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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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2776 Beiträge • Seite 114 von 186 • 1 ... 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117 ... 186
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Bauer Piepenbrink » Do Jun 09, 2022 10:25

DWEWT hat geschrieben:
mini-rancher hat geschrieben:
Auch wenn man Lügen immer wiederholt, werden sie deshalb nicht wahrer.

Es geht nicht darum, WOMIT man den Boden umwühlt, sondern darum, daß man das unterläßt.

Im unbearbeiteten Boden fühlt sich der Wurm wohl, und hilft bei der Humusbildung.

Und es braucht lebende Pflanzen, die Photosynthese betreiben.



Kann mal wieder nicht sein, was nicht sein darf?
Würmer helfen eben kaum bei der Humusbildung, weil sie sich nur ihr Fressen in die Tiefe ziehen! Und Würmer scheiden eben keinen Humus aus.
Ist es nicht die Norm, dass lebende Pflanzen Photosynthese betreiben?
Unsere dogmatischen Pflugverweigerer! :lol:


Solltest vielleicht dein Jahrzehntes altes (Un)wissen aus der verstaubten Uni mal revidieren:
Regenwürmer können Pflanzen über ihren Schleim schnell mit wertvollen Stickstoffverbindungen versorgen. Die Tiere können demnach den komplexen Stickstoffkreislauf im Boden verkürzen und die Stickstoffaufnahme von Pflanzen optimieren.

Viele Regenwürmer in der Erde gelten als Zeichen, dass der Boden intakt und fruchtbar ist. Aber sie haben offenbar noch eine viel größere Bedeutung für das Pflanzenwachstum als bisher angenommen. Bislang ging man davon aus, dass Stickstoff im Boden nur langsam für Pflanzen verfügbar gemacht wird. Saprobionten wie Würmer oder Insekten zerkleinern totes organisches Material und verdauen es.

Quelle: https://www.pflanzenforschung.de/de/pfl ... ff-spender

Die Studie von Axel Don wurde ja schon längst hier widerlegt...
Aluhut Akbar !
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jun 09, 2022 11:06

Wo ist denn da ein Widerspruch zu den Aussagen von Dr. A. Don? Zumal es in dem von dir verlinkten aber selbst wohl gar nicht gelesenen Beitrag auch nicht um Humus geht. Ganz im Gegenteil wird eindeutig belegt, das der Regenwurm eben nicht zur Humusbildung, sondern lediglich zum Abbau der organ. Substanz beiträgt. Interessant auch die Aussage zur für die Regenwurmaktivitäten kontraproduktiven min. N-Düngung. Aber, da müsst ihr ja zukünftig eh heftig sparen.
btw: Die wissenschaftliche Reputation dieser Institution? Evtl. auf dem Niveau von "die regenrative Landwirtschaft"? :lol:
Zuletzt geändert von DWEWT am Do Jun 09, 2022 11:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jun 09, 2022 11:16

mini-rancher hat geschrieben:Manche Wissenschaftler (Uni Kiel) behaupten, daß die Schwarzerdeböden nur durch die Tätigkeit der Regenwürmer entstanden sind.



Würdest du mir bitte nur einen dieser Wissenschaftler nennen, damit ich ihn mit deiner Aussage konfrontieren kann?
Es ist allgemeiner Stand der Erkenntnis, dass die Schwarzerdeböden durch die mischend wühlende Tätigkeit der Ziesel entstanden sind. Die bis zu 3m in die Tiefe reichenden Zieselbaue, die mit viele organischerm Material aus dem Aufwuchs ausgekleidet sind, nennt man auch Krotowinen.
Name eines Wissenschaftler? Ich habe 1 Jahr in Kiel an der CAU studiert, vielleicht kenne ich den guten Menschen ja noch von früher.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon mini-rancher » Do Jun 09, 2022 14:48

Dr Stefan Dreibrodt

Professor Josef Müller

https://www.uni-kiel.de/de/detailansich ... genwuermer
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jun 09, 2022 17:33

Ich habe mir den verlinken Text aufmerksam durchgelesen, bin aber nicht auf die Bestätigung deiner Aussage gestoßen. Dass an der Bioturbation das gesamte Bodenleben beteiligt ist, ist schon klar. Dass Tschernosem (Schwarzerde) nur durch Regenwürmer entstanden ist, stimmt nicht!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon mini-rancher » Do Jun 09, 2022 18:31

Vielleicht waren auch noch ein paar Graswurzeln, und Klee, und Unkräuter, Bäume, Laub, vom Menschen zurückgelassene Holzkohle, eine Milliarde ZIESEL, die eine oder andere Wildsau, ein Wiesent und eine Brüthenne daran beteiligt.

Im Gegensatz zu studierten Beratern habe ich in dem Beitrag das Wort Ziesel nicht gelesen.

Interessant fand ich

Screenshot_20220609-192519_Firefox.jpg


Screenshot aus oben genannten Link

Hier wird die Entstehung der Schwarzerde den Regenwürmer in die Schuhe geschoben.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon yogibaer » Fr Jun 10, 2022 12:18

Wenn Klima, Vegetationstyp und Bodenchemie nicht zueinander passen, bauen auch Regenwürmer, Hamster, Ziesel und was sonst noch im Boden herumkriecht keine nennenswerten Schwarzerdehorizonte auf.
Gruß Yogi
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Fr Jun 10, 2022 13:02

Spielte das beim Aufbau von fetten Böden nicht auch die Erosion noch eine entscheidende Rolle?
Bodenaufbau braucht neben ganz viel Biomasse eben auch genug mikroskopisch kleine, auch Ton genannte, Minerale, um den Humus zu stabilisieren.
Ob das jetzt Winderosion in die Schwarzerderegionen oder Wassererosin in die Auen- oder Marschböden war, sei mal dahin gestellt.
Ich habe da eine nahezu mikroskopisch kleine Fläche von 40 ar und in der Nähe eine ähnliche , die nach ca.500 Jahren landwirtschaftliche Bewirtschaftung gut 3x so viele Bodenpunkte aufweisen könnten, wie der Rest der Gemarkung.
Weil die so klein sind, wurden die bei der R.Bodenschätzung viel zu schlecht bewertet.
Und das bleibt auch bei der Neubewertung so. 8)
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Damhirsch » Fr Jun 10, 2022 20:47

Ich hänge natürlich an meiner Ausbildung und was ich damals gelernt habe in Bodenkunde und Planzenbau.
So um 1970 hat der damalige Bodenkundeprof Brunk Meier, einer der schon damals mehr Ahnung davon hatte als ich auch in den nächsten 43 Jahren nicht haben werde, uns über die ukrainischen Schwarzerdeböden aufgeklärt, inclusive Fotos von Regenwürmern mit nahezu Blindschleichen Ausmessungen.
Selbst habe ich in Anlehnung seiner Ausführungen im
eigenen Betrieb damit befasst. Seit 1989 habe ich den Pflug nur noch zum Trocknen von Schaffellen benutzt, seitdem nur mit der Spatenrollegge auf 72 er Böden gearbeitet. Habe dann einige Jahre später den Regenwurmbesatz auf einer Rübnesaatfläche vor Saat auf 0,1m3 gezählt. Ergebnis 345 Regenwürmer.
Die arbeiten völlig kostenlos für mich. Arbeiten das Stroh ein, die Gründüngung, lockern, lüften.
Warum zum Teufel sollte ich so ein running System ändern?
Nur zur Erinnerung , seit 34 Jahren kein Pflugeinsatz, einzig Spatenrollegge, mit 4 unterschiedlich langen Messern, keine "Feldrandhygiene",keine Trespen- und Queckenprobleme und keine Schneckenprobleme.
Aber ein ganz gut gefülltes Bankkonto, eine miese Akzeptanz der Berufskollegen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Fr Jun 10, 2022 21:21

Damhirsch hat geschrieben:Warum zum Teufel sollte ich so ein running System ändern?


Wer sagt denn, dass du etwas ändern sollst? Es ist schon merkwürdig, der eine glaubt, der solle Stroh verkaufen und der andere glaubt, er solle seine Bodenbearbeitung ändern. Nein, es möge jeder so wirtschaften wie er denkt, dass es für seinen Standort und für seinen Betrieb optimal ist. Ende!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Botaniker » Fr Jun 10, 2022 22:15

Sag mal DWEWT, so ganz biste nicht auf dem Laufenden was die GAP ab 2023 angeht, oder? Ich nenne nur mal Begrünungspflicht bis 15.01. des neuen Jahres. Betrifft sogar die Bio-Kollegen wen ich mich richtig entsinne.
Botaniker
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Südheidjer » Sa Jun 11, 2022 1:45

Damhirsch hat geschrieben:Ich hänge natürlich an meiner Ausbildung und was ich damals gelernt habe in Bodenkunde und Planzenbau.
So um 1970 hat der damalige Bodenkundeprof Brunk Meier, einer der schon damals mehr Ahnung davon hatte als ich auch in den nächsten 43 Jahren nicht haben werde, uns über die ukrainischen Schwarzerdeböden aufgeklärt, inclusive Fotos von Regenwürmern mit nahezu Blindschleichen Ausmessungen.
Selbst habe ich in Anlehnung seiner Ausführungen im
eigenen Betrieb damit befasst. Seit 1989 habe ich den Pflug nur noch zum Trocknen von Schaffellen benutzt, seitdem nur mit der Spatenrollegge auf 72 er Böden gearbeitet. Habe dann einige Jahre später den Regenwurmbesatz auf einer Rübnesaatfläche vor Saat auf 0,1m3 gezählt. Ergebnis 345 Regenwürmer.
Die arbeiten völlig kostenlos für mich. Arbeiten das Stroh ein, die Gründüngung, lockern, lüften.
Warum zum Teufel sollte ich so ein running System ändern?
Nur zur Erinnerung , seit 34 Jahren kein Pflugeinsatz, einzig Spatenrollegge, mit 4 unterschiedlich langen Messern, keine "Feldrandhygiene",keine Trespen- und Queckenprobleme und keine Schneckenprobleme.
Aber ein ganz gut gefülltes Bankkonto, eine miese Akzeptanz der Berufskollegen.

Das hört sich eigentlich zu schön um wahr zu sein an. Aber ich bin Laie und habe daher eine Frage: Wechselst du die Messer an der Spatenrollegge (hab so ein Ding noch nie bewußt live gesehen) oder hast du vier Geräte von der Sorte und nimmst dann entsprechend immer das passende?

Bzgl. dem Herrn Brunk Meyer (laut Wiki mit "y"):

https://de.wikipedia.org/wiki/Brunk_Meyer

Ich werde mal meine Verwandtschaft aushorchen, ob sie ihn kannten. Ich denke ja. Zeitlich passt es auf alle Fälle. Meinen Vater kann ich leider nicht mehr fragen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Sa Jun 11, 2022 5:48

Botaniker hat geschrieben:Sag mal DWEWT, so ganz biste nicht auf dem Laufenden was die GAP ab 2023 angeht, oder? Ich nenne nur mal Begrünungspflicht bis 15.01. des neuen Jahres. Betrifft sogar die Bio-Kollegen wen ich mich richtig entsinne.


Das ist wohl ein Missverständnis. Natürlich müssen sich alle an den neuen Vorgaben ausrichten! Mir ging es aber auch nur um die Aussage, wonach der Schreiber gefragt hatte, warum er evtl. etwas "ändern solle". Das bezog sich aber nicht auf die GAP-Vorgaben, sondern auf den ewigen Hick-Hack bezüglich Bodenbearbeitung. Hier glaubt jeder, die allgemein optimale Variante für sich und natürlich für alle anderen Berufskollegen entdeckt zu haben. Vor allem kotzt es mich an, dass hier Leute ohne jede Ahnung vom Öko-Landbau, glauben, diesen die richtige Bodenbearbeitung für ihr System erklären zu müssen. Jeder sollte tun, was er für richtig hält. Wissenschaftliche Erkenntnisse können bei der Auswahl der Maßnahmen sehr hilfreich sein.
btw: Was GAP-Maßnahmen anbelangt, da warten wir einfach mal die nächsten Wochen ab. Ich bin mir sicher, dass das noch nicht alles in Stein gemeißelt ist!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Sa Jun 11, 2022 5:55

Ich bin ja bekanntlich auch ein rolleggenfan und habe meine diese Woche auch nach längerer Pause mal wieder über den Acker kullern lassen .
@ Südheidjer,
Ich denke eher das er eine 4 reihige egge hat und auf jeder Reihe eine andere werkzeuglänge !?
Wobei ich mich da jetzt nach dem Mehrwert frage .
den selben Effekt erreiche ich auch in dem ich meine egge über die zugdeichsel und das Fahrwerk entsprechend einstelle , zb vorne etwas tiefer und hinten flacher.
Ansonsten würde mich an seinem Konzept einige Details interessieren, zb wie oft geeggt wird welche sätechnik , Glyphosat Einsatz usw .
Alles etwas ot aber dennoch interessant.
böser wolf
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon ReinerStoff » Sa Jun 11, 2022 9:36

@Dammhirsch

Wie böser Wolf schon geschrieben hat, würde mich das auch interessieren. Magst nicht deine Arbeitsweise etwas detaillierter vorstellen? zB. Bio oder konv. bzw. mit Glyphosat oder ohne, wie hast damals umgestellt, deine Egge erklären bzgl. der 4 Werkzeuglängen, sowas halt.
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