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Management von Mutterkuhherden?

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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251 Beiträge • Seite 17 von 17 • 1 ... 13, 14, 15, 16, 17
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Manfred » Mo Sep 01, 2025 16:13

Eingangs waren wir noch beim Maximum der Ausbreitung des Heidelandes irgendwo im späten Mittelalter oder in der Frühen Neuzeit.
Von früher Neuzeit spricht man ab etwa 1500. Eine klare Abgrenzung gibt es nicht. Der Übergang war ja nahtlos und fließend.
Im frühen Mittelalter waren die Menschen relativ groß, was auf eine im Schnitt gute Versorgung mit Nahrung schließen lässt.
Ab etwa den 13. Jahrhundert wurden sie dann wieder kleiner, bis ins 18. Jahrhundert.
Die kleine Eiszeit in Nordeuropa ab dem 15. Jahrhundert führte dort zu noch mehr Verknappung.

Und natürlich gab es immer regionale Unterschiede. Man sollte auch nicht vergessen, dass die Archäologen bevorzugt nach den Reichen graben und auch Rüstungen und anderer Kram, aus denen man neben den Skelettfunden auf die Größe schließt, überwiegend den Reichen und gut versorgten gehört haben.
In den kargen Regionen, wie Bergen, Heide usw. dürften die Menschen nochmal kleiner gewesen sein als im Schnitt der Gesamtbevölkerung.
In den Bergen Portugals habe ich vor 25 Jahren selbst noch geradezu zwergwüchsige Omas neben ihren 2 Köpfe größeren Engeln bewundert. Museale Höfe im Norden Skandinaviens sahen nicht aus, als wären sie für Riesen gebaut.
Und die alten Höfe im Bayerischen Wald mit 1,8 m Deckenhöhe und entsprechend niedrigeren Türen wurden auch nicht so gebaut, weil man sich gerne die Köpfe gestoßen hätte.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Manfred » Mo Dez 29, 2025 12:17

Nachdem wir letztes Jahr nässebedingt nicht viel Gelegenheit für unsere Experimente hatten, geht es aktuell weiter mit dem Ausrollen von Heuballen.
Ein ganzer Ballen auf einmal ist bei unserer kleinen Herde zu viel. Sie legen sich dann auf das Futter und fressen es hinterher nicht mehr.
Bei großen Herden, die den oder die Ballen direkt nach dem Ausrollen fressen, geht das idR mit geringem Futterrest.
Deshalb teilen wir das ausgerollte Heu jetzt täglich mit Litze und Steckpfählen zu. Kaum Mehraufwand, da wir aktuell eh Portionsweide auf stehendem Vorrat machen und das Heu der Ergänzung dient.

Ausgerolltes Heu auf dem stehenden Vorrat.
Der Futtervorrat schaut noch Frost (und erst recht nach Schnee) nicht mehr nach viel aus, hat laut Futteruntersuchungen unserer US-Kollegen aber idR Futterverwerte vergleichbar mit oder besser als Durchschnittsheu.
Im ersten Versuch hat Sebastian die Steckpfähle mitten in den Schwad gesteckt.

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Futterrest ist nach der 2. Zuteilung fast keiner vorhanden.
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Beim neuen Schwad hat er für die erste Zuteilung den Pfähle fast an den Rand des Schades gestellt, um Reste noch weiter zu reduzieren.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon langholzbauer » Mo Dez 29, 2025 14:15

Ich habe bis letzte Woche nach amerikanischen Vorbild Heurundballen direkt vom Pressort gefüttert.
Bei rund 20 GV brauchte ich diese nicht ausrollen.
Einfach an ändernden Plätzen in die Koppel geworfen.
Wenn es nicht breit liegt, flätzt sich auch niemand hinein.
Die 2-5 cm verlorene " Wetterschicht" sind billiger, als Fließ- oder gar Scheunenlagerung. :wink:
Jetzt, wo diese alle sind und auch zu fest gefroren wären, um das Netz sauber zu entfernen, kommen abgedecktes Heu und Silage wieder in die Weideraufen und genug Stroh auf den Liegeplatz, dass sich alle mit respektvollem Abstand darin ablegen können.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Otto Mohl » Mo Dez 29, 2025 20:14

Ich habe ähnlich gerarbeitet. Schafe. Verfüttert/verklappt wurde bei den Tieren mieses Zeug vom Vorjahr und ungewollte Siloballen von diesem Jahr. In einer Woche ist das letzte Zeug davon weg. Die Tiere dürfen damit gerne ziemlich verschwenderisch umgehen. Die Ballen liegen im zick-zack auf der Weide. Die Siloballen stehend als Fass, die Heuballen auf der runden Seite. Die Heuballen werden dann bei Bedarf umgeschubst.
Um die Ballen kommt ein verzinkter Futterring und dann wird der Reihe nach die Weide erweitert und die Ballen eingesteckt. Vorteil: kein Mist, Düngung der Fläche. Nachteil: nächstes Jahr ist da keine Mahd wegen der Futterreste möglich. Aber das ist nicht weiter schlimm, weil da 2026 Stilllegung ist. Im Herbst gehen die Schafe da wieder rüber und nach dem ersten Schnitt 2027 sieht man nichts mehr davon.
Zuletzt geändert von Otto Mohl am Mo Dez 29, 2025 20:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon langholzbauer » Mo Dez 29, 2025 20:30

Naja,
Das war schon gutes rappeldürres Futter und wurde auch gut aufgenommen.
Um Reste mach ich mir weniger Sorgen, als um die Wiese darum, welche halt jetzt braun in den Winter ging.
Etwas Saatgut investiere ich da sehr gern .
Schließlich haben mir die " Büffel " auch den schlechten Oberhang , von dem ich zugefüttert habe, schön aufgedüngt. :wink:
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Otto Mohl » Mo Dez 29, 2025 21:00

Ein paar Handvoll Saatgut verteile ich auch. Die Jahreszeit passt nur nie zu den Empfehlungen der Saatgutlieferanten und der Kammer
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Manfred » Mo Dez 29, 2025 21:09

Ich säe offene Stellen an Raufen etc. nicht mehr nach. Die Samenbank im Boden erledigt das ganz von selbst.
Wobei wir versuchen, übermäßige Verdichtung und Trittschadenkonzentration zu vermeiden, indem wir die Raufen nach ein bis zwei Ballen versetzen, wenn der Boden nicht hart gefroren ist.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Otto Mohl » Mo Dez 29, 2025 21:31

Ich suche noch nach einer Lösung, um die Heuhaufen, die da liegen bleiben, zu bepflanzen. Auf meiner Hausweide will ich da dieses Jahr im kleinen Versuch Kürbis nutzen. Auf der entfernten, will ich eine Mischung aus Sommer-, Winter- und Wechselgetreide in das Heu werfen. Vielleicht sind dann die Haufen auf den Luftbildern nicht mehr ganz so auffällig und die biologische Umsetzung geht schneller.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon Manfred » Mo Dez 29, 2025 22:03

Bei uns bleiben durch das häufige Umsetzen nur relativ wenig Futterreste pro Stelle zurück.
Wir verwenden Rundraufen und ziehen die einfach mit der Frontladergabel in Rückwärtsfahrt ein Stück weiter.
Braucht man nicht mal absteigen für.

Ich hatte mal ein Zufallsexperiment mit Zierkürbissen, deren Samen irgendwie auf die Weide geraten sind. Evtl. haben die Vögel sie von einem Komposthaufen der Siedlung nebenan vertragen.
Davon sind einige aufgegangen und wurden, wohl wegen des hohen Bitterstoffgehalts, von den Rindern nicht behelligt und haben mitten auf der Weide gefruchtet.
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon motzlarerbauer » Do Jan 08, 2026 11:35

Wir sind ja auch immer relativ lange mit den Tieren auf der Weide.
Meistens noch stehendes Futter, was wir mit Heu und Silage zufüttern.

Ein Siloballen reicht bei 6 Mukuh mit Absetzern 3 Tage.
Wir rollen den Ballen ab und stecken dann den Zaun davor.
Der Draht ist dabei vor dem Futter, sodass die Tiere unterm Zaun durchfressen müssen.
Klappte dieses Jahr sehr gut.
Kaum Vertritt, weil die Stelle immer gewechselt wird.

Aber in nassen Jahren ist das keine Lösung, da für haben wir nicht den Boden.
Wer Bier trinkt,
unterstützt die Landwirtschaft :prost:
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Re: Management von Mutterkuhherden?

Beitragvon langholzbauer » Do Jan 08, 2026 14:56

Seit dem 2. Weihnachtstag sind neue Trittschäden kein Thema mehr .
Die Tiere sind im Wintermodus und bewegen sich nur noch das nötigste zwischen (überdachten) Raufen, großzügig mit gutem Stroh eingestreutem Liegeplatz daneben und der Wasserstelle.
Selbst das eingekoppelte schützende Unterholz suchen sie seltener auf, als den Sonnenschein, wenn vorhanden.
Das erste Mal hatte ich 2002 damals noch schwarzbunte Ochsen und Färsen auf dem Standort drausen überwintert.
Die hatten damals mit dem langen Dauerfrost bis unter -20°C und bis zu 35 cm Schnee deutlich weniger Probleme, als z.B. letztes Jahr mit nassem Winter ohne Frost.
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