Manfred hat geschrieben:Zweifellos macht die Bürokratie in D vieles schwer.
Aber zum ganzheitlichen Managen gehört halt bei uns, auch die Bürokratie mit zu managen.
Wenn ich z.B. einen Versuch mit 12 Monaten Weideruhe machen will, muss ich den halt in der Vegetationsphase beginnen, im Zweifel als Nutzungsnachweis ein paar App-Aufnahmen auf Vorrat machen, und dann im nächsten Jahr wieder beweiden. Oder man nutzt für diese Teilfläche ein Glöz-Altgras und beweidet dieses nach Fristablauf.
Wir sind in der Denkweise sehr nahe .
Ich mache auch gerade genau so einen Versuch auf einer Fläche, die nicht im INVEKOS ist.
Aber die NachweisApp funktioniert nur mit aktuellem Zeit- und GPS- Anhang im Prüfzeitraum.
Mir fehlt die kriminelle Energie, da was zu fälschen, zumal alles von Satelliten übewacht wird.
Mir fehlt aber auch die Geduld und Schreiblust, sowas als Forschungsprojekt durchzuziehen.
Letztlich braucht es in unseren Mittelgebirgen auch eine regelmäßige Mindestbewirtschaftung um der Sukzession Paroli zu bieten.
Ich sehe schon große Unterschiede in Zusammensetzung und Ertrag zwischen den Flächen unterschiedlicher Bewirtschaftung.
So manche Extensivierungsexperimente, die du aus dem Ausland beschreibst , haben Agrarbetriebe im Osten schon mehr oder weniger bewusst in den letzten 30 Jahren durchgeführt.
Der dt. Grünlandverband um H. Hochberg hat davon auch einiges zusammengetragen und ausgewertet.
