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Landwirtschaft....? Nein, danke!

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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369 Beiträge • Seite 12 von 25 • 1 ... 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15 ... 25

Wie würdet ihr auf den Brief der Bürgerinitiative reagieren?

Ja ankreuzen, Massentierhaltung ist nicht vertretbar
26
20%
Ja ankreuzen, und später anders entscheiden
0
Keine Stimmen
Nein ankreuzen, und gegen den Strom schwimmen
20
16%
Einen gesondert Brief schreiben und die eigene Position im Detail offen legen
55
43%
Gar nicht reagieren.
28
22%
 
Abstimmungen insgesamt : 129

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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Holmer 91 » Mi Feb 01, 2012 19:29

Hallo,

Wikipedia weicht auf den Begriff "Intensivtierhaltung" aus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Massentierhaltung
Die angegebene Definition fand ich aber auch alles andere als passend.

Und noch was, was krad in Facebook kursiert:
Die Schweine-Einzelkäfig-Haltung
Bild
Die Kommentare dazu sind ziemlich von der Bambi-ideologie durchsetzt :evil:

mfg, Holmer
"... Kühe sind schon auch ganz cool, aber Schweine sind halt einfach geil."
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Weinbauer » Mi Feb 01, 2012 19:42

ja, ein schutzgitter, ne art panzer. persönlicher schutz - für jedes schwein einzeln. :)
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon JohnDeere3040 » Mi Feb 01, 2012 19:49

Das ist das Gegenteil zur Massentierhaltung, man kann es endlich abgrenzen, bei industrieller Tierhaltung hat das Tier keinen eigenen Stall mehr :klug: :prost:
ǝɹǝǝp ɐ ǝʞıl sunɹ ƃuıɥʇou
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon forenkobold » Mi Feb 01, 2012 23:01

search.php?keywords=massentierhaltung+wikipedia&terms=all&author=forenkobold&sc=1&sf=all&sr=posts&sk=t&sd=d&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche

:klug: :klug: :klug: :klug: :klug: :klug:
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Weinbauer » Do Feb 02, 2012 0:54

wiki führt zu beginn das hier auf: "Intensivtierhaltung, auch Massentierhaltung oder landlose Tierproduktion, bezeichnet die technisierte Viehhaltung meist nur einer einzigen Tierart in ländlichen Großbetrieben. Das primäre Ziel ist dabei die größtmögliche Erhöhung des erwirtschafteten Ertrages.[1][2]"

http://de.wikipedia.org/wiki/Massentierhaltung

ich würde diese definition vorschlagen, besser so sollte es sein: "haltung einer oder mehrerer über den üblichen haustierbestand hinausgehenden tierart(en) durch entsprechend ausgebildete oder geschulte personen (sachkundenachweis)."
der einfachheit wegen könnten wir sie auch "profis" nennen.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » Do Feb 02, 2012 8:26

Weinbauer hat geschrieben:wiki führt zu beginn das hier auf: "Intensivtierhaltung, auch Massentierhaltung oder landlose Tierproduktion, bezeichnet die technisierte Viehhaltung meist nur einer einzigen Tierart in ländlichen Großbetrieben. Das primäre Ziel ist dabei die größtmögliche Erhöhung des erwirtschafteten Ertrages.[1][2]"

http://de.wikipedia.org/wiki/Massentierhaltung

ich würde diese definition vorschlagen, besser so sollte es sein: "haltung einer oder mehrerer über den üblichen haustierbestand hinausgehenden tierart(en) durch entsprechend ausgebildete oder geschulte personen (sachkundenachweis)."
der einfachheit wegen könnten wir sie auch "profis" nennen.


Damit wirst Du nicht weit kommen, dann musst du nämlich den üblichen Haustierbestand definieren. Bezieht sich der Haustierbestand bzw. Nutztierbestand auf GV, auf Tiere je Art oder wie soll das laufen? Der übliche Schweinebestand ist in Vechta deutlich größer als in München, geht es dann um lokale Einschätzungen, so dass ein Betrieb im Saarland Massentierhalter ist, würde der Betrieb in Cloppenburg stehen wäre er es nicht?
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Tooom » Do Feb 02, 2012 12:20

Wikipedia weicht auf den Begriff "Intensivtierhaltung" aus.
http://de.wikipedia.org/wiki/Massentierhaltung
Die angegebene Definition fand ich aber auch alles andere als passend.

Ich hatte gehofft das einige von selbst drauf kommen, nachdem ich den Anstoß gegeben hatte. Naja... das hat nicht geklappt. :D
Nun, muß ich es eben nochmal erklären. Der Begriff Massentierhaltung läßt sich nicht an einer genauen Stückzahl erläutern. Genausowenig wie sich ein Raser an der genauen Geschwindigkeit einstufen läßt. Oder wie sich ein Alkoholiker oder Komasäufer in eine genaue Trinkmenge einstufen lassen. Z.B. ab : 1,6 Liter täglich... siehe mein letzter Beitrag, da wurde das alles eigentlich schon ausreichen erklärt. :roll:
Also somit gibt es keine genaue Eingrenzung nach Zahlen.
Aber bedeuted dies das es weder Komasäufer noch Alkoholiker gibt ? Nein !!! Diese Probleme gibt es sehr wohl, leider. Auch ohne penible Stückzahl-definition oder Eingrenzung. Und das gleiche trifft auf Massentierhaltung zu.

Nun solltens nach dieser neuerlichen Ausführung endlich die letzten begriffen haben. :prost: :mrgreen:

Wie ich sehe sind wir bei der Abstimmung bei Massentierhaltung schon bei 20% angelangt... in einem Landforum... upps. :shock:
Zuletzt geändert von Tooom am Do Feb 02, 2012 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Weinbauer » Do Feb 02, 2012 12:21

genau deswegen "üblichen". das muss an den betrieben der region gemessen werden. es würde zumindest die 2-4 ziegen, schafe, rinder, schweine oder auch pferde fraktion ausschliessen. welche nur wirklich nicht dazu zählt und in aller regel auch keine sachkunde besitzt.
würde aber auch hunde-, katzenzüchter etc. einbeziehen.
dort würden "üblicherweise" wohl 4 oder mehr hunde schon eine unübliche zahl darstellen ;)

eine ganz konkrete zahl kannst du bei so einer definition nicht erwarten.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Tooom » Do Feb 02, 2012 12:23

Wini hat geschrieben:Nein, wir brauchen Gesetze damit die Agrarindustrie nicht in unsere schönen Dörfer einzieht.

Anlagen dieser Größenordnung sind industrielle Massentierhaltung und haben mit
bäuerlicher Landwirtschaft nix aber auch gar nix mehr zu tun.


Zu diesem Thema hab ich noch einen interessanten Beitrag. Wenn ich mal Zeit habe geh ich näher drauf ein.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Weinbauer » Do Feb 02, 2012 12:25

Cairon hat geschrieben:Damit wirst Du nicht weit kommen, dann musst du nämlich den üblichen Haustierbestand definieren. Bezieht sich der Haustierbestand bzw. Nutztierbestand auf GV, auf Tiere je Art oder wie soll das laufen? Der übliche Schweinebestand ist in Vechta deutlich größer als in München, geht es dann um lokale Einschätzungen, so dass ein Betrieb im Saarland Massentierhalter ist, würde der Betrieb in Cloppenburg stehen wäre er es nicht?


genau, womit meist auch dem element des "empfindens" rechnung getragen wird. wo kleinere bestandsgrössen üblich, wird die bevölkerung, auch schneller von einer "massentierhaltung" sprechen.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Fassi » Do Feb 02, 2012 12:29

Wie ich sehe sind wir bei der Abstimmung bei Massentierhaltung schon bei 20% angelangt... in einem Landforum... upps.


Und wieviele davon sind Deine Mehrfachaccounts?

BTW: Die Alkoholikerdefinition kommt ohne Mengenangeben aus? Aber von Tier fehlt da immer noch eine analoge Definition, das geht auch ganz ohne Tierzahlen, aber halt mit anderen Indikatoren. Zähl da doch mal auf. Oder geht das etwa nicht, weil uns der geistige Horizont dafür fehlt. Oder Dir auch nur ansatzweise Fachwissen, um sowas zu finden. Sagt einem ja schließlich weder das Fernsehn noch PETA.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Jochens Bruder » Do Feb 02, 2012 13:41

Es ist sicherlich schwierig bis unmöglich den Begriff Massentierhaltung objektiv zu definieren. Mir sind da aber zumindest 2 Anhaltspunkte in den Sinn gekommen:

1. Ab einer bestimmten Bestandsgröße ist es nicht mehr technisch oder finanziell möglich, einzelne erkrankte Tiere zu identifizieren und individuell mit Medikamente zu behandeln. Da bekommt dann der gesamte Bestand vorsorglich die Behandlung.

2. Eine weitere Definition könnte in der dem Betrieb gehörenden Ackerfläche liegen. Wenn diese potentiell nicht ausreicht um die gesamten Futterpflanzen anzubauen und die Gülle zu verwerten. Wie gesagt potenziell, denn nicht auf jedem Standort kann jede Futterpflanze gedeihen. Da müsste man mit Durchschnittswerten operieren.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Tooom » Do Feb 02, 2012 14:15

Jochens Bruder hat geschrieben:1. Ab einer bestimmten Bestandsgröße ist es nicht mehr technisch oder finanziell möglich, einzelne erkrankte Tiere zu identifizieren und individuell mit Medikamente zu behandeln. Da bekommt dann der gesamte Bestand vorsorglich die Behandlung.


Genau das ging doch neulich durch die Medien. Das in großen Hähnchenmastbetrieben, jedes Tier in seinen 30 Lebenstagen mehrere Antibiotika bei ersten Verdachtsfällen über die Nahrung erhalten.
Wie du richtig schreibst ist bei diesen großen Tieransammlungen keine individuelle Behandlung oder Kontrolle möglich. Die Regierung hat angekündigt zu handeln.
Zuletzt geändert von Tooom am Do Feb 02, 2012 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Nordhesse » Do Feb 02, 2012 14:16

Bei einzeln erkrankten Tieren wird es schon ab 100 st. schwierig zu behandeln- erkennen ist nicht das Problem.

Flächengebundene Tierhaltung ist sicherlich ersterbenswert, aber auch da gibt es Grenzfälle: z.B. Gülleabgabe an BGA

Genauso lässt Tierschutz sich nicht an Größe festmachen oder durch Gesetze verordnen. Tierschutz liegt im Auge des Betrachters
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Re: Landwirtschaft....? Nein, danke!

Beitragvon Cairon » Do Feb 02, 2012 14:34

Weinbauer hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Damit wirst Du nicht weit kommen, dann musst du nämlich den üblichen Haustierbestand definieren. Bezieht sich der Haustierbestand bzw. Nutztierbestand auf GV, auf Tiere je Art oder wie soll das laufen? Der übliche Schweinebestand ist in Vechta deutlich größer als in München, geht es dann um lokale Einschätzungen, so dass ein Betrieb im Saarland Massentierhalter ist, würde der Betrieb in Cloppenburg stehen wäre er es nicht?


genau, womit meist auch dem element des "empfindens" rechnung getragen wird. wo kleinere bestandsgrössen üblich, wird die bevölkerung, auch schneller von einer "massentierhaltung" sprechen.


Und was ist dann mit dem Gleichbehandlungsgrundsatz? Dann gelten für Betriebe in klein strukturierten gebieten andere Auflagen wie für Betriebe in deren Nachbarschaft die Betriebe größer sind, da möchte ich mal sehen wie lange soetwas vor Gericht stand hält.
Jochens Bruder hat geschrieben:Es ist sicherlich schwierig bis unmöglich den Begriff Massentierhaltung objektiv zu definieren. Mir sind da aber zumindest 2 Anhaltspunkte in den Sinn gekommen:

1. Ab einer bestimmten Bestandsgröße ist es nicht mehr technisch oder finanziell möglich, einzelne erkrankte Tiere zu identifizieren und individuell mit Medikamente zu behandeln. Da bekommt dann der gesamte Bestand vorsorglich die Behandlung.

2. Eine weitere Definition könnte in der dem Betrieb gehörenden Ackerfläche liegen. Wenn diese potentiell nicht ausreicht um die gesamten Futterpflanzen anzubauen und die Gülle zu verwerten. Wie gesagt potenziell, denn nicht auf jedem Standort kann jede Futterpflanze gedeihen. Da müsste man mit Durchschnittswerten operieren.


Bei Geflügel mag es so sein, aber bei Schweinen ist eine individuelle Kontrolle großer Bestände doch gar kein Problem. Flüssigfütterung mit Quertrog und beim Füttern durchgehen, da sieht man am Fressverhalten der Tiere wie es ihnen geht. Wenn ein Schwein nicht entsprechend mit am Trog steht oder gleich wieder zurück weicht bekommt es einen Farbstrich und man kehrt zurück und behandelt es bzw. ruft den Tierarzt. Sehr große Einheiten haben sogar meist eigene Tierärzte. Je nach dem wie groß die Anlage ist teile ich sie zwischen mehreren Arbeitskräften auf und schon habe ich genug Tierbeobachtung. bei Sauen und Ferkel mag es etwas schlechter sein, aber wenn ich Arbeitsorganisation stimmt kann ich auch hier gute Arbeit leisten. Die Grenzen einer Arbeitskraft sind fest, aber wer sagt, dass ich nicht mehr Arbeitskräfte einsetzen kann?

Wenn Du die Fläche nicht nachweisen kannst, kommst Du automatisch in den Bereich der gewerblichen Tierhaltung und wenn man die Möglichkeit hat Fläche über Verträge nachzuweisen, wo ist dann das Problem. Soll nur soviel Fläche da sein, dass der Betrieb seine Tiere versorgen könnte oder muss er es wirklich tun zu mindest teilweise wenn mit entsprechenden Früchten machbar sind? Da ist doch nichts wirklich greifbar und wenn man gegen etwas ist, dann sollte man zumindest wissen was man eigentlich genau meint.
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