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Preisbildung vom Brennholz

Hier ist nun auch ein Platz für Diskussionen rund ums Holz.

Moderator: Falke

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102 Beiträge • Seite 4 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon Steyrer8055 » Sa Jan 03, 2026 13:46

Hallo Oberpfälzer!
Ging mir schon ähnlich, bestellten 33er u. die Feuerlänge ist 28 cm. Mit dem Glauben ich müsse es wieder mitnehmen u. ihnen kleiner sägen, aber nur im Glauben? Von der Bildung u. Einbildung stehen die weit über mir. Bei einem 2. Fall das selbe, dem wurde aber vom Ofenbauer bescheinigt das Holz darf nur stehend abbrennen. Darum schau ich bei jedem Neukunden, z. 1. den Ofen an, z. 2. die Zufahrt. Ich hatte schon Kunden die nahmen das Holz nur, weil ich zum Keller-Abwurfschacht mit kleinerem Wagen kam. Er u. Sie waren schon zwischen 80 u. scheintod, nicht zumutbar von der Strasse bis zum Haus die Logistik.
Für dein WH-Spälten würde ich sofort 70,-€, als Endkunde bezahlen! Für deine 25,-€ bleib auf dem Ofenbank liegen, was wenig o. nichts kostet ist nichts wert!
Sollte der Preisspiegel bei euch auch 50-70,-€ liegen, dann verlang es auch. Du machst die Preise von den anderen kaputt! Bei uns feilschen sie wegen 1,-€/Rm herum, sag ich geh in den türkischen Basar.

mfg Steyrer8055
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon beihei » Sa Jan 03, 2026 14:44

Eigentlich sollte der Kunde schon wissen welche Scheitholzlänge er benötigt.
Hatte vor zwei Wochen einen Kunde, Der hatte sich gerade einen neuen Ofen installieren lassen . Laut Betriebsanleitung sollten 33 er Scheitlänge passen. Ich hab ihm paar Stücke 33er und paar Stücke 25 er mitgegeben . Paar Tage später hat er eine Ladung 25 er bestellt. Kam er besser mit zurecht. Aber passiert auch schon mal das Kunden von 33 er auf 25er umsteigen.
Macht ihr eigentlich preislich einen Unterschied zwischen 25 er und 33er? Ich schon , weil ein weiterer Schnitt und es fällt dichter bei Abrechnung über SRM.
Wahre Klasse ist, wenn du was zu sagen hast, aber dich enscheidest vor Dummschwätzern die Fresse zu halten. Ihr Spatzenhirn ist nicht dafür ausgelegt etwas zu kapieren.
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon tk8574 » Sa Jan 03, 2026 17:21

da kann ich dir nur zustimmen! Ich verlange daher 5€ mehr bei 25cm. Der Zeitaufwand ist ja auch noch zusätzlich vorhanden bei einem Schnitt mehr.
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon langholzbauer » Sa Jan 03, 2026 18:14

Redriver hat Recht.
Für 25 € hab ich noch keinen RM Verkauft.
Selbst zu Zeiten, als es für F/K nichts gab und davon geredet wurde, es breit zu hacken habe ich davon meine Stammkundschaft mit 2m Rundholz für 30€/RM satt gemacht.
Wenn's s keiner haben will, dann wird beim Schadholz die Rinde mit der MS wärend der Aufarbeitung geschlitzt, damit das Holz schneller trocknet und verrottet.

@Steyrer8050
Das ist eine Frage der Erziehung und Auswahl der Kundschaft.
Bevor ich mich mit solchen "Feinststapel- Nachmessern", die erst Anfang Dezember ihren aktuellen Winterbrand bestellen, herumschlage, bediene ich lieber die vernünftigen
Landkunden, welche im Frühjahr ihr Scheitholzlager mit Agrarkipperfuhren frisch vom SSA auffüllen.
So groß ist oft der Unterschied in der Lagerkapazität dieser beiden Gruppen nicht.
Aber die ersteren fluktuieren auch stärker und rennen gern zum Billiganbieter. :wink:
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon rockyy » Sa Jan 03, 2026 18:56

Ich finds Traurig, dass fast immer ein Blöder aufsteht. Und du selbst dann als "Gieriger Bauer" abgestempelt wirst. Ich hab da einige Beispiele.
Landwirt aus dem Ort, bietet, Holz an. Erle, Kiefer, Birken. Das ist Holz, was an den unmöglichsten Stellen liegt. Da bot er schon 2 erlen an, die im Bach lagen! Du sollst die selber "bergen" Oder kannst seine Hilfe erkaufen. 45€ pro raummeter (auf anhänger gemessen, ohne hilfe), sonst schlepperstd 100eur. Und die leute FAHREN DA HIN Die kraxxeln mit Stiefel in Bach und legen da ne Kette drum.

Wenn ich aber Holz, vom Rückewagen 3-6m als beispiel anbiete und sage "kannst haben, musst selber sägen usw" gucken mich alle an wenn ich da 40-45eur für will. "Nee dann fahre ich lieber in Forst, da bekomme ich das billiger..." - Habe dann auch nur gesagt: Fahr!

Ich bekam 2025 31€ Netto Festmeter Kiefer, Industrieholz. So dann darf ich doch wohl 40€ für Holz verlangen, was der Kunde selber klein macht, wenn ich es mit dem Rückewagen zum Hof hole.
Weil ich hab im Wald auch nicht eine ecke wo plötzlich ein Wagen liegt. Du hast hier und da immer mal son Reststamm liegen, 1,8m 2,8m.
Man könnte es auch gut auf hackschnitzel umrechnen. 1fm ergibt ca 2srm. Wenn gehackte hackschnitzel 25€/m³ kosten.. liege ich da mit 40-45eur ziemlich fair.

Wenn aber einer meint er kriegt das für 30eur.. Ne. Dann solls der LKW holen. Kronospan braucht immer holz.
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon Steyrer8055 » So Jan 04, 2026 7:58

Hallo!
Allen ein gesundes neues Jahr, damit wir uns hier austauschen können!

Bei uns ist das Gro man kauft trockenes Brennholz, lagert es im Herbst ein, o. man hat gar keinen Aussenplatz, o. man will nicht das ganze Jahr die Holzbeig anschauen. Das Holz ist auch nicht die Hauptheizung, sondern nur für den Schwedenofen, offenen Kamin, Kachelofen, im Winter.
Vielen Leuten würde es sehr gut tun, Stammholz vom RW mal selber aufsägen, spalten u. beigen. Nur das sie eine Wertschätzung dafür wieder bekommen. Leute die das früher machten sind keine Pfenning-Fuxer, aber viele Andere schon.

"Hallo" ich bin noch lernfähig, war der Ansicht Holz wird liegend geheizt. Großer Irrtum, die Leute wollen die lodernden Flammen von stehenden Scheiten sehen das strahlt in der Phsyche Wärme u. Heimeligkeit aus. Hab so einen Träumer in der Familie, Schreiner-Meister wiegt seiner Frau 1,80 Kg Holz (3 Scheite) ab, damit sie nicht mehr rein legt, weil es in der Betriebs-Anleitung so steht. Was will man da noch sagen? Ein Anderer könnte 1/2 m Scheite im offenen Kamin heizen, will immer 33er weil es das saubere heizen für ihn mit mehr Wärme ist, leuchtet mir auch ein. Für ihn ist es schon fast die Hauptheizung, mir ist es Recht.

Zur Preisbildung!
Egal wo wir Stammholz in SW-Länge asten u. herziehen, wird der Preis ungefähr gleich sein (Gerät u. Arbeit). Ob wir Holz stehend am Stock kaufen, o. eigenes fällen sollte der Wert auch ungefähr gleich sein. Für den Käufer mag es ja gut sein, aber ob der Verkäufer glücklich ist. Der Käufer nimmt das Stammholz, das Astholz bleibt liegen u. die Räumarbeit hat der Besitzer. Da behalt ich mein Holz lieber selbst, gibt zwar 5x warm aber auf die "€" kann ich verzichten. Wollt mir kürzlich ein guter Bekannter Panik wegen meinen kranken Eschen machen, Panik-Verkauf an ihn als großen Retter. Als wie die Krankheit für Menschen hoch ansteckend sei. Dazu weis ich zuviel über die Krankheit!
Meine Antwort ich hab das Ulmen-Sterben im Betrieb mitgemacht, meine Eschen gehen nur in meinen Ofen u. bleiben stehen.

mfg Steyrer8055
Zuletzt geändert von Steyrer8055 am So Jan 04, 2026 9:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon Oberpfälzer » So Jan 04, 2026 8:27

Redriver hat geschrieben:Hallo Oberpfälzer,
sei mir nicht böse , aber das was du da machst ist dumm , warum, las es im Wald dann hast du wenigstens die Biomasse zur Humusbildung und keine Arbeit damit. Wer gespaltenes Holz trocken für 25€ verkauft dem ist wirklich nicht zu helfen, wenn ich lese nach ein paar Jahren brennt es nicht mehr richtig, das löst bei mir nur Kopfschütteln aus. Aber jeder wie er will, wir haben hier auch so einen Kanidaten der hat auch so 200Rm aufgeschichtet lässt es 5 Jahre verregnen und dann kommt es in den Ofen. Muß aber mit 75 Jahren noch Holz machen, am besten beim Nachbarn oder im Nebel im Staatsforst, einfach nur dumm, aber der findet auch seinen Meister, und ich wünsche dem das er mal paar 1000€ Strafe bezahlt. Wir haben einen jungen Förster der ist da rigoros , auch richtig so.
Also bevor ich mich füe 25€ abmühe bleib ich am Sofa.


Wir reden hier über vielleicht allenfalls 20 bis 30 RM im Jahr.
Wenn sich da Leute die Arbeit machen, das Holz holen und bei sich zuhause noch sägen, dann verlang ich da garantiert net mehr Geld.
Früher sind die Arbeiter hier zu den Bauern und haben bei jedem um einen geschenkten Baum gefragt,bis sie den Dachstuhl zusammen hatten, wenn sie ihr Häuschen gebaut haben. Das gehörte zum Bauernstolz, dass man sich da net die Blöße gab.
Da lass ich mich garantiert net anschauen wegen den paar Metern Holz.
Wenn ich da mehr verlange, dann hab ich, wenn es überhaupt jemand holt, vielleicht ein paar hundert Euro mehr im Jahr. Yippieh...
So hab ich ein paar Leuten ne kleine Freude gemacht. Was zählt mehr?

Das hört sich eh langsam alles auf. Die Jungen bauen ihre Häuser mit Wärmepumpe und die Alten können/wollen irgendwann nicht mehr mit dem Holz rumtun.

(Und wenn du Brennholz 10 Jahre rumliegen lässt, auch wenn es am Lagerort trocken ist, dann hat es definitiv mindestens ein Drittel weniger Heizwert.)
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon Redriver » So Jan 04, 2026 10:48

Hallo Oberpfälzer,
ich bin übrigens auch einer , hart an der Grenze zu Oberfranken. Net böse gemeint was ich geschrieben habe, aber ich mußte Schmunzel als ich deine Antwort gelesen habe. Du scheinst ja wirklich der Meinung zu sein das deine Arbeit nix Wert ist, und genau deshalb werden viele über dich schmunzeln wenn sie für 25€ ihr Holz holen. Es will halt nicht in meinen Kopf das man sich die Arbeit macht und dann nix dafür verlangt. Jede Semmel kostet was, auf der Gemeinde bezahlst für jeden Wisch, und nicht mal Parken ist um sonst. Aber deine Hand am Holz soll nix Wert sein.
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon DST » So Jan 04, 2026 15:56

Bin Luftlinie ca. 30Km von der Grenze zur Oberpfalz entfernt, und durch die vergangenen Käferjahre ist der Brennholzpreis hier am Rande des Frankenwaldes tendenziell niedrig.

Die vergangenen Jahre war der Preis bei 45€ den Ster Nadelholz Meterscheite.

Das war mir einfach zu wenig.

Dieses Jahr habe ich mal für 50€\Ster paar Kleinmengen Nadelholz verkauft, und 80€/Ster für Buche, alles in 100cm.
Sauberes ordentliches Holz.

Nachfrage war nicht besonders groß.

Habe aber nur Selbstabholung angeboten, ab meiner Hoffläche, das schränkt den Käuferkreis natürlich ein.

Wenn ich hier so lese was manche für die Lieferung berechnen....
Nein, Danke.
Wenn die Lieferkosten selbst als Mischkalkulation nur grenzwertig Kostendeckend sind, dann ist mir jeglicher Einsatz von Freizeit und Fahrzeugen zu schade dafür.

........

Die Preisbildung von @Oberpfälzer, mit 25€/Ster für grob gespaltenes Meter-Nadelholz, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

Für ungespaltenes Restholz, ab Waldstraße, wäre der Preis schon günstig.

Aber beim ablängen auf Meter und vorspalten ist doch die Hauptarbeit schon gemacht, und das für Umsonst?

Der zeitliche Mehraufwand von grob vorspalten auf ofenfertig gespalten ist überschaubar, warum nicht fertigspalten wenn man eh schon drüber ist, und dann für 50€/Ster verkaufen?

Bei den genannten 20-30Ster wären es dann 500 - 750€ Mehr-Erlös.

Das ist im Brennholzsektor eigentlich gutes Geld.

.........

Das eigentliche Thema "Preisbildung" finde ich hochinteressant.

Vergangene Saison habe ich es verpasst, aber diese Saison notiere ich mal jeglichen Aufwand bei der Durchforstung eines 40 jährigen Bestandes, wo jegliches entnommenes Holz ins Brennholz geht.

Die Zeit startet beim anziehen der PSA, laden des Werkzeugs, Anfahrten, Fällen, Rücken, Transport, Spalten und aufschichten des fertigen Brennholzes, und endet wenn alle Fahrzeuge und Geräte wieder gereinigt und getankt an Ihrem Platz stehen, einschließlich Ketten schärfen und Kran abschmieren.

Verbrauchte Kraftstoff und Ölmengen sind schnell notiert, wie auch gelaufene Schlepperstunden.

Trotz Übermechanisierung und stark optimierter Arbeitsabläufe mache ich mir aber keine große Hoffnung das beim Brennholzverkauf, mit den in unserer Gegend erzielbaren Preisen, irgendein Geld "verdient" ist.

Ich wäre froh wenn das ganze wenigstens Kostendeckend wäre, dann sehe ich es als Hobby, und sportlichen Ausgleich zur Büroarbeit.

Sollte es durch den Freizeiteinsatz ein zu großes Draufzahlgeschäft werden, dann bleibt zukünftig noch mehr Totholz im Wald, dann wird wieder nur der reine Eigenbedarf gedeckt.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon Steyrer8055 » So Jan 04, 2026 18:48

Hallo DST!
Was rechnest du denn für fällen, asten u. rausziehen in der SW-Länge bis zum Weg /Fm? Egal ob im Lohn o. Eigennutzung?
Wie ist bei euch die Heizer-Struktur? Haben viele Familienwald, o. kaufen sie es im Baumarkt fertig, gibt es wenig Stückholz-Heizer?

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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon DST » So Jan 04, 2026 20:48

Hallo Steyrer8055

Bei solchen Nebenarbeiten sollte mir die Arbeitsstunde wenigstens 20€ Wert sein.

Allerdings wird das bei einer Durchforstung von einem 40 jährigen Stangenwald schon gleich ein Totschlagargument, da man zuviel Zeit für zuwenig Ster benötigt.

Da die Auslichtung/Freistellung notwendig für den Waldbau ist muss man wohl fairerweise einen anteiligen Zeitaufwand hierfür abziehen.

Also ein bisschen schön rechnen, ohne geht's gar nicht.

Mit der Heizerstruktur in unserer Gegend habe ich mich wenig befasst.

Wir sind hier in der Pampa, in den Dörfern und alten Ortskernen wird mehr mit Holz geheizt, weil oft ein alter ehemaliger Hof mit Wald vorhanden ist.
Ältere Häuser, ältere Menschen, finanziell schwächere, heizen eher mit Holz, da entweder Öfen schon vorhanden oder Brennmaterial günstig beschaffbar.

In den Neubausiedlungen wird mit Holz zugeheizt weil es gerade hip ist.

Ich habe die letzten ca 15 Jahre unregelmäßig mal bisschen Überbestand verkauft,
die Kunden waren gemischt - vom Reihenhausbesitzer mit zwei linken Händen und 230V Baumarkt Säge über begabte Handwerker bis hin zum Nebenerwerbslandwirt mit eigenem Wald, der, laut seiner Aussage, keine Zeit zum Holzmachen hatte.

Aufgrund der bisherigen Käferprobleme sind die Wälder / Waldränder / Dorfränder / Hofstellen / Gärten in unserer Gegend noch sehr gut mit Brennholzstapeln gefüllt.

In unserer Gegend ist trotz sichtbaren Verlusten auch noch viel Fichte für mehrere Käferjahre vorhanden, und somit bleibt Brennholz auch zukünftig günstig.
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon Oberpfälzer » Mo Jan 05, 2026 8:57

DST hat geschrieben:Die Preisbildung von @Oberpfälzer, mit 25€/Ster für grob gespaltenes Meter-Nadelholz, kann ich auch nicht ganz nachvollziehen.

Für ungespaltenes Restholz, ab Waldstraße, wäre der Preis schon günstig.

Aber beim ablängen auf Meter und vorspalten ist doch die Hauptarbeit schon gemacht, und das für Umsonst?

Der zeitliche Mehraufwand von grob vorspalten auf ofenfertig gespalten ist überschaubar, warum nicht fertigspalten wenn man eh schon drüber ist, und dann für 50€/Ster verkaufen?

Bei den genannten 20-30Ster wären es dann 500 - 750€ Mehr-Erlös.

Das ist im Brennholzsektor eigentlich gutes Geld.



Ich muss das Holz eh rausmachen und heimfahren, wenn der Käfer drin ist. Umschneiden, ausasten, rausziehen und mit dem FL auf den Kipper schmeißen bzw. jemanden beauftragen es mit dem Rückewagen (hab keinen Platz zum Unterstellen und ist mir dann auch zu teuer für unsere paar FM) zu mir auf den Hof zu fahren.... Wie viele hier fahren wegen ein paar Metern Holz im Jahr mit so einem 30k Ding rum und werfen mir vor, ich kann nicht rechnen? :D
Dort läng ich es auf Meterstücke, dann spalte ich die Stangen einmal durch und ab 25cm Durchmesser zweimal und dann schmeiß ich sie auf den Stapel.
Von da dann in den Meterscheitkessel (dank Solaranlage aber nur noch von Oktober bis April/Mai).
Gesägt werden nur ein paar RM für den Kachelofen (meine Eltern haben auch noch nen Wamsler in der Küche), wenn ich mal Zeit hab (in die Heckschaufel) und dann kipp ich es in den Holzschuppen (Anschlichten tu ich nix, ist mir zu blöd).
Mehraufwand für mich ist also nur das Spalten, aber das muss ich eigentlich auch machen, weil es mir sonst auf dem Hof stockt.

Wie gesagt: Bei uns an der Grenze zu CZ im Dreieck Oberpfälzer Wald/Bayerwald/Böhmerwald gibt es keine größere Stadt mit nennenswertem Brennholzbedarf aber viel Wald/Privatwald. Auf den Dörfern machen die, die mit Holz heizen, ihr Holz meist selbst.
Und nochmal: Wegen den paar Euro sch..ß ich mich nicht an. Wenn sich einer die Arbeit macht, das Holz auflädt und holt, bei sich dann sägt (vielleicht sogar nochmal spalten muss, weil zu grob), dann soll er auch günstiger dabei sein, als wenn er sich das Holz ofenfertig vom Brennholzhändler bringen lässt...
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon beihei » Mo Jan 05, 2026 10:35

Also bei mir wollen die Leute das Brennholz ausreichend trocken und fertig auf ihre gewünschte Länge gesägt. Ich hab zwei Kunden, die wollen Meter Stücke gespalten und sägen es selber auf. Aber ausgerechnet das Sägen ist bei mir der kleinste Aufwand. Aber Die glauben natürlich was Anderes und wünschen entsprechend einen guten Abschlag am Preis.
Gestern hat mir meine Frau, die in einer Bäckerei arbeitet, erzählt , dass die Backwaren zum Jahreswechsel wieder teurer geworden sind. Chef begründet es mit weiterhin hohen Energiekosten und vorallem gestiegenen Personalkosten . Er möchte das seine Mitarbeiter , vorallem die Gelernten, einen gewissen Abstand zum Mindestlohn , der ja gestiegen ist , halten.
Ich frage mich ; Alles ( Lebenshaltungkosten , Versicherungen , etc. )wird teurer oder muß sogar teurer werden wegen der Umstände , nur Brennholz nicht..... warum ?wir unterliegen doch auch all diesen Einflüssen, oder?
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon allgaier81 » Mo Jan 05, 2026 10:56

Ja, normalerweise schon. Aber wie bei Schweinen und Weizen scheint es ein Überangebot zu geben.

Da der Preis von Scheitholz aber bei 9,33 Ct/kWh liegt ist schon nachvollziehbar warum es einen Preisdruck gibt.
https://www.tfz.bayern.de/mam/cms08/bio ... preise.pdf

Erdgas dürfte aktuell günstiger sein (keine Lagerung, keine Arbeit, Brennwertnutzung, höherer Wirkungsgrad).

Man beachte die extremen Spreizungen bei der Preisen in dem Dokument der TFZ!
Gruß, allgaier
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Re: Preisbildung vom Brennholz

Beitragvon langholzbauer » Mo Jan 05, 2026 11:09

Da ist aber ein weiter Unterschied zwischen 25€ und den 107,30€ aus denen die 9,33€ct / kWh errechnet wurden. 8)
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