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Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Do Aug 04, 2016 12:27

Sag ich doch, dass ich dazu nicht in der Lage bin. Versuche ich es abstrakt, ist es zu allgemein. Versuche ich es mit einem Beispiel, krallen sich die Leute an dem Beispiel fest und abstrahieren nicht.
In den USA gibt es mit https://holisticmanagement.org/about-hmi/eine Organisation, die sich seit gut 30 Jahren mit dem Spezialfall der Anwendung in der Landwirtschaft befasst, und Landwirte ausbildet. Die bieten auch kostenlose Ebooks zum Download an. Man muss sich aber dafür registrieren. Evtl. taugt das dem einen oder anderen als Einstieg.

Wer sich für den Spezialfall von Weidebetrieben intressiert, wird evtl. in Jim Howells Buch "For the Love of Land" fündig. Er bewegt sich aber überwiegend im spöden Klimabereich.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Do Aug 04, 2016 12:29

Könntest du noch mal mit deinen eigenen Worten die Vorzüge der Bewirtschaftungsform erläutern.....mir ist der Faden abhanden gekommen.
Welchen Bezug zur Nachhaltigkeit hat sie?
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Fr Aug 05, 2016 10:40

Es geht wie gesagt nicht um eine Bewirtschaftungsform, sondern um eine Strategie zur Entscheidungsfindung.
Wo das hin führt, hängt von den Zielen desjenigen ab, der die Methode anwendet.

Wenn man den Spezialfall des Weidemanagements im spröden Klima herausgreift: Dort beinhaltet das Ziel meist eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und eine Aufwertung des Landes.
Einige Beispiele gibt es z.B. in diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=hRg1hOj-0iQ
Auch in Jim Howells oben genanntem Buch finden sich diverse Beispiele. Er hat mit seiner Frau Reisegruppen zu Weidebetrieben überall auf der Welt organisiert, die mit HM arbeiten.

Oder auf YouTube nach Leuten wie Jim Gerrish, Gabe Brown, Jim Elizondo, Greg Judy, Johann Zietsman, Ian Mitchell-Innes usw. usw. suchen.

Was das für die Nachhaltigkeit bringt, entsprechende Ziele der Bewirtschafter vorausgesetzt?
Wiederherstellung funktionierender Wasserkreisläufe, Verbesserung der Böden, gutes Einkommen und gute Lebensqualität für die Bauern, Akzeptanz durch die Verbraucher...
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Fr Aug 05, 2016 10:44

In Deutschland sollte man in der jetzigen Situation um die Landwirtschaft nicht über Weidehaltung nachdenken.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Fr Aug 05, 2016 11:13

Wieso?
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Welfenprinz » Fr Aug 05, 2016 11:19

Mein Ziel ist es mit einem kleinen /mittleren Betrieb ein Einkommen zu erwirtschaften und das -optional- ohne Subventionen nur am Markt.

Aus unterschiedlichen Zielen ergeben sich unterschiedliche Wege. -:)

Unser Wasserkreislauf ist in den hiesigen WSG so bombastisch,dass die Wasserwerke den Nitratgehalt als nicht messbar gar nicht mehr benennen. Und die Tiefgründigkeit unserer Böden wird uns immer wieder durch Rapswurzelballen ,die die Drainage verstopfen,vor Augen geführt.


Meine grösste Sorge und Hemmnisse auf meinem Weg sind idiotische Eingriffe des Staates wie die DÜV,die solche Sachen gefährden.
Erhöhter Leguminosenanteil z.B. wird hier vom Beratungsbüro der WSGs mit Händen und Füssen abgewehrt,da nur Mineraldünger Kontrollmöglichkeit über Nitratverlagerung beinhaltet. Organischen Dünger haben wir zum Glück fast gar nicht.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Lonar » Fr Aug 05, 2016 13:00

Welfenprinz hat geschrieben:Unser Wasserkreislauf ist in den hiesigen WSG so bombastisch,dass die Wasserwerke den Nitratgehalt als nicht messbar gar nicht mehr benennen. Und die Tiefgründigkeit unserer Böden wird uns immer wieder durch Rapswurzelballen ,die die Drainage verstopfen,vor Augen geführt.


Meine grösste Sorge und Hemmnisse auf meinem Weg sind idiotische Eingriffe des Staates wie die DÜV,die solche Sachen gefährden.
Erhöhter Leguminosenanteil z.B. wird hier vom Beratungsbüro der WSGs mit Händen und Füssen abgewehrt,da nur Mineraldünger Kontrollmöglichkeit über Nitratverlagerung beinhaltet. Organischen Dünger haben wir zum Glück fast gar nicht.

Auf deinem Boden wäscht ja auch dementsprechend nichts aus. Auf Karnickelsand sieht die Geschichte wieder anders aus. Da regnet es ein Tag 50l und am nächsten kannst du da wieder fahren als wäre nichts gewesen.
Nitratverlagerung hat in erster Linie mit was Bodengüte zu tun. Klar niedrige Herbst n-min Werte sind anzustreben aber mehr als angepasst Düngen und Zwischenfrucht geht nicht.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Welfenprinz » Fr Aug 05, 2016 15:21

Dann ist das mit den unterschiedlichen Voraussetzungen ja hiermit deutlich gemacht.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Fr Aug 05, 2016 20:38

Welfenprinz hat geschrieben:Mein Ziel ist es mit einem kleinen /mittleren Betrieb ein Einkommen zu erwirtschaften und das -optional- ohne Subventionen nur am Markt.


Den Begriff "Ziel" habe ich missverständlich gebraucht. Es ist aber auch schwer zu differenzieren.
Kontext oder ganzheitlicher Rahmen oder 300-Jahre-Fernziel trifft es evtl. besser.
Und die betrieblichen Dinge werden ja nicht alles sein, was dich umtreibt. Gesundheit, Familie, Sicherheit etc.
Ganzheitlich, d.h. es geht ums Ganze. Um alles, was dich wichtig ist.

Aber ich komme hier mit meinen Erklärungen nicht weiter. Ich werde mich wohl erstmal wieder auf meine eigenen Baustellen konzentrieren.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Fr Aug 05, 2016 21:21

Manfred hat geschrieben:Aber ich komme hier mit meinen Erklärungen nicht weiter. Ich werde mich wohl erstmal wieder auf meine eigenen Baustellen konzentrieren.


Irgendwie erklärst Du gar nichts, verlinkst irgendwelche "Elephantenfarmen" oder verweist auf die Youtube Universität.
Kein Beispiel passt zur aktuellen Landwirtschaft hier in Deutschland.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Todde » Fr Aug 05, 2016 21:24

Welfenprinz hat geschrieben:Meine grösste Sorge und Hemmnisse auf meinem Weg sind idiotische Eingriffe des Staates wie die DÜV,die solche Sachen gefährden.
Erhöhter Leguminosenanteil z.B. wird hier vom Beratungsbüro der WSGs mit Händen und Füssen abgewehrt,da nur Mineraldünger Kontrollmöglichkeit über Nitratverlagerung beinhaltet. Organischen Dünger haben wir zum Glück fast gar nicht.


Leguminosen sind in Niedersachsen tot.
Schon mal die Bilanzierung gesehen, die seit diesem Frühjahr gilt?
Erbsen in Hauptfrucht 155kg N /ha, bei Zwischenfrüchten 55kg...
Mal eben ein Einschnitt, der mich bei meinen Zwischenfrüchten sehr stört, da lass ich mir dann lieber HTK aus Holland kommen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Welfenprinz » Sa Aug 06, 2016 8:53

Manfred hat geschrieben:
Den Begriff "Ziel" habe ich missverständlich gebraucht. Es ist aber auch schwer zu differenzieren.
Kontext oder ganzheitlicher Rahmen oder 300-Jahre-Fernziel trifft es evtl. besser.
Und die betrieblichen Dinge werden ja nicht alles sein, was dich umtreibt. Gesundheit, Familie, Sicherheit etc.
Ganzheitlich, d.h. es geht ums Ganze. Um alles, was dich wichtig ist.



Ich hab dich sogar sehr gut verstanden. -:)
Mein betriebliches oder berufliches Dasein ist Auswirkung von Entscheidungen ,die ich für mein persönliches Wohlergehen und Zufriedenheit gewählt habe.
Ich hätte,platt gesagt,auch was anderes machen können. Finanziell und karrieremässig atteaktiver. Zwischen 25 und 30 war ich mir dann aber 100%ig sicher ,dass ich in keinem Büro,keinem Labor und keinem “Team“ enden will.
Die oben von mir beschriebenen Details sind also Folge und Umsetzung einer quasi Lebensentscheidung,die ich für mich getroffen habe.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Sa Aug 06, 2016 8:57

Manfred hat geschrieben:Den Begriff "Ziel" habe ich missverständlich gebraucht. Es ist aber auch schwer zu differenzieren.
Kontext oder ganzheitlicher Rahmen oder 300-Jahre-Fernziel trifft es evtl. besser.
Und die betrieblichen Dinge werden ja nicht alles sein, was dich umtreibt. Gesundheit, Familie, Sicherheit etc.
Ganzheitlich, d.h. es geht ums Ganze. Um alles, was dich wichtig ist.

Aber ich komme hier mit meinen Erklärungen nicht weiter. Ich werde mich wohl erstmal wieder auf meine eigenen Baustellen konzentrieren.


Wie kann und soll ein einzelner Betrieb ein Fernziel von 300 Jahren vorgeben....ist das nicht eher eine utopische bis naive Weltsicht. Es gibt noch Milliarden andere Menschen, die das "Fernziel" beeinflussen oder es beeinflussen werden. Gesundheit, Familie und Sicherheit haben nun wirklich gar nichts mit der landw. Produktion zu tun, die sind davon völlig unabhängig.....denn 99% der deutschen Bevölkerung müssen dies ebenfalls losgelöst von der landw. Produktion erreichen. Ich denke, dein Ansatz ist eher esoterisch begründet und basiert auf der exessiv betriebenen USA - Landwirtschaft und deren Folgen. Da könnte man sich doch leichter den Amish-People anschließen, die haben den halben Weg schon erreicht.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon Manfred » Sa Aug 06, 2016 9:13

Das ist falsch. Jeder Verbraucher hat durch seine Konsumentscheidungen Einfluss auf die Landwirtschaft.
Und es gibt nun mal Ziele und Werte, die in einer Generation nicht zu erreichen sind.
Wer nicht langfristig denkt, landet in Verhältnissen wie in der Politik oder der Wirtschaft, wo für einige die Dauer einer Wahlperiode oder der nächste Quartalsbericht bereits der weiteste Horizont zu sein scheinen.
Muss jeder selbst wissen. Es gibt ja genug Leute, die nach dem Motto "Nach mit die Sintflut" leben.
Für mich wäre das nichts. Ich möchte, dass auch die Generationen nach mir eine vernünftige Lebensgrundlage auf diesem Planeten haben. Und ich wünsche mir, dass sie in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können.
Wenn das ideologische Verbohrtheit ist, sei es drum. Andere nennen es evtl. evolutionäre Vernunft oder ethische Verantwortung oder die Gebote ihrer Religion oder wie auch immer. Scheint jedenfalls in vielen von uns angelegt zu sein, dass ihnen nicht scheißegal ist, welche Verhältnisse sie der Nachwelt hinterlassen.
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Re: Nationale Nachhaltigkeitsstrategie

Beitragvon LUV » Sa Aug 06, 2016 9:45

Manfred, dein Idealismus in Ehren.....
Ein aktuelles Beispiel aus der Region. Der Bau der A20 kostet allein in unserer Gemeinde 850ha Ackerland....wo bitte soll der Einzelne sich da 300 Jahre positionieren? Das Allgemeinwohl = die wirtschaftliche Notwendigkeit steht hier höher, als alle anderen Ziele....das hat Olaf Lies, SPD gestern nochmal verkündet. So jetzt noch mal zurück zu deinen Idealen einer Gesellschaft oder des Einzelen.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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