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Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 05, 2011 12:23

tyr, warum googelst Du nicht einfach mal "unelastische Güter" ?

Deine "Marktwirtschaft" funktioniert bei Industriegütern, aber nicht bei Lebensmitteln. Da kann der Preis noch so niedrig sein, es wird nicht mehr Nachgefragt, denn satt ist nun mal satt, und der Preis kann noch so hoch sein, es kann nie mehr angeboten werden als wachsen kann. Und damit findet das, was Du "Markt" nennst, ausschließlich da statt, wo man national wie international über Konkurrenz und Skaleneffekte den Nachbarn aus dem Geschäft boxt, bzw da, wo nährstoffgleiche Importe aus Gegenden mit zwei Ernten im Jahr oder mit anderen Nutzpflanzen diejenigen verdrängen, die regional nur teurer produziert werden können. Und das einzige, was dabei herauskommt, ist genau das, was wir zunehmend haben: einen Weltmarkt, der zunehmend von Oligopolen kontrolliert wird, und immer größerer Hunger.
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 05, 2011 14:10

Du hast Gemüse vergessen, unter 40%, und über alle Lebensmittel macht das keine 100% aus.
Und wie Du siehst, ist da NICHTS, aber auch GAR NICHTS dabei, was im Fall von auch nur einer einzigen schlechten Ernte oder einer einzigen Tierseuche länger als 3 Monate reichen würde. Und was machst Du dann?

Weißt Du, wie Du mir vorkommst? Wie diese DDR-Verbohrten, die ihren eigenen Staat nicht leiden konnten, und jeden Bericht über "den Westen" als Propaganda abgetan haben, und dadurch "übersehen" die heute noch, daß auch die Marktwirtschaft nicht die Rettung der Welt ist, und sind genau so blind wie vorher, nur mit umgekehrtem Vorzeichen.

Hast Du mal "Kapitalismus, eine Liebeserklärung" gesehen?
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 05, 2011 15:09

Warum sollte das nicht funktionieren? Richtig, satt ist satt, also gibt es ab einem bestimmten Zeitpunkt keine Nachfrage mehr, also muß ich das Angebot anpassen.

Das ist nett, aber nur die EINE Seite der Medaille, nämlich die, die schon lange vorbei ist.

Und was tut Dein System im umgekehrten Fall? Wenn das Angebot mangels Masse gar nicht mehr zur Nachfrage passen KANN, weil wir nun mal nur eine Erde haben?
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon frank1973 » Mo Dez 05, 2011 15:32

Mit deiner Erlaubnis Cairon würde ich deinen Thread gerne etwas erweitern.Arbeiten,warum tun wir uns das an? Grund hierfür ist folgender:Hab gestern einen ehemaligen Fahrerkollegen aus der Firma getroffen bei der ich als Aushilfe gefahren bin.Er war mit Leib und Seele Kraftfahrer im Fernverkehr.Er sagt es macht ihm mittlerweile keinen Spass mehr mit dem LKW unterwegs zu sein.Die Gründe dafür sind vielfältig.Es geht über den steigenden Kostendruck,zunehmender PKW-Verkehr bei dem sehr viele Fahrer keine Rücksicht nehmen bzw. keine Zeit haben bis hin zu Kontrollen von Ordnungshütern die nicht immer im Bilde sind und den verschärften Vorschriften was Lenk und Ruhezeiten betrifft.Könnte der Grund für die Unlust ein ganz einfacher sein? Unser Umfeld verdirbt uns sei es durch mangelde Kenntnis von Materien,zuviel Zeit sich Unsinn auszudenken,suchen nach einer daseinsbrechtigung,Profitgier usw. die Lust am arbeiten? Wenn ich im Berufsleben ein paar Jahre zurückschaue denke ich wie haben sich die Zeiten geändert,eher zu Negativen hin.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon estrell » Mo Dez 05, 2011 15:36

schimmel hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Und was tut Dein System im umgekehrten Fall? Wenn das Angebot mangels Masse gar nicht mehr zur Nachfrage passen KANN, weil wir nun mal nur eine Erde haben?


Dann wird abgezählt: Ene mene Muh und raus bist du.....; wer etwas bekommt bestimmt dann die Gesinnung oder das Parteibuch, oder der Stärkste, oder der Freiwirtschaftler.... n8


Wo ist das Problem? DAS war doch schon immer so!
Wer erwartet denn, das bei ständig steigender Weltbevölkerung UND dem Wunsch nach andauerndem Naturschutz und Umweltschutz UND dem Streben jedes Menschen nach möglichst viel Futter und Nachkommen bei möglichst wenig Anstrengung (Grundeinkommen für alle) das auch in der Zukunft jederzeit noch passt? Jetzt haben wir grad 7 Milliarden Menschen, bald sind es 10 Milliarden, soll das so weitergehen? Auch später bei 25 Milliarden?

Aber bitte - versucht das doch weiter zu erklären, versucht, da "Gerechtigkeit" rein zu bekommen, versucht, euch dazu ein Weltbild zu stricken.... ist sowieso fürn A.... Philosophisches Hickhack um einen Brei, der längst gegessen ist.

Warum man sich "Landwirtschaft antut"? Für mich ganz einfach - weil es mir Freude bereitet. Und weil es mein Hobby ist - und mein Beruf und irgendwie ein ganz wichtiger Teil meines Lebens.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon Jet 3 » Mo Dez 05, 2011 15:44

Persischer Panzer :? war der nicht "Made in Germany " von Krauss Maffey ?
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 05, 2011 15:49

Wo ist das Problem? DAS war doch schon immer so!

Das "Problem" ist, das die meisten Leute nicht einfach so friedlich verhungern wollen, und viele andere Leute der Ansicht sind, Kriege wäre irgendwie out und keine schöne Umgangsform.



tyr hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Du hast Gemüse vergessen, unter 40%, und über alle Lebensmittel macht das keine 100% aus.
Und wie Du siehst, ist da NICHTS, aber auch GAR NICHTS dabei, was im Fall von auch nur einer einzigen schlechten Ernte oder einer einzigen Tierseuche länger als 3 Monate reichen würde. Und was machst Du dann?



Die Bundesregierung sieht das anders.

Die Bundesregierung sieht das so:
Der Krisenbevorratung im Lebensmittelbereich liegt nicht der Ansatz zu Grunde, eine Voll­versorgung der mehr als 82 Millionen in der Bundesrepublik Deutschland lebenden Bürgerin­nen und Bürger über einen längeren Zeitraum sicher zu stellen. (...)
Je nachdem, wie viele zu verpflegende Perso­nen und welche Tagesration pro Person unterstellt werden, reichen die Vorräte, je nach ein­gelagertem Produkt, zwischen wenigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen.
(Quelle: http://www.ernaehrungsvorsorge.de/de/st ... ragen-faq/)


Also mit anderen Worten: denen ist es sowieso egal, wie lange Du mit Deinem Essen hinkommst.
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Re: Landwirtschaft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon forenkobold » Mo Dez 05, 2011 16:51

Tyr, Zahlen von 2001 sind wirklich URALT.
Wir hatten seither eine Entkoppelung der Betriebsprämien, eine einschneidende Zuckermarktreform. BSE, Käfigverbot und vieles mehr.
Außerdem ist in der EU Deutschland unrelevant.. es zählen die Zahlen in der Gemeinschaft.
Und wenn man alle landwirtschaftlichen Produkte zusammenzäht, kommt man auf DIESE Bilanz:

http://ec.europa.eu/agriculture/analysi ... ers_en.pdf
Was Deutschland betrifft: Was spricht dagegen, auf den ohne Bewässerung zu den fruchtbarsten Gebieten der Erde zählenden Flächen Überschüsse zu produzieren?
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Landwirtschft, warum tuen wir uns das noch an?

Beitragvon julius » Mo Dez 05, 2011 20:00

schimmel hat geschrieben:
Wie kann man von Überproduktion sprechen, wenn 1 Milliarde Menschen verhungern?

Und genau die können fürs Getreide keinen Cent bezahlen. Und die es bezahlen können haben ZUVIEL deshalb landet dort 1/3 im Abfallkorb. Also ists doch eine Überproduktion. Oder meintest du jeder Landwirt sollte 10 % seines Ertrages in diese armen Regionen gratis spenden ? :roll:
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