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Rapsaussaat 2015

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Raider » Mo Aug 03, 2015 7:51

countryman hat geschrieben:
Raider hat geschrieben: direkt nach der Ernte 20-25 Gülle oder Gärrest drauf,...


ihr müsst recht dünne Gülle haben, da ja nicht mehr als 40 kg/ha Ammonium-N bzw. 80 Gesamt-N ausgebracht werden dürfen ;-)



Du wirst lachen, aber ich kann Dir die Einhaltung des Grenzwertes mit mein Gülle- und Gärrestuntersuchungen belegen!
Raider
 
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon MF 5465 » Mo Aug 03, 2015 12:04

Hallo,

auf unserem Standort im Jura mit lehmigem Tonboden 60-70 BP hatten wir seit 1,5 Monaten keinen richtigen Regen mehr. Die Getreidebestände sind noch größtenteils durchgekommen, der Mais... n8
Jedenfalls misst man die typischen Risse im Boden von 65 - 85cm und da kein NS in Sicht ist, überlege ich, was wir dieses Jahr machen sollen.
Wenn eine Rapssaat überhaupt möglich ist, wie sollte ich mit der Bodenbearbeitung am besten vorgehen? Eine schwere Kurzscheibenegge bringt schöne Feinerde, der Grubber reißt große Aggregate heraus. Ich denke der Pflug stellt dieses Jahr aufgrund des Wassermangels keine gute Lösung dar.
Morgen kommt der Weizen weg, Stroh wird geborgen. Wahrscheinlich kommt Rindergülle hin. Als Herbizid kam im Frühjahr Broadway als ALS-Hemmer, aber kein SHS!
Ich denke meine Sortenwahl wird auf die PR46W20 fallen, es handelt sich dieses Jahr nur um 5ha. Angestrebter Saatzeitpunkt: 20-30. August.

Folgende Vorgehensweisen:

1. Konventionell
Ein Grubber- oder KSE-Strich nach der Gülle, um das Stroh etwas im Boden zu vermischen (evtl. Auflauf bei Niederschlag).
Eine-Zwei Wochen vor der Saat Pflugeinsatz und dann beliebig oft mit der Saatbettkombination oder Kreiselegge.. Ich weiß nicht welches Feld dieses Jahr beim Pflügen rauskommt. Muss ich mal die Nachbarn beobachten, die werden teilweise gleich nach dem Dreschen den Pflug satteln..
Nachteile: Wassermanagement, voraussichtlich hohe Kosten, Strohmatte auf 25cm. Vorteile: Erfahrung mit dem System, Akzeptanz des Seniors, komplette Eigenbearbeitung möglich

2. Mulchsaat mit Grubber
Eine Bearbeitung von 10-15cm mit der 6m Rubin, dann ein 25cm-Grubberstrich mit Amazone- Wendel- oder Gänsefußscharen.
Vorteile: viel Feinerde: Saatbetttauglicht ohne sekundäre Bodenbearbeitung; Wassermanagement, Strohverteilung. Nachteile: Evtl. einzelne große Aggregate an der Oberfläche, Grubber muss 15km entfernt geliehen werden.

3. Bearbeitung ausschließlich mit KSE
Eine doppelte Bearbeitung mit der KSE,15-20cm, um die entstehenden Strohmatten zu entzerren. Gerne auch in zeitlichen Abständen in verschiedenen Tiefen.
Vorteile: viel Feinerde: Saatbetttauglicht ohne sekundäre Bodenbearbeitung; (Wassermanagement), Strohverteilung, Nachteile: Vielleicht zu seichte Lockerung?

Eine Ungrasbehandlung mit einem ACC-ase Hemmer erfolgt unmittelbar nach Auflauf! Ob die Lockerung bis in 25cm aufgrund der Trockengare nötig ist, traue ich mich nicht zu beurteilen.
Eine gute Strohverteilung und schnelle Rotte ist denke ich gerade nach Weizen essentiell für den Erfolg. Deshalb tendiere ich denke ich zur 2. Alternative.
Was schlagt ihr vor, bzw. welche Alternative haltet ihr für die sinnvollste unter Berücksichtigung der Umstände und Böden?
Ich habe einiges gutzumachen. Im letzten Jahr ist ein "Mulchsaat-Versuch" mit 3t/ha total in die Hose gegangen (auch wenn nicht das Verfahren an sich die Ursache war).

:prost:
Sepp
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Crazy Horse » Mo Aug 03, 2015 14:30

Du bist ja bestens ausgestattet, Sepp!
Ich würde es jetzt erstmal regnen lassen. Das wird dann für einen ersten Arbeitsgang mit der Kurzscheibenegge ausreichen. Dann kannst Du vor dem 2. Arbeitsgang Deine Gülle drauffahren und nochmal grubbern oder mit der KSE drüber und anschließend gleich säen. Auf ne tiefe Bodenbearbeitung würde ich verzichten. Es reicht, wenn Du ein paar Zentimeter Feinerde hast. Wenn es später mal mehr regnet, quillt der Boden von alleine auf und die Risse und Poren schließen sich.
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon zwiebe » Mo Aug 03, 2015 20:59

Du Sepp, die erste Variante ist mal die einfacher... alles Eigenmechanisiert.
Ob man jetzt noch den Pflug klassisch oder einen 3. Grubber Arbeitsgang macht bleibt eine einsame Betriebsleiter Entscheidung die man am Morgen der Arbeit treffen muß.

Sorten ... SO IST ES.

Ein Alternative stelle ich hier noch in den Raum PT228CL
Unkrautbekämpfung 3 Wochen nach der Saat mit Vantiga plus Insektizid und 2. Behandlung mit Runway plus Insektizid.
Das ganze schafft eine Entzerrung und gleichzeitig Absicherung gegen die vielen Eventualitäten.

Erdfloh ist gesetzt: Mindestens 2 x im Herbst
Entscheidungszeit Umbruch oder nicht
bei Dir jetzt nicht so ausgeprägt oder doch noch Pointer? SHS...
Breiteste Wirkung gegen Unkräuter, Teilwirkung Gräser

Ertrag zu Kosten und Aufwand
gehupft wie gesprungen
gleich
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Wini » Mi Aug 05, 2015 7:28

So, alle Flächen sind nun nach dem Pflügen und Kreiseln ordentlich angewalzt worden.
Das Stroh aus dem Vorjahr welches beim Pflügen nach oben kam und teilweise von Pilzen schon fast
umgesetzt worden ist, kann nun an der Oberfläche bei der Trockenheit vollends samt möglicher Schneckeneier verdorren.

Als nächstes kommt bei mir nun die PK-Düngung auf die gewalzten Rapsflächen.

Was haltet ihr von der Kalkung mit Branntkalk bei der Trockenheit heuer ?
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Aug 05, 2015 7:34

Wini hat geschrieben:So, alle Flächen sind nun nach dem Pflügen und Kreiseln ordentlich angewalzt worden.
Das Stroh aus dem Vorjahr welches beim Pflügen nach oben kam und teilweise von Pilzen schon fast
umgesetzt worden ist, kann nun an der Oberfläche bei der Trockenheit vollends samt möglicher Schneckeneier verdorren.

Als nächstes kommt bei mir nun die PK-Düngung auf die gewalzten Rapsflächen.

Was haltet ihr von der Kalkung mit Branntkalk bei der Trockenheit heuer ?


Aufgrund der heurigen Schneckenplage würde Branntkalt sicherlich einen Teilerfolg bringen...
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon madanf » Mi Aug 05, 2015 7:50

Hallo Wini,

wenn du das Stroh vom Vorjahr wieder hochholst stimmt aber mit deinem Strohmanagment was nicht.
Warum Brantkalk? Ich kenne jetzt deine PH Werte nicht aber standard Düngekalk sollte reichen.
Brantkalk ist ja eher als Feuerwehrmaßnahme bei extrem niedrigen PH-Werten gedacht und dann solltet
du dort sowieso keinen Raps hinmachen (Kohlhernie). Kalkstickstoff wäre auch noch eine Maßnahme.
Welche PK Düngung machst du?

Gruß
Frank
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon madanf » Mi Aug 05, 2015 7:56

Bei der derzeitigen Trockenheit bin ich am Überlegen dieses Jahr das Pflügen zum Raps sein zu lassen.
Ich frage mich nur, ob es mir Vorteile hinsichtlich der Bodenfeuchtigkeit bringt zur Raps-Saat zu Grubbern?

Gruß
Frank
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon angusy » Mi Aug 05, 2015 7:58

madanf hat geschrieben:Kalkstickstoff wäre auch noch eine Maßnahme.



Aber eine extrem kostspielige Maßnahme. Ich habe letztes Jahr auch 2dt/ha appliziert und werde es dieses Jahr wohl lassen.
Dann wird sich ja zeigen, ob es die phytosanitäre Wirkung wirklich wert war.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Aug 05, 2015 8:02

Ich habe einen kleinen Teil meiner überragenden Weizenerträge in kohlensauren Kalk investiert. Diesen werde ich nun vor Raps und Gerste eingrubbern.
Da der Boden mich so reich beschenkt hat, werde ich mich bei ihm mit etlichen Zügen Kalk bedanken...
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon angusy » Mi Aug 05, 2015 8:02

madanf hat geschrieben:Bei der derzeitigen Trockenheit bin ich am Überlegen dieses Jahr das Pflügen zum Raps sein zu lassen.
Ich frage mich nur, ob es mir Vorteile hinsichtlich der Bodenfeuchtigkeit bringt zur Raps-Saat zu Grubbern?

Gruß
Frank


Wenn nicht noch der große Regen kommt, werde das Pflügen auch komplett sein lassen (wollte eh nur ein Teil pflügen).
Ob das Grubbern Vorteile bringt hinsichtlich Bodenfeuchtigkeit kann ich nicht sagen, aber was bei meinen Schlägen gewiss ist, dass ich derzeit mit dem Pflug Schollen und Kluten hochhohle, die ich im Leben nicht mehr klein bekomme. Von dem Verbrauch an Diesel und Material wollen wir erst gar nicht reden.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon madanf » Mi Aug 05, 2015 8:08

angusy hat geschrieben:Wenn nicht noch der große Regen kommt, werde das Pflügen auch komplett sein lassen (wollte eh nur ein Teil pflügen).
Ob das Grubbern Vorteile bringt hinsichtlich Bodenfeuchtigkeit kann ich nicht sagen, aber was bei meinen Schlägen gewiss ist, dass ich derzeit mit dem Pflug Schollen und Kluten hochhohle, die ich im Leben nicht mehr klein bekomme. Von dem Verbrauch an Diesel und Material wollen wir erst gar nicht reden.


Genau das habe ich mir auch überlegt, aber es ist ja noch Zeit. Vielleicht kommt noch Regen. :regen:
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Aug 05, 2015 8:12

madanf hat geschrieben:
angusy hat geschrieben:Wenn nicht noch der große Regen kommt, werde das Pflügen auch komplett sein lassen (wollte eh nur ein Teil pflügen).
Ob das Grubbern Vorteile bringt hinsichtlich Bodenfeuchtigkeit kann ich nicht sagen, aber was bei meinen Schlägen gewiss ist, dass ich derzeit mit dem Pflug Schollen und Kluten hochhohle, die ich im Leben nicht mehr klein bekomme. Von dem Verbrauch an Diesel und Material wollen wir erst gar nicht reden.


Genau das habe ich mir auch überlegt, aber es ist ja noch Zeit. Vielleicht kommt noch Regen. :regen:


Es wird kein Regen kommen. Die Wetterlage ist extrem stabil.
Hab mir gestern beim Dreschen auch schon gedacht, evtl. auf das Pflügen zu verzichten. Ein in der Erde mitgezogener Ährenheber hat mir aufgezeigt, wie schön sich die Böden derzeit bearbeiten lassen aufgrund der Trockengare.
Was mir schon fast Angst macht sind die Unmengen an Stroh, das nun zentimeterdick auf dem Boden liegt. Das wird heuer die wahre Herausforderung für die Würmer. Aber es könnte auch ein wenig vor Verdungstung schützen, oder?
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Mad » Mi Aug 05, 2015 8:16

Kreuzschiene hat geschrieben:Aber es könnte auch ein wenig vor Verdungstung schützen, oder?


Das Stroh ist jetzt deine Bodendämmung. Es hält ihn kühl und isoliert ihn.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapsaussaat 2015

Beitragvon Kreuzschiene » Mi Aug 05, 2015 8:20

Mad hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Aber es könnte auch ein wenig vor Verdungstung schützen, oder?


Das Stroh ist jetzt deine Bodendämmung. Es hält ihn kühl und isoliert ihn.


Also dann vorerst eher nicht Grubbern, um die Kapilaren zu unterbrechen??
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