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Nord Stream 2

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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798 Beiträge • Seite 7 von 54 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 54

Re: Nord Stream 2 - gibts dafür überhaupt zusätzliches Gas

Beitragvon tyr » Mi Sep 29, 2021 7:25

adefrankl hat geschrieben:Hier wird immer erwartet, dass sich die Gasversorgung wesentlich verbessert, sobald Nordstream 2 in Betrieb geht. Die Frage ist aber, ob Russland überhaupt nennenswert zusätzliches Gas liefern kann.
So wurde hier https://www.zerohedge.com/markets/all-h ... gy-markets gestern gemutmaßt, dass Russland aktuell bei den Lieferungen bereits an der Kapazitätsgrenze ist. Wörtlich wurde da geschrieben:
"Notably, Luckock said he was skeptical that Russia, the biggest gas supplier to Europe, was intentionally tightening the market for political gain, suggesting that Moscow was already pumping as much gas as it could right now. “It’s easy to say that’s politically motivated, but I think it’s simpler than that: Russia is facing maintenance in many gas fields, very low domestic inventories, substantially increased flows to Turkey, and Gazprom is struggling to increase production,”
Nun heute gibt es die Meldung, dass die Lieferungen aus Russland durch die Yamal Pipeline (geht bis Frankfurt-Oder) über Nacht um 57% zurückgegangen sind. vgl. https://www.zerohedge.com/markets/europ ... -plunge-57
Dementsprechend wären die Gaspreise gleich um weitere 10% hier in Westeuropa gestiegen. Und in China kommt es inzwischen auch schon zu Stromausfällen und Fabrikschließungen wegen Energiemangel. Da fehlt anscheinend teilweise die Kohle. Insofern sind von dort auch keine großen Düngerexporte zu erwarten!

Nordstream sollte vor allem die alten Drushbatrassen ersetzen, die, wegen mangelnder wartung in der Ukraine, aber auch in den anderen ehemaligen Ostblockländer, in die Jahre gekommen sind.
Nebenbei sollen sie Transitgebühren sparen und die Versorgungssicherheit durch Umgehung unsicherer Kantonisten erhöhen. Die Planung begann bekanntlich, als die Ukraine noch nicht unser Freund war, sondern ein mäßig funktionierender Staat mit unsicherer Zukunft. Jetzt ist es ein gar nicht mehr funktionierender Staat, aber unser bester Freund^^
Das war am Anfang auch so kommuniziert. Von Erhöhung der Gasmengen war nie die Rede, das war bei Beginn der Planung gar nicht notwendig. Da redete noch niemand von "Ausstieg aus der Kohle".
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon tyr » Mi Sep 29, 2021 7:31

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

Nord Stream 2 ist ein politisches Konstrukt.

Die Leitung macht nur Sinn, wenn die Transitländer die anderen Rohre kappen,
und Yamal UND Nord Stream 1 kaputt sind.

Primär dient Nord Stream 2 zur Erpressung der Ukraine.
Sekundär zur Bereicherung von Gerd Schöder.

Es wäre ja schön, wenn die Erdgasförderung in Russland soweit in die Knie geht,
daß einfach nix mehr lieferbar ist.
Dann kaufen wir Steinkohle in Süd-Afrika.


Olli


Was heißt Erpressung? Es gibt kein recht auf Transitgebühren, wenn man diese Teritorien umgehen kann, Mal davon ab, das die Drusba, heute "Yamal" inzwischen, Dank der hervorragenden Wartung der Ukraine, völlig fertig ist. Die Ukraine hat sich selbst in diese Sackgasse manövriert, udn es sieht nicht danach aus, das man seine politik seit dem Putsch ändern möchte. In ihrem Größenwahn haben sie schon mal die Rückeroberung der Krim sowie des Donezkbeckens angekündigt. Soclhe Versuche könnten für die europäische Gasversorgung böse enden.
Auch deswegen ist Nordstream wichtig.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon elchtestversagt » Mi Sep 29, 2021 7:34

Hat die Ukraine nicht auch ständig mal irgendwelche Mengen "abgezwackt" ohne dafür zu zahlen?
Ich meine, da war auch mal was....
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon tyr » Mi Sep 29, 2021 7:40

elchtestversagt hat geschrieben:Hat die Ukraine nicht auch ständig mal irgendwelche Mengen "abgezwackt" ohne dafür zu zahlen?
Ich meine, da war auch mal was....


Wieso hat? das machen die immer noch. Anders bekommen die kaum noch Gas, und die meisten Heizkraftwerke laufen nur auf Gas. Die Kohle liegt im Donezbecken, die Mienen haben sie selbst zerschossen, oder sind mangels Arbeiter außer Betrieb. Da läuft nur noch wenig. Der Donbas wird inzwischen wieder weitgehend von Russland aus versorgt, bzw versuchen die regionalregierungen dort wenigstens ein teil der Minen wieder zu betreiben, damit die bevölkerung nicht zu sehr friert. Die Sowjetunion war ein Land der Zentralheizungen, udn der gasbetriebenen Heizungen. Selbst in den Dörfern hast Du die formschönen überirdischen gelb angestrichenen Gasleitungen von Haus zu Haus laufen.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon elchtestversagt » Mi Sep 29, 2021 7:45

Und ( ich war da...), die haben keine Thermostate in den Heizkörpern. Wenn das Kraftwerk Wärme liefert, dann entweder Saunahitze oder garnicht. Die Temperatur in den Häusern wird durch die Fenster geregelt, offen, oder auf "Kipp" oder halt wenns ganz dicke kommt zu....
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon tyr » Mi Sep 29, 2021 7:47

elchtestversagt hat geschrieben:Und ( ich war da...), die haben keine Thermostate in den Heizkörpern. Wenn das Kraftwerk Wärme liefert, dann entweder Saunahitze oder garnicht. Die Temperatur in den Häusern wird durch die Fenster geregelt, offen, oder auf "Kipp" oder halt wenns ganz dicke kommt zu....


Das war in der DDR auch so.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Neuland79 » Mi Sep 29, 2021 9:41

langholzbauer hat geschrieben:Deshalb mein Hinweis, dass Stromversorgung- bzw. -Steuerung über geschlossene und gesicherte Intra-Netze erfolgen sollte !
Der nächste " Krieg" findet online statt.
Ein gezielter Angriff auf Internet und gar Strom- bzw.Energieversorgung kostet weniger als ein nagelneuer Panzer!

Seitdem es Leittechnik gibt, ist sie angreifbar. Wird jetzt komplexer, das ist schon klar, weil viel mehr leittechnisch angebunden ist. Zudem ergeben sich ganz neue Möglichkeiten durch Steuerung dritter. Ja, das ist so. Ich habe nicht so viel Zeit zu schreiben und will mich jetzt auch nicht über Rundsteuertechnik auslassen, was da früher und jetzt möglich war/wäre.

Aber nur um nochmal kurz auf adefrankl einzugehen. Blindleistung ist da ohne Ende. Durch die Normen wird jedoch alles bregrenzt und zudem nicht durch die Netzbetreiber abgerufen (weil nicht benötigt). Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass bei 50% der Anlagen(leistung) (Niederspannung bis 2019 sowieso, aber auch ALLE anderen Spannungsebenen) gar keine Blindleistung abgerufen wird. Ich kann in dem Bereich keinen Mangel erkennen. Die neue VDE-AR-N 4105 habe ich mir noch nicht durchgelesen. Da muss ich mir vorher erst was hochprozentiges organisieren.

Und wenn ich noch etwas sagen darf. NIEMALS, aber auch wirklich NIEMALS darf ein Kraftwerk (ob konv. oder regenerativ) die Blindleistungshaltung des Netzes übernehmen. Das Netz ansich muss sich selbst Blindleistungstechnisch tragen. Das heißt, konventionelle und regenerative Einspeiser müssen und dürfen nur den Anteil an Blindleistung im Netz bereit stellen/kompensieren, den sie selbst durch ihre Einspeisung und die damit verbundenen Leistungsflüsse erzeugen!!! Der Ausfall von zentralen Kraftwerken und dezentralen Einspeisern darf NICHT zu Blindleistungsproblemen -> Spannungsproblemen im Netz führen. Da gibt es bei Netzzusammenbrüchen natürlich auch irgendwo Grenzen. Aber wirklich das Schlimmste, was man als Netzbetreiber machen kann, ist das Netz übers Kraftwerk auszukompensieren und dann geht das Kraftwerk weg und das Netz bricht zusammen. Das wäre ein extrem unsicherer Netzbetrieb.

Um nochmal auf die Netzfrequenzen und die Blindleistung zu kommen. Die Wechselrichter können in Abhängigkeit der Frequenz ihre Leistung selbständig regeln. Da brauchen die Netzbetreiber nicht alles ansteuern! Nur ein Hochfahren bei Unterfrequenz ist schwierig. Bei BHKW geht etwas, wenn sie nicht auf voller Leistung fahren oder nur die Hälfte der Anlagen in Betrieb ist, aber diese Regelleistung bei Unterfrequenz muss (wie sonst auch) über eingekaufte Reserven sichergestellt werden.

Ich muss, euch noch viel Freude beim Diskutieren.
Zuletzt geändert von Neuland79 am Mi Sep 29, 2021 12:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Estomil » Mi Sep 29, 2021 9:56

Gut möglich, dass der Russe garnicht mehr liefern kann.
Das war ja generell schon immer ein Problem bei steigendem Verbrauch, dass praktisch alle Energieträger was die Förderleistung angeht nach oben wenig Spielraum haben.

Was da zur Zeit auf dem Weltmarkt aber abgeht soll nochmal einer verstehen. Ich habe den Eindruck, dass mit Corona so einiges soweit runtergefahren wurde und man seine Reserven soweit reduziert hat, dass das hochfahren aktuell garnicht mehr möglich ist.
China fängt aktuell ja zb an sehr viele Bereiche sehr stark zu regulieren. Exporte sind in einigen Bereichen unerwünscht um die heimische Industrie zu stützen und die Inflation im Zaun zu halten.

Leidtragend sind sämtliche andere Industrien die kein Material mehr bekommen.

Und ja Nordstream 2 wurde vorallem gebaut um die Ukraine unter Druck zu setzten die damit den Russen voll in der Hand hatten. Denn ohne Moneten aus dem Gasgeschäft sind alle geopolitischen Ambitionen der Russen Geschichte. Damit hätte die Ukraine gegen die Russen mehr in der Hand als alle EU Sanktionen es je könnten.
Das kann man jetzt alles so und so sehen denn umkehrt konnte unser Freund dir Ukraine Europa natürlich auch immer unter Druck setzen. Das haben vieleicht auch gemacht ohne daß es an die grosse Glocke gehängt wird.

Sicher ist hier nur eins. Russland wird uns weiter beliefern komme was wolle. Da hat weder der Kalte krieg was dran geändert noch andere Dinge. Zweitens kann es natürlich sein, dass die Russen sich dann die Ukraine komplett einverleiben. Das Thema wäre in vier Wochen durch denn Wiederstand von der Nato ist genauso wenig zu erwarten wir von einem guten Teil der Ukrainer.
Damit wird's dann aber auch für andere Länder eng wie Weissrussland und das Baltikum.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Pegasus_o » Mi Sep 29, 2021 10:32

Estomil hat geschrieben:Wenn's in Zukunft deutlich mehr wird muss sowas aber zentral gesteuert werden. Also redipach.

Da müsste man heute eigentlich auf Zack sein und Schnittstellen bereitstellen. Das setzt aber auch vorraus, dass das Internet funktioniert und Daten übermittelt werden..



Das ist ja der Punkt. In der konventionellen Stromerzeugung ist die Sekundenreserve durch die Schwungmassen immanent, die Ausregelung erfolgt passiv. Bei EE muß aktiv gesteuert werden mit Regelenergie, die hoffentlich gerade vorhanden ist. Ich sehe nicht, die man diskutieren kann, welche Variante stabiler ist.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Neuland79 » Mi Sep 29, 2021 10:41

Pegasus_o hat geschrieben:Das ist ja der Punkt. In der konventionellen Stromerzeugung ist die Sekundenreserve durch die Schwungmassen immanent, die Ausregelung erfolgt passiv. Bei EE muß aktiv gesteuert werden mit Regelenergie, die hoffentlich gerade vorhanden ist. Ich sehe nicht, die man diskutieren kann, welche Variante stabiler ist.

Du musst immer mit Regelenergie eingreifen, bei viel Schwungmasse später, bei wenig Schwungmasse früher. Wenn du die Schwungmasse nicht komplett auf Null herunter fährst, gibt es irgendwo eine Grenze und diesen Gradienten musst du bestimmen. Aktuell läuft das alles noch ganz geschmeidig. Es ist in keinster Weise unbeherrschbar geworden. Und selbst wenn die Gradienten höher werden, muss sich entsoe eben was überlegen. Man kann auch Last abwerfen. Das dauert exakt 100ms, dann hüpft dir die Frequenz wieder hoch. Ich sehe da noch kein Problem und ich denke entsoe kann auch rechnen.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Pegasus_o » Mi Sep 29, 2021 10:59

Neuland79 hat geschrieben: Wenn du die Schwungmasse nicht komplett auf Null herunter fährst, gibt es irgendwo eine Grenze und diesen Gradienten musst du bestimmen.


:-) Was ja die Aussage von Fachleuten seit 20 Jahren ist: Ein gewisser Anteil EE ist für die Netze kein Problem, aber es gibt eine Grenze. Ob die bei 40%, 50% oder 60% liegt, wird sich dann zeigen.


Man kann auch Last abwerfen. Das dauert exakt 100ms, dann hüpft dir die Frequenz wieder hoch. Ich sehe da noch kein Problem und ich denke entsoe kann auch rechnen.


Genau, Stromsperren, das ist die Lösung :-)
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Estomil » Mi Sep 29, 2021 11:41

Es wird auf jedenfall komplizierter. Und es wird auch kein Weg an grossen akkussstemen vorbeiführen die eine Sekundenreserve liefern können.

Die Frage ist ja wo man hin will.
Bei 100% erneuerbare inklusive Primärenergie dann wird's aber richtig eng. Das kann nur funktionieren wenn man offshore gewaltige Mengen Windkraft installiert und jedes dach in Deutschland mit PV belegt.
Die erheblichen spitzem muss man dann zb als Wasserstoff ins Netz drücken und speichern.
Vorteil hier vor allem dass das Gasnetz bereits heute sehr leistungsfähig ist und man so auch sehr sehr hohe Mengen in den Süden bekommt ohne Unmengen Stromtrassen bauen zu müssen.
Effizient ist das aber natürlich nicht und teuer wird es so richtig.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass eine starke Infrastruktur die erstmal da ist im Unterhalt nicht unbedingt teurer sein muss als das was wir jetzt haben. Sprich die 100mrd die wir im Jahr für Energieträger ausgeben sind ja auch nicht ohne.
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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Neo-LW » Mi Sep 29, 2021 12:34

Moin,

Estomil hat geschrieben:
Die Frage ist ja wo man hin will.
Bei 100% erneuerbare inklusive Primärenergie dann wird's aber richtig eng. Das kann nur funktionieren wenn man offshore gewaltige Mengen Windkraft installiert und jedes dach in Deutschland mit PV belegt.



100% erneuerbare sind physikalisch nicht möglich.

Die absolute Obergrenze liegt irgendwo bei 80 %.

Wirtschaftlich sind so um die 50 %.

Derzeit macht Deutschland die Hälfte der Strommenge mit Wind und PV.
(Wobei die Menge nix über die Verfügbarkeit aussagt.)
Es kann auch 14 Tage Windstill sein und der Himmel bedeckt sein.

Die Erzeugung hat ihr Maximum im Spätsommer, der Verbrauch das Maximum um Ostern herum.
Man muss also Strom nicht über Sekunden, sondern über Monate lagern.
So etwa in der Menge von 600 Stück Pumpspeicherwerken.

Strom ist aber nur 1/4 vom Gesamtenergieverbrauch.

Vom Strom machen wir derzeit 1/2 alternativ.
Macht also 1/4 x 1/2 = 1/8 = 0,125

Bis 1,0 bleiben also nur noch 0,875 = 87,5 % zum Umstellen.
Die einfachsten Möglichkeiten haben wir abgefühstückt.
Die ganz einfache Möglichkeit, vom Rückbau der energieintensiven DDR-Industrie angefangen.
Für die einfachen 12,5 % haben wir über 30 Jahre gebraucht.
Welcher Kasper meint denn, das bis 2038 alles fertig ist ?
8 x 30 = 240 Jahre.
Diese Grundrechenarten sollte man den Politikern mal beibringen.


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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Neo-LW » Mi Sep 29, 2021 12:39

Moin,

Estomil hat geschrieben:
Die erheblichen spitzem muss man dann zb als Wasserstoff ins Netz drücken und speichern.
Vorteil hier vor allem dass das Gasnetz bereits heute sehr leistungsfähig ist und man so auch sehr sehr hohe Mengen in den Süden bekommt ohne Unmengen Stromtrassen bauen zu müssen.
Effizient ist das aber natürlich nicht und teuer wird es so richtig.



Wasserstoff kann man dem Erdgas nur bis 7% zumischen.
Mehr hält das Deutsche Rohrleitungsnetz nicht aus.

Es führt also kein anderer Weg nach Jericho hin, als synthetische Kraftstoffe herzustellen.


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Re: Nord Stream 2

Beitragvon Grimli » Mi Sep 29, 2021 15:09

https://www.technologieland-hessen.de/m ... Evonik.pdf

Evonik will Gasleitungen demnächst mit Polyamid 12 ersetzen oder ähnlich wie Wasserleitungen von Innen mit Kunststoff rehabilitieren.
Die Nowega Gas Pipeline von Lingen zum Chemiepark Marl soll demnächst komplett auf Wasserstoff umgestellt werden.
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