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Aktuelle Zeit: Do Sep 17, 2026 12:15

Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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79 Beiträge • Seite 4 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6

Würdet Ihr nochmal in die Milchviehhaltung investieren?

Die Umfrage läuft bis Mi Sep 30, 2026 12:29.

Ja
7
44%
Nein
9
56%
 
Abstimmungen insgesamt : 16

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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon T5060 » Do Sep 03, 2026 11:49

kleinen Durchtreibemelkstand einbauen, die Teile gibt es gebraucht und bei Ebay
dann einen Güllestaubsauger und Liegeboxen, eventuell dreht man das ganze so um das man einen Fuddatisch bekommt oder man baut sich ein Fuddabandl ein
Ich denke im Innviertel sind genug clevere Leute, die dir beim umsetzen helfen
Im Prinzip musst nicht anbauen nur eine kleine Anschleppung, machst 2 Heiligenfiguren dran, dann sieht es auch gut aus
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Cheffe » Do Sep 03, 2026 14:18

was sagt denn die Frau des Hauses dazu?
du schreibst, dass ihr bei "wenig Arbeit" (sieht deine Frau das auch so?) ein gutes Auskommen durch Förderung etc pp habt. Gleichzeitig würde euch eine Erweiterung um 30% (=6 Kühe)15 Jahre binden?
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Shao » Do Sep 03, 2026 14:32

Frau will eine gscheite Abkalbebox, und einen Bereich für die Trockensteher. Beides momentan Mangelware.

Anstoss des ganzen ist die Notwendigkeit von einem neuen Dach. Das neue Dach kommt auch nicht unbedingt auf einen Dachstuhl Bj 1853, dort kann ich zukünftig auch keinen gedachten Kran einbauen.

Also folglich neuer Dachstuhl, neues Dach, und der Frau zuliebe ein Anbau mit Trockensteher und Abkalbebox. Da wir ja (in normalen Jahren) mehr als genug Futter haben und der Rest (Gülleraum etc) auch passt würden wir hald ein paar Stück mehr reinstellen.
Plan für den Stallumbau liegt auf dem Schreibtisch, müsste nur eingereicht werden....

Mir geht es hier ja nicht darum wie ich den Stall umbaue, sondern eure Meinungen zur Zukunft im Milchwirtschaftsbereich und Förderungen.
Ich persönlich bin ja der Meinungen, die Gießkanne wird früher oder später wegfallen, und nur mehr grüne Umweltthemen werden mehr gefördert. Die große Kohle ist einfach nicht mehr da.
Ob das stimmt..?
Auf alle Fälle werden wir hier im (fast) Gebirge den Kampf mit der Menge sicher nicht gewinnen.. Aber ob das Nischenprodukt Bio HeuMilch auf lange Sicht gefragt ist. Bekanntlich sparen die Leute als erstes bei den Lebensmitteln. Und die Leute werden sparen müssen wenns so weitergeht mit der Wirtschaft?.
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Manfred » Do Sep 03, 2026 14:55

Ich hätt gern deine Frau. :wink:
Mach sie glücklich.
In Österreich sind die wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse deutlich stabiler als in D.
Selbst wenn den Kunden das Geld ausgeht, ist das ein schleichender Prozess und die Inflation der Schulden schleicht parallel dazu.
15 Jahre sind schnell rum.
Und in eurer Region ist so ein Bau ein bleibender Wert, kein Entsorgungsproblem wie anderswo.
"Menschen mit Sklavenmentalität betrachten ihre Fesseln als Garantie für Stabilität."
Michail Weller
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 240236 » Do Sep 03, 2026 14:56

Warum macht ihr Heumilch? Ist das von der Molkerei her passend?
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon T5060 » Do Sep 03, 2026 16:02

Gegen jeder anderen Art von Rindviehhaltung ist die Mehrarbeit das Melken und wenn du jetzt die Zeit für Melken durch das Milchgeld teilst, wird die melkzeit gutbezahlt.
Die Förderungen in den Berggebieten ist für das Berggebiet, weniger für die Bauern existenziell.
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 210ponys » Do Sep 03, 2026 19:02

Shao hat geschrieben:

Auf alle Fälle werden wir hier im (fast) Gebirge den Kampf mit der Menge sicher nicht gewinnen.. Aber ob das Nischenprodukt Bio HeuMilch auf lange Sicht gefragt ist. Bekanntlich sparen die Leute als erstes bei den Lebensmitteln. Und die Leute werden sparen müssen wenns so weitergeht mit der Wirtschaft?.

ich denke euch Bergbauern werden Sie noch ein weilchen länger am Leben lassen, aber halt nur wen es auch Weidehaltung gibt.
Das der Verbraucher an Lebensmitteln spart zieht sich durch alle schichten. Der wo ein super teures Sportboot hat, kauft den gleichen rotz wie der 0815 Heini...
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon meyenburg1975 » Do Sep 03, 2026 19:03

Die Förderungen rund um Bergbauern sind, denke ich sicherer, als der ganze EU Mist. Was der Markt macht gute Frage, die Milchbauern und die Kühe werden weniger nicht mehr.

Hier sind in den letzten 10-15 Jahren extrem viele Hofnachfolgerinnen ausgebildet worden oder noch in Ausbildung, aktuell ca ein Drittel. Und die meisten davon haben richtig Bock auf Kühe.

Wenn deine Frau auch so tickt, prüft euer Konzept nochmal, geht nicht vom besten Szenario aus und wenn's trotzdem darstellbar ist, solltet ihr es machen.
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 210ponys » Do Sep 03, 2026 19:12

meyenburg1975 hat geschrieben:Die Förderungen rund um Bergbauern sind, denke ich sicherer, als der ganze EU Mist. Was der Markt macht gute Frage, die Milchbauern und die Kühe werden weniger nicht mehr.


stimmt, aber die Alternativen wie Hafer, Mandel, Soja usw. werden mehr und die Leute wo keine Kuhmilch mehr konsumieren auch. Und wen es an Kühen und Milch fehlen würde, wäre der Konventionelle Milchpreis nicht so am Arsch.
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon langholzbauer » Do Sep 03, 2026 19:38

T5060 hat geschrieben:Gegen jeder anderen Art von Rindviehhaltung ist die Mehrarbeit das Melken und wenn du jetzt die Zeit für Melken durch das Milchgeld teilst, wird die melkzeit gutbezahlt.
Die Förderungen in den Berggebieten ist für das Berggebiet, weniger für die Bauern existenziell.


100% Zustimmung!
Wie auch @meyeburger1975

" Wer melkt, hat Geld!" Ist ein alter Bauernspruch, den kaum noch jemand wirklich versteht.
Dabei geht es weniger um Reichtum, sondern um geregelte monatliche Einnahmen , bei denen mann schon ohne Beratung am Kontostand regelmäßig sieht, ob der Betrieb noch rentabel ist, solange mann vernünftig und überschaubar auch die Abschreibungen investiert.

@210ponys

Rechne bitte mal aus dem aktuellen konv. Milchpreis die Kosten für JGS- konforme Soloplatte , Silierkosten( wenn überhaupt im Gelände möglich) etc. raus!
Und aus Pflanzenmilch einen aromatischen Käse kann auch noch niemand wirklich ohne Bergkräuter herstellen!...
Am Ende würde wieder die Frage bleiben, wie im Bergland das schutzwürdige Grünland erhalten werden soll!
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon Alla gut » Fr Sep 04, 2026 6:38

Nebenerwerbslandwirtschaft mit Viehhaltung ,kenn ich .

Ich würde es nicht machen da noch viel Geld in die Hand nehmen und ein finanzielles Risiko eingehen .
Im Vollerwerb vielleicht schon aber nicht im Nebenerwerb .

-Mit Eigenleistung bauen da hast du eine enorme Arbeitsbelastung , Job ,Landwirtschaft und dann noch der Bau .
-deine Kollegen machen mal Urlaub ,du verbrauchst deinen Urlaub und die Wochenenden komplett auf dem Hof zuhause
-kann sein deine Kollegen finden das dann noch lustig
-die Arbeitnehmer mit noch Viehhaltung sind die Zähsten ,nie krank .Ob sie das auch wirklich sind ist wieder was anderes .
-du kannst fast nie krank machen ,musst ja auch dein Vieh versorgen ,da schleppst dich auch mit manchem Wehwehchen durch die Arbeitstage .

Dafür noch ein großes Wagnis eingehen , nö danke !
was hier noch fehlt ist ein Bau Forum
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon 210ponys » Fr Sep 04, 2026 7:36

langholzbauer hat geschrieben:
@210ponys

Rechne bitte mal aus dem aktuellen konv. Milchpreis die Kosten für JGS- konforme Soloplatte , Silierkosten( wenn überhaupt im Gelände möglich) etc. raus!
Und aus Pflanzenmilch einen aromatischen Käse kann auch noch niemand wirklich ohne Bergkräuter herstellen!...
Am Ende würde wieder die Frage bleiben, wie im Bergland das schutzwürdige Grünland erhalten werden soll!

der gute Käse wird aus Emmentaler Milch hergestellt, und die Betriebe wo das Produzieren haben kein Silo. Oder nur eine sehr kleine Menge. Und da wirst vermutlich auch niemand finden wo hundert Kühe hat.
Und ich habe ein paar Beiträge vorher geschrieben das die Bergbauern mit Weide noch ein weilchen Länger am Leben erhalten werden.
Und wir haben es doch in Deutschland schon wo auf besten Böden das Grünland nimmer gemäht wird. Und das in Regionen wo andere Flächenstrukturen haben wie wir. Und wen die nicht am Markt bestehen können, wie soll das dann eine benachteiligte Kleinstrukturierte Region?
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon T5060 » Fr Sep 04, 2026 11:09

Es ist nicht unbedingt so, dass es dem 500 Kuh- Bauer in der Gunstregion besser geht, wie dem 20 Kuh-Alm-Oeli; mental und finanziell.

Am Ende ist es so das Jeder pro 50 Milchkühe eine AK braucht und die Kosten sowie die Produktivität dieser AK ENTSCHEIDEN und nichts Anderes.
Ich habe denke ich einen sehr guten Überblick über die Bauern im D-A-CH Raum und den USA/Ca.

Aber egal das Hauptproblem ist bereits das 2/3 der Betriebe aller Größen wegen zu hoher Pachten, Arbeitskosten und zu niedrigen Erlösen kaputt gespart sind

Und wenn das Ganze dann in eine "schwanzgesteuerte Betriebs - oder Unternehmensführung" übergeht, ist das Ende des Ladens sowieso nahe.
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon langholzbauer » Fr Sep 04, 2026 11:46

Der TE erwirtschaftet mit ca. 1,5 Ak ( weil er selbst noch arbeiten geht) allein über die Produktion über 80T € Milchgeld, welches nach seinen Angaben zur Deckung aller anfallenden Kosten reicht.
Förderung kommt noch dazu.
Seine Frau hat Lust und Spaß daran...

Also ich kann da nur gratulieren und meine vorherigen Ratschläge erneuern.

Wie kann jemand so einer Familie zur Aufgabe der Milch raten? :oops:
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Re: Hat Milchviehhaltung eine Zukunft?

Beitragvon langholzbauer » Fr Sep 04, 2026 11:48

" der gute Käse wird aus Emmentaler Milch hergestellt, "
So ein Schwachsinn im LT ist einfach nur peinlich! :cry:
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