elchtestversagt hat geschrieben:Genau da ist das Problem, wenn Behörden die Planwirtschaft einführen wollen....
Egal, ob man nun mit einer 5to Düngemassnahme 7 oder 10 to Raps erntet, wenn man mehr Output hat wie Input geht das nicht lange gut ( sieht man ja bei den Ökobetrieben, die Ertragsspanne zw. Konvi und Öko wird immer grösser, sprich leben von Reserven, irgendwann ist Sabbat..).
Wenn ich nun in einem Jahr top Erträge mit rel. wenig Aufwand habe, dann hab ich in der Bilanz ein Saldo stehen, und ich müsste ( um langfristige Fruchtbarkeit zu haben) im nächsten Jahr mehr düngen wie geplant.
Das lässt die Bilanzierung garnicht zu, schlimmer noch, wenn die Umstände in dem Jahr sich verschlechtern, dann knallts richtig im Karton. Hier auf den Sandböden kann man das sehr deutlich sehen.
Aber, wie das bei den Planwirtschaften so ist, es gibt überall Lücken....
Nicht derjenige Betriebsleiter überlebt, der alles richtig macht, sondern derjenige, der die Lücken findet.....
Naja, es gibt durchaus einige Stellschrauben, die man selber beeinflussen kann. Beispielsweise werden in der Düngebilanz pauschale Ausbringverluste bei Wirtschaftsdüngern angesetzt, die, meiner Meinung nach, viel zu hoch angesetzt sind. Wenn ich es nun schaffe, meinen Wirtschaftsdünger mit wesentlich weniger Ausbring- und Lagerverlusten auf die Felder zu bringen, dann hab ich schon wieder ein paar N draußen, die in der Bilanz nicht auftauchen.
Ergo kann man auch bei einer längerfristig negativen (Papier-)Bilanz die Ertragsfähigkeit der Böden erhalten, solange der "echte" Saldo positiv bleibt...
Ich denke, langsam löst sich der Knoten, oder?

