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Holzpreise

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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2285 Beiträge • Seite 48 von 153 • 1 ... 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51 ... 153
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Re: Holzpreise

Beitragvon Spänemacher58 » So Mai 23, 2021 17:54

Ich hoffe auch, dass die 3 letzten trockenen Jahre nicht wiederkommen und Ausnahme waren.
Ich schreibe die Fichte auch hier im Mittelgebirge noch nicht ab, wir brauchen sie.
Ich bin kein Landwirt, aber kein Landwirt wäre so blöd gewesen nach der Maul und Klauenseuche oder BSE Krise die Rinderhaltung in Frage zu stellen!
Die Aufforstung mit irgendwelchen alternativen Baumarten, Hauptsache grün, aber ohne wirtschaftlichen Nutzen erscheint mir sinnlos.
Forst muss ökonomisch und ökologisch sein.

PS: ich habe seit 3 Jahren wegen Spätfrost keine Kirschen mehr geerntet und das in der Nähe des warmen Rheintals. Soll ich wegen Klimapanik jetzt Orangen anbauen? Ich fürchte das wird nichts
Gruß Spänemacher
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Re: Holzpreise

Beitragvon Südheidjer » So Mai 23, 2021 19:24

Was die zukünftige Verfügbarkeit von Bauholz anbelangt: Ich hatte mal so überschlagen, wieviel Holz ich bräuchte, wenn ich mir ein kleines Haus komplett aus Vollholz baue. Ohne jetzt viel Fachwissen zu haben, bin ich auf 250 FM Holz gekommen (vorm Aufsägen), die ich dafür benötigen würde. Davon müßten sicher 150 FM richtig dicke Fichten oder Kiefernstämme sein. Ich weiß nicht, ob ich die dicken Dinger aus dem eigenen Wald zusammen bekommen würde. Aber ein Waldnachbar hat mindestens einen schönen Bestand mit Fichte. Sein Bestand war damals 1972 jünger als unserer Bestände und hat Quimburga überstanden. Ich hab dem Waldnachbarn schon mal vorgewarnt, daß ich mir vielleicht bei ihm ein paar schöne Stämme klauen muß.

Ich hab' dann mal so überlegt, wieviel Holz jedem Bundesbürger jährlich statistisch zusteht. Bei etwas über 11 Mio. Hektar Wald in Deutschland mit einem jährlichen Zuwachs von im Schnitt 10 FM/ha, kommen auf 80 Mio. Bündesbürger etwas über 100 Mio FM pro Jahr zusammen, also pro Nase etwas über 1 FM pro Jahr.
Wenn ich mir jetzt ein massives Holzhaus aus 200 FM (vorm Aufsägen) baue, dann verbaue ich das Holz, was mir in fast 200 Jahren zustehen würde. Fazit: In dem Haus müssen mehr Leute wohnen als ich alleine (soviel dazu, daß wir in Deutschland in einem sehr großen Luxus leben, was die Wohnfläche anbelangt). Dieses Haus würde ich ja auch gerne regenerativ mit Holz beheizen. Da geht dann also auch in den Folgejahren immer wieder etwas Holz bei drauf.
Mein Resume: Sobald alleine der private Hausbau mit Holz zunehmen wird, wird immer ein Bedarf an gutem Holz bestehen. Daß beim Erzeuger nicht die guten Preise ankommen, liegt am Handel und dem Quasi-Monopol der Säger. Solange sich in der Richtung nichts ändert, wird das Problem immer bleiben.

Mir ist so im Hinterkopp, daß in den letzten 3 Jahren durch Borkenkäfer und Dürre irgendwas um 300.000 Hektar Wald verloren gegangen sind. Das ist ganz bitter für die betroffenen Waldbesitzer und hat regional zu ganz großen Verlusten von Wald geführt. Die Leute erkennen ihre Heimat dort nicht wieder. Ich hatte in dem Medien besonders Bilder aus dem Harz gesehen, die betroffen machen.
Aber ich erinnere mich auch, wie der Wald in der Südheide nach Quimburga 1972 und dem großen Waldbrand 1975 aussah. Riesige Flächen einfach platt und leer und nach 1975 auch schwarz.

Wikipedia hat geschrieben:In Niedersachsen wurden etwa 10 Prozent des gesamten Waldbestandes vernichtet; auf der insgesamt 954.244 ha großen Waldfläche Niedersachsens wurden auf über 100.000 ha circa 50 Millionen Bäume umgeworfen. Das ergibt eine Holzmenge von ca. 16–17 Millionen Festmeter. Der Gesamtschaden wird auf über 1 Milliarde DM geschätzt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Orkan_Quimburga

Beim Brand 1975 waren es dann nochmal 8000 ha. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Brand_in_der_L%C3%BCneburger_Heide

Schaut man jetzt 50 Jahre später, hat sich im großen und ganzen der Wald wieder ganz gut aufgebaut. Allerdings gibt's auch hier Teilflächen, auf denen in den letzten 3 Jahren Borkenkäfer und Dürre zugeschlagen haben. Eine Fläche, die auf meinem Arbeitsweg liegt, wurde jedes Jahr weiter ausgedünnt, jetzt ist sie seit ein paar Monaten ganz weg, aufgeforstet und gezäunt. In drei Jahren Totalverlust für den Eigentümer und hohe Kosten für die Aufforstung.

Ich kann mich daran erinnern, daß vor einigen Jahren die Douglasie nicht nur von den Öko-Vereinen ala NABU verteufelt wurde, sondern auch offiziell als nicht-heimischer Baum zum Anbau nicht empfohlen wurde. Jetzt vor vielleicht 2-3 Jahren erzählt einer der FBG-Förster auf einer Versammlung, daß man u.a. Douglasie gute Chancen einräumt, die zukünftige Trockenheit besser wegstecken zu können. So schnell ändern sich die Zeiten. Ich persönlich halte die Douglasie für einen Top-Baum, der einerseits einen tollen Zuwachs hat und andererseits vermutlich auch mal gut bezahlt werden wird.

Um es auf den Punkt zu bringen: Der deutsche Wald wird nicht untergehen, die Zusammensetzung der Baumarten im Wald wird sich ändern und es wird immer gutes Nadel-Nutzholz (Fichte, Douglasie etc) benötigt werden. Wenn ich sehe, daß junge Fichten-Nvj selber hochkommt, dann ist das für mich ein Zeichen, daß das kleine Bäumchen da hin will, wo es steht. Es wird also immer Fichte geben, auch als Schwerpunktbaum je nach örtlichen Gegebenheiten. Und die Fichte und vermutlich die Douglasie werden die Bäume sein, die gutes Geld bringen werden. Die Eiche zähle ich auch dazu.
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Re: Holzpreise

Beitragvon Spänemacher58 » So Mai 23, 2021 19:29

@ Südheidjer
Wunderschön geschrieben und dargestellt! Genau meine Ansicht
Gruß Spänemacher
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Re: Holzpreise

Beitragvon Wini » So Mai 23, 2021 19:31

Hier in Franken können derzeit Selbstwerber die Eichenwipfel aufarbeiten, nachdem die Gemeinde
die Stämme zu Rekordpreisen an Sägewerke veräußert hat, bzw. Polterholz vergeben hat.

Alles was dünner ist wie 8cm, wird bei der Aktion nicht gezählt.
Der Rest kostet 13€ +MWst nach grober Schätzung

Die Gemeinde ist froh um jeden Selbstwerber, da viele im letzten Jahr lieber billiges Heizöl gebunkert haben.

Und die Leute, die noch mit einer Säge umgehen können und in der Lage sind mit einem Schlepper
und Anhänger im Wald zu rangieren, die sterben bei uns langsam aber sicher aus.

Gruß
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Re: Holzpreise

Beitragvon Redriver » So Mai 23, 2021 19:38

Hallo Südheidjer,
du hast den Nagel auf dem Kopf getroffen, und es ist wirklich so das vieles was derzeit an Waldumbau gepredigt ein wenig mit panischem Handeln zu tun hat. Die Fichte hat nach wie vor auch seine Berechtigung bei der Wiederaufforstung.
Wissen ist Macht, nichts wissen macht auch nichts.
Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!
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Re: Holzpreise

Beitragvon Spänemacher58 » So Mai 23, 2021 19:44

@Wini
So wie du es beschreibst, mache ich seit 15 Jahren mein Brennholz sehr kostengünstig. Wipfel von Buchen oder Eichen und manchmal sind auch noch schöne Stämme dabei, die verworfen wurden.
Und ja, ich fahre teilweise mit dem Unimog schonend in den Bestand, rücke aber das meiste mit der Seilwinde. Ja die Leute die das noch machen sterben aus, da bei uns nur noch Weiber in den nächsten Generationen
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Re: Holzpreise

Beitragvon DST » So Mai 23, 2021 20:17

Die Fichte wird nicht gänzlich verschwinden,
und wenn der heimische Markt nicht mehr vollständig bedient werden kann dann steigen die Preise für Rundholz.
Aber maximal soweit bis es sich für Ivan & Co wieder lohnt Frischware über hunderte und tausende Km nach D zu liefern.

Wer sagt eigentlich das die Fichte das einzige taugliche Bauholz ist?

Weltweit gesehen wird auch mit wesentlich schlechterem Holz gearbeitet.
Auf jedem Kontinent, in jedem Land wird das Baumaterial genommen was verfügbar ist.

Was macht eigentlich die Fichte als Bauholz so wichtig?
Es gibt Hölzer die sind deutlich resistenter gegen Schädlinge oder z. B. gegen Feuchtigkeit, oder gegen Witterungseinflüsse.

Die Fichte ist bei uns doch nur der beste Kompromiss, bzw hat das beste Preis/Leistungsverhältnis.

Steigt der Preis für Fichtenholz dauerhaft, so werden auch andere Hölzer, Materialien, oder Bauformen zunehmend am Markt Fuß fassen, die eben bis jetzt "zu teuer" waren.

Mit der richtigen Konstruktion, den richtigen Querschnitten und der passenden Be-/Verarbeitung sowie Endbehandlung kann man mit fast allen Hölzern dieser Welt bauen.

Aber egal welches Holz, die Möglichkeiten sind begrenzt - darum sind die größten Bauwerke auf dieser Welt aus Stein/Beton/Stahl.

Bei uns wird die Fichte genutzt weil sie hier wächst.

Die Südeuropäer haben keine Fichte, dennoch leben die Menschen in Häusern, die Tiere in Ställen und die Maschinen stehen in Hallen.


Deutschland wird auch ohne Fichte weiter Häuser bauen, genauso wie sich unser Planet weiterdreht wenn sich die Menschheit irgendwann selbst ausgerottet hat.


Gruß Daniel
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Re: Holzpreise

Beitragvon Spänemacher58 » So Mai 23, 2021 21:39

@DST
Sicher gibt es noch andere Hölzer zum Bauen, aber Fichte,Tanne , Douglasie und Lärche sind nun mal am besten geeignet und versprechen auch Erlöse für den Waldbauern.
In Südeuropa leben auch Menschen, aber für eine krüpplige, krumme Pinie oder eine wertlose Birke in Sibirien wird doch keiner von uns einen Wald bewirtschaften.
Ich bewirtschafte unseren Wald mit einem 50 Jahre altem Unimog, viele andere hier mit modernsten Schleppern und Rückewagen.
Da muß aber auch Erlös kommen was meiner Meinung nur mit Fichte/Tanne/Douglasie oder aber Eiche Wertholz geht.
Mit Birken, Pappeln, Erlen, Pinien und sonstigem Unkraut wird das nicht wirtschaftlich gehen
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Re: Holzpreise

Beitragvon T5060 » So Mai 23, 2021 21:47

Spänemacher58 hat geschrieben: Mit Birken, Pappeln, Erlen, Pinien und sonstigem Unkraut wird das nicht wirtschaftlich gehen


Mit Birken ginge einiges, nur wir haben dazu keine Verarbeitungsindustrie.
Das Birkensperrholz von Koskiden ist ja alles andere als ein Billigprodukt.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Holzpreise

Beitragvon Spänemacher58 » So Mai 23, 2021 21:55

Birken waren in unseren Fichtenschonungen der Schädling Nr.1 Schon als 10jähriger mußte ich Birke mit der Axt rausschlagen.
Birke gibt Brennholz mit schönem Flammenbild aber wenig Heizwert. Würde man die Kahlschläge im Westerwald sich selbst überlassen, käme zu 70% Birke und etwas Fichte
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Re: Holzpreise

Beitragvon DST » So Mai 23, 2021 22:00

@Spänemacher,

Mir ging es um die Notwendigkeit von Fichte bei den daraus entstehenden Produkten und Verwendungszwecken.
Und da ist Deutschland jetzt nicht abhängig von der Fichte.

Wenn beim Einzelnen der Haupt- oder Nebenerwerb so stark von der Fichte abhängig ist dann schaut es freilich nicht gut aus.

Wenn die Arbeit von Generationen von Käfer und Sturm dahingerafft wird und zum Spottpreis verschenkt werden muß, dann ist es bitter.

Aber wenn die Fichte seit je her das einzige Standbein für die Existenz war, dann war das auch sehr riskant.

Egal was auf dieser Welt passiert, es wird fast immer Gewinner und auch Verlierer geben.

Gruß Daniel
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Re: Holzpreise

Beitragvon Spänemacher58 » So Mai 23, 2021 22:22

@DST
Doch, die Fichte war der Brotbaum in Deutschland wo man Geld mit verdienen konnte.
Ja, die Fichte wurde die letzten 3 Jahre wegen Borkenkäfer und Sturm verschenkt, aber wie man sieht ändert sich das sehr schnell und die Fichte wird wegen Bauholzmangel wieder sehr hoch gehandelt. Um so weniger Fichte wir haben, umso höher der Preis!
Was bringen andere Baumarten im Erlös?
Buchenstammholz nur wenn 1a 90€/m³ (geht nach China) sonst Brennholz 50€/m³
Eiche, die besten, aber seltenen Stücke bis zu 500€/m³ der Rest auch Brennholz
Nußbaum, krumm und astig = Brennholz
Kirsche ebenso Brennholz
Pappel und Birke noch zu schlecht für Brennholz
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Re: Holzpreise

Beitragvon DST » Mo Mai 24, 2021 7:13

Ja, das ist alles richtig.
Aber der Preis für Fichte steigt nur soweit bis Skandinavien und Osteuropa zum gleichen Preis liefern kann.

Gerade Osteuropa hat den großen Vorteil bei den Lohnkosten.
Dort sind die Erntekosten geringer, die Transportkosten nach D sind berechenbar, jetzt bleibt nur noch die Frage welche Preise man im jeweiligen Land erzielen kann.

Genauso wie die Deutschland aktuell lieber nach Nordamerika liefert, so wird auch der Ostblock lieber nach D liefern solange mehr Gewinn dabei rausspringt.

Gruß Daniel
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Re: Holzpreise

Beitragvon Fendt312V » Mo Mai 24, 2021 7:26

Ihr habt ja alle recht :prost:
Möchte auch noch meinen Gedanken dazu äußern. Etwas längerfristig stabil höhere Preise sind vom Angebot und der Nachfrage auf der ganzen Welt abhängig, sonst wird sehr schnell umgeschichtet über auch lange Transportwege auch wenn es verboten wird. Dann blüht halt der Schwarzmarkt :klug:
:lol: Benutze Klopapier beidseitig dann hast den ökologischen Erfolg auf der Hand !! :prost:
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Re: Holzpreise

Beitragvon langholzbauer » Mo Mai 24, 2021 8:09

Jetzt mal ganz ruhig mit solchen Aussagen:
Spänemacher58 hat geschrieben:@DST
Doch, die Fichte war der Brotbaum in Deutschland wo man Geld mit verdienen konnte.
Ja, die Fichte wurde die letzten 3 Jahre wegen Borkenkäfer und Sturm verschenkt, aber wie man sieht ändert sich das sehr schnell und die Fichte wird wegen Bauholzmangel wieder sehr hoch gehandelt. Um so weniger Fichte wir haben, umso höher der Preis!
Was bringen andere Baumarten im Erlös?
Buchenstammholz nur wenn 1a 90€/m³ (geht nach China) sonst Brennholz 50€/m³
Eiche, die besten, aber seltenen Stücke bis zu 500€/m³ der Rest auch Brennholz
Nußbaum, krumm und astig = Brennholz
Kirsche ebenso Brennholz
Pappel und Birke noch zu schlecht für Brennholz

Bei den aktuellen Schnittholzpreisen fehlen da noch gut 50€ im Fi-Leitsortiment.
Auch die Preise und Verwendungen der sonstigen Holzarten stimmen so nicht ganz.
Da geht schon einiges besser.
Das Wichtigste ist und bleibt, daß die Baumart zum Standort passt und die Bestände ihr Mindestmaß an Pflege erhalten! :klug:
Die Zeiten der maximal optimierten Holzzuwächse scheinen vorbei zu sein.
Dafür fehlt schlicht das qualifizierte Fachpersonal.
Bei der Wiederaufforstung der Schadflächen wird vermutlich vielerorts auf Naturverjüngung und Nutzung der Vorwaldbaumarten gesetzt werden.
Denn eine schnelle flächige Bepflanzung können sich etliche Besitzer nicht leisten.
Mit dem steigenden Angebot " technisch nutzbarer Sortimente" dieser Laubhölzer und in Verbindung mit der Klimadiskussion, wird sich die Industrie in Zukunft auch dafür mehr interessieren.
Wenn nicht, bleibt immer noch die thermische Nutzung.
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