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Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Oberpfälzer » So Dez 04, 2011 11:32

SHierling hat geschrieben:Und was den Ärger mit den Eltern angeht - ich will hier nicht Tyr und Too(r)rm einreißen: aber gesetzt den Fall, ich könnte meine Eltern gegen Hof-Vererber-Eltern tauschen ... ööhm :oops: ... ist ja tatsächlich nicht so, daß man anderswo so gar keinen Ärger hat. Man kann allerdings weiter weg ziehen, das ist wohl wahr, aber das Thema hatten wir hier ja nun auch schon.


Eltern kann man sich nicht aussuchen, nur die Schwiegereltern...

Außerdem was bringts dir, wenn deine Eltern vermögend sind, aber dafür charakterlich schwach (oder debil und vererben es an dich...).
Man muss sich als Kind daheim wohlfühlen und geliebt und dann muss man noch eine gute Erziehung kriegen. Das ist das Einzige, was zählt. Glück kann man nicht kaufen.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » So Dez 04, 2011 11:35

Oberpfälzer hat geschrieben:Eltern kann man sich nicht aussuchen, nur die Schwiegereltern...

Darauf hab ich dann ja auch wohlweislich verzichtet ;-)

Außerdem was bringts dir, wenn deine Eltern vermögend sind, aber dafür charakterlich schwach (oder debil und vererben es an dich...).
Man muss sich als Kind daheim wohlfühlen und geliebt und dann muss man noch eine gute Erziehung kriegen. Das ist das Einzige, was zählt. Glück kann man nicht kaufen.

Man kann sich aber auch sagen, wenn man EH SCHON nicht gemocht wird, dann schadet ein bißchen Hoffläche als Trost auch nicht gerade ;-)
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Oberpfälzer » So Dez 04, 2011 11:40

SHierling hat geschrieben:Man kann sich aber auch sagen, wenn man EH SCHON nicht gemocht wird, dann schadet ein bißchen Hoffläche als Trost auch nicht gerade ;-)


Menschen mit verpfuschter Kindheit haben aber (glaube ich) leider an den wenigsten Dingen echte Freude.
Grundsätzlich ist es aber natürlich nicht schlecht, wenn man von daheim ein bisserl was mitkriegt. Da geb ich dir recht.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » So Dez 04, 2011 11:57

Oberpfälzer hat geschrieben:Grundsätzlich ist es aber natürlich nicht schlecht, wenn man von daheim ein bisserl was mitkriegt. Da geb ich dir recht.


Mehr wollte ich damit auch nicht sagen. Übrigens sind die wenigsten Menschen, die etwas zu vererben haben, "debil" .
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Dokumentation eines Forentodes

Beitragvon forenkobold » So Dez 04, 2011 12:14

Bitte speichert diesen Beitrag ab..
er wird vermutlich gelöscht.

Cairon hat hier einen thread gestartet. "Landwirtschaft.. warum tun wir uns das an".
Er hat darin eindrucksvoll Probleme und Gedanken beschrieben, die uns alle umtreiben. Über Gängeleien, Vorurteile, Generationsprobleme, Anfeindungen, entstehende Depressionen, unglückliches Dasein. Und es fand über 11 Seiten ein konstruktiver Austausch statt. Abgesehen von tyrs eigenen etwas verschrobenen Ansichten und ein paar Seitenhieben auf sehr hohem Niveau. Jedem war anhand der Überschrift klar, dass dies als thread für Landirte gedacht war.
"Warum tun WIR uns das an".
Außerlandwirtschaftliche Leuet mit Charakter halten sich da raus.
Nicht aber so der tooom. Bekannt als Herbert, bekannt als Arwin, bekannt als Sören.
Schon seit Monaten/Jahren bewirft er uns mit denselben Vorwürfen. Unter jedem Nick bekam er ausführliche Stellungsnahmen zu seinen Subventionsvorwürfen, zu seinen Speditionsvergleichen.
Und er weiß genau, dass wir quasi zu diesen Stellungsnahmen genötigt sind. Um vor neuen Lesern nicht so dazusethen, als ob wir nichts dagen zu sagen hätten.
Da er die Antworten schon zigmal bekam, geht es ihm nicht um die Antworten, sondern darum., uns die Zeit zu stehlen, sich über uns lustig machen zu können.
Und vor Allem darum, uns zu demütigen, zu verhöhnen, zu bashen, zu verspotten.
Da kam Cairons therad wie gerufen.
Auf Seite 11 stieg er in gewohnetr Charakterlosigkeit und Niedertracht mit folgenden Zeilen ein:

Ist das nicht jammern auf höchstem Niveau ?
Zuerst habt ihr als Landwirt von euren Eltern euren Hof und Landbesitz sowie Inventar vererbt, also geschenkt bekommen was einen nicht unerheblichen Wert darstellt der irgendwann teuer versilbert werden kann. Dazu bekommt ihr jährlich eine nicht unerhebliche Summe vom Steuerzahler als Subventionen geschenkt und aufs Konto überwiesen.
Es gibt Landwirte die jährlich 50 000 Euro auf diese Weise einnehmen also wesentlich mehr als eine Familie das ganze Jahr über verdient wo Mann und Frau täglich arbeiten gehen.
Da haben 99% aller Bürger bestimmt mehr Gründe um zu jammern.


Das sind genau DIE Worte, die Landwirte am Rand der Depression brauchen, um vollends in sie zu stürzen.
UNd einzig das war Sinn und Zweck dieses Beitrags. Er hat ein Wunde erkant und wühlt geil sabberbd drin rum.

Beschrieben hab ich dies mit folgenen Beiträgen:

forenkobold hat geschrieben:LOL..
ein Mod eines Fachforums, in dem die Fachuser dem wiederholten Bashing eines Mehrfachnicktrolls ausgesetzt sind, spricht von Niveau.
Ein Forum. in dem Beiträge gelöscht werden, in denen man die Machenschaften dieser Subjekte als DAS bezecichnetm was sie sind:
Perfide, niederträchtig, charakterlos.
Únd die Beiträge von tooom bleiben stehen.
WAS an diesem Beitrag hat die Löschung gerechtfertigt?

Dieser Mensch ist mit Mehrfachnick hier
Setzt die gleiche Scheiße schon mit mindestens dem 4. Nick ins Forum
Nötigt uns zu antworten, obwohl er die Antworten schon unter seinen anderen Nicks bekommen hatte.
Macht sich über uns lustig, weil er uns die Zeit stielt.
Perfide, niederträchtig, charakterlos
DAS sind keine Beleidigungen
Das ist Tatsache.
Und MEINE Beiträge werden gelöscht.
Nur weil ich dieses Subjekt so bezeichne, wie es ihm gebührt.
Rumpl.. bist Du überfordert oder was ist los?


Das Wort "Scheiße"?

Dann geh mal hin und lösch 2234 Beiträge

search.php?keywords=schei%C3%9Fe&terms=all&author=&sc=1&sf=all&sr=posts&sk=t&sd=d&st=0&ch=300&t=0&submit=Suche


DAS wurde selbstverständlich gelöscht. Und per PN wurde ich von einem Mod aufgefordert, meine Beleidigungen zu unterlassen. Ich sehe hier keine Beleidigung.

Wahrscheinlich wird auch dieser Beitrag gelöscht und ich gesperrt.
Ich hoffe, dass ihn noch viele lesen können.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Dokumentation eines Forentodes

Beitragvon forenkobold » So Dez 04, 2011 13:04

Mittlerweile wurde mir die Löschung begründet:

Der ganze Beitrag ist ein Grund! Perfide,niederträchtig und charakterlos sind im Rest der Republik keine netten Worte..mag sein dass das in Bawü anders ist! Mal ganz davon ab dass Du dich im Forum lächerlich machst! Ist mir jetzt aber auch egal..


Also immer nett sein.. egal zu wem. Wenn Euch einer in netten zynischen gewählten Worten verhöhnt.. dann antwortet ihm in netten Worten. Zeigt Demut und kuscht.
Dann habt Ihr hier Bestand.

Ich hab die Beiträge mal zusammengeführt, weil es hier besser reinpasst, es geht ja auch um das Thema.

Pacini
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Cairon » So Dez 04, 2011 13:07

Das Arbeiten an der frischen Luft hat aber auch seine Vor- und Nachteile, bei entsprechendem Wetter passt es, aber stell Dich mal bei 0°C und Niesel neben einen Drainagespühler oder ziehe mit dem Spaten über Land und zieh Ablaufrinnen. Aber im größten Teil ist es positiv zu sehen, gebe ich zu.
Beim Traktorfahrer kommt es ganz auf die Prägung des Betriebsleiters an, ich mache das ganz gern. Wenn ich auf dem Acker in Ruhe meine Runden drehen kann, dass ist eigentlich schon fast Entspannungstherapie. Man kommt zur Ruhe und kann nachdenken, gerade wenn man einen langen schlag hat und pflügt. Andere Bauern, wie z.B. mein Cousin, leben für ihr Vieh. Ihm ist es schon zu viel wenn er mit dem Schlepper den Hof fegen muss, er hat fasst alle Arbeiten auf dem Feld an Lohnunternehmer abgegeben und konzentriert sich voll auf seine Milchviehherde.

Was das Geld der Eltern angeht, so kenne ich Betriebsnachfolger die ihre Erbe ausgeschlagen haben. Die Generationskonflikte sind absolut nicht zu unterschätzen. Es ging dabei nicht um kleine Klitschen, sondern um schon recht ansehnliche Höfe. Die Jungens haben in den meisten Fällen Landwirtschaft gelernt, Fachschule gemacht und dann ein paar Jahre zusammen mit ihrem Vater auf dem Hof gearbeitet. Irgendwann kam dann der Punkt an dem sie es einfach nicht mehr ausgehalten haben. Einer ist mit seiner Frau vom Hof gezogen und hat sich einen Job bei der Kammer gesucht, ein anderer ist ausgewandert. Die alten Herren standen dann plötzlich allein mit den Höfen da und schauten in die Röhre. Da waren die Konflikte aber wohl auch so schwer, dass bis heute kein Gespräch möglich ist. Mit dem der jetzt bei der Kammer ist habe ich vor einiger Zeit gesprochen, er meinte es wäre die beste Entscheidung seines Lebens gewesen. Er wohnt weit weg vom Hof, kann tun und lassen was er will (natürlich in Rücksprache mit seiner Frau), hat geregelte Arbeitszeiten, niemand kritisiert den ganzen Tag seine Entscheidungen usw. Er mit dem Weggehen wäre ihm eine enorme Last von den Schulter genommen worden und er wäre jetzt seit vielen Jahren endlich wieder wirklich zufrieden mit seinem Leben, auch wenn die Umstellen ein großer Schritt gewesen wäre. Oftmals sind es ja auch nicht nur die Konflikte zwischen Vater und Sohn, sondern auch zwischen Mutter und Schwiegertochter, darüber haben wir hier im Forum ja auch schon einiges lesen können. Und soweit ich es hier vor Ort beurteilen kann, hocken die Generationen in keiner anderen Branche so dicht aufeinander wie in der Landwirtschaft, in anderen Gegenden mag es anders sein, hier ist es so.

Wenn man eine gute Ernte einbringt und sich die Lager langsam füllen ist das ein sehr schönes Gefühl. Es ist zwar die Zeit in der am meisten Arbeit anliegt, aber wenn man sich dann am Ende umschaut und man nirgendwo auch nur einen weitere Zentner Weizen lassen kann, die Qualitäten stimmen und alles ohne größere Probleme abgegangen ist, dann ist das wirklich toll.
Auf der anderen Seite gibt es dann aber eben auch Jahre wie diese, erst vertrocknet alles und dann säuft alles ab. Die Scheunen knapp halb voll und die Kartoffeln haben Probleme mit der Haltbarkeit. In solchen Jahren kann das Fell gar nicht dick genug sein, wenn man Wochen lang vor seinem Mähdrescher sitzt und nicht los kann wegen der Witterung.

Ich denke das Problem liegt auch nicht in der Arbeit an sich, die Arbeit auf dem Hof selber macht Spaß ob auf dem Acker, mit dem Vieh an den Maschinen usw. Es sind vielseitige Tätigkeiten: Bauen, Schrauben, Füttern, Ackern, Ernten, Vermarkten usw. Ich denke das ist ein Punkt dem einen kaum ein anderer Job in diesem Maße bieten kann.
Die Unzufriedenheit kommt eher aus dem Umfeld der Landwirtschaft, nicht aus der Arbeit selbst. Die Sache mit den Altenteilern ist erschöpfend besprochen, aber eben die Darstellung in den Medien und die Verleumdungen die regelmäßig kursieren gehen doch nicht spurlos vorbei. Hier im Forum kann man es doch sehr gut nachvollziehen, wenn man sich die Reden Freischütz, Anita und den vielen anderen Nicks hier mal durchliest. In der Quintessenz sind wir für viele doch nur Geld geile, rücksichtslos Tierquäler und Umweltzerstörer die auch noch unrechtmäßig vom Staat gefördert werden. Und wenn dann ein Skandal kommt leiden die Bauern, nicht die Verursacher. Beim Dioxin haben die Schweinehalter die Zeche gezahlt, die Verursacher in in Konkurs gegangen und gut war die Sache. Die Fleischindustrie hat Millionen verdient und sich noch mit ihrer Einlagerungspolitik als Retter der Bauern verkauft. Man selber müht sich nach besten Wissen und Gewissen unter Beachtung aller Vorschriften Lebensmittel zu produzieren und ständig taucht irgendwo wieder jemand auf und trötet durch die Medien. Die Lebensmittel heute sind so gut wie nie und trotzdem wird es von keinem honoriert. Es ist einfach ganz selbstverständlich, dass immer genug Lebensmittel in Topqualität da ist und wenn es sich mal etwas ändert oder etwas teurer wird liegt es nur an den monitärfixierten Bauern. Gerade auch die Sache mit den armen Pferdeleuten die sich kein Stroh mehr leisten können, warum sind die schlechter dran wie die Rinderhalter die Stroh kaufen müssen? Dieses ganze Bambisyndrom, dass immer mehr um sich greift und die Bauern als Tierquäler hinstellt geht mir gegen den Strich. Die Leute sind Kilometerweit von der Landwirtschaft entfernt, aber jeder hat eine Meinung dazu, zusammen gewürfelt aus medialer Dauerberieselung, Halbwahrheiten und Ahnungen. Auch bei den Biogasanlagen, das war politisch doch so gewollt, trotzdem ist jetzt im Auge der Bevölkerung wieder alles Falsch: Vermaisung, Strom zu teuer, Verlust an Arten usw. und schuld ist nicht die Politik, es war ja wieder der geldgeile Bauer der nur Subventionen kassieren will. So, in etwa schlägt es uns doch fast täglichen aus den Medien entgegen. Hat jemand schon mal eine solche Kompanie gegen Zimmerleute, Uhrmacher oder andere Handwerker erlebt? Mag sein, dass das Medieninteresse und die Anzahl der Skandale der Wichtigkeit der Landwirtschaft geschuldet ist, aber am Ende leidet wirder der ganze Berufsstand und nicht die verantwortlichen. Und dann noch die BIO-Schiene. es wird so getan als wäre es etwas besseres als die herkömmliche Landwirtschaftlich, sicherlich hat Bio seine Berechtigung, aber wirklich besser oder sicherer als konventionelle Produktion ist es auch nicht.

Auf der anderen Seite schaut man sich die Entwicklung der Pachtpreise an. Die Kirche im Nachbarort hat vor kurzem ihr gesamtes Ackerland ausgeschrieben und meistbietend verpachtet. Die bisherigen Pächter kamen nicht zum Zug und werden wohl zu großen Teil aus der Kirche austreten. Den Namen habe ich noch nicht, aber das gesamte Ackerland (25 Punkte Sanboden) ist für 560 € pro Hektar verpachtet worden und dass auf 12 Jahre. Wenn ich mein Land zu diesem Kurz verpachten würde, käme ich damit fast an den Betriebsgewinn ran, ich weiß nicht ob der Pächter sich mit solchen kosten langfristig halten kann und wie er mit dem Land umgehen wird, aber das Geld hat man erst mal. Wenn man sich dann noch einen Job sucht, wie z.B. mein Bekannter bei der Kammer und möglicherweise noch seine Ställe verpachtet, dann steht man am Ende finanzielle besser da, wie bei der Eigenbewirtschaftung. Ob dieser Trend langfristig ist kann ich nicht sagen, aber allein aus finanzieller Sicht müsste man den Betrieb abgeben und das Geld einstecken. Das wäre dann das endgültige aus und man wäre der letzte einer langen reihe auf dem Hof. Ist eine schwere Entscheidung und jeder muss diese Entscheidung für sich selber treffen, vorerst werde ich erst mal weiter wirtschaften aber wer kann sagen was in ein paar Jahren ist.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon julius » So Dez 04, 2011 17:20

automatix hat geschrieben:
julius hat geschrieben:
explicit hat geschrieben: Ich verstehe irgendwie nicht so ganz dass hier so auf Toom losgegangen wird, so ganz aus der Luft gegriffen sind seine Beispiele ja auch nicht.


Ich versteh das auch nicht. Gerade Tooms Aussage mit den sinkenden Erzeugerpreisen bei Überschußproduktion trifft das Kernproblem mitten ins Schwarze. Was dann die letzten 30 Jahre viele Landwirte zur Aufgabe gezwungen hat.


nö, im Prinzip ist das Kernproblem die ständige Einmischung der Politik in die Landwirtschaft - erst hies es, produzieren was geht, je mehr um so besser - dann hies es plötzlich, o Gott, wir haben Milchseen und Butterberge, weniger machen muß man (was zum Paradoxum führte, daß sie Politik einerseits den Ausstieg aus der Produktion förderte wie auch die Erweiterung der selben), dann hies es, 10 % muß man Stilllegen, kaum stiegen die Preise ein wenig, och Gott, Stilllegen brauchts nicht mehr usw.

zudem denke ich, daß das Problem der Überschussproduktion mittlerweile ziemlich erledigt ist, da man das Zeug ja heute dank der 'Weltmarktpreise' gut da dumpen kann, wo die eben noch keine Weltmarktpreise haben.....


Das kommt darauf an wie man das sieht. Wenn ich lese das 1/3 an produzierten Lebensmittel im Abfall landet kann nicht zuwenig vorhanden sein. Nach dem Krieg war das verständlich das gesagt wurde produziert was geht. Später wurde es dann zuviel und die Preise litten darunter. Daraufhin wurden Quoten eingeführt wie bei der Milch oder Zuckerrüben. Nur nützte dieses Instrument nur bedingt da bei Milch leider sehr einfach überliefert werden konnte.
Als vor 2 Jahren der Milchpreis auf 20 Cent sank war wieder mal entsprechend der nachgefragten Menge zuviel am Markt. In diesen Fällen muß der Preis gesenkt werden um die Menge vorübergehend zurückzudrängen. Es gibt ein mir bekanntes Beispiel der gerade kurz vor dieser Zeit sehr hoch und knapp investiert hatte. Mit dann noch steigenden Pachtpreisen war der dann Insolvent bevor die Preise wieder anzogen.
Meiner Meinung sieht das Toom mit dem zuviel produziertem nicht so verkehrt. Ich selber würde freiwillig bei höheren Erzeugerpreisen auf diese Subventionen und Anträge verzichten. Denn was nützen Subventionen wenn der Getreidepreis aufgrund Überproduktion auf 11 Euro/dt fällt ? Seit Februar kennt der Getreidepreis nur eine Richtung nämlich nach unten mit ungefähr -40%. Warum ? Weil im Februar Getreide sehr knapp war und jetzt viel zuviel da liegt. Das ist der einzige Grund.
Tom wegen seiner Beiträge deshalb als Depp, Scheiß und A.... zu bezeichnen oder sein Profil zu löschen ist schon merkwürdig aber bezeichnend für dieses Forum.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Djup-i-sverige » So Dez 04, 2011 17:30

Wenn ich lese das 1/3 an produzierten Lebensmittel im Abfall landet kann nicht zuwenig vorhanden sein.

Und wieviel davon sind abgelaufen (weil sie Verbraucher eben nicht gekauft haben,weil die grade etwas anderes wollten?)?
Und wieviel davon sind Essensreste von Restaurant´s?Würdest du das essen?
Also Essenreste anderer Menschen, und schimmelige und verdorbene Lebensmittel?Weil dann könntest du die 1/3 durchaus verringern...
Lieber ist immer zuviel da, als mal ne Woche viel zu wenig...
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Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon julius » So Dez 04, 2011 17:35

ihc833 hat geschrieben:Das zeug ist zu billig, sonst würde man sparsamer mit umgehen.

ja sicher. das meine ich doch.
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Schrat » Mo Dez 05, 2011 8:26

Ich glaube Bauer das wäre nichts für mich. Ist es wahr, dass man da jeden Tag schon vor 8 Uhr aufstehen muss? :?
Ich bin Atheist. Gott sei Dank!
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Cairon » Mo Dez 05, 2011 9:00

Schrat hat geschrieben:Ich glaube Bauer das wäre nichts für mich. Ist es wahr, dass man da jeden Tag schon vor 8 Uhr aufstehen muss? :?


Muss man nicht, machen aber die meisten in dieser Branche um ihre Arbeit zu schaffen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Cairon » Mo Dez 05, 2011 11:46

tyr hat geschrieben:Natürlich kann zuviel produziert werden, warum nicht? Zuviel ist immer dann, wenn das Angebot höher ist als die Nachfrage. Und zurzeit haben wir auf den Agrarmärkten ein signifikanten Angebotsüberschuss.
Normalerweise würde entweder der preis soweit sinken, das die Nachfrageden sich das Angebot leisten können, oder es gibt einfach keine ausreichende Nachfrage, dann wird sich die produktionsmenge automatisch anpassen. Das sind Grundsätzliche Regeln eines FREIEN Marktes.
Nur haben wir keinen freien Markt, nirgends.
Und deswegen hungern Menschen trotz Überangebot.


Dann zeige doch bitte mal auf in welchen Bereichen wir deutliche Übermengen am Weltmarkt haben und in welchen Bereichen die Produktion die nachfrage massiv übersteigt. Außerdem haben wir keine freie Marktwirtschaft in der BRD sondern eine soziale Marktwirtschaft, was einen deutlichen Unterschied macht. Eine frei Marktwirtschaft wie in den USA ist bei uns politisch nicht gewollt.
Zuletzt geändert von Cairon am Mo Dez 05, 2011 13:03, insgesamt 1-mal geändert.
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