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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Fr Jul 01, 2022 21:18

Wini hat geschrieben:Du hast Recht, Salzwedel war schon drüben damals.
Ich kann mich noch gut an die Fahrten nach Lüchow erinnern.
Da waren auf den schmucken Bauernhäusern auch schöne Sprüche in die Holzbalken geschnitzt.

Einer, den ich in einem Dorf kurz vor Lüchow gesehen hatte, lautete glaube ich so:

"Freudig in die Zukunft schauen, immer deutscher Kraft vertrauen"

Lüchow und die Wolters Schnäpse sind immer ein Abstecher wert auf dem Weg nach Norden.

Gruß
Wini


Natürlich hab ich recht schließlich meine Heimat bzw komme ich aus der Nähe :mrgreen:
böser wolf
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon farmerpirat » So Jul 03, 2022 8:45

Hat jemand aktuelle Preise angefragt?
farmerpirat
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Jul 03, 2022 15:16

Was für Preise und für welche Waren?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Qtreiber » So Jul 03, 2022 16:31

böser wolf hat geschrieben:
Wini hat geschrieben:
Lüchow und Salzwedel waren doch früher Zonenrandgebiet.


Nur Lüchow-Dannenberg, Salzwedel war schon Ostzone

Na, war doch auch "Zonenrandgebiet", nur eben auf der anderen Seite der Grenze und nannte sich "Sperrgebiet" (vielleicht gab's auch noch einen schönen sozialistischen Namen dafür wie z.B. "antifaschistischer Schutzstreifen") :wink:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon farmerpirat » So Jul 03, 2022 18:45

@DWEWT
Preise für Öko-Getreide und Körnerleguminosen.
Insbesondere Weizen, Futtergerste, Hafer.

Und wo wir dabei sind: Wie bewertet ihr Gemenge bspw. 60Erbse/40Hafer?

Ich werde kommende Woche mal wieder eine Telefontour starten und den aktuellen Stand erfragen aber tausche mich immer gerne mit Kollegen aus.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » So Jul 03, 2022 20:19

farmerpirat hat geschrieben:@DWEWT
Preise für Öko-Getreide und Körnerleguminosen.
Insbesondere Weizen, Futtergerste, Hafer.

Und wo wir dabei sind: Wie bewertet ihr Gemenge bspw. 60Erbse/40Hafer?

Ich werde kommende Woche mal wieder eine Telefontour starten und den aktuellen Stand erfragen aber tausche mich immer gerne mit Kollegen aus.


Moin,

die Händler zeigen sich z.Zt. noch komplett zugeknöpft. Keiner möchte als Erster aus der Deckung kommen. HInter vorgehaltener Hand werden augenblicklich für Backweizen 490 bis 570€/t gehandelt. Futterweizen soll mit ca. 30€ Abschlag versehen werden. Futtergerste liegt bei 420 bis 450€/t. Für Hafer habe ich bisher noch gar keine Preise bekommen können. Zu Grobleguminosen kann Heico sicher mehr sagen.
Gemenge sind grundsätzlich schwieriger zu verkaufen. Entweder müssen die Gemengepartner mit mehr oder weniger viel Aufwand getrennt werden oder du findest jemanden, der genau dein Gemenge in seine Fütterung einbauen kann. Auskünfte bekommst du evtl. in Kürze von z.B. Meyerhof zu Bakum (Bioland) oder evtl. von der Eichenmühle (Biopark). Vielleicht bekommst du auch beim Gut Rosenkrantz oder bei der Öko-Korn-Nord Auskünfte. Positiv für uns ist, dass die Läger fast komplett geräumt sind.
Für die Abnehmer ist die Situation derzeit recht schwierig. Die Endverbraucher üben sich in Zurückhaltung beim Einkauf von Bio-Lebensmitteln und der LEH gibt diese Zurückhaltung an die Verarbeiter weiter, bzw. versucht die Preise zu drücken. Lange Zeit wurde nach Bio-Schweinen geschrieen und derzeit ruft kaum noch einer. Selbst bei den Bio-Rindern wird geschoben. Das macht man natürlich nur, damit der Preis nicht unter Druck gerät. :wink: Bei Futtergetreidenotierungen über 430€/t, plus teure Proteinkomponenten, kann kein Bio-Schweinemäster mit 4€/kg klarkommen. Ähnlich sieht die Situation bei den Bio-Eier-Produzenten aus. In den letzten 20 Jahren ging es immer nur bergauf mit dem Absatz im Bio-Bereich. Das ist augenblicklich vorbei. Für das laufende Jahr werden Absatzrückgänge von bis zu 15% prognostiziert. Überwiegend im konv. LEH! :wink:
Zuletzt geändert von DWEWT am Mo Jul 04, 2022 6:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon farmerpirat » Mo Jul 04, 2022 3:55

Vielen Dank für die Auskunft!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mi Jul 06, 2022 17:54

"Ökobauern und Direktvermarkter schlagen Alarm", so titelt die Topagrar. Warum fragt man sich? Ja, werte Kollegen, die ihr vor 5 Jahren für den neuen Vertriebsweg über die konv. Anbieter gewesen seid, fällt euch da jetzt vielleicht etwas auf die Füße? Die konv. Ramscher reduzieren ihre Bestellmengen, weil die Endkunden wieder häufiger zum Billigprodukt greifen. Die Regalfläche für Bio-Produkte schrumpft, entsprechend der Nachfrage. In vielen Läden gibt es selbst bei den Bio-MIlchprodukten Leerräume im Regal. Nein, nicht weil die Nachfrage so groß ist, sondern weil verhaltener geordert wird! "Frische Bio-Milch gibt es jetzt nur noch 1xwöchentlich", sagte die freundliche EDEKA-Dame. "Und Demeter ist augenblicklich ganz schwierig". Die Getreideaufkäufer drehen augenblicklich am Rad. Die Ernte steht vor der Tür und keiner will mit konkreten Ankaufspreisen vorpreschen. Der Einbruch bei der Fleischvermarktung liegt derzeit bei ca. 25%. Demzufolge dürfte sich auch die Nachfrage nach Futtergetreide nur verhalten einstellen. Gut ist nur, dass es fast gar keine Vorräte mehr aus dem letzten Jahr gibt. Die Erzeugergemeinschaften erinnern schon mal an die Andienpflicht. Warum wohl?
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jul 07, 2022 14:44

Ich habe heute noch einmal aktuelle Preise eingeholt. Bio-Dinkel voraussichtlich zwischen 420 und 450€/t. Bio-Futterweizen 420 bis 480€/t. Bio-Roggen 420 bis 480€/t. Im Gegensatz zum Dinkel, ist der Roggen recht knapp. Beim Bio-Dinkel wird der Preis vor allem durch das hohe Angebot aufgrund einer großen Anbaufläche gedrückt. Die horrenden Einkaufspreise für Dinkel, im vorletzten Frühjahr, haben die Anbaufläche in die Höhe getrieben. Es gab im letzten Jahr schon Anfang September kein Dinkelsaatgut mehr! Es ist halt wie immer. Ist etwas knapp, stürzen sich im Anbau fast alle darauf. Diese Preisentwicklung wr absehbar.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Jul 12, 2022 20:34

Na los, werte Öko-Kollegen. Lasst euch nicht lang bitten und fahrt zur Bio-Fach-Messe, mitten in der Ernte! :lol: Wenn es noch eines Beweises bedurfte, um feststellen zu können wie weit sich die Sesseletage von der Basis entfernt hat, dann ist dieser Termin der beste Beleg dafür. Es scheinen viele keinen Bock auf diese Messe zu diesem Termin zu haben. Die Tickets werden zum halben Preis angeboten wie sauer Bier. Das wird sicher eine gaaaanz intime Veranstaltung werden. Richtig so! :D
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon wespe » Di Jul 12, 2022 21:05

Man kann doch Opa hinschicken, vll manchmal besser, als wenn er uffen Acker im Weg steht... :oops: :lol:
Mit freundlichen Stachel
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Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph

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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jul 14, 2022 20:09

Cool, im Norden liegen die konvi-Milchpreise über den öko-Milchpreisen. :lol: Mit 56 bis 58€ct/L werden die Bio-Melker angespeist, während die konv. Milchpreise z.T. über 60€ct/L liegen. Aber dafür haben die Bios das Versprechen, dass in absehbarer Zeit ihre Preise auch auf über 60€ct/L ansteigen werden. Reaktionen aus den Bio-MIlchviehställen? Keine! Mittlerweile glaube ich fast, dass einige Bios nicht mehr ganz frisch sind! Wie lange wollt ihr euch das eigentlich noch bieten lassen? Zeigt der Sesseletage endlich mal wo der Bartl den Most holt! Ach, ich vergaß, euer Lohn ist ja das Gefühl, Wertvolles zu leisten.
Ich bin mal gespannt, ob die wenigen Fußvolkökos auf der Biofach endlich den Mund aufmachen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Marian » Sa Jul 16, 2022 10:01

Dafür das du so oft die Schlafschafe deiner Einheit kritisierst, bist du doch scheinbar selbst auch sehr bequem abwartend. Mach du den Anfang und misch die Sesseletage auf. Niemand hält dich auf.
20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon T5060 » Sa Jul 16, 2022 10:13

Wer kann sich noch BIO leisten ? Nochmal 12 % mehr Inflation und die BIO Branche geht pleite.
Oder glaubt ihr Naturland hat sich diese Woche freiwillig an ALDI verkauft ?
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Jul 16, 2022 10:28

Marian hat geschrieben:Dafür das du so oft die Schlafschafe deiner Einheit kritisierst, bist du doch scheinbar selbst auch sehr bequem abwartend. Mach du den Anfang und misch die Sesseletage auf. Niemand hält dich auf.


Ich genieße jetzt und in Zukunft vor allemn die Früchte meines früheren Schaffens, incl. 585€ Altersrente, monatlich! Gut 20 Jahre habe ich mitgewirkt am Ausbau der Ökolandwirtschaft. Frühere "Sesseldrücker" waren durchaus praxiserfahren und bereit auf andere Meinungen in ihrem Handeln einzugehen. Diese Zeiten sind vorbei! Der Realität entrückt, fallen sie jetzt reihenweise auf die Klappe. :D
Heute sichere ich meinen Betrieb und halte ihn offen für eine ganze Bandbreite an möglichen/evtl. auch nötigen Veränderungen. Ab dem kommenden Jahr wird ein junger, sehr gut qualifizierter Nachfolger in die Betriebsleitung eingearbeitet.
Die Bitte von Gleichgesinnten, dass ich mich dann mehr einmische in die Belange des Ökolandbaus, habe ich nachhaltig abgelehnt. Ganz raushalten, werde ich mich allerdings auch im Alter nicht. Die Grantigkeit nimmt ja mit zunehmender Lebenserfahrung, so umschreiben viele schmeichelhaft das Alter, zu. Das wird bestimmt auch noch recht lustig werden. :D
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