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Mistverkauf

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » Do Apr 07, 2022 6:38

Gerade bei den hier von den anderen usern genannten Preisen, gäbe es für mich überhaupt keinen Grund für eine Mistababe. Zumindest solange die selbstbewirtschafteten Flächen nicht mind. optimal versorgt sind, würde kein kg den Hof verlassen. Abgabe zu Selbstkosten? Das kann augenblicklich bei einem Dünger wohl nur ein Treppenwitz sein.
btw: Bei der Strohabgabe wird immer mit dem max. möglichen Nährstoffgehalt des Strohs argumentiert. Beim Mist werden da Abzüge aufgrund einer verzögerten Nährstofffreisetzung gemacht. Das ist völlig absurd!
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Re: Mistverkauf

Beitragvon 240236 » Do Apr 07, 2022 7:05

DWEWT hat geschrieben:Gerade bei den hier von den anderen usern genannten Preisen, gäbe es für mich überhaupt keinen Grund für eine Mistababe. Zumindest solange die selbstbewirtschafteten Flächen nicht mind. optimal versorgt sind, würde kein kg den Hof verlassen. Abgabe zu Selbstkosten? Das kann augenblicklich bei einem Dünger wohl nur ein Treppenwitz sein.
btw: Bei der Strohabgabe wird immer mit dem max. möglichen Nährstoffgehalt des Strohs argumentiert. Beim Mist werden da Abzüge aufgrund einer verzögerten Nährstofffreisetzung gemacht. Das ist völlig absurd!
Habe ich mir auch gedacht. Warum nur 30% des Stickstoffes angesetzt wird. Sicher ist diese Menge im ersten Jahr nur zum anrechnen, aber die restlichen 70% sind ja nicht verloren (zwar nicht ganz anrechenbar, aber der größte Teil). Bei uns in der Gegend wird eigentlich nur Stroh gegen Mist verrechnet). Ich bin mittlerweile so, daß ich kein Stroh mehr abgebe, weil mir den Kaliexport (1to Stroh hat ungefähr den gleiche S und P-Gehalt, wie Rinderfestmist. Allerdings hat 1to Stroh ca. 17kg K und 1to Mist nur 10kg K) keiner bezahlen möchte.
Zuletzt geändert von 240236 am Do Apr 07, 2022 7:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » Do Apr 07, 2022 7:11

240236 hat geschrieben:Bei uns in der Gegend wird eigentlich nur Stroh gegen Mist verrechnet)


Wenn dann noch die gesamten Kosten des Stroh-Mist-Verfahrens gerecht aufgeteilt werden, halte ich das Verfahren für sehr gut.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon 240236 » Do Apr 07, 2022 7:18

DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Bei uns in der Gegend wird eigentlich nur Stroh gegen Mist verrechnet)


Wenn dann noch die gesamten Kosten des Stroh-Mist-Verfahrens gerecht aufgeteilt werden, halte ich das Verfahren für sehr gut.
Die werden nicht aufgeteilt (Warum auch?). Der holt die gleiche Menge an Nährstoffen, die er bringt, folglich hat der Strohabnehmer die Kosten der Strohbergung und Mistausbringung selbst zu begleichen. Sonst lasse ich das Stroh einfach hinhäckseln und habe pro ha 5€ Mehrkosten (war bis im letzten Jahr so, heuer könnten es vielleicht 10€/ha sein) beim dreschen.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon Spessartbauer » Sa Apr 09, 2022 19:44

Mist ist Dünger und damit wertvoll. Sprichwort eines alten Bauern, der schon 40 Jahre im Gottesacker liegt: Wo kein Mistus, da kein Christus (wo nicht gedüngt wird, kann auch Gott nichts wachsen lassen).
Wir nutzen auch seit 30 Jahren Extensivierungsprogramme - und seit 2020 nutzen wir auch wieder Dung (Güllezukauf und Mist) - auf der einen Fläche betreiben wir Moosvermehrung - wo gedüngt wird, wächst wieder was Ordentliches.
Ich bezahle aktuell für einen Strohballen mit 1,50 m Durchmesser je nach Abgeber zwischen 5 € und 10 € pro Ballen für die Nährstoffe.
Habe mal Kompost gekauft - der wurde mit 4 € die Tonne verrechnet - der Preis war für mich absolut ok. Aufladen auf den Mistbreiter war inbegriffen, Transport und streuen zahlte ich. Den Preis würde ich in etwa auch für Mist bezahlen (aber auch wirklich Mist - kein Stroh mit ein paar Pferdeäpfeln). Dabei würde ich nicht viel rechnen - da gibt es tausend Möglichkeiten, und welche nimmt man dann?
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » So Apr 10, 2022 0:58

240236 hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Bei uns in der Gegend wird eigentlich nur Stroh gegen Mist verrechnet)


Wenn dann noch die gesamten Kosten des Stroh-Mist-Verfahrens gerecht aufgeteilt werden, halte ich das Verfahren für sehr gut.
Die werden nicht aufgeteilt (Warum auch?). Der holt die gleiche Menge an Nährstoffen, die er bringt, folglich hat der Strohabnehmer die Kosten der Strohbergung und Mistausbringung selbst zu begleichen. Sonst lasse ich das Stroh einfach hinhäckseln und habe pro ha 5€ Mehrkosten (war bis im letzten Jahr so, heuer könnten es vielleicht 10€/ha sein) beim dreschen.


Wenn du da zukünftig noch Dumme findest. Für die "Strohdüngung" brauchst du eine N-Ausgleichsdüngung. Beim Mist nicht! Da dürfte die Strohdüngung zukünftig ein teures Unterfangen werden.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon T5060 » So Apr 10, 2022 1:34

DWEWT hat geschrieben:Wenn du da zukünftig noch Dumme findest. Für die "Strohdüngung" brauchst du eine N-Ausgleichsdüngung. Beim Mist nicht! Da dürfte die Strohdüngung zukünftig ein teures Unterfangen werden.


Der N-Ausgleich ordnete ich mal der Geschichte zu. Wir haben heute keinen Schälpflug mehr und sehr gute durchwurzelte Böden, wo der Stoppelsturz mit einer gut mischenden Technik für die Rotte optimal flach eingearbeitet wird.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon 240236 » So Apr 10, 2022 3:51

DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Die werden nicht aufgeteilt (Warum auch?). Der holt die gleiche Menge an Nährstoffen, die er bringt, folglich hat der Strohabnehmer die Kosten der Strohbergung und Mistausbringung selbst zu begleichen. Sonst lasse ich das Stroh einfach hinhäckseln und habe pro ha 5€ Mehrkosten (war bis im letzten Jahr so, heuer könnten es vielleicht 10€/ha sein) beim dreschen.


Wenn du da zukünftig noch Dumme findest. Für die "Strohdüngung" brauchst du eine N-Ausgleichsdüngung. Beim Mist nicht! Da dürfte die Strohdüngung zukünftig ein teures Unterfangen werden.
Strohdüngung ist kein teueres Unterfangen, da ich sowieso genügend Gülle verschenke und N-Nachlieferung habe ich auch genügend.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » So Apr 10, 2022 7:11

240236 hat geschrieben:Strohdüngung ist kein teueres Unterfangen, da ich sowieso genügend Gülle verschenke und N-Nachlieferung habe ich auch genügend.


Unter der Voraussetzung ist das für dich natürlich dann kein Thema. Für viele, vor allem reine Ackerbauern, wird sich da sicher etwas ändern.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon böser wolf » So Apr 10, 2022 7:34

DWEWT hat geschrieben:
240236 hat geschrieben:Strohdüngung ist kein teueres Unterfangen, da ich sowieso genügend Gülle verschenke und N-Nachlieferung habe ich auch genügend.


Unter der Voraussetzung ist das für dich natürlich dann kein Thema. Für viele, vor allem reine Ackerbauern, wird sich da sicher etwas ändern.

Stroh bindet Stickstoff, also ist der Stickstoff nicht verloren sondern akkumilisiert .....
Ansonsten sonsten würde ich den wert von mist als,"goldwert" bezeichnen
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » So Apr 10, 2022 7:44

böser wolf hat geschrieben:Stroh bindet Stickstoff, also ist der Stickstoff nicht verloren sondern akkumilisiert .....
Ansonsten sonsten würde ich den wert von mist als,"goldwert" bezeichnen


Das ist völlig richtig! Allerdings ist die Freisetzung des N aus dem Stroh noch weniger planbar als die N-Freisetzung aus dem Mist. Genau das wird aber für Marktfruchtbetriebe ein Problem.
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Re: Mistverkauf

Beitragvon böser wolf » So Apr 10, 2022 7:55

DWEWT hat geschrieben:
böser wolf hat geschrieben:Stroh bindet Stickstoff, also ist der Stickstoff nicht verloren sondern akkumilisiert .....
Ansonsten sonsten würde ich den wert von mist als,"goldwert" bezeichnen


Das ist völlig richtig! Allerdings ist die Freisetzung des N aus dem Stroh noch weniger planbar als die N-Freisetzung aus dem Mist. Genau das wird aber für Marktfruchtbetriebe ein Problem.

Also mir persönlich wäre es das liebste wenn der im Stroh gebundene Stickstoff überhaupt nicht freigesetzt wird sondern in meinen Böden als Kohlenstoff erhalten bleibt !
Was natürlich ohne das böse Glyphosat kaum mehr möglich sein wird und ich durch zukünftige bodenbearbeitung den gesammelten Humus der letzten 30 Jahre in 3 Jahren verbrennen werde :oops:
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » So Apr 10, 2022 8:06

Die Absurdität besteht darin, das eigentlich nur "tote" Böden eine sehr gute Voraussetzung für die Bildung von Dauerhumus mitbringen. 50 Jahre hat man uns erzählt, dass aktive Böden die Voraussetzung für gute Erträge und damit auch für entsprechende Wirtschaftsergebnisse sind. Heute geht es im Schweinsgalopp in die Gegenrichtung. Ohne mich!
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Re: Mistverkauf

Beitragvon T5060 » So Apr 10, 2022 10:35

DWEWT hat geschrieben:Die Absurdität besteht darin, das eigentlich nur "tote" Böden eine sehr gute Voraussetzung für die Bildung von Dauerhumus mitbringen. 50 Jahre hat man uns erzählt, dass aktive Böden die Voraussetzung für gute Erträge und damit auch für entsprechende Wirtschaftsergebnisse sind. Heute geht es im Schweinsgalopp in die Gegenrichtung. Ohne mich!


Dir geht es nicht um den Boden, dir geht es auch nicht um die N-Fragestellung, ,dir geht es einfach nur dadrum du muss viel Stroh zu kaufen und das wird dieses Jahr sauteuer. :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Mistverkauf

Beitragvon DWEWT » So Apr 10, 2022 10:47

T5060 hat geschrieben:
Dir geht es nicht um den Boden, dir geht es auch nicht um die N-Fragestellung, ,dir geht es einfach nur dadrum du muss viel Stroh zu kaufen und das wird dieses Jahr sauteuer. :mrgreen:


Echt jetzt? Du meinst, mein bis einschließlich 2023 laufender Vertrag mit einem Landwirt hier vor Ort gilt gar nicht? Überleg einfach vorher, was du so absondern willst!.
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