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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Fr Apr 13, 2018 12:06

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Es geht grad so über die Runden.


Naja, sagst du so einfach in deinem jugendlichen Leichtsinn. Ich kann mir nicht mehr den Hamburger mit Blattgoldauflage leisten.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Fr Apr 13, 2018 13:31

Was man so liest in den Fachzeitschriften war das ein kurzes Hoch und es dürfte wieder ein langes Tief anstehen.
Und die Aussichten sollen generell nicht gut sein über Jahre hinaus.
Noch dazu explodierende die Kosten weil ihr für gleich viel Milch wie ich beschrieben habe, in Zukunft deutlich mehr Fläche braucht :arrow: Nährstoffbilanz.
Da werden sich manche noch wundern wen sie die nächste Nährstoffbilanz kommendes Jahr erstellen. Dazu jede Menge weiterer neue Auflagen vom Gesetzgeber und LEH. :shock:

Im Ernst, ihr könntet mit einen nietnagelneuen Stall mit Melkroboter oder Karrusell und allem Schnik Schnak schenken, ich würde dankend ablehnen.
Sowas tu ich mir sicher nicht an selbst wenn ich nochmal jung wäre und das Geld brauchen würde.
Bestenfalls würde ich mit der Abrißbirne anrücken. :mrgreen:

Denn wer tut sich heute noch so einen Schmarren an wo doch seit langem jeder sehen kann in welche Richtung es hier in Deutschland für die Landwirte, insbesondere Tierhalter läuft ?
Kein Scherz : Da geh ich noch lieber in den Knast, da hab ich das deutlich schönere Leben.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Maddien » Fr Apr 13, 2018 14:32

Hilft uns aber auch nur... wenn die da kein Internet zur Verfügung stellen würden. ...
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon cerebro » Fr Apr 13, 2018 14:52

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Zott ist für März um 2 Cent runter gegangen.

Das sind bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß bei 2 tägiger Abholung inkl. der betreffenden Preisbestandteile 35 Cent plus Mwst 3,75 Cent = 38,75 Cent

Rund 44000 Euro stehen auf der Gutschrift. Und nein, ich muss keinen Stall abbezahlen und auch keine übermäßigen Pachtzahlungen leisten. Gut, für 7000 Euro fressen die Viecher Milchleistungsfutter, Strom und Wasser schlagen mit 2000 Euro zu buche, 1500 Euro will der Tierarzt. Es geht grad so über die Runden.


Tu mal ein paar Kühe weg....dir bleibt ja keine Zeit mehr zum Geld verdienen!
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » So Apr 15, 2018 20:06

Ist doch klar das der Milchpreis nicht steigt denn die Molkereien müssen ihre steigenden Kosten mit einem sinkenden Milchpreis ausgleichen.
Kürzlich erzählte mir ein Molkereifachmann, 35 Jahre, ledig, er verdient im Monat 3000 Euro netto.
Allerdings muss auch mal Sonntags oder Schicht gearbeitet werden.
Der Lohn steigt natürlich jährlich weiter an.

Wenn der LEH Druck aufbaut und die Preise drückt ( wovon ich ausgehen würde ) können und werden die Molkereien ihre steigenden Kosten natürlich auch in Zukunft am Milchpreis abziehen. Also am schwächgsten Glied.
Eine andere Möglichkeit haben sie auch nicht. Ist aber auch kein Problem wenn das alle Molkereiein so durchziehen, denn dann sind dem Landwirt die Hände gebunden und er hat keine Chance auf höhere Preise.
Eine Abwärtsspirale die noch manchen Betrieb über die Jahre in den Abgrung reissen wird.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Trecker-fahrer » Do Mai 03, 2018 21:17

http://www.spiegel.de/wirtschaft/servic ... 06063.html
Aldi senkt wieder den Milchpreis.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Do Mai 03, 2018 22:55

Die Trinkmilch sind 8 % vom Milchauszahlungspreis und es war lukrativer die Magermilch in Tetrapaks zupacken als zu verpulvern, insofern eigentlich das kleinere Übel.
Die Butter jedoch ist gestiegen, also kein Thema und dürfte sich nicht auf den Preis auswirken bei einer guten Molkerei.

DMK und Hochwald haben jedoch schon uferlos abgesenkt, dort dürfte sich auch nichts mehr tun.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Fr Mai 04, 2018 13:28

Trecker-fahrer hat geschrieben:http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/aldi-milchpreis-droht-die-naechste-milchkrise-a-1206063.html
Aldi senkt wieder den Milchpreis.


Naja. Apropo Rohstoffe und somit auch Milch :
So langsam kommen Rohstoffe wieder in die Gänge. Da klingeln die Kassen an den Börsen. Teilweise haben sich Rohstoffe in den letzten 2 Jahren bereits verdreifacht. Besonders einige seltene Erden.

Macht euch aber bei euren Agrarerzeugnissen wie Getreide, Milch, Fleisch keine großen Hoffnungen.
Das waren seit Jahrzehnten und bleiben auch in Zukunft Ramsch.- und Dumpingpreise.

Beispiel gefälig ?

Milch kostet heute soviel wie vor 50 Jahren. Wenn überhaupt.
Nehmen wir mal zum Vergleich den Rohstoff Rohöl bzw Heizöl.
Der Liter Heizöl kosteter 1967 - 0,19 DM also 9,5 Eurocent. Heute kostet er 65 Eurocent.
Also das 7 fache.
Und an dieser Tatsache das ihr auch in Zukunft nur billige Dumpingware verkauft, wird sich nichts ändern, fürchte ich für euch....
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Fr Mai 04, 2018 14:56

Jedem Ende einer Hausse an der Börse, ging kurz vorher ein starker Anstieg der Rohstoffe voraus.
Eindeutiges Signal !
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Fr Mai 04, 2018 16:38

Dann ist es schon mal gut das ich meine Aktienquote deutlich verringert habe. :prost:

Allerdings haben wir derzeit noch bei weitem kein Rohstoffhigh das wird sich erst in den nächsten Jahren einstellen wenn der Ölpreis mal wieder bei über 100 Dollar liegt.
Aber selbst dann wird euer Milch, Fleisch, Getreide kaum nennenswert abheben. Im Gegenteil, die nächste Milchschwemme ist doch schon absehbar.
Mit jedem Betrieb der aufhört wird auf der gleichen Fläche ( vom Zukunftsbetrieb ) das doppelte an Milch/ha geliefert und nach Ende der 20 Jahre Biogaszeit wirds richtig lustig.... :shock:
3 Melkungen pro Tag >12 000 kg Milchleistung im Schnitt sind heute doch bei High Tech Zukunftsbetrieben Standart während der Auslaufbetrieb im alten Stall gerade mal 7000 kg / Kuh gemolken hat.
Da wird der Strukturwandel zu einem Desaster führen :arrow: weiter steigendes Angebot
Das hat zur Folge das der LEH bei bestenfalls stagnierenden Preisen die Vorschriften und weitere Daumenschrauben bei den Erzeugern deutlich anheben wird was die Produktion zusätzlich immer weiter verteuert. :shock:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mo Mai 07, 2018 13:46

Nach den neusten Betriebszweigauswertungen führen Auszahlungspreise von unter 27 Basis nachhaltig zum Ende eines jeden Betriebs.
Da helfen irgendwelche Prämien und Ausweichen auf Mutterkuhhaltung rein gar nichts.
Bei 27 Cent ist schon eine gewisse Quersubventionierung aus Prämien und ggf. Ackerbau mit drin.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mi Mai 09, 2018 22:01

Nachdem Aldi und Co, trotz immer höherer Anforderungen und Vorschriften an die Erzeuger, kürzlich den Preis für Trinkmilch fast auf ein nahezu Allzeittief mit 69 Cent :shock: im Regal gesenkt hat, steht in Kürze die nächste Milchkrise vor der Tür.
In den USA sollen die Milchseen angeblich ebenfalls weiter anwachsen.

Dazu passend diese ganz aktuelle WDR Doku : Wie es auf den Milchviehbetrieben zugeht.

Kurz vor dem Aufgeben: Burn-Out bei Deutschen Bauern

https://www.youtube.com/watch?v=77BBOfdp870

Da wird die ungeschminkte Wahrheit erzählt.
Oh Gott.
Diese wirklich gutgemachte Dokumentation über die Milchviehbetriebe hat mich wieder an meine damailge Zeit als 24/7 Vollerwerbslandwirt, gefangen im Hamsterrad, erinnert. Und dazu immer ruinösere Erzeugerpreise :
Einfach nur schrecklich... :o
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Do Mai 10, 2018 0:03

marius hat geschrieben:Diese wirklich gutgemachte Dokumentation über die Milchviehbetriebe hat mich wieder an meine damailge Zeit als 24/7 Vollerwerbslandwirt, gefangen im Hamsterrad, erinnert. Und dazu immer ruinösere Erzeugerpreise :
Einfach nur schrecklich... :o


Und wie war deine REHA nach dem Melken ?
Warum war dann deine REHA nicht erfolgreich ?
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Fr Mai 11, 2018 9:41

In dem Video wird angesprochen das die Sozialversicherungsträger der Landwirte, deren Burn Out Erkrankungen mit 50 000 Fälle beziffert. :shock:
Da schrilen bei mir alle Alarmglocken.
Wenn man bedenkt das es nur noch 250 000 landw. Betriebe gibt leiden heute bereits jeder 5 Betriebsleiter an Burn out.
Da die Dunkelziffer, auch hier höher sein dürfte würde ich von jedem 4 ausgehen der erkrankt ist.
Es jagt ja eine Krise mit Dumpingpreisen die nächste und das bei explodierenden Kosten.
Neulich ein Kollege über seine Kosten : Werkstatt Gesellenlohn 80 Euro brutto. Melkmaschinentechniker 85 Euro brutto + Anfahrt. Tierarzt 110 Euro brutto + Anfahrt.
Maschinenkosten explodieren ebenfalls.
Die Kosten steigen also exponentiell und nicht linear : Die Kosten gehen immer schneller hoch.

Und jetzt packen der LEH und Gesetzgeber erst ihre Keule aus : In Zukunft noch deutlich schärfere Vorgaben + immer mehr Papierkram was in der knappen freien Zeit erledigt werden muss.
Ein Alptraum.
Die Burn Out Zahlen ( und somit die Suizidfälle ) werden bei den Landwirten somit wohl noch deutlich ansteigen.

Deshalb immer meine Aussage : Den wenigen Zukunftsbetrieben die übrig bleiben werden wünsche ich vier Glück und Nerven aus Drahtseil, denn sie werden in Zukunft beides brauchen.... :shock:

Denn erst mit rapide sinkender Anzahl an Betrieben nimmt die Kontrolldichte rasant zu.
Da kommen halt im Jahr als Standart dann nicht nur das Amt ( CC Kontrolle ) + Veterinäramt und Wasserwirtschaftsämter ( national ) sondern zusätzlich spätestens alle 3 Jahre der Steuerprüfer auf den Hof.
Das jede Kontrolle einen nicht unherheblichen Zeitaufwand nach sich zieht muss ja nicht erwähnt werden.

Es werden also in regelmässigen Abständen weiter ganze Bombenverbände von Politik und LEH auf die Landwirte abgeworfen, mal sehen wieviel das überleben werden.

Die älteren von euch mit alten abbezahlten Ställen werden sich schon noch irgendwie in Rente retten.
Aber als junger Landwirt mit getätigten Investitionen ( Im Sinne der Beratung ) käme mir das nackte Grauen wenn ich als Vollerwerbslandwirt ( mit Tierhaltung ) so an die Zukunft denke. :shock:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Hessen-Sibirier » Do Mai 17, 2018 13:08

SCHWÄLBCHEN aus dem Rundschreiben Mai:
Hohe Milchanlieferungen-Niedrige Preise für Milch-und Frischeprodukte-Milchpulverdilemma.....MIMIMIII !
Folge: Starke Zurücknahme des Auszahlungspreises auf 28,75 ct netto :!: :!:
DMK und Hochwald haben ja vor gemacht wie´s geht, da möchte man als Privatmolkerei mit Marke natürlich nicht nachstehen. :twisted: :twisted:
I´m thankful for my country home, it gives me peace of mind.
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