Raider hat geschrieben:Kreuzschiene hat geschrieben:
Raider, das ist harter Tobak. Du wirfst mir hier gleich mehrere Verstöße gegen geltendes Recht vor. Wo ist Deiner Meinung nach das technische Minimum bei der Gülleausbringung?
Und ich hoffe, Du kannst mir nachsehen, wenn ich meine Aufzeichnungen nicht griffbereit habe, mir dann der ein oder andere Name eines PSM schon mal entfallen kann - zumal es ja die letzten Jahre durchaus einige neue WR gegeben hat. Aus dieser Unzulänglichkeit gleich einen Verstoß herzuleiten halte ich für gewagt - zumal Du ja selbst sagst, nichts beweisen zu können. Also, was soll das dann? Ist es Neid? Bei dem Ertragsziel 7 Tonnen handelt es sich - wie der Name bereits vermuten lassen könnte - um ein ZIEL. Ich habe noch nie 7 Tonnen durchschnittlich gedroschen - und das auch noch nie behauptet, zumindest im Raps.
Zu guter Letzt bin ich mir sicher, dass wini's Pflugraps ähnlich gut entwickelt sein sollte wie meiner. Ich verstehe wirklich nicht, was an dem von mir gezeigten Raps so unglaublich ungewöhnlich sein soll...
Klar, er hat eine fantastische Pfahlwurzel - aber Raider - selber versuchen hinzukriegen und ein wenig weniger Neid stattdessen, okay? Allein schon wenn ich sehe, zu welchen Zeiten ich arbeite im Vergleich zu vielen Kollegen zeigt doch, dass auch mir nichts geschenkt wird...
Wie Du richtig gelesen hast handelt es sich um Vermutungen meinerseits.
Natürlich kannst Du jetzt das Torschlagargument Neid ins Spiel bringen, aber glaubst Du das wirklich? Ich komme aus eine Region in der noch selten jemand 5 t/ha Raps gedroschen hat. Ist bei 100 €/ha Pacht auch nicht das ganz große Problem. Ich habe noch nie mit Neid auf andere, bessere Ackerbauregionen geblickt. Die haben dort andere Probleme und werden (so zeigte s die Vergangenheit) auch nicht reicher als wir hier. Also lass bitte dieses einfache und auf Stammtischniveau liegende Argument neid außen vor. Mir geht es darum, dass Du hier prahlst und Dich in Widersprüche verstrickst. Ich habe mir gestern abend mal die Mühe gemacht und mir Deine Posts aus den letzten Wochen durchgelesen. Ich betone nochmal, dass ich hier nur vermuten kann, aber das WAS Du schreibst und v.a. WIE Du schreibst lässt für mich den Schluß zu, dass Du gegen Fachrecht verstößt. Dass Du nicht in der Lage bist dir den Namen eines Pflanzenschutzmittels von einem auf den anderen Tag zu merken ist zum Beispiel so etwas. Und zweimal Gülle im Herbst ist einfach mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Verstoß gegen die DüV. Auch frage ich mich wie Du mit Deiner Düngebilanz hin kommst. Wenn Du das Ziel hast 7 t/ha Raps zu ernten, musst Du ihn ja auch entsprechend düngen. Dazu strebst Du ja auch noch 140 dt7ha Weizen mit 16 % Rohprotein an.... Kannst mich gerne widerlegen, aber für mich ergeben sich da jede Menge Verstöße... Aber um es nochmal zu betonen: das ist eine Vermutung. So wie DU vermutest, dass ich neidisch bin oder dass andere ihren Raps zu spät säen...
Und um acuh mal wieder was produktives zum Thema beizutragen: hier ein Bild von meinem Raps vom 5. Oktober. HAbe an dem Tag u.a. mit 0,6 Carax behandelt
Sehr schöner Bestand, Raider. Mir wäre zwar noch ein wenig zu viel Boden sichtbar, aber es kann ja noch was ran wachsen - je nach Region.
Du fragst Dich wie ich mit der Düngebilanz hinkomme? Hast Du schon mal geschaut, was ein Weizen mit dreistelligen Erträgen und 16% Eiweiß an Entzug aufweist? Da kommt bei mir regelmäßig bei der Erstellung der Bilanz die Vermutung auf, dass die Nachlieferung aus langjähriger organischer Düngung durchaus nicht unerheblich sein kann...
Und ob man nun bei solchen Erträgen für das ebenfalls üppig verbliebene Stroh eine gewisse "Ausgleichsdüngung" ansetzen möchte oder nicht, überlasse ich dem geneigten Praktiker selbst zur Entscheidung...
Solange die Forderung der DüV eingehalten ist, sollte es doch passen, oder:
"Auf Ackerland dürfen nach der Ernte der letzten Hauptfrucht vor dem Winter Gülle, Jauche und sonstige
flüssige organische sowie organisch-mineralische Düngemittel mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem
Stickstoff oder Geflügelkot nur
1. zu im gleichen Jahr angebauten Folgekulturen einschließlich Zwischenfrüchten bis in Höhe des aktuellen
Düngebedarfes an Stickstoff der Kultur oder
2. als Ausgleichsdüngung zu auf dem Feld verbliebenem Getreidestroh,
jedoch insgesamt nicht mehr als 40 Kilogramm Ammoniumstickstoff oder 80 Kilogramm Gesamtstickstoff je
Hektar aufgebracht werden."
Zum Ertragsziel 140 dt Weizen würde ich noch um eine Quellenagabe bitten - danke.
Und bzgl. der Widersprüche, in die ich mich verwickelt haben soll, bitte ich ebenfalls um Mitteilung - möglicherweise kann ich hier zur Aufklärung beitragen.
Ein Vorteil der DOKUMENTATION mag sein, dass man sich nicht alles im Kopf merken muss. Leider bin ich hauptberuflich entsprechend meiner Qualifiaktion sehr gefordert und ich habe mir deshalb angewöhnt, mir banale Dinge nicht mehr zu merken sondern - falls notwendig - einfach aufzuschreiben.
Das hält den Kopf frei für die wichtigen Dinge im Leben und im Beruf.
Und noch einmal ein Satz zu meinen ZIELEN: Ziele können nur ihre Funktion erfüllen, wenn Sie auch einen gewissen Anreiz enthalten. Als Ziel ist allgemein ein in der Zukunft liegender, gegenüber dem Gegenwärtigen im Allgemeinen veränderter, erstrebenswerter und angestrebter Zustand definiert.
Ist ein Ertrag von 7 Tonnen Raps etwa nicht ersterbenswert?
Klar freu ich mich auch - je nach Jahr - auch über 5,5 Tonnen. Mag sogar sein - je nach Jahr - dass auch schon 3 Tonnen super sind.
Also mach Dich mal bzgl. meiner Ertragsziele ein wenig locker...
