Dass die Ausbildung in D (an den Hochschulen wie an den Fachschulen) bezüglich der herkömmlichen Landwirtschaft sehr gut ist, bezweifle ich auch nicht.
Damit etwas dauerhaft funktioniert, muss es aber wirtschaftlich, ökologisch und sozial (ohne Gewichtung der Reihenfolge) "nachhaltig" (noch so ein verbrauchtes Wort, aber es mangelt an Alternativen) sein. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Sonst hätten wir kein Höfesterben und keine Umweltschäden und viel weniger soziale Probleme in den Bauernfamilien. Also geht die Fahrt weiter den Bach runter, oder wir brauchen neue Lösungen.
Was hilft es, wenn den angehenden Bauern in den Fachschulen die neuesten technologischen Spielsachen vorgeführt werden, wenn sie damit ihre Faktorkosten nicht erwirtschaften können, sich durch ihre Investitionen selbst versklaven und ihre Arbeitskraft für andere verbrennen?
Was helfen Höchsterträge, wenn daran nur die Zulieferer und Verpächter und Abnehmer verdienen?
Was hilft es, 14 Stunden am Tag zu arbeiten um den Hof zu halten, wenn man keine Frau findet und keine Familie gründet?
Wieso verlieren die Bauern den Kontakt zur Bevölkerung und werden immer mehr zur stigmatisierten Randgruppe?
Die Umweltprobleme. Usw. usw.
Verdrängen und Rechtfertigen lösen das nicht. Das ist nur Symptombehandlung. Der Tumor wächst weiter.

