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Ökologische Landwirtschaft

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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2776 Beiträge • Seite 35 von 186 • 1 ... 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38 ... 186
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon kaltblutreiter » Sa Aug 02, 2014 9:56

Mal abgesehen davon, daß ich die BIO-Zertifizierung und das ganze Drumherum mehr oder weniger als eine Vera*ung sehe, bin ich doch der Meinung, daß in dem Artikel ein Bauer zu Wort kommt, der das Ganze nicht ordentlich gemanagt hat und zu blauäugig an die Sache herangegangen ist. Beispiele:

Das heißt, es muss zusätzliches Eiweiß ins Futter, weil der Gehalt des Getreides nicht reicht. Konventionelle Bauern nehmen Sojaschrot, die Bios behelfen sich mit Ackerbohnen, Erbsen, Lupinen und Kartoffeleiweiß. Dieses Eiweiß wird aber vom Verdauungstrakt des Schweins nicht so gut aufgenommen.

Keine Rede von Molke, saurer Milch oder ähnlichen tierischen Eiweißlieferanten.

deswegen ist man auf das angewiesen, was für die Verarbeitung nicht taugt. Also Weizen, der zu schlecht zum Brotbacken ist, oder Gerste, die sich nicht zum Bierbrauen eignet

Auch im konventionellen Anbau wird Getreide, was die hohen Anforderungen für die Weiterverarbeitung nicht erfüllt, zu Futtergetreide.

Kaum ließen wir die Käfige weg, stieg die Zahl der erdrückten Ferkel stark an.

Einfach Käfig weglassen und dann annehmen, daß es bei gleichen Platzverhältnissen schon geht, ist nicht weit gedacht.

Wir schickten Strohproben ins Labor und erhielten die Auskunft, dass es voller Schimmelpilztoxine war. Und das, obwohl wir es ausgiebig gewendet und getrocknet hatten. Weil Getreide heute viel später geerntet wird, ist der Halm bereits auf dem Feld tot. Damit bietet er eine ideale Angriffsfläche für Pilze, die dadurch von vornherein im Stroh enthalten sind

Ist auch nicht zwangsläufig so. Weiß ich aus eigener Erfahrung, weil auch wir keine Fungizide im Getreide einsetzen und trotzdem einwandfreies Stroh, was auch zur Rinderfütterung durchaus taugt, erhalten. Ist also auch eine Frage des Managements, des Klimas und des Standorts.

Und so weiter und so weiter. Einfach alles "konvi" weglassen und dann als BIO weiterwurschteln - das geht schief. Und so scheint es mir im angesprochenen Fall gewesen zu sein.

Es gibt sicher viele "BIO"-Betriebe, die das Ganze ideologisiert und etwas blauäugig angehen. Es gibt aber auch Betriebe, die das "ordentlich" betreiben, wo das Management und die Grundlagen/-kenntnisse stimmen und wo die Anforderungen z. B.an die Bestandesführung viel höher sind. Also bitte nicht alles über einen Kamm scheren.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Pevo » Sa Aug 02, 2014 12:33

xyxy hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:bei Demeter’s


Ausgezeichnete Wahl!
Wo sonst könnte man die Auswirkungen früherer nationaler Nachhaltigkeitsstrategien besser studieren?
Besonders an Footprints, die man Deutschland, Europa und der ganzen Welt aufgedrückt hat...

Diese Äußerung solltest Du erklären, falls ihr Sinn nicht Dein Geheimnis bleiben soll. Nützlich wäre in dem Zusammenhang auch, Dein Verständnis von Footprint kennen zu lernen.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon xyxy » Sa Aug 02, 2014 19:40

Pevo hat geschrieben:.. Nützlich wäre in dem Zusammenhang auch, Dein Verständnis von Footprint kennen zu lernen.


Danach musste ich erst suchen

http://www.footprint-deutschland.de/

Nun, ich habe eine etwas einfache Lebensweise und so kam ich trotz einiger Laster noch auf 4,6ha, aber immerhin unterdurchschnittlich!

Da bot es sich an, dass System nochmal rechnen zu lassen mit der einzigen Umstellung auf komplett BIO, waren dann aber immer noch viel zu viele 4,2ha, also nochmals reduzieren!

Hab Fleisch aus meinem Leben verbannt und als Ausgleich den Fernseher auf 24 Std- Betrieb (somit viel auch die Standby-Frage für mich günstig aus :mrgreen: ) und hab dazu noch einen 20000 km Flug gebucht.
Das System hat meinen Footprint daraufhin auf immerhin 3,75 ha entlastet! :klee:

Ich geh jetzt grillen :prost:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon H.B. » Sa Aug 02, 2014 22:21

iiiiiih, du stocherst auf braunen Seiten??? :mrgreen:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon PhatFinder » Sa Aug 02, 2014 22:50

Ob ökologisch ,bio oder was weiss ich ,wenn die Zeit so bleibt wie bisher (steigender Wohlstand /Konsum des Einzelnen )werden wir in Zukunft Naturschutzauflagen/Greening um die Ohren geschlagen bekommen wie wir es bisher nicht kannten .
In einem reichen,klein strukturiertem, von viel Industrie gesegnetem Bundesland wie Baden Württemberg sowiso .
Da gibt es irgendwann nicht mehr viel Platz ,für eine "weltmarktwettbewerbsfähge "Landwirtschaft .
Dort gibt es dann nur noch Industriegebiet oder Streuobstdschungel ................
Morgen gerne mehr ,jetzt gehts ins Bettchen ,guts Nächtle
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon meyenburg1975 » So Aug 03, 2014 6:48

Das ist ein Footprint:
http://pic.humor.li/p/humor-li-picture-4832.jpg
Das Andere ist Propaganda.
Bild
Achtung! Ironie ist in Deutschland nicht kennzeichnungspflichtig.
Nothing finer than a niner
Jeder, der die Hamas offen unterstützt, ist ein Terrorist.
Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Todde » Di Aug 05, 2014 22:52

xyxy hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:bei Demeter’s


Ausgezeichnete Wahl!
Wo sonst könnte man die Auswirkungen früherer nationaler Nachhaltigkeitsstrategien besser studieren?
Besonders an Footprints, die man Deutschland, Europa und der ganzen Welt aufgedrückt hat...


PeVo ist sich sicher bewußt, dass Demeter eher eine Sekte ist und nicht eine landwirtschaftliche Wirtschaftsweise.
Ableger dieser nationalen Sekte gibt es in der ganzen Welt, in Südamerika und den USA haben die gar weltweite Beachtung in den Polizeiakten und Medien gefunden...

So sieht halt die nachhaltige Welt aus! Nicht besser, dafür fundamental!
Für eine bessere Welt muss man über Leichen gehen, das wussten schon Adolf H., Stalin, Mao und viele andere.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
##
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Pevo » Mi Sep 03, 2014 19:52

Es wird Zeit für eine Erholungspause, die ich mit einer Bestätigung meiner früheren Einschätzung einleite: http://waehlerauftrag.blogspot.de/2013/ ... forum.html
Bis dieTage!
Pevo
 
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Allgeier » Di Nov 11, 2014 12:30

Ich stell meine Frage hier. Im Glyphosat Bereich passt es nicht.

Warum wird man eigentlich BIObauer? Gibt es hier welche ? Oder was bewegt einen so einen Entschluss zufassen.

Das wuerde mich jetzt schon interessieren.

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„In der Zeit des Universalbetrugs ist die Wahrheit zu sagen eine revolutionäre Tat.“ Georg Orwell
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon xyxy » Di Nov 11, 2014 13:56

Es ist in diesem Forum nicht erwünscht, die genauen Gründe dafür öffentlich darzustellen, sorry da bist du hier falsch!
Versuch es bei den Anbauverbänden :klug:
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon H.B. » Di Nov 11, 2014 14:20

Biobauer wird man, weil man muss (Pachtflächen), oder weil man glaubt, durch eine laschere Wirtschaftsweise Kosten einzusparen, und für das was daraus erwächst, dem Verbraucher etwas mehr aus der Tasche locken zu können. Weitere Gründe können FEWOs oder ein guter Standort zur Direktvermarktung sein. Die Wenigsten machen es nur weil sie dumm sind. Einen guten Biobauer haben wir hier im Forum. Halte dich an "Bodenseefarmer", der kann dir auch sagen, welche Verbände am erträglichsten sind.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon CarpeDiem » Di Nov 11, 2014 14:49

Na H.B. da gibt es noch andere, nicht weniger triftige Gründe. Ein Inhaber eines auslaufenden Betriebes hat mir mal vorgerechnet, was für Prämien er erhält, wenn er EU Bio macht. Das waren dann summe summarum rd. 1.000 Taler/ha. Der sagte die Kohle nehme ich mit....
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Manfred » Di Nov 11, 2014 15:54

Ja. In Fantasien vermutlich... :lol:

Ich sehe das Ganze ja recht pragmatisch und halte wenig von dem bürokratischen Einordnungszwang in D.
Weltweit verlieren wir ca. 24 Milliarden Tonnen Boden pro Jahr durch überwiegend konventionelle schlechte Bewirtschaftung.
Für D gibt es relativ wenig Zahlen, aber trotz unserer sehr verzeihenden Klimabedingungen hier auf dem globalen Stecknadelkopf Mitteleuropa gehen laut BMU auf 1/7 der landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschland jährlich allein durch Wassererosion mehr 3 Tonnen pro ha an Boden verloren.
Man braucht ja nur bei Hochwasser in den nächsten Fluß zu schauen.
Diese Prozesse sind schleichend und werden deshalb von den meisten Bewirtschaftern nicht wahrgenommen. Dabei reicht in vielen Fällen schon ein Vergleich der alten Bodenbewertungsdaten mit dem heutigen Zustand der Flächen.
Was wir brauchen ist eine wiederherstellende Landwirtschaft, welche die Bodenbildung und Bodenerhaltung fördert. Und das ist mit Mitteln des ökologischen Landbaus einfach zu erreichen, auch wenn der konventionelle Landbau in D da in den letzten 10, 20 Jahren erheblich dazugelernt hat.
Ich sehe überall auf der Erde sehr positive Entwicklungen in den Landbautechniken, bio wie konventionell. Die Frage ist nur, ob wir diese schnell genug in die breite Fläche bekommen, bevor wir zu viel Boden verloren haben.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon H.B. » Di Nov 11, 2014 21:20

@Carpe. Richtig, nur das Prämienabräumen zum Auslauf des Betriebes zähle ich nicht dazu. Für mich zählen nur jene als echte Bios, die den Betrieb damit in die nächste Generation führen möchten. Obs dann die Substanz der Betriebes samt Böden solange mitmacht, stellt sich dann sowieso von selbst raus.
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Re: Ökologische Landwirtschaft

Beitragvon Pulsator » Di Nov 11, 2014 21:28

Manfred hat geschrieben:Ja. In Fantasien vermutlich... :lol:

Ich sehe das Ganze ja recht pragmatisch und halte wenig von dem bürokratischen Einordnungszwang in D.
Weltweit verlieren wir ca. 24 Milliarden Tonnen Boden pro Jahr durch überwiegend konventionelle schlechte Bewirtschaftung.
Für D gibt es relativ wenig Zahlen, aber trotz unserer sehr verzeihenden Klimabedingungen hier auf dem globalen Stecknadelkopf Mitteleuropa gehen laut BMU auf 1/7 der landwirtschaftlichen Nutzfläche Deutschland jährlich allein durch Wassererosion mehr 3 Tonnen pro ha an Boden verloren.
Man braucht ja nur bei Hochwasser in den nächsten Fluß zu schauen.
Diese Prozesse sind schleichend und werden deshalb von den meisten Bewirtschaftern nicht wahrgenommen. Dabei reicht in vielen Fällen schon ein Vergleich der alten Bodenbewertungsdaten mit dem heutigen Zustand der Flächen.
Was wir brauchen ist eine wiederherstellende Landwirtschaft, welche die Bodenbildung und Bodenerhaltung fördert. Und das ist mit Mitteln des ökologischen Landbaus einfach zu erreichen, auch wenn der konventionelle Landbau in D da in den letzten 10, 20 Jahren erheblich dazugelernt hat.
Ich sehe überall auf der Erde sehr positive Entwicklungen in den Landbautechniken, bio wie konventionell. Die Frage ist nur, ob wir diese schnell genug in die breite Fläche bekommen, bevor wir zu viel Boden verloren haben.


ist doch völlig irrelevant, ob der boden ökologisch oder konventionell bewirtschaftet wird, wenn er unbewachsen und mit neigung ist. dann schwemmt auch der öko - boden bei starkregen weg...die differenz der erosionsmengen ist dann sicherlich ideologisch messbar, ansonsten aber nicht....außerdem war die fragestellung abgestellt auf die motivation der produzenten.
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