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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Di Jul 26, 2016 10:11

Haben wir ein Bodenproblem? Ich dachte, wie hätten ein Verschwendugsproblem, ein Gerechtigkeitsproblem und ein Verteilungsproblem? :roll:
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Di Jul 26, 2016 10:36

Haben wir alle. Aber am ersteren können wir am ehesten etwas tun, und das ganz zu unserem Vorteil.
Ich will ja nicht schlechtreden, was bisher schon in der Hinsicht gemacht wird. Die Frage ist doch immer, wie wir unsere Methoden weiterentwickeln können.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Di Jul 26, 2016 13:35

Die Frage ist immer dieselbe.....wollen wir mit hohem Aufwand von 98 auf 100 oder sollen die Länder, in denen es wirklich Probleme gibt lieber erst mal von 40 auf 80 kommen?
Wir suchen immer die Fehler erst bei uns, die die Welt betreffen. Das ist sicherliche bei der Industrie, im Freizeitbereich und im Energiebereich richtig, sicherlich aber nicht in der Landwirtschaft.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon H.B. » Di Jul 26, 2016 15:05

Gut auf den Punkt gebracht
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Di Jul 26, 2016 18:21

Beim Holistic Management ist die Frage, wo der Betriebsleiter und seine Familie und seine Mitarbeiter wirklich hin wollen und wie sie dort langfristig am effektivsten hin kommen. Und dieser Kontext, den man sich steckt, beinhaltet nicht nur die wirtschaftlichen Ziele, sondern auch die Lebensqualität, die Umwelt in der man leben möchte, wie man von seinen Mitmenschen gesehen werden möchten. Dagegen beinhaltet er keinerlei Maßnahmen und schließt auch keine aus. Das gehört zu den Nachfolgenden Entscheidungsprozessen.
Diesen Kontext festzulegen ist alleine Sache der Beteiligten. Es geht darum, den Kern dessen so finden, was man eigentlich will. Also so lange alles mit "warum" zu hinterfragen, bis man nicht mehr weiter kommt.

Ein allgemein gehaltener Kontext, mit dem sich viele identifizieren können und den man natürlich individuell anpassen kann, ist z.B.:

"Wir wollen stabile Familien, die friedliche Leben in Wohlstand und körperlicher Sicherheit führen und die ihren religiösen und spirituellen Überzeugungen folgen können. Ausreichend nahrhaftes Essen und sauberes Wasser. Gute Bildung und ein gesundes, ausgeglichenes Leben mit Zeit für unsere Familie, Freunde, die Gemeinde und Freizeit für kulturelle und andere Aktivitäten. All dies wird durch sich erneuernde Böden und eine hohe Biodiversität (wer das Thema noch nicht vertieft hat würde evtl. einfach schreiben "eine gesunde Natur") auf den Landmassen der Erde und in ihren Flüssen, Seen und Meeren sichergestellt, für viele zukünftige Generationen."

Ein persönliches Idealbild, dass in einer fernen Zukunft, evtl. in mehreren Generationen, mal erreicht werden soll. Evtl. könnte man den ganzheitlichen Kontext auch als Fernziel einer persönlichen Nachhaltigkeitsstrategie ansehen.
Es mag auch einige geben, die sagen "nach mir die Sintflut". Aber die meisten Menschen verspüren doch den Wunsch, ihren Kindern eine bessere Welt zu hinterlassen.
Bei solchen Fernzielen kommen dann meist auch Bauern und Naturschützer zusammen. Gestritten wird doch eher ums wie und wann und unzählige Details als um den grundsätzlichen Gedanken eines funktionierenden Ökosystems, das unser aller Lebensgrundlage ist.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Di Jul 26, 2016 18:56

Ich hatte gehofft, dass eine naive Wert- und Weltvortellung nicht die Triebfeder sei----- :shock:
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Di Jul 26, 2016 19:46

Was ist den deine Wert- und Weltvorstellung?
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Mi Jul 27, 2016 6:20

Playlist "Unlock the Secrets in the Soil" with Ray Archuleta and Jon Stika:

https://www.youtube.com/watch?v=2JZJB4z ... GD8bnnq3wM
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Rohana » Mi Jul 27, 2016 7:46

Und ich dachte bei Wünschen gehts um Ideale und Ponyhof :roll:
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Mi Jul 27, 2016 8:05

Ich kann dir gerade nicht folgen Rohana. Du bist doch völlig frei in der Festlegung deiner Ziele.
Wenn das ein Ponyhof ist, dann halt ein Ponyhof. Und wenn es für LUV Geldverdienen ohne Rücksicht auf Verluste und Lästern im Landtreff ist, dann halt das. Muss jeder selbst wissen. Wir reden von einem Werkzeug. Ob du mit dem Hammer ein Haus baust oder jemandem den Kopf einschlägst, ist deine Entscheidung.
Aber zu Beginn solltest du dir klar machen, was dir wirklich wichtig ist. Das wird zu Anfang wohl nicht im Detail möglich sein und sich auch immer wieder mal ändern, aber über die grobe Richtung solltest du dir schon bewusst sein.
Wenn das vermeintliche Ziel sehr konkret ist, wie ein Ponyhof, dann bist du idR noch nicht am Ende der Fragekette. Interessant ist, warum du einen Ponyhof willst. Auch Raffen und Landtreff-Lästern wird nicht das Ende der Fragekette sein.
Das ist auch das Problem mit der Nationalen Nachhaltigkeitsstratgie. Wo soll die eigentlich hinführen und warum? Da werden irgendwelche Maßnahmen festgekleistert, ohne dass sie ständig hinsichtlich eines Kontexts hinterfragt und angepasst werden. Das kann nur in die Hosen gehen. Das Versagen ist systemimmanent vorgegeben, wie bei den Nachhaltigkeitszielen der UN, die sich ebenfalls nur gegen Symptome richten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Rohana » Mi Jul 27, 2016 17:41

Ähm.. ich fürchte du hast mich falsch verstanden. Das war eine Antwort auf LUV, vielleicht hätte ich das noch deutlicher machen sollen: Wünsche und Ziele können und dürfen mMn "naiv" sein. Ob und wie sie erreichbar sind, steht auf nem anderen Blatt. "Ponyhof" steht synonym für "Wunschdenken".
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Damhirsch » Mi Jul 27, 2016 18:39

Also Manfred, was soll ich als einfacher Bauer mit deinen Äußerungen anfangen. Was willst du denn konkret sagen? Was ist denn konkret dein Ziel hier zumThema Landwirtschaft. Sag mir mal was konkretes unter dem ich mir was praktisches vorstellen kann. Einfach so eine Art Kochrezept zum Landbau und drumherum.
Ist es nun richtig wenn ich Regenwürmer züchte. Soll ich nun Nahrungsmittel anbauen oder spezielle Arten der 78 000 Mikroorganismen vermehren oder soll ich Schiedsrichter spielen wenn die sich untereinander nicht einigen können wer gegenwärtig das zu sagen hat?
Ehrlich, mir sind deine Ideen einfach zu hoch.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Mi Jul 27, 2016 19:26

Das ist ja gerade das Problem. Einfache Kochrezepte sind wertlos in einer komplexen Situation. Deshalb gehen ja so viele Betriebe den Bach runter.
Wofür Savory 600 Seiten braucht, kann ich nicht in ein paar Beiträgen erklären. Ich will euch animieren, euch selbst mit der Thematik zu beschäftigen, wie man für komplexe Problemstellungen strukturiert gute Lösungswege findet.
Der erste Schritt ist, sich darüber klar zu werden, in welche Richtung man will, welche Werte einem wichtig sind. Dann wird jede Entscheidung daran gemessen, ob und wie effektiv sie dorthin führt.
Wir Menschen neigen dazu, immer nur von einem Problem zum nächsten zu denken. Was ist da aktuelle Problem? Was ist in der Werkzeugkiste? Drauf gehauen mit dem Hammer. Problem gelöst. Zwei neue Probleme geschaffen.
Das fängt bei ganz banalen Sachen an. Du hast Hunger, gehst zu Feinkost Albrecht und kaufst den billigsten Joghurt der Hausmarke. Problem gelöst. Aber wie passt das mit deinem (angenommenen) Wunsch zusammen, dass Milchbauern einen fairen Preis erhalten?
Und es reicht bis nach oben in die Politik. Du bist EU-Agrarkommissar. Die Milchbauern gehen reihenweise pleite. Du stehst unter erheblichem politischen Druck aus verschiedensten Lagern. Du legst ein Liquiditätshilfeprogram auf. Der Druck lässt nach, dein Problem ist gelöst. Das Bauernsterben geht weiter.
Die allermeisten landwirtschaftlichen Betriebe verwenden sehr viel Geld und Zeit und Energie darauf, irgendwelche Symptome zu bekämpfen. Im Ackerbau z.B. Symptome wie Nährstoffmangel, Unkraut, Parasiten, Pflanzenkrankheiten, Trockenheit usw. In der Mutterkuhhaltung z.B. fehlendes Weidefutter im Winterhalbjahr.
Und dann gibt es Betriebsleiter, die konsequent die Ursachen zu beheben. Wie der auf Seite 171 verlinkte Jim Howell, der mit Mutterkühen 40% Umsatzrendite nach Entlohnung der Faktorkosten (inkl. Pacht und Löhnen) einfährt, während vergleichbare Betriebe in D trotz Ausgleichs- und Agrarumweltzahlungen nicht mal ihre Vollkosten decken.
Oder im Ackerbaubereich der schon mehrfach verlinkte Gabe Brown.
Wer da nicht ins Nachdenken kommt, was im eigenen Betrieb im Argen liegt, dass man nicht selbst solche Ergebnisse erreicht, ist selbst schuld.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Mi Jul 27, 2016 22:38

Manfred hat geschrieben:Das ist ja gerade das Problem. Einfache Kochrezepte sind wertlos in einer komplexen Situation.


Einsicht?
Sollen wir in Deutschland anstatt 8to 24 to Weizen ernten, weil Du meinst in Afrika könnte man Erträge mit einfachsten Mitteln verdreifachen?
Von einer Tonne Weizen auf 3 ist das sicher kein Problem, aber in Afrika muss man sich von einer auf achtzig vervielfachen.
In der USA ist man mit 5to Weizen zufrieden auf besten Böden, ich halte 7to auf 20iger Sand für zu wenig,

Deshalb gehen ja so viele Betriebe den Bach runter.


Du betreibst eine lukrative Landwirtschaft?


Der erste Schritt ist, sich darüber klar zu werden, in welche Richtung man will, welche Werte einem wichtig sind. Dann wird jede Entscheidung daran gemessen, ob und wie effektiv sie dorthin führt.


Als Landwirt, der profitorientiert arbeitet, sollte der erste Schritt sein eine Mangelsituation herzustellen, dann bekommt er wesentlich mehr für seine Produkte und Menschen wie Du müssten sich um ihr Essen kümmern, nicht nur drüber reden.


Wir Menschen neigen dazu, immer nur von einem Problem zum nächsten zu denken. Was ist da aktuelle Problem?

Sehr gut erkannt,
nach dem wir Landwirte in Deutschland das Problem von Hungersnöten erfolgreich beseitigt haben, kommen aufgeklärte Verbraucher wie Manfred und suchen Probleme...
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Lüpi » Mi Jul 27, 2016 22:42

Verbraucher sind wir alle, aber Manfred ist doch selbst erzeugender Verbraucher, sprich Landwirt, oder habe ich da etwas falsch verstanden ?


Gruß Lüpi
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