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Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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133 Beiträge • Seite 8 von 9 • 1 ... 5, 6, 7, 8, 9
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Djup-i-sverige » Mi Dez 14, 2011 8:28

Die Freiwirtschaft versucht genau dieses zu vermeiden, mit ein paar prinzipell recht einfachen Änderungen.
Um einen Markt aus Nachfrage und Angebot zu erhalten und Monopolisierungen zu vermeiden.


Du meinst eine freie MARKTwirtschaft?
Wie kommst du drauf das es da keine Konzentration, keine Monopolisierung, kein Sterben der Kleinen, kein Wachsen der Großen gibt?
Der Unterschied zu dem in deutschland herrschenden System ist dann eigentlich nur, das keiner mehr gegen Monopolbildung vorgeht, keiner mehr gewissen Vorgänge in sozialen Kontext stellt, sondern wirklich nur noch der ein ein nachgefragtes Produkt am günstigsten liefern kann gewinnt....
Also noch viel viel grössere Einheiten...
Aber das denke ich mir schon seit du das erste mal von freier Wirtschaft geschrieben hast...
Und die Armen werden noch ärmer.. in Amiland haben sie meines Wissens nach statt sozialer Marktwirtschaft freie Marktwirtschaft... läufts da besser? werden Betriebe kleiner?
Hatte schon mal geschrieben,ich weiß nicht ob dir oder jemand anders, mir kommts so vor als stinkts dir gewaltig das du nicht gegen die Großen anstinken kannst, daher redest du das System madig, in der Hoffnung es käme der Tag der Überbevorzugung der Kleinen... kommt aber nicht, nichtmal nach einem Krieg.
Mir wärs auch lieber alle Autos würden wieder in Handarbeit in kleinem Manufakturen hergestellt, hätte da auch so meine Ambitionen(Nicht für Kleinserien Bonzenauto´s), nur wird das nie so sein...
und wäre in freie Marktwirtschaft erst recht nicht so...

Ach ja und um aufs Thema zu kommen, auch das Tierwohl würde sicher leiden wenn man unregulierte ,freie Marktwirtschaft betreiben würde.. :wink:

Ach ja und wenns keine Zinsen mehr gibt, wie soll dann in bestimmten Gebieten noch investiert werden?Neue Entwicklungen vorangetrieben werden?Zurück in die Steinzeit?
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Cairon » Mi Dez 14, 2011 8:57

@tyr

Natürlich hatte das Mittelalter auch seine Sternstunden, schließlich ist die Entwicklung damals nicht stehen geblieben. Ich denke aber nicht, dass es die erstrebenswerte Hochzeit war als die Du sie anscheinend siehst. Wenn Du dir unsere Epoche mal anschaust, seit 1945 kein Krieg mehr auf deutschem Boden, das sind immerhin 66 Jahre am Stück,

Wikipedia hat geschrieben:Beispiel Bundesrepublik Deutschland

Im Jahr 2010 beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Jungen 77 Jahre und 4 Monate (2007: 77 Jahre und 2 Monate). Die entsprechende Zahl für neugeborene Mädchen lautet 82 Jahre und 6 Monate (2007: 82 Jahre und 5 Monate)[3]. Die so berechnete durchschnittliche Lebenserwartung ist allerdings eine höchst fiktive Zahl, weil bei ihrer Berechnung Kriege, Seuchen und andere Faktoren, die den Lebensdurchschnitt dieser kommenden Generation beeinflussen können, noch nicht bekannt sind. Jetzige Verhältnisse werden extrapoliert. Dagegen ist die weitere oder durchschnittliche weitere Lebenserwartung schon relativ genau. Sie gibt an, wie viele weitere Lebensjahre Menschen eines bestimmten Alters nach den in der aktuellen Berichtsperiode geltenden Sterblichkeitsverhältnissen durchschnittlich noch weiterleben.

Neugeborene Jungen in den alten Bundesländern haben eine Lebenserwartung von 76,9 Jahren, die in den neuen Bundesländern neugeborenen (ohne Berlin) eine von 75,5 Jahren. Der Ost-West-Unterschied beträgt also 1,4 Jahre. Bei den neugeborenen Mädchen beträgt der Abstand zugunsten der im Westen geborenen Mädchen 0,3 Jahre.


http://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwa ... eutschland

Seit der Nachkriegszeit keine Hungersnot mehr in Deutschland. Soziale Sicherungssystem sind auf einem nie gekannten Niveau. Ich finde es im der heutigen BRD wesentlich lebenswerter als im Mittelalter.

Also ich muss sagen so, schlecht kann das System nicht sein.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Cairon » Mi Dez 14, 2011 9:44

tyr hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:@tyr

Natürlich hatte das Mittelalter auch seine Sternstunden, schließlich ist die Entwicklung damals nicht stehen geblieben. Ich denke aber nicht, dass es die erstrebenswerte Hochzeit war als die Du sie anscheinend siehst. Wenn Du dir unsere Epoche mal anschaust, seit 1945 kein Krieg mehr auf deutschem Boden, das sind immerhin 66 Jahre am Stück,


Und was machen wir gerade in Afghanistan? Ach, so Brunnen und Schulenbauen^^
Selbst im Irakkrieg waren wir beteiligt, indirekt, aber immerhin... Golfkrieg auch...

Cairon hat geschrieben:Ich finde es im der heutigen BRD wesentlich lebenswerter als im Mittelalter.

Also ich muss sagen so, schlecht kann das System nicht sein.



Es geht nich darum vergangene Zeiten aufleben zu lassen, sondern ich wollte Dir nur zeigen, das der Kapitalismus nicht alternativlos ist. Es gab ohne ihn auch zeiten des Wohlstandes, und zwar bedeutend länger als 60Jahre.
Das System, so wie Du es kennst, geht gerade unter, Du bist mittendrin... :wink:


Lies mal richtig oder habe ich da was nicht mitbekommen, haben wir den Irak und die Golfregion inzwischen eingemeindet? Und was bekommt der deutsche Bürger (abgesehen von den Soldaten und deren Familien) von diesen Konflikten mit, außer ein paar Fernsehbilder und höheren Steuern?
Und wie Schimmel es schon geschrieben hat, du kannst das persönliche Gewinnstreben eines Menschen nicht abschalten und so lange dass so ist geht es nicht anders als mit Kapitalismus. Menschen sind nicht alle gleich und können über einen Kamm geschoren werden, daran sind doch auch die ganzen kommunistischen Staaten zu Grunde gegangen. Egal welches System du einführst, die Menschen werden immer ihren We3g suchen sich einen persönlichen vorteil zu verschaffen.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Tooom » Mi Dez 14, 2011 11:17

schimmel hat geschrieben:Was mich maßlos stört ist, dass im Tierschutz mit zweierlei Maß gemessen wird. Wir haben keine vom Tierschutz öffentlich mit gleichem Druck vorgetragene Forderung nach Abschaffung der Anbindehaltung für Rinder. Warum müssen Schweine - und Geflügelhalter sich immer wieder neuen Vorschriften mit festen Umsetzungsfristen unterwerfen, und die sog. bäuerlichen Familienanbindehalter können sogar noch mit Unterstützung rechnen? Ist vielleicht doch der Tierschutz nur ein Alibi für die ideologisch gesteuerte Umformung der Landwirtschaft? Wenn man wirklich umfassenden Tierschutz will, dann sollte man dies mal angehen und nicht immer verblendet durch die Republik laufen.


Ich glaube du hast noch nie eine ""moderne"" Hähnchenmastanlage von innen gesehen oder willst es nicht sehen. Die sind zwar nicht angebunden können sich allerdings aus Platzmangel kaum umdrehen und übers Futter werden in ihren gerade mal 30-35 Lebenstagen viele verschiedene Antibiotika verabreicht. Von Bewegungsfreiheit will ich erst garnicht reden. Oder eine geordnete Übersicht bei diesen hunderttausenden Tieransammlungen ist unmöglich deshalb wohl die breite und konequente Verabreichung übes Futter.
Soll das dann ein Fortschritt sein ? Seltsame Ansichten :roll:

Bestehende Anbindehaltung aufgrund von Bestandsschutz erhalten, von mir aus. Bestandsschutz war und wird es immer geben. Aber es kann nicht sein das jetzt die von mir eben beschriebenen neuen Mastanlagen genehmigt, gebaut und auch noch als zukunftsweisend verkauft werden. Das ist ein Rückschritt.

Im Nobember 2011 stellte NRW-Umweltminister Johannes Remmel eine Studie vor, die das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (LANUV) 2011 im Auftrag seines Ministeriums erstellt hat. Es ist die bundesweit erste Studie zum Medikamenteneinsatz in der Hähnchenmast.[20]
Die wichtigsten Studienergebnisse sind:

- 96,4 Prozent der Tiere aus den untersuchten Bestände erhielten Antibiotika. Antibiotikafreie Hähnchenmast wurde nur bei 17 Prozent der Mastdurchgänge festgestellt. In 83 Prozent der Zuchtdurchgänge erfolgte der Einsatz von Antibiotika.
- Bei den untersuchten Zuchtdurchgängen kam während der Lebensdauer der Tiere (30 bis 35 Tage) eine Vielzahl von Wirkstoffen zum Einsatz, teilweise bis zu 8 verschiedene Antibiotika. Durchschnittlich wurden 3 verschiedene Wirkstoffe pro Durchgang verabreicht.
- Die Antibiotika wurden bei 53 Prozent der Behandlungen nur 1 bis 2 Tage gegeben; dies lag außerhalb der Zulassungsbedingungen für bestimmte Antibiotika. In Einzelfällen wurde eine Behandlungsdauer von 26 Tagen festgestellt. Durchschnittlich erhielten Tieren 7,3 Tage lang Antibiotika.
- Bei kleineren Betrieben (< 20.000 Tiere) und bei besonders langer Züchtungsdauer (> 45 Tage) konnte der Zusammenhang festgestellt werden, dass in solchen Betrieben der Einsatz von Antibiotika unterdurchschnittlich war.


Man beachte vor allem den letzten Punkt aus dieser Studie. Genau meine Meinung die sich hier wieder einmal bestätigt. Das sollte auch den Letzten wachrütteln.
Da zieht ein Verbraucher wie ich dann doch ein Stück Fleisch aus einer altmodischen kleinen Anbindehaltung vor, gegenüber einer großen "hochmodernen" zukunftsweisenden Mastanlage wie hier beschrieben... :prost:

Leider sieht die Wahrheit eben so aus wie ich sie heute und in der Vergangenheit beschrieben habe und das beruht nun mal auf amtlichen Untersuchungsergebnissen :!: In einem Forum sollte die Wahrheit geschrieben werden, nicht das was gerne gelesen und zurechtgerückt wird wie das hier leider oft zutrifft.
Zuletzt geändert von Tooom am Mi Dez 14, 2011 11:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » Mi Dez 14, 2011 11:36

Jaja... früher war alles besser. 25% Verlust sind natürlich wesentlich tiergerechter als 5%.
http://bb01.de/modules.php?name=Content ... page&pid=4
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Tooom » Mi Dez 14, 2011 11:51

SHierling hat geschrieben:Jaja... früher war alles besser. 25% Verlust sind natürlich wesentlich tiergerechter als 5%.
http://bb01.de/modules.php?name=Content ... page&pid=4


Alles besser ist Ansichtssache. Das ist doch jedem klar das bei Anwendung von bis zu 8 Medikamenten innerhalb von nur 4 oder 5 Lebenswochen die Verluste zurückgehen. :roll: Ich steuere mich nicht nach Emotionen sondern nach Untersuchungsergebnissen. Tatsache ist und das belegen sämtliche offizielle Untersuchungen das bei Tieren in großen Anlagen und seither auch im Grundwasser verstärkt Arzneimittelrückstände zu finden sind und sich dadurch jetzt beim Menschen massive Resistenzen bilden.
Deshalb meine Aussage das ich ein Stück Fleisch aus einer veralteten und vom Verbot bedrohten Produktionsweise immer noch dem sogenannten Zukunftsstall vorziehe. Und wenn ich z.B. an das Wiesenhof Video mit seinen hochmodernen Anlagen denke kommen mir starke Zweifel das es den Tieren dort überhaupt besser geht. Imho bestimmt nicht.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon bieber » Mi Dez 14, 2011 11:55

@Toom
Ein Ministerium läßt eine Studie oder ein Gutachten erstellen. Das Ergebnis ist von vornherein klar, je nach dem , wer dieses Ministerium leitet. Daß an dieser Studie was dran ist ,ziehe ich nicht ich nicht in Zweifel. Einen faden Beigeschmack haben Studien und Gutachten heutzutage immer und Zahlen und Statistiken lassen sich interpretieren. Sei also nicht so naiv und nimm das alles wörtlich. Das spiegelt gleichzeitig ein Problem unserer Zeit wieder: man weiß oft nicht an was man sich halten bzw wem man glauben soll und das hat glaube ich wiederum mit der Informationsflut zu tun, die uns aufklären soll, oft aber zum Gegenteil führt.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Fassi » Mi Dez 14, 2011 12:08

Ich glaube du hast noch nie eine ""moderne"" Hähnchenmastanlage von innen gesehen oder willst es nicht sehen. Die sind zwar nicht angebunden können sich allerdings aus Platzmangel kaum umdrehen


Zeigt das Du sowas auch noch nie von innen gesehen hast. Ich war schon in mehreren dieser Anlagen mit Tieren in verschiedenstens Alterstufen, aber beim Durchgehen bin ich auf kein Tier getreten, die konnten mir alle ausweichen ohne sich dabie irgendwo zu stapeln. Platzmangel herrscht da nicht.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » Mi Dez 14, 2011 12:13

Tatsache ist und das belegen sämtliche offizielle Untersuchungen das bei Tieren in großen Anlagen und seither auch im Grundwasser verstärkt Arzneimittelrückstände zu finden sind und sich dadurch jetzt beim Menschen massive Resistenzen bilden.

Ja, genau so funktioniert einseitige Information und einseitiger Populismus. Deine "Schlußfolgerung" ist nämlich nicht nachgewiesen, die ist genau so aus der Luft gegriffen wie der Zusammenhang zwischen der Zahl der Störche und der Zahl der Kinder, den konnte man auch jahrzehntelang nachrechnen. Du packst da einfach zwei Schlagzeilen hintereinander, deren Zusammenhang Du Dir dann ausdenkst, weil es gerade so hübsch aussieht.

Es wird dabei nämlich unterschlagen, daß die AB-Einsatz beim Menschen weder dokumentiert noch kontrolliert noch sonst irgendwie nachvollzogen werden kann. Sieh es mal so: Das man den Einsatz von Medikamenten in der Tierhaltung _überhaupt_ beurteilen kann, liegt an der doppelten Dokumentation bei LW und TA. Beim Menschen gibt es aber weder ein Bestandsbuch, noch ein Arzneimittelbuch, und schon gar keine Abgabebelege: da bekommt jeder bei jedem Arzt völlig unkontrolliert seine Dosis Antibiotika, und es wird weder (zB mit einem Patientenbuch!) dokumentiert, wieviel und welche er in seinem Leben oder zu einer Krankheit schon bekommen hat, noch wird deren Anwendung dokumentiert, und wenn Dir das eine nicht paßt, kannst Du zum nächsten Arzt gehen und Dir das nächste holen. Und MRSA wurden zuerst in den Krankenhäusern "entdeckt". Würden sie aus den Ställen stammen, müßte es schon seit Jahrzehnten (nämlich in der Zeit, als die AB auch bei den Tieren "wild" angewendet worden sind und sogar im Futter sein durften!) nicht in den KKH sondern bei den Landwirten die nicht behandelbaren Stämme geben. Dem ist aber nicht so.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Justice » Mi Dez 14, 2011 12:32

SHierling hat geschrieben:
Tatsache ist und das belegen sämtliche offizielle Untersuchungen das bei Tieren in großen Anlagen und seither auch im Grundwasser verstärkt Arzneimittelrückstände zu finden sind und sich dadurch jetzt beim Menschen massive Resistenzen bilden.

Ja, genau so funktioniert einseitige Information und einseitiger Populismus. Deine "Schlußfolgerung" ist nämlich nicht nachgewiesen, die ist genau so aus der Luft gegriffen wie der Zusammenhang zwischen der Zahl der Störche und der Zahl der Kinder, den konnte man auch jahrzehntelang nachrechnen. Du packst da einfach zwei Schlagzeilen hintereinander, deren Zusammenhang Du Dir dann ausdenkst, weil es gerade so hübsch aussieht.

Es wird dabei nämlich unterschlagen, daß die AB-Einsatz beim Menschen weder dokumentiert noch kontrolliert noch sonst irgendwie nachvollzogen werden kann. Sieh es mal so: Das man den Einsatz von Medikamenten in der Tierhaltung _überhaupt_ beurteilen kann, liegt an der doppelten Dokumentation bei LW und TA. Beim Menschen gibt es aber weder ein Bestandsbuch, noch ein Arzneimittelbuch, und schon gar keine Abgabebelege: da bekommt jeder bei jedem Arzt völlig unkontrolliert seine Dosis Antibiotika, und es wird weder (zB mit einem Patientenbuch!) dokumentiert, wieviel und welche er in seinem Leben oder zu einer Krankheit schon bekommen hat, noch wird deren Anwendung dokumentiert, und wenn Dir das eine nicht paßt, kannst Du zum nächsten Arzt gehen und Dir das nächste holen. Und MRSA wurden zuerst in den Krankenhäusern "entdeckt". Würden sie aus den Ställen stammen, müßte es schon seit Jahrzehnten (nämlich in der Zeit, als die AB auch bei den Tieren "wild" angewendet worden sind und sogar im Futter sein durften!) nicht in den KKH sondern bei den Landwirten die nicht behandelbaren Stämme geben. Dem ist aber nicht so.


Wie kommt das AB das der Mensch nimmt ins Grundwasser? Beim Tier doch über die Gülle, die auf die Felder kommt?
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Cairon » Mi Dez 14, 2011 12:39

@Tooom

Ich habe nicht nur solche Anlagen gesehen, ich habe in der Ausbildung sogar in ihnen gearbeitet und ich muss sagen wenn eine solche Anlage ordentlich gemanagt wir habe ich damit überhaupt kein Problem. Und wie SHierling schon geschrieben hat, es werden angeblich belegte Parolen in die Welt geblasen, aber wo sind die Belege denn bitte.
Die Untersuchung in NRW ist bestenfalls tendenziell aussagekräftig. Es wurden die Monate Oktober, November und Dezember 2010 untersucht. das sind die Monate mit den stärksten Krankheitseinbrüchen, einfach auf Grund der Witterung. Hätte man nicht mindestens ein ganze Jahr untersuchen müssen besser noch 2 oder 3 um zu wirklich handfesten Ergebnissen zu kommen?

Setze hier doch bitte mal ein paar Link rein, die Steine Aussagen untermauern. Gerade für diese Aussage von dir:
Untersuchungen das bei Tieren in großen Anlagen und seither auch im Grundwasser verstärkt Arzneimittelrückstände zu finden sind


hätte ich gerne ein paar belege gesehen.

Tooom hat geschrieben:Leider sieht die Wahrheit eben so aus wie ich sie heute und in der Vergangenheit beschrieben habe und das beruht nun mal auf amtlichen Untersuchungsergebnissen :!: In einem Forum sollte die Wahrheit geschrieben werden, nicht das was gerne gelesen und zurechtgerückt wird wie das hier leider oft zutrifft.


Dein Wahrheit muss nicht die wirkliche Wahrheit sein, es ist die Wahrheit wie Du sie siehst oder sehen möchtest. Und Menschen die meinen die absolute Wahrheit zu kennen liegen meist sehr weit daneben. Wahrheit ist immer relativ und liegt im Auge des Betrachters.

Justice hat geschrieben:Wie kommt das AB das der Mensch nimmt ins Grundwasser? Beim Tier doch über die Gülle, die auf die Felder kommt?


Wo bleibt denn der Klärschlamm der aus den menschlichen Ausscheidung entsteht?
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