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Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » Di Dez 13, 2011 2:08

Und zwar geht es nach Außsage des veterinäramts hier, weniger um die Nitratproblematik( dort gibt es weit aus stärkere Eintragsmengen aus andern Telien der LW)

Hättest Du mal die Güte, das zu belegen, und mal anzugeben, um wieviel kg/N und woher es sich da handeln soll?
Ich nehm auch die Nummer Deines Vetamts und rede selber mit denen.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » Di Dez 13, 2011 10:59

Das geht doch schon wieder ins Nichts, sowie Tyr seine Sachen Belegen soll, ist Ende.

Fakt ist, daß die Dünge-VO Werte vorsieht, die erheblich niedriger liegen als diejenigen, die bei Freilandschweinen gemessen wurden, und DAZU kommt noch die Tatsache, daß Dünger eben "nach Entzug" gegeben wird, wogenen auf den Flächen der Schweine meist überhaupt keine, in jedem Fall aber keine erntefähigen Pflanzen wachsen.

Durchschnittlicher Nmin-Eintrag und -Verlagerung:

Anfang März 1994, nach knapp dreimonatiger Belegung der Gehege, lag der durchschnittliche Nmin-Gehalt der normal frequentierten Gehegebereiche bei 140 kg/ ha (G. I) bzw. 134 kg/ ha (G.II). Der Nitratanteil lag zwischen 20 und 35 %.

Zwischen 25 und 35 % des Nitrats und des Ammoniums, waren in der Bodenschicht zwischen 60 und 90 cm zu finden. Der durchschnittliche Nmin-Gehalt lag an den Kotstellen bei 635 kg/ ha (G.I) bzw. 479 kg/ ha (G.II) und an den Futterstellen bei 685 kg/ ha (G.I) bzw. 310 kg/ ha (G.II).

Daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Nmin-Gehalt für den intensiv genutzten Gehegebereich von 660 kg/ ha (G.I) bzw. 395 kg/ ha (G.II). Ca. 15 % davon (durchschnittlich 88 kg Nmin/ ha) befanden sich in beiden Gehegen in der Bodenschicht zwischen 60 und 90 cm.

Der Nitratanteil in diesem Bereich lag in beiden Gehegen zwischen 6 und 12 %.

Ende Mai lag der durchschnittliche Nmin-Gehalt der normal frequentierten Gehegebereiche bei 158 kg/ ha (G.I) bzw. 103 kg/ ha (G.II), bei einem durchschnittlichen Nitratanteil von 78 % in beiden Gehegen.

In der unteren Bodenschicht von 60-90 cm befanden sich 20-25 % dieses Nmin, Nitrat und Ammonium in etwa zu gleichen Teilen .

Der durchschnittliche Nmin-Gehalt der intensiv genutzten Gehegebereiche lag bei 720 kg/ ha mit einem Nitratanteil von durchschnittlich 53 % (G.I) bzw. 623 kg/ ha mit einem Nitratanteil von durchschnittlich 80 % (G.II).

Zu diesem Zeitpunkt war das Gehege II seit eineinhalb Monaten ohne Besatz.

Im August waren beide Gehege ohne Besatz, auf dem ehemals normal frequentierten Bereich des Geheges II wurden seit Mai Läufer gehalten.

Im Gehege I war der durchschnittliche Nmin-Gehalt des normal frequentierten Bereiches auf 237 kg/ ha angestiegen. Im intensiv genutzten Gehegebereich lag der Nmin-Gehalt bei 698 kg/ ha (G.I) bzw. 668 kg/ ha (G. II). Trotzdem im Gehege II seit Ende März kein N-Eintrag mehr erfolgte, befanden sich zu diesem Zeitpunkt ebenso wie im Mai ca. 90 % des Nmin in den oberen Bodenschichten bis zu 60 cm Tiefe.
Die Arbeit hatten wir hier jetzt schon xmal verlinkt, die Fläche kann noch so groß sein, Schweine legen nun mal Kotecken an.

Es ist wirklich nervig, daß hier jeder Thread, der eigentlich mal sinnvoll angefangen hat, damit endet, das man sich mit den allereinfachsten Grundlagen herumplagen muß, die zudem schon hundert mal durchgekaut worden sind hier.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » Di Dez 13, 2011 11:24

tyr hat geschrieben:Also WARUM muß man sich über den Nitrateintrag von Kotecken bei der Weidehaltung streiten, wenn die Haltungsform sowieso mehr als selten ist, und aus Platzgründen auch bleiben wird?
Weils ideologische den Verfechtern der industriellen Großlandwirtschaft so schön in die Argumentationskette passt?


Weil es, wie Du ja selber sehr schön bemerkt hast, eben nicht die "ideologischen Verfechter der industriellen Großlandwirtschaft " sind, die eine Stallhaltung begründen, sondern ganz einfache, biologische Tatsachen. Und dazu gehört zB auch die Schweinepest , dazu gehören Parasiten, dazu gehört das Wetter, eben alles, was "natürliche Selektion" heißt. Man hat die Schweine (und die Hühner) irgendwann mal aufgestallt, um all diese Faktoren zunehmend ausschliessen zu können: angemessene Futterberechnung, angemessene Hygiene und angemessene Behandlung zB im Krankheitsfall sorgen für gesunde Tiere und damit auch gesunde Lebensmittel UND für gesunde Böden. Und es bezweifelt ja auch keiner, das man Ställe nicht auch noch verbessern kann, aber einfach den Umgekehrten Weg zu gehen, und alle Erfahrungen der letzten 50 Jahre wieder über Bord zu schmeissen, ist in jeder Hinsicht ein Rückschritt.

Und man kann auch die Tiere selber fragen, tiergerechte Haltung beruht ja zB auch auf Wahlversuchen. Bei Hühnern ist längst nachgewiesen, daß ihnen "Freiland" nicht das Wichtigste im Leben ist, Schweine gehen zB bei diesem Wetter auch nicht freiwillig vor die Tür, und selbst Milchkühe ziehen den Laufstall in etlichen Fällen der Weide vor :

Die Kühe wählten bei der ersten Entscheidung den Weg in den Stall fast doppelt so oft wie den Weg auf die Weide und verbrachten insgesamt deutlich mehr Zeit im Stall als auf der Weide. Hochleistende Kühe (> 26.9 kg/Tag) entschieden sich signifikant häufiger für den Stall als Kühe mit geringerer Milchleistung. Kühe mit höherem BCS wählten tendenziell eher die Weide als Kühe mit geringerem BCS. Bei Regenfällen hielten sich die Kühe eher bevorzugt im Stall auf. Lahmheiten hatten keinen Einfluss auf die Wahl des Aufenthaltsortes. (Quelle: IGN)


Übrigens auch ein schönes Beispiel für den Unterschied zwischen "artgerecht" und "tiergerecht".
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon SHierling » Di Dez 13, 2011 12:10

Und die kapitalistische Wirtschftsweise neigt zur exessiven Übertreibung.....

Deswegen gibt es ja Gesetze. Nur nochmal zur Erinnerung: das Thema lautet "Tierschutzvorschriften".

Ist aber schön, daß Du das nach 5 Seiten auch schon bemerkt hast.
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Re: Nützen die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren?

Beitragvon Cairon » Di Dez 13, 2011 12:26

bieber hat geschrieben:Vom Gefühl her würde ich sagen, daß die neuen Tierschutzvorschriften den Tieren nützen. Ob es ein tatsächlich unabhängiges Expertenteam gibt, das diese Frage abschließend beurteilen kann, wage ich zu bezweifeln. Mit den Experten ist das immer so eine Sache, frei nach dem Motto: Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch.



@Bieber

Dann erkläre mir doch bitte wie die Vorschriften einer Legehenne genutzt haben, die jetzt in einer Batterie in Osteuropa steht, in einem Käfig der hier demontiert und dort wieder aufgebaut wurde. Der einzige Unterschied ist, dass hier in dem Käfig 3 Hennen saßen und in Osteuropa jetzt 4. Wo ist der Fortschritt für den Tierschutz, es ist doch realistisch gesehen eher zu einer Verschlechterung für die Hühner gekommen und da die Eier dann auch noch per LKW hierher gebracht werden müssen steigt sogar noch die Umweltbelastung.

@tyr

Mal ganz ehrlich, was meinst Du warum die meisten Bauern Tiere halten? Um davon zu leben und ihre Familien zu ernähren, Bauernhöfe sind keine Streicheilzoos mit Arterhaltungsanspruch. Warum sollte also jemand auf den Bolzen kommen seine Tiere nicht leistungsorientiert zu Halten und zu füttern. Wenn sich die Tierhaltung nicht lohnt wird sie eingestellt, dass gehört einfach zum Geschäft.
Und neben der kapitalistischen Wirtschaftsweise ist mir keine bekannt die langfristig wirklich funktioniert hat. Die Planwirtschaft ist ja nun sauber gegen die wand gelaufen und alles andere sind Theorien, die sich zum größten teil wohl kaum umsetzen lassen. Und wenn Du die Welt ändern willst, dann solltest Du es in der Politik versuchen, nicht hier im Forum.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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