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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jul 08, 2021 11:46

CarpeDiem hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:Das sollte die Überzeugungstäter unter uns nicht traurig stimmen!

Wenn du damit die ideologisch gefestigten Leute in der Praxis meinst, wirst du wohl Recht haben. Allerdings sollte die ganze Entwicklung den bezahlten Bonzen bei den Öko Verbänden schon die Zornesröte ins Gesicht treiben, denn wenn alle Öko Shemes machen, wie will man sich den dann noch absetzen und vor allem zusätzliche Zuwendungen für die eigene Klientel rechtfertigen?


Was in D. kommen wird, das hängt ganz maßgeblich von der nächsten Bundesregierung ab. Die EU gibt den Mitgliedsländern auf jeden Fall erheblichen Gestaltungsspielraum. Blöd wird es allerdings bei dem sich immer internationaler gestaltenden Ökomarkt. Ohne eine einheitliche Vorgabe, wie der EU-Öko-VO, wird es nur noch chaotisch. Abwarten und Tee trinken! :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jul 08, 2021 12:00

Vor einigen Tagen bekam ich einen Anruf von meinem Anbauverband, wegen der von mir ausgesprochenen Kündigung. Man konnte nicht nachvollziehen warum ein Betrieb, nach nur 2 Jahren Mitgliedschaft, schon wieder kündigt. "Es lief doch alles reibungslos", sagte der Verbandsfunktionär. "Stimmt, von ihnen habe ich fast gar nichts gehört/gesehen", habe ich gesagt. "Dafür fast 3 Tsd. € Jahresbeitrag zu bezahlen, will mir nicht einleuchten", führte ich aus. Die Verwendung des Warenzeichens würde nun mal nicht kostenlos sein können. Schließlich würde der Verband ja hinter der ganzen Sacche stehen, meinte der Verbandsmensch. Wir haben uns dann noch über degressive Beiträge, Biodiversität, Kooperationen mit Lidl und Co. Verbandsaufgaben, GAP-Reform und deren Folgen und anderes "ausgetauscht". Dass ich gehen würde, fand der Verbandsmensch schade, so zumindest stellte er es hin. Alles Lüge!
Den Verbänden geht der Ars... auf Grundeis! Die großen Ketten sichern sich riesige Mengen an Biorohstoffen, ohne auf die Verbandsmitgliedschaft zu achten. Die Preise liegen z.T. oberhalb der Preise für Verbandsware. Da herrscht eine große Nervosität am Markt.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » Do Jul 08, 2021 12:05

Nichts ist so beständig, wie der Wandel.
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Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
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Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Andy1973 » So Jul 11, 2021 19:24

Darum wandel ich unseren Bioland-Betrieb auch schon wieder um. Nicht dass ich aus dem Bio-Anbau aussteigen werde, aber dass was da in unseren Verbänden ect. abgeht, geht mir mächtig gegen die Hutschnur(Lidl-Kooperation, ...."wir brauchen Regalmeter" usw.) Was nützt es die Bioprodukte los zu werden, wenn man nicht kostendecken wirtschaften kann?
Ich bin mal zum Bio-Anbau u.a. gewechselt, weil sich beim konv. Anbau alle die Taschen füllen nur der Bauer nicht. In der Zeit als ich umgestellt habe, war die Welt in der Bio-Produktion noch halbwegs in Ordnung. Jetzt ist es wie im konv. Bereich egal ob bei Vermarktung, im Verband oder bei der Beschaffung von Technik. Jeder will sich die Taschen füllen und der Landwirt kann schauen wo er bleit!
Bio-Kartoffelanbau für Großhandel ausgestiegen... Zwiebeln genauso. Getreideanbau eingeschränkt. Weil wenn nachher alle Ihr Geld vedient haben(Saison-AK´s, Festangestellte, Saatgutlieferanten, EZG, Einzelhandel...) nur wir nicht, warum soll ich da auf der Schiene weiter machen? Die bringen die Bio-Branche wieder zu einer natürlichen Gesundschrumpfung, da bin ich mir sicher.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Jul 11, 2021 23:07

Andy1973 hat geschrieben:Darum wandel ich unseren Bioland-Betrieb auch schon wieder um. Nicht dass ich aus dem Bio-Anbau aussteigen werde, aber dass was da in unseren Verbänden ect. abgeht, geht mir mächtig gegen die Hutschnur(Lidl-Kooperation, ...."wir brauchen Regalmeter" usw.) Was nützt es die Bioprodukte los zu werden, wenn man nicht kostendecken wirtschaften kann?
Ich bin mal zum Bio-Anbau u.a. gewechselt, weil sich beim konv. Anbau alle die Taschen füllen nur der Bauer nicht. In der Zeit als ich umgestellt habe, war die Welt in der Bio-Produktion noch halbwegs in Ordnung. Jetzt ist es wie im konv. Bereich egal ob bei Vermarktung, im Verband oder bei der Beschaffung von Technik. Jeder will sich die Taschen füllen und der Landwirt kann schauen wo er bleit!
Bio-Kartoffelanbau für Großhandel ausgestiegen... Zwiebeln genauso. Getreideanbau eingeschränkt. Weil wenn nachher alle Ihr Geld vedient haben(Saison-AK´s, Festangestellte, Saatgutlieferanten, EZG, Einzelhandel...) nur wir nicht, warum soll ich da auf der Schiene weiter machen? Die bringen die Bio-Branche wieder zu einer natürlichen Gesundschrumpfung, da bin ich mir sicher.


Deckt sich mit meiner Erfahrung!
Wirst du jetzt mit EU-Bio weitermachen oder nur den Verband wechseln?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Paule1 » Mo Jul 12, 2021 22:06

Das wußte doch jeder Bauer :lol: :lol: War ja mit der Grund für den "Lebensraum" im Osten :mrgreen: Doch wenn es Bild erklärt wirds wohl stimmen :idea:

Abhängigkeit von Lebensmittel-Importen wächst Wie der Öko-Hype deutsche Äcker schrumpft
12.07.2021 - 16:10 Uhr

Der Öko-Hype schrumpft deutsches Ackerland!

Ausgerechnet der Trend zur nachhaltigeren Wirtschaft und Herstellung von Lebensmitteln sorgt dafür, dass Deutschland immer mehr Probleme bekommt, sich selbst mit Lebensmitteln zu versorgen.

Die Abhängigkeit von ausländischen Lebensmittel-Importen wird größer und größer, während der Hype um Bio & Co. nicht abreißt.

BILD erklärt die Gründe und was Politiker vorhaben. Nur mit BILDplus.
https://m.bild.de/bild-plus/geld/wirtsc ... obile.html
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon tyr » Di Jul 13, 2021 7:32

Einer der Hauptgründe dafür, das wir es nicht mehr schaffen uns mit Brozgetreiden selbst zu versorgen, ist das EEG, vor allem der Anbau für Biogas. Es gibt Gegenden in Deutschland, vor allem dort wo die Großkolchosen wirtschaften, dort wird nicht ein Halm Brotgtreide mehr angebaut. Mit der klassischen Ökolandwirtschaft hat das nichts zu tun, sondern mit einer völlig idologisch verblödeten Herrschaft und der Kapitalisierung der Landwirtschaft. Viele exKOlchosen, inzwischen im Eigentum von Banken udn internationalen Beteiligungsgesellschaften, bauen halt nur das an, was höchste Rendite für die Aktionäre verspricht, und da liegt Biogas deutlich über schnöder Nahrungsmittelproduktion.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 13, 2021 8:29

Man muss diese ganzen Dinge völlig realistisch sehen. Warum sollte es denn den Bio Betrieben anders ergehen, wie ihren konventionellen Kollegen? Beide Sparten werden doch von der gemeinsamen Agrarpolitik "betreut". Deshalb werden auch beide die gleiche Entwicklung nehmen, wobei ein Zeitversatz möglich ist.

Beide Sparten stehen unter der Knute der Discounter die in der BRD ein gigantisches Umverteilungsprogramm von unten nach oben in Gang gesetzt haben und die eigentlichen Gewinner der Wirtschaftspolitik nach dem Kriege sind. Nachdem man erkannt hat, dass die konventionelle Seite auf Basis der Lieferanten ziemlich ausgepresst ist, nimmt man sich nun die ökologische Schiene vor. Nach jahrelanger Vorarbeit durch die Journaille präsentieren sich die Discounter als Welt-, Tier- und Umweltschützer. Das ganze ist im Moment nicht mehr als eine gewaltige Werbeblase, die zudem nichts kostet. Das Ziel ist klar, die Ökobranche unter die Kontrolle der Discounter zu bringen und dort sowohl Lieferanten, als auch Verbraucher zur Kasse zu bitten.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon julius » Di Jul 13, 2021 9:48

Andy1973 hat geschrieben:Darum wandel ich unseren Bioland-Betrieb auch schon wieder um. Nicht dass ich aus dem Bio-Anbau aussteigen werde, aber dass was da in unseren Verbänden ect. abgeht, geht mir mächtig gegen die Hutschnur(Lidl-Kooperation, ...."wir brauchen Regalmeter" usw.) Was nützt es die Bioprodukte los zu werden, wenn man nicht kostendecken wirtschaften kann?
Ich bin mal zum Bio-Anbau u.a. gewechselt, weil sich beim konv. Anbau alle die Taschen füllen nur der Bauer nicht. In der Zeit als ich umgestellt habe, war die Welt in der Bio-Produktion noch halbwegs in Ordnung. Jetzt ist es wie im konv. Bereich egal ob bei Vermarktung, im Verband oder bei der Beschaffung von Technik. Jeder will sich die Taschen füllen und der Landwirt kann schauen wo er bleit!
Bio-Kartoffelanbau für Großhandel ausgestiegen... Zwiebeln genauso. Getreideanbau eingeschränkt. Weil wenn nachher alle Ihr Geld vedient haben(Saison-AK´s, Festangestellte, Saatgutlieferanten, EZG, Einzelhandel...) nur wir nicht, warum soll ich da auf der Schiene weiter machen? Die bringen die Bio-Branche wieder zu einer natürlichen Gesundschrumpfung, da bin ich mir sicher.


Da können aber doch die Bioverbände nichts dafür wenn die von den Abnehmern erpresst werden ? Ist doch in der konventionellen Schiene schon lange der Fall.
Wobei man aber schon sagen muss bei Bio bekommt der Milchviehhalter heute 15 Cent + Steuer /Liter mehr Milchpreis als der konventionell Kollege.
Früher waren das bei Biomilch nur 5 Cent Mehrpreis ( 10 Pfennig ) glaub ich mich zu erinnern.
julius
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon wespe » Di Jul 13, 2021 11:40

@tyr,
Würdest du etwas billiger verkaufen wollen, wenn du weist, das du mit dem selben Produkt woanders mehr verdienen kannst?
Mittlerweile sind wir eben in der" Marktwirtschaft", da hat Moral keinen Platz mehr...
Mit freundlichen Stachel
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Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Jul 13, 2021 19:32

julius hat geschrieben:
Da können aber doch die Bioverbände nichts dafür wenn die von den Abnehmern erpresst werden ? Ist doch in der konventionellen Schiene schon lange der Fall.
Wobei man aber schon sagen muss bei Bio bekommt der Milchviehhalter heute 15 Cent + Steuer /Liter mehr Milchpreis als der konventionell Kollege.
Früher waren das bei Biomilch nur 5 Cent Mehrpreis ( 10 Pfennig ) glaub ich mich zu erinnern.


Es war der Wille der Verbände, die Biolandwirtschaft aus der Nische herauszuführen. "Wir müssen zeigen, wie zukünftig die Landwirtschaft betrieben wird", posaunten die Verandsfuzzis hinaus. Dabei war völlig klar, dass nur das Nischendasein, mit einem Anteil von unter 5%, die entsprechende Käuferschicht ansprechen würde. Alle Studien belegen, dass der Anteil an Konsumenten, der bereit ist kostendeckende Peise für Bioprodukte zu bezahlen, bei unter 6% der Gesamtverbraucherschaft liegt. Aber unsere Sesselpupser wollten ja die Welt retten mit Bioprodukten. Dabei war es ihnen völlig egal, dass auch der Biolandbau in das ökonomische Fahrwasser der konv. Landwirtschaft geraten würde. Heute hat man erkannt, dass Öko eben nicht die Welt ernähren kann und schwenkt um auf Idylle, max. Natur- Arten- und Umweltschutz und macht die Bio-Nahrungsmittelerzeugung zum Zusatznutzen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon tyr » Di Jul 13, 2021 20:47

wespe hat geschrieben:@tyr,
Würdest du etwas billiger verkaufen wollen, wenn du weist, das du mit dem selben Produkt woanders mehr verdienen kannst?
Mittlerweile sind wir eben in der" Marktwirtschaft", da hat Moral keinen Platz mehr...


Oligopole haben nix mitr Marktwirtschaft zu tun. :roll:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » Di Jul 13, 2021 21:01

tyr hat geschrieben:
wespe hat geschrieben:@tyr,
Würdest du etwas billiger verkaufen wollen, wenn du weist, das du mit dem selben Produkt woanders mehr verdienen kannst?
Mittlerweile sind wir eben in der" Marktwirtschaft", da hat Moral keinen Platz mehr...


Oligopole haben nix mitr Marktwirtschaft zu tun. :roll:

Was hat es mit Oligopolen zu tun, wenn der Landwirt DAS anbaut, was ihm den höchsten Gewinn einbringt? Bauern sind keine Wohlfahrtsunternehmen mit der Verpflichtung zur Versorgung der Welt mit Lebensmitteln.
Qtreiber
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon wespe » Di Jul 13, 2021 21:17

tyr hat geschrieben:Oligopole haben nix mitr Marktwirtschaft zu tun.

Wieso nicht? Oligolopie ist ne eigne Form am/vom Markt (Marktwirtschaft)

Jaaaa, ich kann auch Googlen :lol:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Heinrich Löwe » Mi Jul 14, 2021 9:15

DWEWT hat geschrieben:Es war der Wille der Verbände, die Biolandwirtschaft aus der Nische herauszuführen. "Wir müssen zeigen, wie zukünftig die Landwirtschaft betrieben wird", posaunten die Verandsfuzzis hinaus. Dabei war völlig klar, dass nur das Nischendasein, mit einem Anteil von unter 5%, die entsprechende Käuferschicht ansprechen würde. Alle Studien belegen, dass der Anteil an Konsumenten, der bereit ist kostendeckende Peise für Bioprodukte zu bezahlen, bei unter 6% der Gesamtverbraucherschaft liegt. Aber unsere Sesselpupser wollten ja die Welt retten mit Bioprodukten. Dabei war es ihnen völlig egal, dass auch der Biolandbau in das ökonomische Fahrwasser der konv. Landwirtschaft geraten würde. Heute hat man erkannt, dass Öko eben nicht die Welt ernähren kann und schwenkt um auf Idylle, max. Natur- Arten- und Umweltschutz und macht die Bio-Nahrungsmittelerzeugung zum Zusatznutzen.


Hier ist ein Widerspruch, den die Verbandsvertreter einfach nicht begreifen: Wenn Sie Propaganda für den Ökolandbau als DIE bevorzugte Methode machen, also POLITIK machen, handeln sie gegen die Interessen ihrer Mitglieder. Denn das kluge Mitglied will langsames Wachstum im Einklang mit der Nachfrageentwicklung. Alles andere crasht die Preise, ist Sozialismus, funktioniert nicht auf Dauer...
Die Direktsaat als Gesamtsystem bringt mindestens genauso viele Umweltleistungen wie Öko.
Dann die völlig unsachliche Glyphosat-Kampagne.
Man kann da einfach nicht mehr mitmachen.

Das Problem ist aus meiner Sicht, daß es keine flächendeckende Erfassung von Bio-Getreide aus der Ernte heraus gibt. So ist man auf die gewachsenen Vermarktungsstrukturen der Verbände angewiesen.
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