Pevo hat geschrieben:Ich erkenne nicht die Aussagekraft von Borgers Darstellung gegen das von der Bundesregierung praktizierte Verfahren der Quantifizierung von Artenvielfalt. Ich orientiere mich an diesem Verfahren.
Offensichtlich lückenhaft und falsch was die Ursachen der betrifft.
Nicht mehr lange und die heutige Landwirtschaft ist Schuld am Aussterben der Mammuts und zuvor der Dinosaurier...
Ich finde es plausibel im Sinne einer orientierenden Aussage. Ich gehe davon aus, dass LW-Verbände dagegen Einspruchsmöglichkeiten wahrnehmen würden, wenn das aus landwirtschaftlich–wissenschaftlicher Sicht erforderlich wäre.
Irgendwann muss dann jeder Landwirt auch noch 20 Stunden lang Einsprüche erheben gegen die Unsinnigen Aussagen?
Es ist nicht Aufgabe der Landwirte, die nebenbei auch noch die Vertreter in den Landwirtschaftsverbänden sind, jeden verzapften Mist gerade zu biegen.
Warum ist die Landwirtschaft bei jedem Thema in der Bringschuld und muss die falschen Behauptungen in langwierigen "Kämpfen" immer wieder widerlegen, obwohl es doch öffentlich recht gute genaue Daten und Fakten gibt? Die werden immer erst dann akzeptiert und korrigiert, wenn man nicht mehr anders kann, siehe Nitratbericht.
Zur Artenvielfalt gibt es einige ausführliche Arbeiten, keine konnte belegen, dass sich der Artenrückgang mit Bio-Konventionell erklären lässt. Hatten wir hier schon mehrmals, ist länger her. Was die Vögel betrifft, hat eher die Bodenbearbeitung einen Einfluss auf die Häufigkeit an Vögeln auf der Fläche, hatten wir hier auch schon, das sagt aber nicht mal etwas über viele oder wenige Vögel aus. Die sind recht mobil und sind bis heute noch recht frei in ihrer Entscheidung.
Ich traue unserem demokratischen System zu, insbesondere unter Berücksichtigung der starken LW-Agrarlobby, dass Korrekturen an dem Quantifizierungsverfahren möglich wären, wenn die Fakten dies erforderten.
Also bleibst Du beim Glauben, auch wenn Borger Dir hier recht ausführlich die Datenlage auf den Tisch legt...
Wieder sind wir an dem Punkt, es interessiert Dich nicht was Fakt ist, es interessiert Dich was gewissen Institutionen sagen. Fällt Dir nicht auf, dass Du ideologisch leichtgläubig unterwegs bist?
Da dies offensichtlich nicht der Fall, bleibt für mich ein Handlungsbedarf für die LW (und in der Folge des Konsumverhaltens) bestehen.
Da erstens die Ursachen eher vielfältig sind und nicht mal geklärt, wie soll der Handlungsbedarf aussehen?
Landwirtschaftliche Erzeugung einstellen, bis man genaues heraus findet? Oder einfach annehmen, wenn man die moderene Landwirtschaft verbietet, denn kommen die Piepmätzer zurück?
Vielleicht überdenkt man gewisse Schutzprogramme der Vergangenheit (zB Krähen) und begibt sich auf das Rückdrängen von Invasiven Arten unter anderem Maderhund und Waschbär. Hauskatzen? Warum wird das Problem nicht thematisiert?
Die Meinungen von einzelnen Landwirten finde ich interessant. Man sollte allerdings nicht erwarten, dass Sie die Aussagekraft des Verfahrens der NNS ersetzen.
Ich möchte sicher nicht die "Aussagekraft" der NNS ersetzen, ich würde es endlich begrüßen, wenn man sich gezielt und ehrlich für Nachhaltigkeit einsetzt, denn es gibt tausende Möglichkeiten die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft zu verbessern aber eben nur auf ehrlicher, wissenschaftlicher Grundlage und niemals durch Wohlfühlgefühl und schlechter Fantasie.
PS: Die folgende Aussage erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit: In großflächigen Monokulturen nimmt das „Auge des Laien“ eine deutlich geringe Anzahl von pflanzlichen und tierischen Arten wahr, als auf weitgehend naturbelassenen oder extensiv genutzten Flächen. Hierfür bedarf es lediglich einer ungetrübten, interessenfreien Wahrnehmungsfähigkeit
Dir ist nicht mal bekannt, was Monokulturen sind, bedauerlich.
Wie oft muss man Dir den Begriff noch erklären?
Und die "Vielfalt" an Wildarten in Reinkulturen ist weder beim ökologischen Landbau noch beim konventionellem erwünscht.
Für Pevo mag es erfreulich sein, wenn in einem Getreidefeld Stechäpfel blühen, für den Konsumenten dieses Getreides hat das dann meist gesundheitlich negative Auswirkungen. Personen die sich mit Betäubungsmitteln auskennen erfreut es auch....
Was Du bei größflächigen Flächen wahrnimmst ist nichts als ein verkehrter Eindruck, denn die wilden Tierarten ziehen sich auch gerne zurück, was auf großen Flächen eher möglich ist, wenn sich da der Mensch auf dem Fahrrad nähert. In kleinräumigen Strukturen müssen sich die Tiere mit ihrer Angst und dem Menschen arrangieren. Im Zoo rennen die Tiere meist auch nicht vor den Besuchern weg. Ob diese es auf einem großflächigen Acker ohne Einzäunung auch so halten werden?
Ich entnehme Deinen Aussagen immer mehr, Du "glaubst", Du "fühlst",
damit kann man nun mal wenig bis gar nichts anfangen. Wer glaubt und fühlt soll in die Kirche gehen und beten, sich aber nicht an naturwissenschaftlichen Themen mit dieser Gefühlsduseligkeit auslassen.
Wir haben nur noch einen geringen Teil an heimischer Landwirtschaft und vor allem an heimischen Landwirten,
diese kann man nun ganz zerstören durch Unsinn auf gewachsen auf einer Industrie, der der Landwirtschaft nicht medial gewachsen ist (GreenNGOs),
oder man sollte sich bewusst werden, diese zu erhalten und sachlich mit dem Thema Landwirtschaft umzugehen.
Landwirtschaftspolitik muss mit Landwirten gemacht werden, nicht gegen.

