Cairon hat geschrieben:@Tooom
Nur um dich mal eben zu widerlegen, Du hälst es also für ein Märchen, dass durch die Ausgleichszahlungen die Lebensmittelpreise niedrig gehalten werden. Ich sehe das ganz anders.
Im letzten Wirtschaftsjahr machten die Ausgleichszahlungen 42% des Gewinnes eines durchschnittlichen landwirtschaftlichen Betriebes in der BRD aus. Je nach Ausrichtung des Betriebes lag der Anteil zwischen 19 und 94 %. Ohne diese Ausgleichszahlungen wären viele Betriebe nicht in der Lage zu überleben. Erst diese Zahlungen versetzen den Lebensmittelhandel in die Lage den entsprechenden Preisdruck auf die Erzeuger auszuüben. Müssten die Betriebe alleine von den Einnahmen aus ihren Produkten leben, wären sie nicht in der Lage mit den aktuellen Preisen zu überleben. Die Betriebe müssten als höhere Preise erzielen oder die Türen zu machen und aufgeben. Die Anzahl der Anbieter würde dadurch unweigerlich sinken und der Strukturwandel für sich extrem beschleunigen. Durch die Konzentration auf der Anbieterseite könnten diese neuen Großbetriebe gegenüber Metro, Aldi, Lidl, Edeka und Co. ganz anders auftreten. Das hätte ganz automatisch einen Anstieg der Lebensmittelpreise zur folge. Standorte mit schlechten Voraussetzungen würden mit großer Wahrscheinlichkeit brach liegen. Es würden ja nicht nur die Prämien für die Lebensmittelproduktion weniger erbringen, sondern auch die Flächen für Biogas usw. könnten keine Zahlungsansprüche mehr generieren, so dass auch in diesem Bereich ein massiver Einbruch zu erwarten wäre.
Nun zu Deiner Spedition, stellen wir uns mal vor, wir würden deinem Spediteur Zahlungsansprüche gewähren, ähnlich denen in der Landwirtschaft. Die Ansprüche würden eben nicht pro Fläche sonder pro LKW ausgezahlt. Dadurch würde sich die Einnahmen aus dem eigentlichen Transportgeschäft deutlich verringern, weil der Konkurrent ja durch die staatlichen Zuwendungen den Preis für den Transport senken könnte ohne dadurch in eine finanzielle prekäre Situation zu kommen. Es würde sich eine Konkurrenz-Spirale ergeben, bis die erzielbaren Margen ähnlich hoch wären wie jetzt, nur eben auf einem tieferen Niveau. Jetzt holt sich der Staat das Geld für die Ausgleichszahlungen bei den Kunden der Speditionen über Steuern wieder und lässt die Spediteure ihre Zahlungsansprüche nur aktivieren, wenn sie bestimmte Auflagen einhalten. Die LKWs müssen alle eine permanente GPS-Erfassungen haben und müssen besonders Geschütze Wohnbereiche meiden, die LKWs müssen besonders umweltfreundlichen Kraftstoff tanken und werden im Co² Ausstoß begrenzt, die Ladungssicherung wird über den gesetzlichen Rahmen hinaus verschärft, das zulässige Gesamtgewicht wird zur Entlastung der Fahrbahnen auf 38 t begrenzt. und was kann man sich da nicht alles schönes Ausdenken. Die Spediteure sind nicht verpflichte diese Auflagen einzuhalten, aber wenn sie es nicht tun gibt es eben auch keine Ausgleichszahlung, so dass bei ihnen über kurz oder lang das Licht aus geht. Natürlich wird die Einhaltung der Auflagen durch staatliche Stellen überwacht und wehe die erwischen einen überladenen LKW, dann gibt es massive Prämienabzüge. Wenn Du Dir dieses System für die Speditionen wünscht, bin ich gerne bereit dich bei einer politischen Kampagne für die Einführung zu unterstützen. Ich denke aber nicht, dass Du Dir damit wirklich Freunde bei den Spediteuren machen würdest. Aber vom Konzept her sieht so der Alltag eines Landwirts aus und nun wieder lege mir dass bitte mal im Detail.
Das hab ich doch schon widerlegt oder genauer gesagt aus meiner Sicht erklärt. Ich müßte mich wiederholen und wie ich eben gelesen habe wird man mit einer anderen Meinung sowieso gesperrt oder wie sieht das hier Konkret aus ?


sag ich da nur.