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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Iron Maiden » Di Mai 24, 2016 11:24

Ich krieg das Zeug pur gar nicht rein, selbst im Kaffee ists nicht schön.... Wenn ich mal nicht zu hause bin muss es wenigstens die gute Bärenmarke sein, die schmeckt noch annähernd wie Rohmilch...


Zum Thema Milchmarkt:
Vom DMK gabs auch mal wieder nen netten Liebesbrief, Anti-Markteingriffe, Pro Andienungspflicht, Pro Abnahmegarantie... Und bei den Preisverhandlungen mit dem LEH waren mal wieder die anderen Molkereien schuld...
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Milchbubi » Di Mai 24, 2016 11:46

Habs auch gelesen und mußte sofort wiederkäuen....
Am Besten waren die Sätze mit der "Solidarität". Ich sage nur STAFFELPREIS !!!
Außerdem könnte mein Bankkonto dringend etwas "Solidarität" von der Molkerei vertragen...
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Di Mai 24, 2016 13:02

meyenburg1975 hat geschrieben:Oder es liegt an der salzhaltigen Seeluft, oder den fetten Marschweiden...

Oder einfach daran, dass die nicht angebunden werden und bis zur Hälfte auf verschissenen Gussrosten abgammeln müssen. Letztes Jahr so im Urlaub hautnah erlebt... :regen:
Tagsüber Weide, morgens nach der Stallnacht vorne Braunviehbraun und hinten von unten bis oben über den Rücken Scheisseschwarz. Naja, war wenigstens Bio :lol:


Bezieht sich jetzt der Bashervorgang auf Berufskollegen mit Laufstall, Anbinde.- oder Biohaltung ? :mrgreen: Ich kann das nicht genau definieren.

Ich versteh diese Diskussionen ohnehin nicht. Ich hatte Anbinde und Laufstallhaltung in meiner Karierre aber ich kann nicht erkennen warum Laufstall besser sein soll ? Einzig arbeitstechnisch fürs Personal.

Mein Nachbar wirtschaftet noch in einem Anbindestall. Seine Trockensteher dürfen über den Sommer einige Wochen auf die anliegende Weide. Wenn die ausgetrieben werden brüllen die Tage, und Nächtelang :twisted: am Zaun und wollen mit Gewallt wieder in den tiequälerischen Anbindestall. Sind sie nach einigen Wochen wieder drin ist Ruhe. Beim nächsten Austrieb der Trockenstehenden wiederholt sich das Ganze.

Nach den Argumenten der Tierschützer müßte das Verhalten der Tiere genau umgekehrt sein. Wenn auf die Weide rauskommen : hurra, wenn sie wieder angebunden sind : heftiges gebrüll. Nach meinen Beobachtungen ist genau das Gegenteil der Fall.
Daran erkennt man doch das den Kühen völlig egal ist ob Anbindehaltund oder Laufstall.
Nicht zu vergessen die Klauenkrankheiten in den Laufställen. Oder rangschwächere Kühe die im Laufstall kaum Fluchtmöglichkeiten haben. Das wird sich mit einem kommenden Enthornungsverbot noch verschlimmern.
Das könnte man auch als Tierquälerei im Laufstall auslegen.

Dasselbe bei Bio. Keine Ahnung was da besser sein soll als bei konventionell. Sicher haben sie deutlich mehr Platz und Ausweichmöglichkeiten, was gut ist, aber ansonsten ? Aber der Verbraucher ist bereit dafür deutlich mehr zu bezahlen so das Biolandwirte nach wie vor weit über 50 Cent brutto ausbezahlt bekommen. Das ist eben so.

Und ob die ganzjährige, tägliche Weidehaltung sinnvoll ist, der vom LEH ( Mehrbereichsmilch ) und vielen Verbrauchern in Zukunft gefordert wird, muss jeder selber entscheiden.

Zum Milchgeschmack. Sicher behaupten einige Heumilch oder Hornmilch sei besser im Geschmack,
oder Milch von Kühen mit frischer Grasfütterung würde deutlich besser schmecken als öde Silagemilch.
Keine Ahnung ob das so ist. Fakt ist aber hier wie bei Biomilch : das der Verbraucher bereit ist für Heumilch und Hornmilch einen deutlich höheren Preis zu bezahlen. Wiederum vorteilhaft für diese Erzeuger.

Ich würde heute nicht weiter auf Masse setzen sondern auf die Forderungen des LEH und Gutmenschen eingehen. Dann eben Biohaltung mit ganzjährigem Weideauslauf. Man muss davon nicht überzeugt sein, aber was zählt ist schlicht die deutlich höhere Milchgeldabrechnung. Mann muss schließlich seine immer teureren Rechnungen bezahlen können.

Mit dem TTIP Abkommen und den Massenimporten aus Amerika wird über viele Jahre konventionelle Milch und Fleisch noch deutlich heftiger unter Druck geraten als derzeit. Die Amis wollen den zahlungskräftigen europäischen Markt für ihre Produkte erobern.
Im konventionellen Bereich geht das nur über den günstigen Preis und da sind sie den Europäern aus verschiedenen Gründen deutlich überlegen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Rohana » Di Mai 24, 2016 13:46

Iron Maiden hat geschrieben:Die Geschmacksnerven der Deutschen sind sowieso kaputt...
In der FAZ war letzte Woche nen Test, bei dem die H-Milch von Aldi geschmacklich am Besten abgeschnitten hat, weil sie so gut nach Heu und Stall schmeckt... :roll: Bio und Demeter haben am schlechtesten geschmeckt... :D

Bei dir sind wahrscheinlich die Sehnerven kaputt, dass du nichtmal ordentlich den Bericht zitieren kannst. Ändert nix daran dass der Test bissel fürn Keks war, ja...


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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Heinrich » Di Mai 24, 2016 15:06

marius hat geschrieben:
meyenburg1975 hat geschrieben:Oder es liegt an der salzhaltigen Seeluft, oder den fetten Marschweiden...

Oder einfach daran, dass die nicht angebunden werden und bis zur Hälfte auf verschissenen Gussrosten abgammeln müssen. Letztes Jahr so im Urlaub hautnah erlebt... :regen:
Tagsüber Weide, morgens nach der Stallnacht vorne Braunviehbraun und hinten von unten bis oben über den Rücken Scheisseschwarz. Naja, war wenigstens Bio :lol:


Bezieht sich jetzt der Bashervorgang auf Berufskollegen mit Laufstall, Anbinde.- oder Biohaltung ? :mrgreen: Ich kann das nicht genau definieren.

Ich versteh diese Diskussionen ohnehin nicht. Ich hatte Anbinde und Laufstallhaltung in meiner Karierre aber ich kann nicht erkennen warum Laufstall besser sein soll ? Einzig arbeitstechnisch fürs Personal.

Mein Nachbar wirtschaftet noch in einem Anbindestall. Seine Trockensteher dürfen über den Sommer einige Wochen auf die anliegende Weide. Wenn die ausgetrieben werden brüllen die Tage, und Nächtelang :twisted: am Zaun und wollen mit Gewallt wieder in den tiequälerischen Anbindestall. Sind sie nach einigen Wochen wieder drin ist Ruhe. Beim nächsten Austrieb der Trockenstehenden wiederholt sich das Ganze.

Nach den Argumenten der Tierschützer müßte das Verhalten der Tiere genau umgekehrt sein. Wenn auf die Weide rauskommen : hurra, wenn sie wieder angebunden sind : heftiges gebrüll. Nach meinen Beobachtungen ist genau das Gegenteil der Fall.
Daran erkennt man doch das den Kühen völlig egal ist ob Anbindehaltund oder Laufstall.
Nicht zu vergessen die Klauenkrankheiten in den Laufställen. Oder rangschwächere Kühe die im Laufstall kaum Fluchtmöglichkeiten haben. Das wird sich mit einem kommenden Enthornungsverbot noch verschlimmern.
Das könnte man auch als Tierquälerei im Laufstall auslegen.

Dasselbe bei Bio. Keine Ahnung was da besser sein soll als bei konventionell. Sicher haben sie deutlich mehr Platz und Ausweichmöglichkeiten, was gut ist, aber ansonsten ? Aber der Verbraucher ist bereit dafür deutlich mehr zu bezahlen so das Biolandwirte nach wie vor weit über 50 Cent brutto ausbezahlt bekommen. Das ist eben so.

Und ob die ganzjährige, tägliche Weidehaltung sinnvoll ist, der vom LEH ( Mehrbereichsmilch ) und vielen Verbrauchern in Zukunft gefordert wird, muss jeder selber entscheiden.

Zum Milchgeschmack. Sicher behaupten einige Heumilch oder Hornmilch sei besser im Geschmack,
oder Milch von Kühen mit frischer Grasfütterung würde deutlich besser schmecken als öde Silagemilch.
Keine Ahnung ob das so ist. Fakt ist aber hier wie bei Biomilch : das der Verbraucher bereit ist für Heumilch und Hornmilch einen deutlich höheren Preis zu bezahlen. Wiederum vorteilhaft für diese Erzeuger.

Ich würde heute nicht weiter auf Masse setzen sondern auf die Forderungen des LEH und Gutmenschen eingehen. Dann eben Biohaltung mit ganzjährigem Weideauslauf. Man muss davon nicht überzeugt sein, aber was zählt ist schlicht die deutlich höhere Milchgeldabrechnung. Mann muss schließlich seine immer teureren Rechnungen bezahlen können.

Mit dem TTIP Abkommen und den Massenimporten aus Amerika wird über viele Jahre konventionelle Milch und Fleisch noch deutlich heftiger unter Druck geraten als derzeit. Die Amis wollen den zahlungskräftigen europäischen Markt für ihre Produkte erobern.
Im konventionellen Bereich geht das nur über den günstigen Preis und da sind sie den Europäern aus verschiedenen Gründen deutlich überlegen.


ok, wir stampfen unsere Laufställe alle ein und machen Ganzjahres Stallhaltung.
Ist eh viel cooler und echt scheisse 60 Kühe jeden Tag abends wieder rreinhollen.
Rndlich hat Marius mal einen Beitrag geschreiben der vor Fachwissen nur so strotzt. Ich hab schom immer gedacht so blöd wie derschreibt kann eigentlich keiner sein. Und der Verbraucher ist eh blöd. Wie kann man nur so eine tolle Ganzjahres Stallhaltung verteufeln. Beine haben die Kühe eh nur damit man besser ans Euter kommt.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Iron Maiden » Di Mai 24, 2016 18:07

Rohana hat geschrieben:
Iron Maiden hat geschrieben:Die Geschmacksnerven der Deutschen sind sowieso kaputt...
In der FAZ war letzte Woche nen Test, bei dem die H-Milch von Aldi geschmacklich am Besten abgeschnitten hat, weil sie so gut nach Heu und Stall schmeckt... :roll: Bio und Demeter haben am schlechtesten geschmeckt... :D

Bei dir sind wahrscheinlich die Sehnerven kaputt, dass du nichtmal ordentlich den Bericht zitieren kannst. Ändert nix daran dass der Test bissel fürn Keks war, ja...

Was hast Du bitte fürn Problem?
Wo hab ich bitte falsch zitiert, hast du den Artikel selbst gelesen? Das die Milch nach Heu duftet, und nicht schmeckt?

Welche Milch macht’s nun? Das Testergebnis ist eindeutig: Die ganz gewöhnliche Aldi-Milch, laut Packungsangabe hergestellt von der Hochland-Molkerei, einer der größten in Deutschland, bietet nach dem Urteil unserer Tester und den Ergebnissen einer Laboruntersuchung mit der Gesamtnote 1,5 das beste Preis-Geschmacks-Verhältnis. Und das nicht nur, weil sie unschlagbar günstig ist. In der Blindverkostung schmeckte sie auch mit Abstand am besten. Kurioserweise wurde dabei gerade die Industriemilch schlechthin mit Lob für ihren Duft nach Heu und Stall überschüttet.


Abgeschlagen am Ende stehen die beiden teuersten, dem Versprechen der Hersteller zufolge auch natürlichsten Produkte – die Vollmilch der Schrozberger Molkerei und die Rohmilch direkt vom Bauernhof in Bad Vilbel. Sie konnten nicht mit einem Geschmacksvorteil punkten, im Gegenteil: Vom „herben Nachgeschmack“ und von „Stückchen“ in der Milch fühlten sich die Tester unangenehm überrascht.

Dottenfelder Hof und Schrozberger Molkerei sind beide Bio, beide Demeter....
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon lerl » Di Mai 24, 2016 19:14

Mann o Mann - lasst doch endlich das Gesülze - das kann man doch echt nicht mehr lesen!! Nord oder Süd bessergehabe - jeder hat seine Vorzüge oder auch nicht - egal!

Schon Klar, dass man in solchen Zeiten wenigstens nach einem Schulterklopfer sucht.

Langer Reden - kurzer Sinn:

- Biogas ist falsch gelaufen und sollte unbedingt "relativiert" werden = geringere Pachtpreise
- die Verbraucherpreise für Grundnahrungsmittel dürfen einen gewissen Wert nicht unterschreiten - dient auch zur Qualitätssicherung

Bin schon auf den nächsten Lebensmittelskandal bzw. Futtermittelskandal gespannt. Hatten wir doch in den letzten 20 Jahren schon öfters, dass in Zeiten billiger Preise die Futtermittelindustrie und die weiterverarbeitenden Betriebe (Veredelung) die Situation genutzt haben, mit z.B. unzulässigen Zusatzstoffen und falschen Ettiketten die Billigebene bedient haben. Wer darf`s dann ausbaden? - Richtig, der Bauer!
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Di Mai 24, 2016 19:41

Ne Biogas war zu wenig, das hätte den Ausbau von Kuhställen gebremst.
Hätte sich jeder Kuhhalter 25 % an einer BGA beteiligt, stünde er jetzt besser da.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Di Mai 24, 2016 19:42

T5060 hat geschrieben:Ne Biogas war zu wenig, das hätte den Ausbau von Kuhställen gebremst.
Hätte sich jeder Kuhhalter 25 % an einer BGA beteiligt, stünde er jetzt besser da.


These ist gewagt

Ich stände in dem Fall ohne Futter da n8

6 Biogasanlagen im Umkreis von 10 km
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Opf.Bauer » Di Mai 24, 2016 22:20

Ich denke mal das Problem mit zu viel Milch löst sich dadurch dass die Verbraucher immer mehr Bio wollen,was mehr Fläche braucht. Und was nicht Bio ist wieder zukünftige genfrei sein,was wiederum mehr einheimische Futterfläche bindet. In 2 Jahren haben wir mit Sicherheit wieder über 25 Cent.
Und bis dahin :regen: (alles Wetterfest machen... :mrgreen: )
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Pinzgauer56 » Di Mai 24, 2016 22:24

Grimli hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Ne Biogas war zu wenig, das hätte den Ausbau von Kuhställen gebremst.
Hätte sich jeder Kuhhalter 25 % an einer BGA beteiligt, stünde er jetzt besser da.


These ist gewagt

Ich stände in dem Fall ohne Futter da n8

6 Biogasanlagen im Umkreis von 10 km

Oha, merkst was,? nochmal lesen was gemeint war !
Bei der Leni, auf der Zenzi, überall ist dieser Pinzi... 8)
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon ExLW » Mi Mai 25, 2016 12:33

lerl hat geschrieben:- Biogas ist falsch gelaufen und sollte unbedingt "relativiert" werden = geringere Pachtpreise


Wie immer, wenn der Staat mit subventionierten Fehlsteuerungen in die Marktwirtschaft eingreift.


Die Leidtragenden sind die aktiven Bauern, die dadurch regional stark überhöhte Pachtpreise zahlen müssen.
Die aktiven Bauern stehen tagtäglich im Hamsterrad, damit die Pachtrentner einen schönen Lenz haben.
Das hat die Marxl verursacht ohne auch nur ansatzweise zu verstehen, dass das zur DDR gut gepasst hätte, aber nicht zu UNS!

Bleibt zu hoffen, dass dieser Unfug mit dem Auslaufen des Bestandsschutzes ersatzlos eingestellt wird. Als Stromverbraucher sollten wir uns alle wehren, diese Mondpreise zahlen zu müssen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mi Mai 25, 2016 14:31

lerl hat geschrieben:- Biogas ist falsch gelaufen und sollte unbedingt "relativiert" werden = geringere Pachtpreise


Dann sollte der Milchpreis doch nochmal 5 Cent tiefer fallen und der Weizenpreis sollte ebenfalls wieder auf 8 Euro / dt fallen = fallende Pachtpreise. Oder wie ?

Seh ich ganz anders. Ohne Biogas wäre der Milchpreis noch deutlich tiefer als heute und Weizen würde irgendwo bei 9 oder 10 Euro / dt liegen. Dann wird wieder nach Hilfsgelder gerufen was wieder mal der Steuerzahler bezahlen soll. Das stellt die Landwirtschaft in kein gutes Licht.

Das wird eh noch große Probleme geben wenn die bestehenden Biogasanlagen nach 20 Jahren auslaufen und die Überproduktion somit bei Milch und Getreide wieder deutlich zunehmen.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon lerl » Mi Mai 25, 2016 15:33

lerl hat geschrieben:Wenn die Milch und andere Grundnahrungsmittel beim Endverbraucher verramscht werden, wird das nie was. Der Durchschnittsverbrauch an Milch beträgt je Familie im Monat 16 L. Eine Erhöhung des Milchpreises um 10 ct würde nur eine Kostenerhöhung von 1,60 €/Monat ausmachen und der Konsum an Milchprodukten würde auch nicht sinken. Die Discounter bieten die Grundnahrungsmittel bewusst billigst an, da diese der eigentliche Grund sind, warum man Einkaufen geht. Der Rest des Einkaufswagens wird dann noch mit anderem Zeugs vollgemacht (wenn man schon da ist). So kommt der Supermarkt auch auf seinen Umsatz. Die Marktposition der Landwirte wird schamlos ausgenützt, um die Lebenshaltungskosten für die breite Masse möglichst gering zu halten. So bleibt wieder mehr Geld für Konsumgüter und sonstigen Plunder über = Landwirtschaft als Inflationsbremse Nr. 1 !!

Nun wird auch noch die Rinderproduktion als Treibhauskiller angeprangert, da der Methanausstoß viel zu hoch sei. Die Biogasproduktion hätte damals mit einer Quote belegt werden sollen, dann hätten auch kleinere Betriebe heute noch einsteigen können, die Güllevergasung wäre auf weit höherem Level, das Methan wäre Strom und die Vermaisung der Flächen wäre nicht so hoch. Die Pachtpreise wären auch tiefer und die Betriebe würden auch mit weniger Tieren auskommen. ...
Unser System ist nicht stimmig!

Wo ist denn die Lobby der Landwirte? (gibt´s überhaupt eine?)
Warum wird denn keine Werbung für unsere guten Produkte gemacht - da steht Österreich ganz wo anders!!
Wir brauchen kein Bio und damit auch keine "Fingerzeigmentalität" sondern mehr Wertschätzung für unsere aller Produkte und wenn der Atomausstieg auch auf die Landwirtschaft verteilt werden soll - läufts völlig falsch!!


Hab´s schon mal geschrieben.... Der Getreidepreis wäre nicht gefallen, da jeder zu seiner Gülle auch einen Anteil Navaro gefüttert hätte und auch nicht auf Gedeih und Verderb Ställe gebaut worden wären. Somit wäre so mancher Betrieb "breiter" aufgestellt gewesen.
Ranghohe Politiker aus der Landwirtschaftskammer NRW und auch Niedersachsen teilten mir 2012 mit, keine Ställe mehr unter 200 haben zu wollen. "Drunter wollen wir´s gar nicht fördern, weil wenn die Quote fällt, sind wir (NRW und NS) vorne dabei und geben dann richtig Gas und die im Süden werden dann schon sehen, wo der Hammer hängt!" Wenn ich heute einen von denen treffe und darauf anspreche, was denn aus den Vollgasbetrieben geworden ist, kommt erstmal ein: :shock: :oops: :cry: und dann heists: "Das hätte doch keiner wissen können und jeder hat´s doch selber in der Hand und dann müssen eben die Produktionskosten runter....
na n8
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon ExLW » Mi Mai 25, 2016 17:52

marius hat geschrieben: Ohne Biogas wäre der Milchpreis noch deutlich tiefer als heute und Weizen würde irgendwo bei 9 oder 10 Euro / dt liegen.


Welche zusätzliche Mengen würde es EU-weit geben, wenn D keine Biogas-Schiene gefahren wäre? Ein paar Prozent. Das bringt die Preise nicht so durcheinander, wie von Dir geschildert. Ausserdem läuft sowohl der Einstieg als auch der Ausstieg über Jahre, wenn nicht Jahrzehnte.... Es ist von allem, wass sich einfach und in Millionen von Tonnen in einheitlicher Weltmarktqualität produzieren läßt, zuviel da. Das kann allein mit D nicht erklärt werden, was da abgeht. Wir sind doch nicht der Nabel der Agrarwelt, oder?
Der Punkt ist doch der , wir produzieren nicht nur zu viel, sondern im Vergleich zu vielen internationalen Wettbewerbern auch noch teuer, 12.000 Liter machens nicht, wenn zu teuer ist. Dann besser 4000 Liter und Löhne von 2 EUR/Tag und 1300 EUR pro Stallplatz. Da reichen wahrscheinlich 23 cents fürs Einkommen.
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