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Protest gegen Neonicotinoide

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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242 Beiträge • Seite 4 von 17 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 17
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon forenkobold » Di Apr 30, 2013 7:31

OMG...
Heute morgen schlage ich die Zeitung auf und lese in einer dpa-Meldung Folgendes:

Dabei sind die Bauern auf Bienen angewiesen, da sie Mais (sic!!!!), Raps und Zuckerrüben(sic!!!!!!!!!!!!!!!!!)bestäuben .

Mein erster Gedanke: Die haben sicher einen Früdolün oder einen greenpeace-agrar"EXPERTEN" befragt.

Und jetzt wirds interessant:
Ich hab die Meldung bei google news gesucht.
Ich fand sie im ausführlicher Form (30.04.2013, 8:15 Uhr) nur beim greenpeace-Magazin. Mit Datum vom 29.04. Aber als dpa-Meldung einer gewissen Marion Trimborn. Da stellt man sich doch die Frage:
Wieso hat das greenpeace-Magazin die Meldung schon 1 Tag vor den anderen Postillen? Und woher hat die Frau Trimborn dann wohl den Scheiß? Nachtigall.. ick hör dir trapsen
http://www.greenpeace-magazin.de/tagest ... -schlecht/
29. April 2013, 17:35
Kampf dem Bienentod - Europas Bienen geht es schlecht
Von Marion Trimborn, dpa Brüssel (dpa) - Der Honigbiene geht es schlecht. Seit Jahren sterben Millionen von Bienen in Europa - und niemand weiß genau, warum. Nun greift die EU ein und setzt auf ein Teilverbot von drei umstrittenen, für Bienen schädlichen Pflanzenschutzmitteln. Umweltschützer sprechen von einem «historischen Schritt» und einem «Rettungsanker», den die EU wirft - doch ob das Überleben der Honigbiene damit gesichert ist, ist mehr als offen. Zu viele Faktoren machen den pelzigen kleinen Tierchen das Leben schwer.

Das Sterben der Bienenvölker ist dramatisch. Jedes Jahr überlebt nach Angaben von Greenpeace jede fünfte Biene den Winter nicht, in Deutschland fast jede dritte. Dabei ist die Landwirtschaft auf die emsigen Bienen für das Bestäuben von Mais, Raps oder Zuckerrüben angewiesen. Nicht nur Honig liefern die fleißigen Tierchen, sondern sie bescheren den Bauern immerhin 22 Milliarden Euro Wertschöpfung jährlich. «Die Bienen sind so wichtig für unser Ökosystem», sagt EU-Verbraucherschutzkommissar Tonio Borg.

Nach dem Rind und dem Schwein ist die Honigbiene das drittwichtigste Nutztier des Menschen und sichert seine Nahrung. Wenn die Bienen aussterben, stirbt der Mensch vier Jahre später aus, soll Albert Einstein gesagt haben.

Seit Jahren streiten Wissenschaftler um die Gründe für den Bienentod. Sicher ist nur: Es dürften mehrere Faktoren sein. Etwa die in den 1970er Jahren aus Asien eingeschleppte Varroamilbe, die Bienen befällt und aussaugt. Auch Viren und Pilze sind als mögliche Ursachen identifiziert. Wissenschaftler der Hochschule für Agrarwissenschaften in Bern machen Nahrungsmangel verantwortlich. Die zahlreichen Felder mit Monokulturen ließen den Bienen die Nahrung ausgehen.

Studien weisen darauf hin, dass eines der Übel auch Insektizide sein könnten. Als etwa im Jahr 2008 in der Rheinebene beim Maisanbau der Schädling Maiswurzelbohrer mit Clothianidin bekämpft wurde, gingen etwa 11 500 Bienenvölker zugrunde. Die Umweltorganisation Greenpeace nannte in ihrem Bericht «Bye bye Biene?» jüngst sieben Pestizide als «Bienen-Killer» Nummer eins, darunter bestimmte Nervengifte (Neonicotinoide), wie sie etwa das deutsche Chemieunternehmen Bayer und der Schweizer Konzern Syngenta produzieren. Drei davon werden in der EU nun größtenteils verboten.

Die Agrarbranche verwendet die Insektizide etwa gegen den Schädling Maiswurzelbohrer. Die Gifte werden benutzt, um Saatgut zu beizen, oder werden direkt auf die Pflanze gespritzt. Die Bienen nehmen das Nervengift vermutlich über das Regenwasser auf, das die gefährlichen Insektizide auf den Pflanzen auswäscht. Studien belegen, dass die Chemikalien bei den Tieren Navigationsstörungen verursachen - das heißt, sie finden nicht mehr zurück in ihren Bienenstock.

Die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hatte Mitte Januar einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Bienensterben und dem Einsatz von Neonicotinoiden ins Feld geführt. Allerdings fehlt ein echter Beleg. Das Problem besteht darin, dass solche Vergiftungen wegen der außerordentlich geringen Wirkstoffmengen im Nanogramm-Bereich nur sehr schwer nachweisbar sind. Außerdem sind viele Bienenvölker durch andere Einflüsse wie etwa die Varroamilbe schon geschädigt.

Der politische Streit schwelt schon lange. Darf der Tier- und Artenschutz zulasten der Landwirte gehen? Diese Fragen stellen Agrarverbände und Hersteller. Die Folgen des Verbots stünden in keinem Verhältnis zum Risiko, lautet ihr Argument. Würden die Produkte vom Markt genommen, seien zehntausende Arbeitsplätze in der EU-Landwirtschaft gefährdet. Der europäischen Landwirtschaft drohten Ernteausfälle von 40 Prozent - das werde Milliarden kosten.

Entscheidungen der EU würden mehr und mehr von politischem Kalkül überlagert, kritisiert der Konzern Syngenta: «Der Vorschlag entbehrt einer soliden wissenschaftlichen Grundlage.» Auch Bauern halten Neonicotinoide für unverzichtbar. Der Bayerische Bauernverband warnt: «Schädlinge wie die kleine Kohlfliege sind ohne neonicotinoide Saatgutbeizung nicht mehr bekämpfbar.» Auch gegen den Rapserdfloh werde es schwierig. Als Folge des Verbots müssten Flächen zusätzlich gespritzt werden, wodurch Schädlinge resistent werden könnten. Der Rapsanbau werde schrumpfen - und somit eine wichtige Futterquelle für die heimischen Bienen fehlen. Wobei man beim nächsten Grund wäre.


--------------------------------------------------------------------------------



Und auf die Hetze und Proteste solcher verlogenen Verbrechersyndikate reagieren die verschreckten Entscheidungsträger.
Zuletzt geändert von forenkobold am Di Apr 30, 2013 7:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon forenkobold » Di Apr 30, 2013 7:42

Und noch ein "Experte" äußert sich in den Medien:
http://www.neues-deutschland.de/artikel ... uetzt.html

Neonicotinoide werden in Deutschland jedoch beim Anbau von Raps und Zuckerrüben in fast 100 Prozent der Kulturen eingesetzt. Zudem werden jedes Jahr über zahlreiche sogenannte Notfallzulassungen Neonicotinoide auch weiter beim Mais- und Getreideanbau verwendet, so BUND-Pestizidexperte Tomas Brückmann.



Bei Raps kenn ich mich nicht aus, beim Zuckerrübensaatgut (völlig unrelevant für Bienen) beträgt der Anteil 60%, Santana ist nur in wenigen Bundesländern zugelassen und die "zahlreiche" Anwendung bedeutet bei Mais 6700 Hektar und somit 3 Promille der deutschen Maisfläche.
Bei Getreide bedeutet sie NULL.. weil auch keine Ausnahmegenehmigung bzw. Notfallzulassungen möglich sind.
Typische "Experten"
Lügenbarone!

**edit**
Zuletzt geändert von forenkobold am Di Apr 30, 2013 9:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon forenkobold » Di Apr 30, 2013 7:51

Gerade erst gelesen im Text des greenpeace-magazins:
Den unvermeidlichen Verweis auf das bekannte Einstein Hoax.
Wenn die Bienen aussterben, stirbt der Mensch vier Jahre später aus, soll Albert Einstein gesagt haben.


Geschickt gemacht.. von Frau Trimborn. Auch sie wird mittlerweile mitbekommen habenm dass dies absoluter Quatsch ist und vom Albert nie geäußrt wurde...
aber mit einem im Kopf leicht zu überlesenden "SOLL gesagt haben" bringt man es weiter unter die Leute.

Mann.. was ist das für ein Sumpf......was sind das für dreckige Allianzen in der Hetze..
Ja.. ich weiß..
politicall incorrecte Vergleiche sind hier unerwünscht.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Harald » Di Apr 30, 2013 8:23

forenkobold hat geschrieben:Bei Raps kenn ich mich nicht aus, beim Zuckerrübensaatgut (völlig unrelevant für Bienen) beträgt der Anteil 60%, Santana ist nur in wenigen Bundesländern zugelassen und die "zahlreiche" Anwendung bedeutet bei Mais 6700 Hektar und somit 2 Promille der deutschen Maisfläche.
Bei Getreide bedeutet sie NULL.. weil auch keine Ausnahmegenehmigung bzw. Notfallzulassungen möglich sind.

In Raps vermute ich Elado als meistverwendete Beize der letzten Jahre. Zumindest war das von mir verwendete Saatgut verschiedener Züchter nach meiner Erinnerung stets damit inkrustiert.

Wenn Elado wegfällt, bedeutet das wohl zumindest den Einsatz eines herkömmlichen Insektizids nach dem Auflaufen. Die Wirkung wird aber sicher nicht vergleichbar sein.

Vorzeigebauern lösen das Problem natürlich mit dem Einsatz von Löschkalk im Keimblattstadium :twisted:


Edit: "Keinblattstadium" ==> "Keimblattstadium"
Ich fordere den sofortigen Rücktritt der Bauernverbandspräsidenten Joachim Ruckwied (DBV) und Walter Heidl (BBV).
Beide sind unfähig, die Bauern ihres Verbandes in der Öffentlichkeit zu vertreten.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Keschicher » Di Apr 30, 2013 9:03

lasst uns mal Klarheit rein bringen...bzw gebt mir mal Klarheit :D

wenns so kommt wie es kommen soll, dann...

Für den Maisanbauer in Deutschland ändert sich auch für 2014 nichts oder seher ich da was falsch ? ( Mesurol weiter einzige Beize neben TMTD- Maxim- Fungi`s)
Für den Maisanbauer in Frankreich und Österreich fallen Cruiser, Poncho etc ab 2014 weg oder sehe ich da was falsch ?
Für den Rapsanbauer in Deutschland fällt Elado ( die im übrigen mit Abstand bedeutenste, wichtigste) Beize weg oder sehe ich da was falsch?
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon forenkobold » Di Apr 30, 2013 9:09

Das siehst Du richtig...
mit vermutlich EINER Ausnahme:
Bei Mais fällt wahrscheinlich auch die (3-Promille) Antragszulassung auf Santana weg. Schlechte Zeiten für Milchviehbetriebe, die grünideologiekonform viel Kleegras und somit viel Drahtwurmpotential haben.
Weitere Drahtwurmparadiese sind grünideolgiekonforme Rottemiste und Komposte.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon 4 zu 4 » Mi Mai 01, 2013 10:44

Wini hat geschrieben:Wer Neonicotinoide während der Rapsblüte ausbringt handelt unverantwortlich.

Ich möchte ehrlich gesagt, einen solchen Honig nicht essen.

Jo, wenn man so denkt, dann darf man gar nichts mehr essen.
Ich sage immer,
Chemie gehört zum leben......
....Chemie gehört zum sterben

Ich komme auch öfters ins Badische runter, Obst und Erdbeeranbaugebiet Nr.1 in Deutschland. Da wird auch nochmal kurz vor der Ernte, wenn die Früchte reif sind und bevor sie gepflückt werden, gespritzt.
Egal, ob Kirschen, Äpfel oder Erdbeeren. Das muss alles sein, damit die Früchte nicht im Lager oder im Verkaufsstand vor sich hinfaulen :klug:
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon fridolin » Mi Mai 01, 2013 11:42

Einen Film von der Demo zur HV der BAYER AG gibt es noch nicht. Im Link ist der Text der Rede des Imkerfreundes C. Koch anläßlich der Protestaktion zur BAYER-Hauptversammlung veröffentlicht! Die Anwort, auf die Rede des IF C. Koch, des Vorstandsvorsitzenden der BAYER AG. Dr. M. Dekkers ist ebenfalls im Link veröffentlicht! IF C. Koch ist Vorstandsmitglied des Deutschen Berufsimkerbundes. http://www.cbgnetwork.org/5044.html
Herr Gordon und sein Kamerateam vom ORF hat viel während der Demo anläßlich der BAYER AG Hauptversammlung gefilmt und natürlich werden dann einige Ausschnitte davon in der Sendung "Am Schauplatz" in ORF2 am 16. Mai 2013 gesendet werden.

Dieser Film wird um 21.05 Uhr gesendet. Hier eine Vorschau:
Neue Gifte, die auch in den Pollen der Blühpflanzen gelangen, machen Bienen und Hummeln krank und lassen ganze Völker absterben. Und weil das auf der ganzen Welt passiert, sind in manchen Gegenden schon die Ernten gefährdet.
Fast drei Viertel der landwirtschaftlichen Produktion sind von Bestäubern abhängig. Aber vor allem Maisbauern glauben trotzdem nicht ohne das starke Gift auskommen zu können, denn ein gefährlicher Schädling aus den USA bedroht ihre Felder.
Robert Gordon hat sich zwischen die Fronten von Imkern und Kukuruzbauern begeben......

http://tv.orf.at/program/orf2/20130516/
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Cairon » Mi Mai 01, 2013 12:45

Die Demo geht mir ehrlich gesagt ziemlich am Hintern vorbei. ich finde es gut, dass die 3 Neonicothinoide für 2 Jahre verboten wurden. Wenn sich jetzt nämlich nichts bei den Bienen verbessert, dann ist nämlich klar belegt, dass es nicht an diesen Mitteln gelegen hat.
Außerdem finde ich sollte man den Imkern vorschreiben eigene Futterflächen für ihre Tiere anzulegen, dann bräuchten sie nicht immer an den Flächen der Bauern schmarotzen. Ein Hektar Bienenweide für 5 Völker würde ich für angemessen halten, damit würden die Imker ihren Bienen einen viel größeren Gefallen tun. In 2 Jahren sehen wir dann ja wie es den Bienen geht und ich verspreche euch, wenn es den Bienen dann nicht besser geht, suchen sie sich das nächste Insektizid als Sündenbock für eigene Versäumnisse.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Harald » Mi Mai 01, 2013 13:03

Cairon hat geschrieben:Wenn sich jetzt nämlich nichts bei den Bienen verbessert, dann ist nämlich klar belegt, dass es nicht an diesen Mitteln gelegen hat.

Schön wär's.
Egal ob es den Bienen in den nächsten Jahren geht oder nicht - die "Argumente" für die Fortführung des Kreuzzugs wurden schon bereit gelegt:
[bitte keine Realnames] hat geschrieben:Da heute sämtliches Saatgut mit Neonicotinoiden gebeizt kommt es zu einer hohen Kumulation in den Böden. Auch wenn das beizen von Raps- und oder Rübensaatgut verboten werden würde, hält die systemische Wirkung der Gifte noch Jahrelang an und vergiftet die Umwelt.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon fridolin » Mi Mai 01, 2013 14:17

Lieber Harald, wenn Du mich schon zitierst, dann bitte ganz:

der Wermutstropfen ist, dass die Neonicotinoide eine Halbwertzeit in den Böden von bis zu vier Jahren haben. Die Agropestizidhersteller werden dann sicherlich nach dem Verbotszeitraum sagen, dass die Bienenvölker immer noch in Massen sterben. Dies sterben kann somit nicht an den Pestiziden liegen, da diese ja verboten wurden. Das die Pestizide sich im Boden anreichern und jahrelang nachwirken wurde und wird ja von den interessierten Gruppen der Pestizidhersteller, Bauernverbänden, Anwendern und Händlern, auch Bienenwissenschaftlern, immer wieder negiert.....


oder wenigstens die Quelle des Zitats angeben: http://forum.apisnetz.de/viewtopic.php?f=82&t=891Aus " Steter Tropfen höhlt den Stein!"
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Cairon » Mi Mai 01, 2013 14:53

Harald hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Wenn sich jetzt nämlich nichts bei den Bienen verbessert, dann ist nämlich klar belegt, dass es nicht an diesen Mitteln gelegen hat.

Schön wär's.
Egal ob es den Bienen in den nächsten Jahren geht oder nicht - die "Argumente" für die Fortführung des Kreuzzugs wurden schon bereit gelegt:
[bitte keine Realnames] hat geschrieben:Da heute sämtliches Saatgut mit Neonicotinoiden gebeizt kommt es zu einer hohen Kumulation in den Böden. Auch wenn das beizen von Raps- und oder Rübensaatgut verboten werden würde, hält die systemische Wirkung der Gifte noch Jahrelang an und vergiftet die Umwelt.


Aber es zeigt mal wieder sehr schön mit welche Lügen unser "Linker" Fri-dolin arbeitet. Wir haben 50 ha Mais und 10 ha Raps und davon ist nicht ein Korn mit Neonikotinoid behandelt. Insgesamt legen wird diese Jahr 650 ha Mais, davon sind 300 ha jetzt drin und bisher ist mir keine Einheit mit Neonikotinoidbeize untergekommen.

Und hier mal ein paar interessante Informationen zur Beize in Deutschland:

http://www.raiffeisen.com/pflanzen/psm- ... /025272-00

http://www.raiffeisen.com/pflanzen/psm- ... /024914-00

Anwendungsverbot: Zulassung ruht!!!
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Hoschscheck » Mi Mai 01, 2013 14:58

Aus FridoIins Link:
Hoffen wrir , dass es damit dann für die Bienen besser wird. Wenn nicht, dann haben wir als Imker einen Erklärungsbedart.

Ja, ja.
Ich freue mich auf die Textsammlung. Ach, :shock: , gibt's schon, ...... so, so, ..... heißt Grimms Märchen, ..... aha.


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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon fridolin » Mi Mai 01, 2013 15:35

Lieber Cairon,
wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. Wer andere als Lügner bezeichnet sollte nicht mit Halbwahrheiten um sich schmeißen. Denn eine EU-weite Regelung erlaubt eine auf 120 Tage im Jahr begrenzte Zulassung von Pestizidprodukten, die längst verboten sind oder die für bestimmte Kulturpflanzen eigentlich nicht zugelassen sind, für den Fall, dass eine "Gefahr anders nicht abzuwehren ist". Rechtsgrundlage hierfür ist seit Juni 2011 Artikel 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009. Neonicotinoide wie z.b. Santana oder Chlothianidin u. a. wurde jetzt zum dritten Mal in Folge über die Notfallregelung zugelassen.
Mit Ausnahme des Landes Rheinland- Pfalz wird diese Ausnahmeregelung ohne jegliche Prüfung, von den zuständigen Behörden ( Landwirtschaftskammer, Landwirtschaftsamt etc. ) erteilt. Der Landwirt im Einvernehmen mit seiner Lobby (http://fnl.de/fnl/organisation.html, Bauernverband, Raiffeisen etc.) braucht nur einen Notfall in Sachen Drahtwurm oder Maiszünzler zu behaupten! Abgesehen vom Einsatz der über das Internet zu erhaltenen eigentlich illegalen Pestizide.
Zuletzt geändert von fridolin am Mi Mai 01, 2013 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Protest gegen Neonicotinoide

Beitragvon Mad » Mi Mai 01, 2013 15:40

[bitte keine Realnames] hat geschrieben:Der Landwirt im Einvernehmen mit seiner Lobby braucht nur einen Notfall in Sachen Drahtwurm oder Maiszünzler zu behaupten!


Ach du betitelst Landwirtschaftsämter jetzt schon als Lobby? Fridobert gegen die ganze Welt oder wie?
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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