auch Leistungsbereitschaft vorgelebt bekommen.

Jetzt ist die Frage nur, ob "weiter so" oder wachsen?
Otto Mohl
 
Beiträge: 783
Registriert: Di Jan 30, 2018 16:25
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon langholzbauer » Mi Sep 02, 2026 19:24

Zu einer jetzigen Aufgabe wurde doch auch noch am wenigsten geraten!
Wenn die Kosten allein über das Milchgeld gedeckt sind, lohnt es sich auch noch dabei zu bleiben. :wink:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14773
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Franzl70 » Mi Sep 02, 2026 20:39

In meiner Gegend (Grenze Niederbayern/Oberpfalz) sehe ich so ziemlich schwarz was die Zukunft der Milchviehhaltung angeht.
Ich selber habe vor wenigen Jahren die Viehhaltung komplett aufgegeben.
Dabei hatte ich noch Pläne ... Laufstallbau, Güllegrube - nur hat eine schwere Rinderhaarallergie und daraus folgendes chronisches Asthma
bei den Plänen die Notbremse gezogen :(
Technikmäßig war ich schon gut aufgestellt, Stallbau wäre auch finanzierbar gewesen - aber mit Sauerstoffgerät bis zum Ende im Stall arbeiten ?
War ein schwerer Schritt, doch heute bereue ich es, nicht schon 10 Jahre früher aufgehört zu haben.

Vor 10 Jahren hatten wir im Dorf noch 4 Landwirte (mich eingeschloßen), jetzt ist da noch ein auslaufender Betrieb mit Milchvieh.
Wie soll denn auch alles finanziert werden ? Neuer Stall, Güllelager und die üppigen Auflagen hierzu !
Dann neue Technik - aktuell unbezahlbar.
Düngemittelpreise bzw. auch die Verfügbarkeit, Betriebsmittelpreise, Saatgutpreise .
Von Work-live-Balance im Milchviehbetrieb - meine Mädels haben am liebsten nachts gekalbt und wollten auch am Wochenende und Feiertags gefüttert und gemolken werden - brauche ich wohl nicht anfangen :wink:
Dann Pachtpreise ... ich habe mein Grünland komplett im Vertragsnaturschutzprogramm, soviel Pacht würde mir hier am Ort keiner Zahlen.
Ackerland ist verpachtet (auch hier überlege ich ob die Flächen nicht in ein Programm gebe wenn der Vertrag abgelaufen ist).
Dazu verkaufe ich regelmäßig Holz aus meinem Wald.
Also zumindest in meiner Gegend sehe ich für Milchviehbetriebe sogut wie keine Zukunft - leider.
Franzl70
 
Beiträge: 20
Registriert: Do Jul 06, 2023 11:49
Wohnort: Niederbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon T5060 » Mi Sep 02, 2026 21:25

Hier träumt die Offizialberatung, der BV und die Hochwald vom 200 - 500 MK-Betrieb, die dann irgendwann nachdem Erreichen des Traumziels ihre Milch in Coburg abliefern.
Sieht schlecht mit der dezentralen Ernährung im Verteidigungsfall aus. Die Russen brauchen dann nur 20 Ställe bombardieren und schwups, hungert ein ganzer Landkreis.
Dann kommt das Vetamt beschlagnahmt die schlechten Kühe zur Schlachtung und zwingt die Mutterkuhhalter ihre Kühe zu melken.
Und wer das Plansoll nicht erfüllt, geht ab nach Sibierien, sofern wir es schon erobert haben. :lol: :lol:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 36601
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon langholzbauer » Mi Sep 02, 2026 22:29

Warum sollte ein Feind absichtlich Ställe angreifen?
Ein Treffer bei der Molkerei oder einem, der wenigen Schlachthöfe und tausende Verbraucher bekommen Probleme.
Selbst die Landbevölkerung ist nur noch selten in der Lage von heute auf morgen auch nur 1000l Milch zusätzlich oder einige zusätzliche Schlachrinder so zu verarbeiten, dass davon nach 3 Tagen noch gesunde verzehrfähige Lebensmittel bei den Verbrauchern in den Metropolen ankommen. 8)
Aber das holen sich ja vermutlich " die Fachkräfte"mit ihren Langmessern schneller selbst ab.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14773
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon T5060 » Mi Sep 02, 2026 23:55

Das fragst mal den Russen warum der die landw. Betriebe bombardiert, weil man da Militär drin verstecken könnte.

Und wenn du einen Liter Milch hast und kochst den mit Weizenflocken auf, hast du eine vollwertige Ernährung mit mehr 1.000 Kcal / Tag

Milch kann ich beim Bauern holen und ohne Industrie, Logistik und Handel hat man ein Nahrungsmittel. Geht auch mit Fleisch.
Eiweiß kannst du ohne industrielle Prozesse aus keiner Erbse oder Bohne bereitstellen

Denk dran: Wenn Papa früher 2.500 qm mehr Wiese hatte, konnte er eine Ziege mehr ernähren und von einer Ziege mehr, konnte man sich ein Kind leisten.
Also durfte Papa wieder mal über Mutti rutschen. Das hat sich bis die letzten 200 Jahre gehalten, deshalb braucht jeder mehr Hektar und PS,
ohne jemals den Hintergrund dazu verstanden zu haben.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
Benutzeravatar
T5060
 
Beiträge: 36601
Registriert: Sa Jan 10, 2015 7:46
Wohnort: Bayern - BW
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Shao » Do Sep 03, 2026 5:04

Heumilch erfordert Heu-Lagerplatz und wenn möglich auch eine Belüftungsmöglichkeit.
Eine einfache und Baugrundsparende Möglichkeit ist Stall mit Massivdecke und Oberhalb Heulager. Das spart im Winter Maschineneinsatz, weil direkt mit Kran der Futtertisch beschickt wird.
Das wäre auch bei uns der Fall.
In den 400k Investkosten wären Anbau in Massivbauweise, Dachstuhl, Dach, Kran, Heuboxen + Belüftung (gebraucht), Melktechnik (gebraucht).
20-25% davon werden gefördert.
Auflagen dazu halten sich in Grenzen, direkte Nachbarn und lästige Grünlinge gibt es nicht, und das soll auch so bleiben (keine Vermietung, zumindest bis zu Pension nicht).

Mit einem Holzverschlag ist es leider nicht abgetan, Schneelast lässt grüßen (4.30 kN/m²).

Grüße
We are Legion
Benutzeravatar
Shao
 
Beiträge: 268
Registriert: Mi Nov 05, 2008 20:33
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 240236 » Do Sep 03, 2026 5:13

Darf man interessehalber fragen, wo du her kommst? 430kg Schneelast ist schon extrem
240236
 
Beiträge: 11334
Registriert: Mi Aug 28, 2019 10:24
Wohnort: Niederbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Shao » Do Sep 03, 2026 6:38

Aus Österreich, Südöstlich von Rosenheim.

Wir hatten schon öfters 2m Schnee, und mehr.

Grüße
We are Legion
Benutzeravatar
Shao
 
Beiträge: 268
Registriert: Mi Nov 05, 2008 20:33
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Manfred » Do Sep 03, 2026 7:06

Das rückt einiges in Perspektive.
Was mir am Heulager über dem Stall nicht gefällt ist, dass dann meist durch einen Schacht abgeworfen wird und unten erneut angefasst und verteilt werden muss.
Ist alles auf einer Ebene, kann direkt mit dem Kran gefüttert werden.
Betonplatte unter Trocknung und Heulagerboxen kann evtl. eingespart werden, wenn eh Holzböden rein kommen.
Mehr Dachfläche bringt auch mehr Wärmeleistung für die Unterdachabsaugung.

Ganz steile These:
Braucht ihr die Heutrocknung wirklich?
6.000 Liter von eher extensiven Flächen ist nicht verkehrt, aber nicht mit einem 10.000 l Heumilchbetrieb in der Poebene zu vergleichen, wo sehr junges Futter von intensiv geführten Flächen getrocknet wird.
Wie viel geringer kann die Milchleistung sein oder wie viel teuer das Kraftfutter, wenn dafür flächengetrocknetes Grundfutter genutzt werden kann?
Dazu den späten Schnitt mulchen, wo er nicht beweidet werden kann, um mehr Energie / Ertrag in die frühen Schnitte zu schieben und sich den hohen Trocknungsaufwand für den letzten Schnitt zu sparen.
"Menschen mit Sklavenmentalität betrachten ihre Fesseln als Garantie für Stabilität."
Michail Weller
Manfred
 
Beiträge: 15268
Registriert: Di Jun 13, 2006 18:26
  • Website
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 210ponys » Do Sep 03, 2026 7:26

Otto Mohl hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:In Zeiten wie diesen, wo alles zu macht und rückwärts geht, hält man erst mal am Melken fest.
In fünf Jahren können die Kinder schon was Arbeiten, dann wird das auch leichter und die Kids bleiben moralisch gefestigt.


Das ist auf jeden Fall die richtige Einstellung. Kinder müssen auch Leistungsbereitschaft vorgelebt bekommen.

Jetzt ist die Frage nur, ob "weiter so" oder wachsen?

genau und in 15 Jahren heißt es dann nochmals Wachsen oder Weichen, und das letzte was der Opa sieht ist das A..loch einer Kuh. Wen sich der Bauer nicht vorher aufgehängt hat, wegen Reichtum und Langeweile.
210ponys
 
Beiträge: 8354
Registriert: Sa Dez 31, 2016 23:23
Wohnort: Bw
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 240236 » Do Sep 03, 2026 7:58

Shao hat geschrieben:Aus Österreich, Südöstlich von Rosenheim.

Wir hatten schon öfters 2m Schnee, und mehr.

Grüße

Das wäre ja dann mehr Kössen, Lofer in der Ecke. Das ist wirklich ein Schneeloch :oops:
240236
 
Beiträge: 11334
Registriert: Mi Aug 28, 2019 10:24
Wohnort: Niederbayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Oberpfälzer » Do Sep 03, 2026 9:51

Und könnt ihr nicht noch ein paar Jahre warten, bis man sieht, wo bei den Kindern die Reise hingeht?
Mit Mitte 40 wärt ihr immer noch nicht zu alt für einen Umbau/Neubau und dann wüsstet ihr wahrscheinlich schon, ob es einer mal weitermachen möchte.
Zudem wär dann der kreditfinanzierte Teil wahrscheinlich noch kleiner. Obwohl, wenn man die Inflation (gerade bei den Baukosten) bedenkt, ist das wahrscheinlich auch nicht richtig...


In eurer Gegend findet man ja keine Möglichkeit zu übernachten unter 100 Euro. Ich wüsste da, was ich zu tun hätte.

Meine Mama hat in den 70ern bis 90ern mit den Ferienwohnungen richtig Asche gemacht, aber zu uns in die Oberpfalz verirren sich leider fast keine Touris mehr. Das war damals noch die Kriegsgeneration, die mit so einem Urlaub (einfache Ferienwohnung, wandern, deftig essen, etc.) mehr als zufrieden war. Das reicht heute nicht mehr...
Oberpfalz - Gott erhalt`s!
Kein Bayernland ohne Bauernstand!
"Nur einer ist ewig, der Bauer", O. Spengler
Oberpfälzer
 
Beiträge: 2270
Registriert: Do Aug 06, 2009 9:32
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Alla gut » Do Sep 03, 2026 10:02

Ja so Touris kamen in den 80ern auch zu uns .
Oft aus dem Ruhrgebiet /Bochum .
Wenn die da waren haben die den Tante Emma Laden im Dorf leer gesoffen .
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
Alla gut
 
Beiträge: 2042
Registriert: Di Okt 08, 2019 5:41
Wohnort: kinzigtal
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon langholzbauer » Do Sep 03, 2026 10:08

Feriengäste hatte ich ja weiter vorn auch schon vorgeschlagen.
Ein 2. Standbein kann nie schaden.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
Beiträge: 14773
Registriert: Fr Okt 19, 2012 22:08
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
79 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6

Zurück zu Rinderforum

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Google [Bot], TommyA8

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki