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Raps Spielsaison 2020/2021

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Mad » So Mai 02, 2021 21:25

Ich stelle den Raps ebenso alle 5 Jahre, allerdings werde ich in diesem Jahr zur Blütenbehandlung erstmals ein Pyrenthroid mitnehmen, denn die Ausfälle durch die Kohlschotenmücke und -rüssler haben in den vergangenen 2 Jahren massiv zugenommen. Und bevor jemand fragt: Die Fungizidbehandlung lohnt sich in diesem Jahr erstmals wieder.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon countryman » So Mai 02, 2021 21:30

Mad hat geschrieben:Die Fungizidbehandlung lohnt sich in diesem Jahr erstmals wieder.


Weil?
Niederschläge erwartet werden?
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Bison » So Mai 02, 2021 21:31

meiner steht 4 jährig. Heuer werde ich nach ein paar jahren pausen wieder eine Blütenbehandung machen. Ob ich ein Insektizid mitnehme muss ich mir noch übelegen, schaden wird es vermutlich nichts da die schäden der kohlschottenmücke und des kohlschottenrüsslers nicht zum unterschätzen sind
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Botaniker » So Mai 02, 2021 22:24

Wenn schon ein Insektizid in die Rapsblüte, dann aber zum richtigen Zeitpunkt. Der ist selten in der Vollblüte sondern meist in der abgehenden Blüte, also gucken und 2x fahren. Pyretroide wirken nicht lange, bei warmen, sonnigem Wetter, gerade mal 3/4 Tage.

https://www.agrarheute.com/pflanze/raps ... nge-553148

Ich halte es ja mittlerweile für Wahnsinn in voll blühende Pflanzen mit Insektiziden zu fahren. Da wimmelt es nur so von allen möglichen Krabbelern und die meisten bringt man damit um, auch viele Nützlinge und Gegenspieler von dem was wir nicht wollen. Und seltenst wird damit ein wirtschaftlicher Mehrertrag generiert aber gut, jeder wie er will.
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Mad » So Mai 02, 2021 22:58

countryman hat geschrieben:
Mad hat geschrieben:Die Fungizidbehandlung lohnt sich in diesem Jahr erstmals wieder.


Weil?
Niederschläge erwartet werden?


Erstmal das, dann wiederum die ansteigenden Temperaturen ab nächstem Wochende.

Es ist aktuell schlecht einzuschätzen, inwiefern die Nachtföste (kommende Nacht wieder -2-0°C) die bis jetzt geöffneten Blüten (und das sind irgendwie auch nicht wenige) dahingehend geschädigt haben, dass sie steril wurden und somit keine Schote ansetzen werden. Diese müssen dann durch die Schotenansätze kompensiert werden, die die Pflanzen in anderen Jahren gar nicht mehr bis zur Blüte hochschieben, sondern wegrationalisieren. Was ich damit sagen will: Es kann eine ziemlich lange Blühphase geben, wodurch die Infektionsgefahr wiederum steigt bzw. verlängert wird.

Botaniker hat geschrieben:Wenn schon ein Insektizid in die Rapsblüte, dann aber zum richtigen Zeitpunkt. Der ist selten in der Vollblüte sondern meist in der abgehenden Blüte, also gucken und 2x fahren. Pyretroide wirken nicht lange, bei warmen, sonnigem Wetter, gerade mal 3/4 Tage.


Ich fahre die Blütenbehandlung ohnehin immer zum spätmöglichsten Zeitpunkt, weil der Wirkungsgrad dann umso größer ist.

Davon mal abgesehen ist die pflanzenphysiologische Wirkung eines Strobilurins beim Raps immer ertragswirksam. Zumindest wenn ihm nicht das Wasser ausgeht, was dieses Jahr womöglich nicht der Fall sein wird. Dann wirds beim Drusch zwar grün, aber das hat mich noch nie gestört. In der Vergangenheit war das immer ein Zeichen dafür, dass oben auch gut was drin steckt.


Aber ich schließe mich der Meinung an, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er in der Rapsblüte was unternimmt. Ich habe jedenfalls einen Problemschlag, bei dem ich 2016 keine Behandlung gefahren bin und natürlich das schönste Sclerotinia-Jahr erwischt habe. Da fiel dann zwar in selbigen Herbst ein Contans WG vor der Weizenaussaat, aber ich gehe da dennoch kein Risiko ein. 50% meiner anderen Rapsflächen habe ich 2019 übernommen und bis dahin stand dort alle 4 Jahre Raps. Allein da ist dann für mich ebenso eine Behandlung gesetzt.

Ich werde mir das mit der Insektizidbehandlung vielleicht nochmal überlegen, denn es wäre, wie gesagt, meine erste. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass mich die Schläge in Altrapsnähe böse überraschen werden.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Feldmoier90 » Mo Mai 03, 2021 6:45

Hatte jemand schon Mal das Problem mit dem Schwarzen Stängelrussler?? Bei einem Bekannten sind 4 Hektar total ausgefallen.
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon elchtestversagt » Mo Mai 03, 2021 6:52

Wir machen jedes Jahr eine Blütenbehandlung...Die Aufwandmenge ist dabei "flexibel" von Jahr zu Jahr, von Situation zu Situation. Und das immer ausgangs der Vollblüte. Wir nehmen dann noch Bor und etwas AHL mit, Insektizid hab ich seit Jahren nicht mehr gemacht.
Der Hauptgrund bei mir ist, das die Schoten dadurch noch fester werden, und der Raps auch durchaus Geburtstag feiern darf.
Denn alleine durch den dadurch verminderten Anteil grüner Schoten ( Gummischoten) rechnet sich das ganze. Und man kann Schlechtwetterphasen mit Gewittern im Sommer Physiologisch "gut überstehen".
Dieses Jahr wird die Blüte lange dauern, bei uns sind bedingt durch die Kälte erst 15-20 % der Blüten am Haupttrieb offen. Ich denke, Vollblüte wird noch min 10 Tage dauern....
Gestern mit unserem Imker gesprochen, letztes Jahr musste er um diese Zeit schon einmal schleudern, nun muss er noch zufüttern...
Wir sind min. 14 Tage hinterher...
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Mad » Mo Mai 03, 2021 8:36

Feldmoier90 hat geschrieben:Hatte jemand schon Mal das Problem mit dem Schwarzen Stängelrussler?? Bei einem Bekannten sind 4 Hektar total ausgefallen.


Das Tier heißt Schwarzer Kohltriebrüssler und ist ein Herbstschädling. Und ja, ich hatte ihn erstmals im Herbst 2020, was heißt, dass die Pflanzen jetzt keinen oder einen stark verkümmerten Haupttrieb aufweisen, sondern lediglich unzählige Nebentriebe. Der Befall ist zum Glück nicht flächendeckend, sondern betrifft nur einen Schlag mit 10-20%.

Laut LLH ist er bis dato nur im südlichen Hessen beheimatet, was seit letztem Jahr eindeutig nicht mehr der Fall ist. Also wieder ein Schädling mehr, auf den man im Herbst achten muss. :roll:
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Todde » Mo Mai 03, 2021 10:02

So, die 50€ wurden heute tatsächlich bei uns erreicht für die Ernte 21, bzw 50,60 Hafenlager.
Werde dann noch mal Kontrakte abschließen. Hätte ich nicht erwartet.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Kreuzschiene » Mo Mai 03, 2021 14:12

Bison hat geschrieben:Neulich hier irgendwo gelesen:
Gier frisst Hirn, da ist verdammt was dran. Den richtigen Zeitpunkt zu finden ist reine Lotterie, eine Teilmenge abzusichern macht bei dem Preisniveau auf jeden Fall Sinn


So viel Hirn hatte jetzt die damalige Entscheidung nicht wirklich. Es war ja kein Geheimnis, wo die Märkte hingehen.
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Bison » Mo Mai 03, 2021 14:36

Naja, ich habe 30 Prozent der erwarteten Menge zu knapp 43 fest gemacht. Das heißt ich habe noch 70 Prozent Potential auf höhere Preise.

Ich nenne das Strategie. Natürlich weiß man ja immer vorher schon was nachher rauskommt.
Und dann lässt man den alten Raps 3 Jahre im Lager weil man sich vezockt hat, oder wie war das bei dir?
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Sturmwind42 » Mi Mai 05, 2021 8:42

680 € die Tonne , der Raps wäre ausverkauft .
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Kreuzschiene » Do Mai 06, 2021 17:44

Bison hat geschrieben:Naja, ich habe 30 Prozent der erwarteten Menge zu knapp 43 fest gemacht. Das heißt ich habe noch 70 Prozent Potential auf höhere Preise.

Ich nenne das Strategie.


Mit dieser Strategie hast Du aber trotzdem schon gut 150€ pro Hektar "verschenkt". Das ist kein Pappenstil. Es ist ja noch nicht mal annähernd klar, was man heuer überhaupt an Ernte einfährt...

Besser wäre es doch, jedes Jahr alles einzulagern und notfalls ein paar Jahre liegen lassen zu können, um dann bei Preisspitzen was zum Verkaufen zu haben. Bei den großen Schwankungen, die ja immer wieder vorkommen, rechnet sich doch so ein Lager recht schnell, oder?
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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Wini » Do Mai 06, 2021 18:57

Feldmoier90 hat geschrieben:Hatte jemand schon Mal das Problem mit dem Schwarzen Stängelrussler?? Bei einem Bekannten sind 4 Hektar total ausgefallen.


Dieses Problem habe ich heuer auf einem benachbarten Grubber-Raps-Feld beobachtet und vor einigen Wochen die Bilder auf Seite 28
zur Schädlingseinschätzung rein gestellt. Einige meinten es wären Erdflöhe gewesen.
Ich meine aber Larven des schwarzen Kohltriebrüsslers zu erkennen.

Die Flächen wurden mittlerweile umgebrochen und neu mit einer Sommerfrucht eingesät.

Auf verbliebenen Grubber-Raps-Flächen sieht man den befallenen Pflanzen den Schaden noch heute an.
Die überlebenden Pflanzen erholen sich, bilden aber nur mehrere bodennahe Triebe sog. Besenreiser oder Hexenbesen.

Hier aktuelle Bilder zu dem Befall aus dem Grubber-Raps-Bestand:
Grubber-Raps Schädlingsbefall.JPG


Vermutlich aufgrund der Saatstärke-Formel Körner/m² und nicht kg/ha
ist in den dünn stehenden Beständen nun auch noch mit aufkommendem Unkraut zu rechnen

Grubber-Raps Unkraut.JPG


Achja, hier die versprochenen, aktuellen Bilder aus Winis Pflug-Raps Liniensorte Arabella
die ich heute beim Nachdüngen geschossen habe.

Winis  Arabella Pflug-Raps.JPG


Viele einzelne, dünne Stängel aufgrund der hohen Saatstärke.
Hoffentlich bleiben die stehen.
Das Bild könnt Ihr gerne als Screen-Saver verwenden.
Winis Raps von oben.JPG

Winis Raps vom Feldrand.JPG


Aufgrund der hohen Saatstärke ist im wind- und sonnengeschützen Bestand eine
wesentlich höhere Bodenfeuchtigkeit vorhanden, als in den dünner gesäten
Grubber-Hybrid-Raps-Beständen. Bin mal gespannt ob der Hybrid-Raps mit seiner
höheren Verzweigung die Lücken noch auffüllen kann.

Also bei mir kommt da echte Freude auf, wenn ich an so einem schönen Bestand aktuell vorbei fahre.
Auf keinen Fall werde ich eine Insektizidbehandlung während der Blüte fahren.
Bin leidenschaftlicher Rapsblüten-Honig-Esser.
Die Fahrgassen sind übrigens bereits wunderbar zugewachsen.
Ich lege im Herbst übrigens im Raps auch keine an.
Da würde ich aktuell mehr kaputt fahren.

Übrigens geht der Rapspreis für die neue Ernte erfreulicherweise weiter nach oben.
Nach Überschreiten des jahrelangen Kreuzberg-Niveaus und der Wildspitze sind wir nun preismäßig auf dem Weg zur Spitze des Elbrus:
Rapspreis 6.Mai 2021.JPG
Rapspreis 6.Mai 2021.JPG (15.26 KiB) 659-mal betrachtet


Ist die 600er Marke noch zu knacken ?

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Re: Raps Spielsaison 2020/2021

Beitragvon Botaniker » Do Mai 06, 2021 20:23

Kreuzschiene hat geschrieben:Besser wäre es doch, jedes Jahr alles einzulagern und notfalls ein paar Jahre liegen lassen zu können, um dann bei Preisspitzen was zum Verkaufen zu haben. Bei den großen Schwankungen, die ja immer wieder vorkommen, rechnet sich doch so ein Lager recht schnell, oder?


Das muss man sich auch leisten können, hat nicht jeder ein Inscheneursgehalt nebenbei. :!:

Bei ein paar Jahren, brauchts auch ein entsprechendes Lager, wer hat sowas? Und wer bekommt sowas genehmigt?
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