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Land schafft Verbindung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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541 Beiträge • Seite 6 von 37 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 ... 37

Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon Lonar » Fr Okt 25, 2019 12:20

elchtestversagt hat geschrieben:Lonar, das hab ich immer schon gesagt.
Warum wohl will die Politik verhindern, dass die Umsatzsteuerpauschalierung aufgrund der EU abgeschafft wird?
Wenn das kommt, hat Niedersachsen alleine von heute auf morgen 75% weniger "Landwirtschaftliche Betriebe".
Die sind dann zwar noch genau so da wie vorher, nur unter einem "Konzern" zusammengefasst.

Die Daten das sie das wissen müssen haben sie ja durch die Einkommenssteuererklärung. Genauso wie man jahrelang gewusst hat wer da fürs ansteigen vom Nitrat verantwortlich ist.
Die Cdu und der Dbv haben da jahrelang bei zugeguckt um die Umsätze bei an der Landwirtschaft verdienenden Branchen zu steigern, da müssen wir uns nicht wundern wenn die verbrannt sind.
Wenn man das ganze mal so betrachtet wird da ein Schuh draus...
Der Dbv muss saniert werden und wieder Mut zur Ehrlichkeit finden. Nebenposten bei Parteien oder in Aufsichtsräten von Firmen gehören verboten, dafür haben wir viele andere fähige Landwirte das hat die Demo gezeigt...
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon Wini » Fr Okt 25, 2019 13:05

#Bauernaufstand2.0

Im Winter wäre doch Zeit einmal die Woche zum Einkaufen mit dem Schlepper in die Stadt zu fahren.
Passt mir bloß auf, dass Ihr dafür auch an der normalen Tankstelle tankt.
Der Zoll hat sich angeblich in Würzburg schon die Nummernschilder der Traktoren notiert.

Gruß
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon langholzbauer » Fr Okt 25, 2019 13:16

Der Zoll kann aufschreiben,was er will.
Diese und die folgenden Demo's dienen ausschließlich dem Zweck der nachhaltigen Landbewirtschaftung und sind somit auch von der Gasöl-Steuer befreit.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon stamo++ » Fr Okt 25, 2019 15:32

Meine Fresse, auch die AfD will "unser schönes Deutschland vor der bösen Chemie bewahren." Nicht wählbar!

Die derzeit einzig brauchbare Partei auf Bundesebene ist gelb. Sie glauben nicht an Gottes Schöpfung oder das Wort Gretas, sondern der Wissenschaft!

Als Christian Schmidt für die Glyphosverlängerung gestimmt hat, sagte Merkel, dass sie "in der Sache eher auf der Seite Schmidts wäre, man sich aber an Abmachungen halten müsste."
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon Terreblanche » Sa Okt 26, 2019 12:41

Da geschätzt 90 % der landwirte jahrzehntelang genau die Parteien wählten, die sie kaputt machten hat das demonstrieren auch keinen Sinn.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon Zement » Sa Okt 26, 2019 13:12

Schuld ?
Da ist nicht nur die Politik Schuld , da ist unter anderem der DBV , die Lebensmittel Industrie , Berater und auch die Landwirte sind mit daran Schuld .
Obwohl Schuld ist der falsche Begriff , falsche Entscheidung , oder ... ?
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon T5060 » Sa Okt 26, 2019 14:20

Schaut euch mal das Vermögen an was ALDI, LIDL, REWE, EDEKA, Müller-Milch, Tönnies, Rethmann u.a. in den letzten 50 Jahre geschaffen haben mit jährl. Eigenkapitalrenditen von 20 % und mehr.
Da es für den Verbraucher immer günstiger wurde, haben die ihren Vermögenszuwachs den Bauern abgepresst und dem ländl. Raum entzogen.

Über Jahrzehnte hat es die Politik zugelassen, dass der ländl. Raum mit Schimpf und Schande ausgenommen wurde. Die Zahl von 100.000 Bauernhöfen ist zwar schon seit 1991 bekannt, aber die 100.000 Bauern sind schon zuwenig und es werden aber weniger als 100.000 Bauern bleiben. Ich hab mal was von 60.000 - 70.000 ausgerechnet, davon 20.000 - 25.000 Milchviehhalter, die etwa noch zwei Drittel der Milchmenge von heute melken. Vor allen Dingen fehlt die Verwertung großer Teile des Grünlands. Mit minderwertigem Grünland kann man keine 10.000 l Kühe füttern und mit Extensivfleischrindern kann man nicht gegen MERCOSUR_HORMON_RINDER konkurrieren. Man musste da auch nicht viel überlegen, sondern es reichte völlig, wenn man die Gedankengänge von Prof. Tangermann Göttingen 1:1 in die Praxis portierte. Genauso wie die aktuellen Spinnereien der KLÖCKNER, die Fortsetzung des Schwachsinns sind, die Prof. SPILLER, ebenfalls Uni Goe und ehem. KTG Agrar verkündet. KTG Agrar, überwiegend BIO und hochgepriesen, gibt es nicht mehr, über 700 Mill. € von meist Kleinanlegern sind verschwunden. Um 2001, zur BSE Krise meinte eine Herdenmanagerin aus Sachsen zu mir, dass die Politik die Landwirtschaft zerschlagen wird und diese dann notwendigerweise wieder mit viel Geld aufzubauen, denn sollte der Klimawandel tatsächlich eintreten, wird man auf den niederschlagssicheren Flächen Mitteleuropas, im Sinne des Weltfriedens, nicht auf eine intensivste Landwirtschaft verzichten können.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon langer711 » Sa Okt 26, 2019 14:28

Angenommen, der Verbraucher findet im Regal neben der 39 Cent Milch auch die Milch für 90Cent.
Jetzt packt der Kunde wegen der Bauern die teure Milch in den Einkaufswagen, weil er es sich leisten kann - oh Wunder. :lol:

Aber glaubt ihr denn ernsthaft, von diesem Mehrpreis würde auch nur ein Cent an die Melker durchgereicht ?
Was würde denn passieren?
Der Kunde würde einfach nicht 5 Tüten kaufen, sondern nur 3 (oder so ähnlich)
Dann würde auf einmal 10% weniger Milch auf dem Markt abgesetzt und .... ja... was wohl.

Von daher ist es besser, der Kunde kauft die billige Milch und davon ein zwei Tüten mehr.

Eine Alternative wäre sowas wie ein "Fair Trade" Angebot.
10 Cent die Tüte mehr, und diese 10 Cent werden dem Bauern komplett durchgereicht.
Wie man das umsetzen könnte ? ich hab keine Ahnung.
Aber dann hätte der Kunde wenigstens die Möglichkeit, mit seinem Einkaufsverhalten die Verhältnisse zu beeinflussen.

Der Lange
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon T5060 » Sa Okt 26, 2019 14:59

Du kannst es nur mit einer Staffel wie beim Strom-EEG machen in dem man für die erste Mengenstaffel einen deutlich höheren Preis zahlt und diesen dann auf die gesamten Molkereien umlegt und verrechnet.
Dann ist es wie beim Stromverbraucher, der hat dann bei jedem Milchprodukt eine Kleinbauern/Grünland-Umlage mit dabei. Wäre ein Betrag von 10 - 15 € je Verbraucher für mehr Vielfalt und Erhalt des ländl. Raums.
Bei den grünen Stromspinnereien ging es ja auch, nur da sind es über 100 € je Verbraucher und Jahr.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 26, 2019 20:51

Also,
Manchmal hat der blaue Traktor schon ganz gute Einsichten und Vorschläge. :?:
Eine Staffelung der Preise nach Betriebsgröße würde viele kleinere Betriebe stützen,die eh nicht auf den letzten Gewinn schauen, sondern Landwirtschaft betreiben, weil es ihnen am Herzen liegt. Und genau diese Betriebe sind es, die für Vielfalt und Leben im ganzen ländlichen Gebiet sorgen.
Aber!
Bevor es für solche "Träumereien" eine Mehrheit geben könnte, muss erst mal ganz konsequent das Kartellamt angerufen werden.
Es kann doch nicht rechtens sein,dass der hoch konzentrierte LEH und die ihn beliefernden Verarbeiter uns Erzeugern keine Luft mehr zum Atmen lassen...
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 26, 2019 21:00

Und noch eine These von ihm(und anderen Denkern), die nicht zu widerlegen ist:

Diejenigen, die das CMA Gesetz gekippt haben,haben der Landwirtschaft einen Bärendienst geleistet. ..
So was bekommen wir nie wieder auf gesetzliche Basis.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 26, 2019 21:12

T5060 hat geschrieben: Man musste da auch nicht viel überlegen, sondern es reichte völlig, wenn man die Gedankengänge von Prof. Tangermann Göttingen 1:1 in die Praxis portierte.


Na, hast du dich mal wieder in Rage geschrieben?
Kennst du Prof. Stefan Tangermann überhaupt? Ich hatte als Landwirtschaftsstudent das Glück, in den frühen 80er Jahren seine Vorleseungen zu hören. Ja, was er schon damals mitteilte, hat vielen Landwirten nicht gefallen und es würde auch heute vielen nicht gefallen. Er hatte es nicht mit der Kombination aus Irrationalität und ldw. Unternehmertum. Damit stand er allerdings nicht allein. Prof. Martin Köhne, du kennst ihn als den Guru der ldw. Taxationslehre, stieß ins gleiche Horn. Ihre Lehre hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Ein Vergleich mit den akademischen Leichtgewichten Spiller und Co., verbietet sich allerdings.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon DWEWT » Sa Okt 26, 2019 21:21

langholzbauer hat geschrieben:
Diejenigen, die das CMA Gesetz gekippt haben,haben der Landwirtschaft einen Bärendienst geleistet. ..
So was bekommen wir nie wieder auf gesetzliche Basis.


Für soetwas braucht man auch keine gesetzliche Basis. Die Einrichtung einer Marketininstitution scheitert allein an der Tatsache, dass sich die Landwirtschaft nicht auf ein Institut einigen kann. Es ist schon ein Armutszeugnis, dass die deutsche Landwirtschaft, in Verbindung mit der nachgelagerten Wirtschaft, kein Marketing für deutsche Lebensmittel auf die Beine stellen kann. Zur CMA muss man sagen, dass ein teurer ineffektiver Laden war. Seine Aktionen gingen leider zu oft an den Wünschen/Vorstellungen der Verbraucher vorbei.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon marius » Sa Okt 26, 2019 21:22

Man sollte das Ganze auch mal realistisch sehen, ohne rosarote Bauernbrille.
Der freie Markt wird sich über kurz oder lang durchsetzten.
Das bedeutet, Stand heute das sichere AUS für mindestens 95 % der landw. Vollerwerbsbetriebe in Deutschland.
Eher mehr.
Denn die Steuergeschenke für konv. Landwirtschaft und Tierhaltung sind nicht mehr lange zu halten, ebenso wie sämtliche Investitionszuschüsse und allerlei andere staatliche Zuschüsse wie f. Agrardiesel oder Sonderregeln bei der Mwst.
Da spielt der Steuerzahler schlicht nicht mehr mit, besonders in mageren Krisenzeiten, die sehr bald anstehen werden.

Und diese ständigen umschichtereien der Gelder von den Großbetrieben weg hin zu den kleinen Familienbetrieben ist doch Blödsinn weil dadurch den maximal 5 % überlebensfähigen Agrarfabriken in D., die den Weltmarkt ohne Steuergelder und ohne Subventionen auf Dauer überleben können, nur unnötig geschwächt werden.

Gut, wenn sich die Politik und der Steuerzahler bereit erklärt z.b. für biologische Stillegungen hohe Gelder zu bezahlen, z.b. zwecks Nitratschutz, ist das in Ordnung. Das läuft dann als Subvention fürs Grundwasser und nicht als Subvention für die Landwirtschaft. Pro Umwelt ist der Steuerzahler evtl in Zukunft bereit Steuergelder abzudrücken.
Aber nicht Steuergelder für konventionelle Landwirtschaft oder gar für umweltschädliche Tierhaltung.
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Re: Land schafft Verbindung

Beitragvon langholzbauer » Sa Okt 26, 2019 21:40

@Dewewt
Klar war der Laden ineffektiv.
Aber eine Modernisierung währe für die gesamte Land- und Nahrungs- Wirtschaft viel besser gewesen als die Abschaffung.
Danach kam nur ein großes Nichts.
Denn, so eine breit aufgestellte und relativ gerechte Finanzierung ist auf freiwilliger Basis nicht machbar.
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