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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon wespe » Sa Jun 11, 2022 9:49

So eine Egge funktioniert nicht überall, ein kleiner Landwirt hier bei mir in der Nähe hat/e auch so was. War so ca. 3m Gerät. Nur hat er nicht bedacht das hier bei uns mehr sandiger Lehm Boden mit Steinbesatz ist. Von "Bodenbearbeitung" konnte da keine Rede sein. Der ist dann zig mal kreuz und quer gerammelt und hat damit mehr schaden wie nutzen erzeugt ( vll war das Gerät auch einfach nur zu leicht um für diese Art Boden richtig zu Arbeiten, ka.) Ampfer war irgendwann seine Hauptkultur...
Mit freundlichen Stachel
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wespe
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Sa Jun 11, 2022 14:04

Doch sie funktioniert in der richtigen ausstattung auf jedem Boden , ausser loser trockener Heidesand .
Viel wichtiger ist der Zustand des Bodens, und als alleiniges gerät und dann eventuell, noch Bio, dann wirds eher problematisch .
Es gibt diese eggen in vielen verschiedenen Ausführungen von leicht ohne tiefenführung bis sehr schwer aufgesattelt mit Steinsicherung.
Ich habe eine schwere 5m aufgesattelte vierreihige hydraulisch klappbare und da sind bei 15 km 150 PS auch schon mal am knurren .
Der Vorteil ist halt das sie auch unter feuchten Bedingungen keine bearbeiungssolen bzw schmierhorizonte produziert .
Ihr größter Nachteil ist der hohe Wartungsaufwand.
Wurzelunkräuter lassen sich mit ihr grundsätzlich nicht bekämpfen
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Damhirsch » Sa Jun 11, 2022 20:32

Pflügen fand ich von Anfang an , als ich den Betrieb übernahm, einfach nur ätzend. Da schafft man mit einigem Aufwand an Zeit, Maschinen und Sprit einen Bodenzustand der mit ähnlichem Aufwand wieder beseitigt werden muß. Anders gesagt, man überlockert und muß dann wieder rückverfestigen.
Ich habe zwar Tierzucht studiert aber etwas aus den Vorlesungen zu den Grundlagen des Ackerbaues war hängen geblieben.
Saatkorn auf wasserführender Schicht ablegen, fruchtartspezifisch zudecken.
Hab dann für 300 DM eine stark gebrauchte Hankmo Rollegge mit 2,5 m Breite gekauft. Mein alter Fiat 750 bretterte damit locker mit 25km/h über die Stoppeln, nur ich hatte dann Mitleid mit Gerät und meinem Rücken .Erkenntnis war, hohe Schlagkraft aber es blieb zu viel Stroh an der Oberfläche, die Drille kam damit nicht so recht klar.
1991 kaufte ich dann eine neue Hankmo, 3 m breit, 43 cm Messer.
Die packte ordentlich an, jetzt mit 90 PS und bis 20 km/h. Inzwischen war der Boden jetzt auch soweit, auch größere Strohmengen zu verdauen.
Nach und nach kamen dann weitere gebrauchte Rolleggen dazu, die teuerste für 700€.
Damit konnte ich je nach Witterung, Bodenzustand und Anbauplanung in unterschiedlichen Tiefen arbeiten. Je nach Witterung z B 3-5 Mal zwischen Ernte und Bestellung. D h, immer wenn es wieder grün wurde, Ausfall, Gras, Unkräuter, mit der Rollegge drüber.
Wegen Fuchsschwanz habe ich nicht vor dem 15-20. Oktober gedrillt
Verschleißteile waren in erster Linie die Lager. Die habe alle 2 Std geschmiert und die Standzeit extrem erhöht.
In meinen Anfangsjahren hatte ich stellenweise richtig Probleme mit Quecke. Mit Glyphosat und Rollegge habe ich das Problem praktisch eliminiert.
Nach Erbsen und bei massivem Queckenbefall wickelte das lange Material natürlich sehr stark. In solchen Fällen habe ich meinen alten Frostgrubber ohne Nachläufer eingesetzt. Mein Ziel war, damit Kartoffeldamm ähnliche Struktur zu erreichen zwecks extremer Oberfläche für viel Sauerstoffeintrag zur Rotte .
Nach 2 -3 Wochen waren die langen Wurzeln bzw Erbsenreste soweit mürbe, dass die Rollegge nicht mehr zuwickelte.
Bei schneller Fahrt, jenseits von mindestens 15 km/h, wird das Boden- Wurzelgemisch richtig hochgewirbelt und der schwerere Bodenanteil fällt eher zurück. Die leichtere Wurzelfraktion bleibt dann an der Bodenoberfläche und vertrocknet. Das ist der entscheidende Vorteil gegenüber dem Grubber der ja solche Wurzeln wieder mit Boden bedeckt und die dann weiterwachsen.
Glyphosat war dann in den Fällen noch nötig, wenn z B Fuchsschwanz wegen feuchter Bedingungen weiterwachsen konnte und bei nicht abgefrorenen Zwischenfrüchten vor Rüben und manchmal Mais.
Disteln haben ihren Schrecken verloren durch konsequenten Wuchsstoffeinsatz im Getreide zum optimalen Distelzeitpunkt.
Für den Bodenzustand ist die Rollegge ein Seegen. Durch die hohe Flächenleistung muß man nicht auf Deubel kommraus auf den Acker. Ich habe zu nasse oder auch zu trockene Bodenverhältnisse auf dem Sofa überdauert und bin bei optimalen Bedingungen losgebrettert.
Der Boden wurde tragfähig, auch durch die breiten Treckerreifen. Wenn im Herbst keiner den 6 Reiher Rübenroder haben wollte, bei mir ging das. Wenns denn nach Nässe wieder trocken wurde, entweder ohne weitere Vorarbeit mit der Drillkombination den Weizen gedrillt, oder max 1 x mit der Rollegge vorweg. Blieb es zu feucht, im Frühjahr bei besten Bedingungen Hafer gedrillt.
Mit den Bedingungen arbeiten, nicht dagegegn. Flexible Response im Ackerbau.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Wini » So Jun 12, 2022 22:51

Statt 3-5mal mit einer Spatenrollegge über den Acker zu brettern, pflüge ich lieber einmal ordentlich.
Mit Glück und einem ordentlich Regen kann ich da direkt im Herbst mit erhöhter Saatstärke
in einen sauberen Tisch rein säen.

Gruß
Wini
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon böser wolf » Mo Jun 13, 2022 10:48

Wini hat geschrieben:Statt 3-5mal mit einer Spatenrollegge über den Acker zu brettern, pflüge ich lieber einmal ordentlich.
Mit Glück und einem ordentlich Regen kann ich da direkt im Herbst mit erhöhter Saatstärke
in einen sauberen Tisch rein säen.

Gruß
Wini


Es geht nicht immer nur um Kosten, wobei du in der Hinsicht Recht hast !
Es gibt Standorte die stark durch Wind und Wasser Erosion gefährdet sind ,und da möchte man einen reinen Tisch vermeiden.
Nur ist ein mehrmaliges flaches bearbeiten auch nicht gerade der richtige Weg dem entgegen zwingen, da ist weniger oft mehr .
Natürlich erkauft man sich mit 3iner extensivierung der bodenbearbeitung auch Nachteile, da muss am abwägen was das kleinere Übel ist .
böser wolf
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 13, 2022 11:03

Ich musste heute früh kurz nach Lüchow und dann fahre ich immer über Salzwedel. Gott oh Gott! Die Gerste dürfte im Juni noch abgeräumt werden. Der Roggen sah ähnlich wie aus wie auf den obigen Fotos. Selbst Wiesen und Weiden machen einen gestressten Eindruck. Sollte sich das Wetter allerdings grundlegend ändern, könnte es bei der Gerste und evtl. auch beim Roggen erhebliche Probleme geben. Das hatten wir ja vielerorts im letzten Jahr. Bei der WGerste habe ich mancherorts gesehen, dass die Bestände unter den Straßenbäumen oft noch komplett grün und besser entwickelt waren. Abreifeverzögerung und besseres Wachstum wodurch? Meine Wicktriticale, unter den großen Eichen, zeigt genau den gegenteiligen Zustand.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon germane » Mo Jun 13, 2022 19:08

DWEWT hat geschrieben: Bei der WGerste habe ich mancherorts gesehen, dass die Bestände unter den Straßenbäumen oft noch komplett grün und besser entwickelt waren. Abreifeverzögerung und besseres Wachstum wodurch? Meine Wicktriticale, unter den großen Eichen, zeigt genau den gegenteiligen Zustand.


Die Beobachtung habe ich hier auch gemacht. WG ca. 200 m der Straße entlang und neben der Straße ein Birnbaum. Unter dem Birnbaum ist die WG noch "grüner". Ich würde da auf die Sonneneinstrahlung/Schatten tippen.
Das könnte eine Frage der Sorte sein oder (wahrscheinlicher) Triticale ist nicht so lichtempfindlich.

Du, als Berater , solltest da schon eine Erklärung haben.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon egnaz » Mo Jun 13, 2022 19:25

Reifeverzögert heisst ja auch nicht gleich besser. Da müsste man schon eine Ertragsmessung machen.
Ich habe auch einen Schlag, der an der Südseite an einen Wald angrenzt. Dort ist das Getreide auch immer später, aber auch im Ertrag niedriger.
Auf dem Grünland ist es bei Hitze und Trockenheit unter den Bäumen auch immer grüner, doch meine Schafe fressen dann doch lieber das verdorrte Gras aus der Sonne. Die werden wissen warum.
Ich bin daher auch äußerst skeptisch wenn es um Agroforst oder Agrofotovoltaik geht. Für die meisten Kulturen ist Licht ein entscheidener Wachstumsfaktor.
Gruß Eckhard
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Di Jun 14, 2022 5:19

Es gibt natürlich mehrere Erklärungsansätze. Ob diese Erscheinung auf die WGerste beschränkt ist, kann man jetzt noch nicht sagen. Bei den anderen Winterkulturen ist die Abreife noch nicht so weit fortgeschritten. Da ist es vielleicht einfach noch nicht so auffällig. Der Vorteil eines Shhattenwurfs ist kaum relevant. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatten wir noch keine übermäßig intensive Sonneneinstrahlung. Die soll ja jetzt erst kommen. Es wäre jetzt noch zu klären, ob die Position der Bäume (südlich/westlich/östlich) eine Rolle spielt. Darauf hatte ich leider nicht geachtet. Jetzt geht es an´s Heuen und Silofahren und dann schau ich noch einmal.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 20, 2022 10:45

Wer immer noch der Meinung ist, dass es für ihn vielleicht lukrativ ist auf Bio umzustellen, der sollte unbedingt die Beilage zur aktuellen Bauernzeitung lesen. Da werden in der Reihe "Fachwissen Kompakt" in einem "Ratgeber Ökolandbau" die aktuelle Situation des Biolandbaus und die Perspektiven für die Zukunft sehr objektiv beschrieben. Ich hoffe, dass auch die Sesseletage der Verbände, da mal reinschaut. Es dürfte ihnen kalt den Rücken hinunter laufen.
Wer trotzdem das Risiko eingehen möchte der sei auf der Hut beim Lesen der Gebührenordnungen. Einige Verbände splitten mittlerweile die Gesamtgebühr auf in eine für den Bundesverband und in eine Gebühr für die Landes- oder Regionalbüros. Da gibt es dann gleich 2 Rechnungen! Die Gebührenrechnung des Landesbüros verstecken sich hinter Begriffen wie "Beratungsgrundgebühr", "Informationsaufwand", "Mitgliederbetreuungsgrundgebühr" usw. Auch wenn man diese Leistungen gar nicht in Anspruch genommen hat, werden die Gebühren erhoben. Also, Augen auf! In der augenblicklichen Situation kann ich nur jedem abraten, sich auf dieses Abenteuer einzulassen!
btw: Die Milchpreisanhebung auf über 60ct/L, die der große "B"-Verband in Aussicht gestellt hatte, ist wohl zunächst mal vom Tisch. Vor allem der konv. Handel reduziert augenblicklich seine Bestellmenge, weil der Kunde sich bei seinem Gutmenschenhandeln in Zurückhaltung übt.
Eine gute Bekannte arbeitet bei einer Tafel in Berlin. Sie sagt, dass sie bis zu 30% der Ware als Bio-Ware bekommen! Da kann man sich gut vorstellen, wie hoch der Anteil der unverkäuflichen Bio-Artikel ist. Wie es jetzt aussieht, ist das Abenteuer Bio-Vermarktung über die konv. Discounter, im Großen und Ganzen, zum Scheitern verurteilt. Sollten sich diese aus dem Geschäft zurückziehen, gäbe es für mehr als 50% der ökolog. erzeugten Rohstoffe keine Vermarktungsmöglichkeiten. Ausnahmen gibt es allerdings auch!
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon elchtestversagt » Mo Jun 20, 2022 11:40

Das kann doch nicht euer Ernst sein, das euch das mit unter den Bäumen sonst noch nie aufgefallen ist...
Sowas haben wir hier jedes Jahr...Auch jetzt. Während der Weizen schon am abreifen ist, 15mtr an den Bäumen respektive Waldrändern, egal ob Süd, West oder Ost, da blüht der Weizen grade. Liegt viel daran, das es keine so grossen extremen Tag/Nacht-Schwankungen sowie die hohe Sonneneinstrahlungsintensität, die auch immer Stress bedeutet,sind. Dennoch, Ertraglich sind die noch sehr grünen Streifen nichts besser, im Gegenteil, die Pflanzen sind dort in der Halmstabilität schlechter und diese Waldrandstreifen legen sich dann gerne bei Schlechtwetter ins Lager. Wir behandeln diese Ecken deshalb einmal extra mit Halmverstärkern sowie reduzieren den N Bedarf nochmal um 20%, und eine relative Erntesychronisation zu schaffen ( klappt dieses Jahr nicht...). Körnermais hat man auf diesen Streifen Ertraglich; null. Werden mittlerweile Blühstreifen von gemacht.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Mo Jun 20, 2022 16:18

Jetzt sorgt sich auch noch der DBV um den Ökomarkt. Allerdings nicht um den zukünftigen Absatz, sondern um die Preisgestaltung für das Biogetreide der kommenden Ernte. Der DBV befürchtet, dass der Preis für das Biogetreide durch die Decke geht und die Öko-Veredelung das Nachsehen hat. Deshalb rät er dazu, den Preiskorridor der letzten Jahre mit einem gemäßigten Auschlag zur Grundlage für die Preisforderung der Ökolandwirte zu machen. Liebe DBVler, kümmert euch um was auch immer aber nicht um den Ökomarkt. 40 Jahre habt ihr zugelassen, dass eure Mitglieder von den Verarbeitern und vom LEH verarsc... wurden und jetzt wollt ihr auch noch als Bremser für die Ökopreise fungieren? Wo blieb denn die Bremswirkung bei der Entwicklung des Preises für das konv. Getreide? Ich zitiere den ehemaligen Wirtschaftsminister der BRD, S. Gabriel, mit dem Wort: "Pack"!
btw: Es soll wirklich Biobauern geben, die Mitglied in diesem Laden sind. :oops:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jun 23, 2022 17:00

Die Bio-Märkte werden enger und der Hickhack unter den Verbänden nimmt wieder zu. Alle arbeiten mit ihren "Alleinstellungsmerkmalen", die schon längst zum Standard geworden sind. Die gegenseitige Anerkennung, zum Vorteil des Handelns mit ausreichendem und qualitativ hochwertigem Rohstoff, wird mal wieder mal wieder unnötig kompliziert. Wenn man sich nicht mag, wird der Rohstoff preislich auf das EU-Bio-Niveau herabgestuft. So will man offensichtlich die unliebsame Konkurrenz aus dem Feld schlagen. Noch tobt der Machtkampf um die Marktanteile unter der Decke. Wenn, wie es sich schon jetzt abzeichnet, der Bio-Markt zu schrumpfen beginnt, dürfte die Zurückhaltung allerdings ein jehes Ende finden. Wenn, wie sich schon jetzt abzeichnet, der gute Ruf der Bio-Produkte durch die konv. Vermarkter Schaden nimmt, siehe Bio-Wurstwaren von EDEKA und REWE (Separatotenfleisch), dürfte auch die Zusammenarbeit von Verbänden und konv. Vermarktern deutlich von der Basis hinterfragt werden. Da dürfte es ein Rauschen in der Sesseletagen der Verbände geben. Der lachende Dritte wird der Fachhandel mit Bio-Produkten sein. Ob die jedoch den Verbänden zukünftig die Stange halten, dürfte, aufgrund der jetzigen Zusammenarbeit der Verbände mit den Ramschern, fraglich sein.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon DWEWT » Do Jun 23, 2022 17:08

Nun dringen auch die ersten Notierungen für Bio-Getreide an eine kleine Öffentlcihkeit. Für Backweizen werden 550 bis 600€/t genannt. Futterweizen soll um die 500€ bringen. Dinkel wird vermutlich, wegen eines hohen Ernteaufkommens, wie Backweizen gehandelt werden. Für Roggen hört man 380 bis 450 €/t. Bisher traut sich fast kein Vermarkter mit Angeboten an die Öffentlichkeit/an die Erzeuger. Was derzeit angeboten wird, liegt in etwa auf konv. Niveau und ist deshalb komplett außen vor. Aufgrund des weitenstgehenden Wegfalls der ukrainischen Ware, dürften gute inländische Qualitäten besondere Preise bewirken. :D
btw: Da wirkt sich meine Wickroggengründüngung wohl sehr positiv aus! :D
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon langholzbauer » Do Jun 23, 2022 17:20

Und stell Dir nur vor, Du hättest den Wickroggen letztes Jahr gedroschen , auseinander gereinigt und könntest die Frucht jetzt auf den Ökomarkt bringen!
Allein das Stroh hätte auch schon soviel gedüngt, wie Du Düngerwert an rechnest. :wink:
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