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Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Beitragvon Obelix » Do Mai 08, 2008 16:20

filou hat geschrieben:... Was unserem Land fehlt sind ... gebildete, praxisorientierte, innovative und risikobereite UNTERNEHMER ...


Hallo,

was sollen solche, bis zum erbrechen strapazierte Schlagworte?

Das sich die genannten Adjektive in sich widersprechen und dass es diesen Unternehmer (wenn man mal kurz drüber nachdenkt) überhaupt nicht gibt bzw. nicht in Deutschland geben kann - da liegt das Problem.

Welcher halbwegs gebildete Mensch ist denn so doof und wird in Deutschland (außer unter Zwang) Unternehmer? Das tut sich kein normaler Mensch an.

Risikobereit soll der Unternehmer sein. Na klar, wenn's nach Hinten los geht und er dann Pleite ist, sein Privatvermögen weg, seine Frau mit Familie weg und seine Zukunft im Eimer (wer stellt schon einen gescheiterten Unternehmer ein) kümmert das keine Sau. Im Gegenteil, alle wissen auf einmal ganz genau, was "die Pfeife" falsch gemacht hat und belustigen sich darüber. Das er keine 5 Jahre vorher von den gleichen Leute als der absolut cleverste Vorzeigeunternehmer angesehen wurde, den jeder kennen wollte, der in jedem IHK-Blättchen erwähnt wurde, den die Politik umschleimte und jeden Bank als Kunden haben wollte ...

Komischer Weise sollen immer nur die Anderen "gebildete, praxisorientierte, innovative und risikobereite UNTERNEHMER" werden. Vielleicht versucht Ihr es selbst mal?

Grüße
Obelix
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Beitragvon filou » Do Mai 08, 2008 17:14

was sollen solche, bis zum erbrechen strapazierte Schlagworte?

Das sich die genannten Adjektive in sich widersprechen und dass es diesen Unternehmer (wenn man mal kurz drüber nachdenkt) überhaupt nicht gibt bzw. nicht in Deutschland geben kann - da liegt das Problem
.
OK wenn man mal länger darüber nachdenkt :wink:
gebildet=Vernünftige Lehre,rechnen können,verstehen der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge
praxisorientiert=macht sich auch mal die Hände schmutzig bzw.kann arbeiten bzw.sieht was zu tun ist
innovativ=sieht Probleme oder Kosten und entwickelt Ideen mit denen man die Probleme lösen kann bzw.Kosten sparen kann(oft sind das nur die vielen "kleinen Schrauben"an denen man sehr effektiv drehen kann.
risiko bereit=man setzt sein Projekt,Maschiene,Bauwerk in die Tat um nach dem man sich vorher die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit durchgerechnet hat(incl.steuererlicher Auswirkungen versteht sich :) )


Welcher halbwegs gebildete Mensch ist denn so doof und wird in Deutschland (außer unter Zwang) Unternehmer? Das tut sich kein normaler Mensch an.

Na Super alle Unternehmer sind Dumm :shock: Nur weil sie als Selbständige wesentlich mehr Stunden arbeiten müssenoder was??Gut das es solche Leute überhaupt noch gibt...Wer bezahlt Dich den????

Risikobereit soll der Unternehmer sein. Na klar
,
Ohne ein gewisses Risiko geht es leider nicht :?
(wer stellt schon einen gescheiterten Unternehmer ein)

Bist Du einer ?

Komischer Weise sollen immer nur die Anderen "gebildete, praxisorientierte, innovative und risikobereite UNTERNEHMER" werden. Vielleicht versucht Ihr es selbst mal?

Bin dabei :wink: [/quote]
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Beitragvon Obelix » Fr Mai 09, 2008 8:48

filou hat geschrieben:gebildet=Vernünftige Lehre, rechnen können, verstehen der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge

Das ist aber sehr blauäugig, wenn so etwas ausreichen würde. Gugg Dir lieber mal die Chef's von Lidl an, was die alles abziehen müssen, um bestehen zu können. Zur Selbstständigkeit gehört eine gewisse Portion Schlitzohrigkeit, man muss extrem pfiffig sein und muß ein sehr sehr dickes Fell haben. Und ganz wichtig: Man muß Mitarbeiter motivieren können und mit den Kunden ein gutes Händchen haben.

filou hat geschrieben:praxisorientiert=macht sich auch mal die Hände schmutzig bzw.kann arbeiten bzw. sieht was zu tun ist

Genau das darf der Chef nicht, da dazu seine Zeit viel zu teuer ist. Der muß sich, viel wichtiger, um den Verkauf und um Aufträge kümmern. Immer wieder neue Kunden, immer wieder neue auskömmliche Artikel und Projekte, ausreichend Arbeit, Gute Kunden, die auch bleiben. Nur dann läuft der Laden. Und nicht, weil der Chef sich selbst die Hände immer schmutzig macht.

filou hat geschrieben:innovativ=sieht Probleme oder Kosten und entwickelt Ideen mit denen man die Probleme lösen kann bzw.Kosten sparen kann(oft sind das nur die vielen "kleinen Schrauben"an denen man sehr effektiv drehen kann.

Klar, super einfach, an vielen "kleinen Schrauben" drehen, die man nicht näher definieren muss. Da kannste aber drehen, wenn auf einmal der von Dir gefertigte Artikel am Markt zum halben Preis angeboten wird.

filou hat geschrieben:risiko bereit=man setzt sein Projekt,Maschiene,Bauwerk in die Tat um nach dem man sich vorher die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit durchgerechnet hat(incl.steuererlicher Auswirkungen versteht sich)

Wo ist da denn das Risiko, wenn dass kalkulierbar ist? Als Unternehmer bist Du gezwungen, auf Verdacht wegen einem 50.000 € Auftrag mal 150.000 € zuinvestieren, weil Du Folgeaufträge und neue Kunden siehst. Wenns dann bei dem 50.000 € Auftrag bleibt, hast Du das Geld voll in den Sand gesetzt. Das ist Unternehmerrisiko. Nicht wie Du schilderst, kalkulierte Sachen ohne Risiko. Die würde ja jeder herstellen.

Ich wünsch Dir viel Glück und Erfolg mit Deiner Selbstständigkeit. Tu mir nur einen Gefallen: Geh das nicht alles so blauäugig an. (Aber vielleicht muß man das auch, um den Schritt überhaupt zu wagen.)

Grüße
Obelix
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Beitragvon hans g » Fr Mai 09, 2008 9:04

obelix,der junge mann steckt doch noch in den startlöchern---der wird noch ne menge erfahrungen sammeln :!:
das wichtigste am unternehmer ist DIE riesenportion schlitzohrigkeit :!:
hans g
 
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Beitragvon Komatsu » Fr Mai 09, 2008 12:08

hans g - du meinst mit Schlitzohrigkeit , eine vertrauensvolle kriminelle Ader ? Ich kenne ne große hessische Baufirma, mit deren Geschäftsführern und Bauleitern, könnte man jederzeit und sofort nen Banküberfall machen :lol:
Komatsu
 
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Beitragvon hans g » Fr Mai 09, 2008 12:33

ihc833 hat geschrieben:hans g - du meinst mit Schlitzohrigkeit , eine vertrauensvolle kriminelle Ader ? Ich kenne ne große hessische Baufirma, mit deren Geschäftsführern und Bauleitern, könnte man jederzeit und sofort nen Banküberfall machen :lol:

soweit würde ich jetzt nicht gehen,aber ich staune immer wieder über deine beiträge :!: :lol:
find ich aber ok,ist ne gewisse würze drin :!:
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Beitragvon 2810 » Fr Mai 09, 2008 13:12

Obelix hat geschrieben: Gugg Dir lieber mal die Chef's von Lidl an, was die alles abziehen müssen, um bestehen zu können. Zur Selbstständigkeit gehört eine gewisse Portion Schlitzohrigkeit, man muss extrem pfiffig sein und muß ein sehr sehr dickes Fell haben. Und ganz wichtig: Man muß Mitarbeiter motivieren können und mit den Kunden ein gutes Händchen haben.

Hallo Obelix , wer sind für Dich die Chefs von Lidl ?
Die phrasendreschenden Roboter , die in letzter Zeit im Fernsehen ihren IQ zuMarkte getragen haben ?
Wenn das System Lidl/Schwarz die Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft sein soll , dann braucht man sich nicht wundern , wenn das Parteiensystem sich auch in eine bestimmte Richtung weiterentwickelt.
Ich finde es höchst pervers, wie man die Spielräume skrupellos ausnützt um Expansion /Gewinnmaximieung zu erreichen und auf der Strecke bleiben dann die Mitarbeiter und die Lieferanten.
Natürlich hat der Staat dieses Prozedere mit der Liberalisierung /Globalisierung ermöglicht und ist gezwungen , die "Leichen " längs dieses Weges aufzufangen und zu alimentieren -mit Steuergeld.
Solange jedoch 90 % der Bevölkerung vom System Lidl/Aldi profitieren(wobei ihnen unbemerkt der Staat wieder mehr aus der Tasche holen muß,um den restlichen 10% das Leben zu ermöglichen ) wird sich nicht viel ändern
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Beitragvon filou » Fr Mai 09, 2008 21:35

Obelix hat geschrieben:
filou hat geschrieben:gebildet=Vernünftige Lehre, rechnen können, verstehen der betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge

Das ist aber sehr blauäugig, wenn so etwas ausreichen würde. Gugg Dir lieber mal die Chef's von Lidl an, was die alles abziehen müssen, um bestehen zu können. Zur Selbstständigkeit gehört eine gewisse Portion Schlitzohrigkeit, man muss extrem pfiffig sein und muß ein sehr sehr dickes Fell haben. Und ganz wichtig: Man muß Mitarbeiter motivieren können und mit den Kunden ein gutes Händchen haben.

filou hat geschrieben:praxisorientiert=macht sich auch mal die Hände schmutzig bzw.kann arbeiten bzw. sieht was zu tun ist

Genau das darf der Chef nicht, da dazu seine Zeit viel zu teuer ist. Der muß sich, viel wichtiger, um den Verkauf und um Aufträge kümmern. Immer wieder neue Kunden, immer wieder neue auskömmliche Artikel und Projekte, ausreichend Arbeit, Gute Kunden, die auch bleiben. Nur dann läuft der Laden. Und nicht, weil der Chef sich selbst die Hände immer schmutzig macht.

filou hat geschrieben:innovativ=sieht Probleme oder Kosten und entwickelt Ideen mit denen man die Probleme lösen kann bzw.Kosten sparen kann(oft sind das nur die vielen "kleinen Schrauben"an denen man sehr effektiv drehen kann.

Klar, super einfach, an vielen "kleinen Schrauben" drehen, die man nicht näher definieren muss. Da kannste aber drehen, wenn auf einmal der von Dir gefertigte Artikel am Markt zum halben Preis angeboten wird.

filou hat geschrieben:risiko bereit=man setzt sein Projekt,Maschiene,Bauwerk in die Tat um nach dem man sich vorher die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit durchgerechnet hat(incl.steuererlicher Auswirkungen versteht sich)

Wo ist da denn das Risiko, wenn dass kalkulierbar ist? Als Unternehmer bist Du gezwungen, auf Verdacht wegen einem 50.000 € Auftrag mal 150.000 € zuinvestieren, weil Du Folgeaufträge und neue Kunden siehst. Wenns dann bei dem 50.000 € Auftrag bleibt, hast Du das Geld voll in den Sand gesetzt. Das ist Unternehmerrisiko. Nicht wie Du schilderst, kalkulierte Sachen ohne Risiko. Die würde ja jeder herstellen.

Ich wünsch Dir viel Glück und Erfolg mit Deiner Selbstständigkeit. Tu mir nur einen Gefallen: Geh das nicht alles so blauäugig an. (Aber vielleicht muß man das auch, um den Schritt überhaupt zu wagen.)

Grüße
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Klar ihr denkt alle sofort an die riesen Firma (das große Geld/wenig Arbeit))mit mindestens 10 Angestellten,damit der Chef wirklich "nur" noch Aufträge rein holen muß und sich blos nicht mehr die Hände schmutzig machen muß :twisted:
Welcher Handwerker z.B. macht sich den sofort mit einem "so großen" Unternehmen selbständig ???? Das ist doch wohl klar das man sich dafür sofort jede Menge Geld leihen muß und dann eventuel damit "baden"geht.

Ich meine den Unternehmer der Tagsüber z.B.in seiner Werkstatt arbeitet und abends seine Rechnungen schreibt :!:
Oder auch den Landwirt der seinen Betrieb komplett durchrationalisiert.d.h.bei gleichem Arbeitsaufwand und geringeren Kosten mehr produziert.
Ich habe auch mit 15-16 Jahren in meinem kleinen elterlichen Betrieb die Schweineställe umgebaut d.h.selber gemauert, betoniert etc. Dann bot es sich z.B. an die Futterkosten mit Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie zu senken oder biotechnik/Computer in der Schweinezucht einzusetzen.Innerhalb weniger Jahre wurde die Produktion verdoppelt.Mit 30 hatte ich bereits ein Haus(vermietet) und mit mehreren Leuten eine Windkraftanlage gebaut.Danach folgte noch PV etc.Heute mit 38 komme ich ganz gut klar :wink:
Ihr habt doch gelesen was ihc geschrieben hat.Viele heutige Wirtschaftskapitäne haben früher bei den Bauern Kartoffeln gesucht! Tut mir leid aber ich kenne heute niemanden der Studiert hat und dieses tun würde ,gschweige denn sein Haus/Werkstatthalle/Stall zum größten Teil selber bauen würde. :P
Viele studieren nur um sich ein bequemes Leben zu machen,nicht um unser Land und dessen Wirtschaft nach vorne zu bringen. :?
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Beitragvon Komatsu » Sa Mai 10, 2008 10:07

schimmel hat geschrieben:Ne is klar Filou, wer die Subventionen des Staates und damít die Steuergelder anderer einstreicht (Windkraft und PV) der geht natürlich ein hohes unternehmerisches Risiko ein, is klar. Während es weht und die Sonne scheint liegt der Student auf der faulen Haut und der Energiewirt streicht die Kohle ein super, Filou.

Reini


Sorry, die Vergütung nach dem EEG sind weder Subventionen noch Steuergelder, sondern das wird auf den Strompreis umgelegt und zahlt somit jeder auch der HartzIV Empfänger. Letzterer wäre ja bei Steuergeldern nicht tangiert.

Reini, erhöhe einfach deine Preise. Qualität ist Qualität. Wer sich dann Scheisse von der Konkurrenz bauen läßt, dem kassiert du dann beim Rekonsrtruktion ab. Dann gehts dir auch wieder besser.
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Beitragvon filou » Sa Mai 10, 2008 23:00

schimmel hat geschrieben:Ne is klar Filou, wer die Subventionen des Staates und damít die Steuergelder anderer einstreicht (Windkraft und PV) der geht natürlich ein hohes unternehmerisches Risiko ein, is klar. Während es weht und die Sonne scheint liegt der Student auf der faulen Haut und der Energiewirt streicht die Kohle ein super, Filou.

Reini


Also da würde ich mich bei den steigenden Energiepreisen heut zu Tage nicht mehr sooo weit aus dem Fenster lehnen 8)
Die Stromkosten sind in den letzten 20 Jahren um 5% pro Jahr gestiegen.Wir bekommen für den Windstrom nur 8.5-9.1 Cent/kwh.In 6-7 Jahren sind wir günstiger als die Kernkraft. :wink:
Der normale Strompreis ist nur ein Durchschnittswert aus billigem Nachtstrom und dem teuren Strom in der Mittagszeit.Die PV Anlagen ersetzen genau zur Mittagszeit diese Spitzenstrompreise.Als im Sommer das Kühlwasser für die AKW knapp wurde kostete die KW/h an der Leibziger Börse bis zu 2€ pro kw/h :shock: in der Mittagszeit...
Im übrigen war/ist die Windkraft immer noch ein Risiko da ich 1995 auf dem eigenen Grundstück keine Genehmigung bekommen habe ;jetzt Pacht zahlen muß,die erhofften Erträge nicht eigetreten sind,wir aber dennoch klar kommen weil die Zinsen gefallen waren :oops: Na ja jetzt haben wir von einem Dänischen Großinvestor ein Kaufangebot für einen 3 Jahre alten Windpark erhalten welches ca.70% höher ist als die Herstellungskosten des Parks...Wir haben nicht verkauft :lol: .
Von der Förderung profitieren nicht die Betreiber sondern immer nur die Herstellerfirmen ..egal ob bei Wind- oder Pv...Ist in anderen Branchen auch so....
Hast Du nicht noch ein geeignetes Dach für eine PV Anlage zu vermieten ?:D
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Beitragvon Oberlandrat » Di Mai 13, 2008 7:50

phil lazio hat geschrieben:Heutzutage gibts doch eh nur noch 6,7 Semester lang Bafög, wenn du in den ersten vier Semestern ein bisserl schluderst gibts gar nix mehr. Ich krieg zum Beispiel 400 Euro im Monat, davon gehen 220 Euro für die Miete im Studentenwohnheim ab und 60 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung. Dann komme ich auch noch aus Bayern, wo die schwarze Mafia die Studiengebühren von 500 Euro pro Semester eingeführt hat. Wenn ich nicht in den Semesterferien bei BMW am Band stehen würde und nicht von meinen Eltern unterstützt würde (Ich helfe ihnen aber auch aufm Hof), dann könnte ich einpacken. Dann müsste ich entweder mein Leben lang aufs Landwirtschaftsamt rennen und irgenwelchen Beamten in den Arsch kriechen um die Beihilfen zu kriegen oder ich müsste mir (noch schlimmer) für dieses Aas von Chef jeden Tag den Arsch aufreissen für einen Hungerlohn und dabei zuschauen, wie der Penner jedes Jahr 2 neue Mietshäuser baut und in Saus und Braus lebt. Aber sich als Student anhören zu müssen auf Kosten der Allgemeinheit zu leben (noch dazu von Bauern) entbehrt nicht einer gewissen Ironie...



Hallo phil lazio

ich verstehe nicht, warum Du Dich nicht in der selben Branche wie den früherer Arbeigeber selbständig machst. Dann kannst Du auch jedes Jahr 2 neue Mietshäuser bauen und wirst furchtbar reich. Du kannst dann auch Deinen Beschäftigten ein fürstliches Gehalt zahlen. Damit kannst Du auch noch Deinen früheren Arbeitgeber ärgern, weil alle seine Beschäftigten zu Dir wechseln wollen und er kein Personal mehr findet, so dass er seinen Betrieb zusperren muss!

Du kannst alternativ Beamter in der Landwirtschaftsverwaltung werden, dann kriechen Dir wenigtstens die Leute in den Arsch!

Was ist so schlimm dran, wenn ein Student während seiner Semeserferien arbeitet (kann sowieso kein Mensch erklären, wieso die Semesterferien so lang sein müssen). Ich habe bereits als 14-jähriger Schüler Ferienarbeit geleistet und das hat mir sicherlich nicht geschadet.

Noch ein paar Bemerkungen zu den Studiengebühren:

1. Die Studiengebühren wurden nicht von der "schwarzen Mafia" eingeführt, sondern vom Bayerischen Landtag, also von der gewählten Volksvertretung.

2. Studiengebühren gibt es auch anderswo auf der Welt.

3. Ich kannte einige "Bummelstudenten", die das Studium nicht ernsthaft betrieben haben, aber enorme Resourcen verschwendet haben.

4. Den Hochschulen hat in großem Umfang Geld gefehlt. Ich halte nichts davon, die Staatsverschuldung noch weiter zu erhöhen. Zwar hat es Bayern endlich geschafft, dass nicht weiter die Staatsverschuldung erhöht wird (dies hat die "schwarze Mafia" trotz zahlreicher Widerstände besser geschafft als irgend eine andere Staatsregierung in Deutschland oder als die Bundesregierung), es gibt aber immer noch einen Berg Schulden, der noch abzutragen ist und zwar hauptsächlich von uns Jüngeren (ich zähle mich mit meinen 34 Jahren mal noch zu den Jüngeren).

5. Niemand hält Dich auf, an einer Hochschule zu studieren, wo keine Studiengebühren erhoben werden (sind dort etwa die Studienbedingungen so schlecht, dass Du lieber in Bayern studierst?).

6. Auf die Tatsache, dass zum Beispiel ein Handwerksmeister seine Meisterausbildung und Meisterprüfung selbst finanzieren muss wurde bereits hingewiesen.
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Beitragvon Gast » Di Mai 13, 2008 9:51

@ Oberlandrat (bist wahrscheinlich auch Beamter, oder? So einen Schmarrn können eigentlich nur Beamte, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, rauslassen...)


Es ist ja heutzutage so furchtbar leicht sich selbständig zu machen..., wieso bin ich da noch nicht draufgekommen.
Mein Exchef ist sicher sehr geschäftstüchtig und meinetwegen auch fleissig, aber wenn er nicht schon einen funktionierenden Betrieb von seinem Vater hätte übernehmen können, wäre er heute nicht so weit. Versteh mich nicht falsch, ich gönns ihm - solange er seiner sozialen Verantwortung gerecht wird- was meiner Meinung nach nicht der Fall ist.

Wo habe ich geschrieben, dass ich ein Problem damit habe während der Semesterferien zu arbeiten? Auch wenn ich die Zeit fürs Studium nutzen könnte, verdiene ich mir gerne etwas dazu. Der Nachteil ist halt, Studierende aus "besseren Kreisen" fahren in dem Zeitraum in den Urlaub und/oder lernen und sind dadurch besser erholt und vorbereitet.

Die Studiengebühren wurden mit der satten CSU Mehrheit beschlossen, die anderen Parteien waren meiner Erinnerung nach nicht dafür. Der CSU gings meiner Meinung nach auch darum Konkurrenz in Form von studierenden Arbeiterkindern von der eigenen "Kaste" wegzuhalten.

Die Studiengebühren haben sicher in gewisser Hinsicht auch Vorteile, aber sie sind sozial einfach unglaublich ungerecht. Die Sprösslinge aus reichen Familien tangieren sie ja nicht, sie halten aber gleichzeitig Kinder aus Arbeiter- oder auch Bauernfamilien vom Studieren ab, und die die trotzdem studieren haben am Ende einen Berg an Schulden.

Die Staatsverschuldung ausgerechnet dadurch vermindern zu wollen, dass man an der Bildung spart ist purer Blödsinn. Jeder halbwegs vernünftige Volkswirt wird dir sagen, dass für die Entwicklung einer Volkswirtschaft (und dadurch auch für einen gesunden Staatshaushalt, der aber sowieso nicht mehr zu erreichen ist) die Bereitstellung von höherer Bildung für die breite Masse das absolut wichtigste ist.

Der Handwerker hat aber auch schon ein paar Jahre verdient und muss deshalb im Normalfall für den Meisterbrief keine Schulden machen.
Gast
 
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Beitragvon hans g » Di Mai 13, 2008 12:07

schimmel hat geschrieben:@Filou und Reinhold: Mir kommen die Tränen, ich werde mit der Sammelbüchse durchs Landziehen und für verarmte PV und WK - Anlagen Betreiber sammeln :cry:

Reini

von mir kriegste nix :!:
hans g
 
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Beitragvon Calis » Di Mai 13, 2008 12:42

@phil

muss sagen, dass deine Ansichten etwas sehr sozialistisch sind.
In Bayern wird noch einigermaßen vernünftig regiert.

1. Andere Bildungswege kosten auch wie in anderen Beispielen schon dargelegt wurde.


2. Mein beruflicher Werdegang ist auch von persönlichen Investitionen abhängig gewesen.
Habe mit 16 eine Ausbildung als KFZ-Elektriker gemacht und dann nach der Arbeit mein Abi und das Studium durchgezogen.
Jetzt arbeite ich bei BMW in der Entwicklung.

Mein Haus wurde z.B. mit nur 15 Std. Mauerer + Dachstuhl mit Zimmerer hingestellt.

Also habe mir nicht den Luxus von FOS und FH geleistet.
Wäre sicher der einfachere Weg gewesen, aber wie gesagt ich hatte immer meine Arbeit und der Rest ging nebenbei.

Also nicht immer mit dieser Vollkaskomentalität die in D so weit verbreitet ist an die Sache heran gehen.
Finde in D wird sowieso schon um einiges zuviel in das Leben der Bürger eingegriffen.
Bin eher der Meinung jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Man soll nicht warten was man vom Staat bekommt, sondern sich auf die eigenen Hinterbeine stellen.

Bin auch der Meinung, dass im sozialem Netz nur aufgefangen werden soll und man sich nicht wie in vielen Fällen in D auf Grund des Systems ein bequemes Leben gemacht werden.
Hatte durch meinen Werdegang oft im Monat keine 200€ im Monat zum ausgeben zur Verfügung und es ging um. Also ist in meinen Augen Hartz 4 nicht so schlimm wie es oft heißt.

Mein Standpunkt ist runter mit den Steuern und jeder muss selbst sehen wie er fort kommt.
Absicherung vom Sozialstaat nur bei Krankheit bzw. Dach, Kleidung und Essen bei abstürzen, auch falls sich das jetzt sehr überzogen anhört.


Viele Grüße

C.
Calis
 
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Beitragvon brainfart » Di Mai 13, 2008 13:12

Nett, was ihr Populisten da wieder von euch gebt.

> ich verstehe nicht, warum Du Dich nicht in der selben Branche wie den
> früherer Arbeigeber selbständig machst.

Vermutlich weil er gerade studiert und beides gleichzeitig schlecht geht. Sollte auch dir einleuchten. Oder würdest du das selbe auch zum Lehrling sagen? Mecker nicht rum, Stift, mach dich halt nebenher selbständig?!

> Was ist so schlimm dran, wenn ein Student während seiner Semeserferien
> arbeitet (kann sowieso kein Mensch erklären, wieso die Semesterferien so
> lang sein müssen).

Erstens sind das keine Semesterferien, sondern Vorlesungsfreie Zeit. Das heißt noch lange nicht, daß da absolut nix läuft. Ich hab in Semesterferien so gut wie immer irgendwelche Praktikas und Prüfungen gehabt oder ebengearbeitet. Von ewig lang Urlaub war da nix zu spüren.

> Ich habe bereits als 14-jähriger Schüler Ferienarbeit geleistet und das
> hat mir sicherlich nicht geschadet.

Was das jetzt mit Studium zu tun haben soll versteh ich gerade nicht, aber du wirst es uns sicher erklären können. Vermutlich ist das der Grund für deinen geistigen Dünnpfiff, die Vorurteile über das faule Studentenpack und so, gell. 14-jährige gehen normalerweise noch nicht studieren.

> Ich kannte einige "Bummelstudenten", die das Studium nicht ernsthaft
> betrieben haben, aber enorme Resourcen verschwendet haben.

Dann erklär uns doch mal, welche kostbaren Ressourcen die verschwenden außer ihrer eigenen Zeit. Krankenkasse müssen sie selbst zahlen, Studiengebühren und Semesterbeiträge zahlen sie auch, Bafög muß zurückgezahlt werden und gibts eh nur kurz. An der Uni verursachen sie keine zusätzlichen Kosten, wenn sie nicht hingehen und nur auf dem Papier studieren.
Also, was für enorme Ressourcen sind das denn?

> Zwar hat es Bayern endlich geschafft, dass nicht weiter die
> Staatsverschuldung erhöht wird (dies hat die "schwarze Mafia" trotz
> zahlreicher Widerstände besser geschafft als irgend eine andere
> Staatsregierung in Deutschland oder als die Bundesregierung), es gibt
> aber immer noch einen Berg Schulden, der noch abzutragen ist und
> zwar hauptsächlich von uns Jüngeren (ich zähle mich mit meinen 34
> Jahren mal noch zu den Jüngeren).

Mit 34 hast Du die Ära Kohl ja voll und bewußt erlebt. Dafst mal recherchieren, wie sich die Staatsverschuldung während diesen 16 Jahren entwickelt hat, falls Du dich nicht dran erinnerst.

> Niemand hält Dich auf, an einer Hochschule zu studieren, wo keine
> Studiengebühren erhoben werden

Falsch. Oftmals gibt es finanzielle oder mit dem Studiengang zusammenhängende Gründe, die es einem unmöglich machen, mal einfach so die Uni zu wechseln. Aber woher solltest Du das denn wissen, hast wahrscheinlich nie eine Uni von innen gesehen, oder? Lieber Studiengebühren blechen und noch zuhause wohnen können als z.B. in eine andere Stadt umzuziehen (und da dann auch bald Studiengebühren blechen müssen).
Auch wenns schwerfällt: mal eben so 1500-2000€ im Jahr extra aufzubringen fällt verdammt schwer, wenn man eben NICHT arbeiten gehen kann so wie man gerne will.


Des weiteren möchte ich auch noch auf ein paar andere Fakten hinweisen, von denen du sicherlich keine Ahnung hast: in vielen Studiengängen ist man mehr oder weniger gezwungen, an der Uni zu arbeiten, oft OHNE Bezahlung. Auf dem Papier ist die Arbeitszeit zwar begrenzt, in Wirklichkeit wird allerdings erwartet, daß reichlich unbezahlte Überstunden gemacht werden.
Jedes weitere Beschäftigungsverhältnis ist ebenfalls der Universität zu melden. Werden die maximal zulässigen Wochenarbeitsstunden (die auf dem Papier, nicht die tatsächlichen) überschritten, droht die Zwangsexmatrikulation. In andere Worten, man wird von der Uni geschmissen. Wenn ich also einen Job mit offiziell 15 Wochenstunden an der Uni übernehme, dann darf ich noch weitere 5 Stunden pro Woche arbeiten. Wenns mehr sind, drohe ich von der Uni zu fliegen. Wo bitteschön kriegt man einen Job mit 5 Wochenstunden her, der dann nicht mit dem Studium zeitlich kollidiert? Den Job an der Uni ablehnen kann man auch nicht unbedingt, denn da hat man die Möglichkeit, in dem Bereich zu arbeiten, in dem man später mal seine Diplomarbeit etc. ableistet, bei den Personen, die einem später dann in der Prüfung gegenübersitzen. Man sammelt Erfahrungen, die sich gut im Lebenslauf lesen. Kann ein paar wissenschaftliche Veröffentlichungen machen, ohne die es schwierig wird, später mal eine gescheite Abschlußarbeit zu schreiben.
Du willst keine Überstunden leisten und Freitags um 4 nach Hause gehen, kommst am Samstag (und teilweise auch mal Sonntag) auch nicht? Fein, da ist die Tür, es warten genug andere darauf, den Job zu übernehmen.

Die Bezahlung für solche sogenannten HiWi-Jobs an der Uni wurde übrigens seit 1991 nicht einmal erhöht, trotz jährlicher Inflation, trotz Euroeinführung, trotz drei- oder viermaliger Mehrwertsteuererhöhung, trotz gestiegener Lebenshaltungskosten und Abgabenlast und gesunkenenr Kaufkraft auch für Studenten. Weißt du eigentlich, wie sich die (Energie-) Preise in dem Zeitraum entwickelt haben?
IM GEGENTEIL: die wöchentliche Arbeitszeit wurde vor ca. 3 Jahren um etwa 10% angehoben, OHNE Anpassung der Löhne. Mit anderen Worten, um heute genau den selben Geldbetrag wie 1991 zu verdienen, mußt du 2 Stunden länger arbeiten als 1991. Der reale Stundenlohn wurde dadurch um fast 1€ gesenkt. Und selbst so ein ************* wie du sollte begreifen, daß einem 15 Mark 80 (? der ungefähre Stundenlohn 1991) sehr viel mehr gekauft hat wie heutzutage 7,40€ (der aktuelle Stundenlohn).
In einigen Studiengängen liegt die Regelstudienzeit verdammt nah am Limit zu Langzeitstudiengebühren. Das bedeutet dann, du arbeitest nur noch, um die Scheiß Gebühren und Krankenkasse zahlen zu können und kommst gar nicht mehr richtig zum studieren. Während meines Studiums war ich in vielen Semestern von morgens um 8 bis abends um 8 an der Uni. Wann bitteschön soll man da noch arbeiten gehen? Zwischendurch in der Mittagspause? Oder Montags von 10-13 Uhr und Donnerstags von 9-11 und 14-15:30, wenn mal gerade Leerlauf ist? Wo findet man solche Jobs? Dann müssen noch Prüfungen abgelegt und schriftliche Hausarbeiten angefertigt werden, am Wochenende ist also auch Essig. So ein Semester geht dann an die Ersparnisse, wenn denn welche da sind.

Nur mal zum Vergleich: unser Bundestag hat sich eben die Löhne um 17% in 2 Jahren erhöht. Aber über das faule Studentenpack lästert es sich ja viel besser.

Hey, aber was interessieren einen Fakten, wenn man sich schon eine Meinung gebildet hat, nicht wahr?

Damit sich keiner ungerecht behandelt fühlt: Vollpfosten, Stück Brot.
So, alles gesagt fürs Erste...
Brain, du bist echt... wäh, lol.
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Solange Du Menschen, Schweine und Kühe nicht unterscheiden kannst, halt Dich einfach raus.
[SHierling]

Dem ham`s wirklich ins Hirn geschissn. Der heißt nicht nur so...
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