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Rapssaat

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Rapssaat

Beitragvon Holmer 91 » Do Aug 21, 2014 17:35

Hallo,

@1055: Welchen Reihenabstand fahrt ihr beim EK-Raps, und mit welchem EK-Sägerät? Was macht ihr gegen Unkraut zwischen den Reihen?

Schau dir mal das Strip-till-Raps-Ergebnis-Video von Landwirt.com an, ab etwa 5:30 spricht der Berater von der Saatstärke.
Video

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"... Kühe sind schon auch ganz cool, aber Schweine sind halt einfach geil."
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Re: Rapssaat

Beitragvon NobbyNobbs » Do Aug 21, 2014 18:34

Landwirt_R hat geschrieben:Da ich heuer endlich meinen ersten Raps gedroschen habe, überlege ich wie es jetzt weiter geht. Nach dem Drusch wurde gemulcht und ein paar Wochen später ganz flach gegrubbert. Da es Doppelherz waren, wurde leider nicht komplett gearbeitet sodass die Hälfte des Rapses stehen blieb. Am liebsten würde ich erst wieder kurz vor der Weizensaat Anfang Oktober tief grubbern, aber 1. ist bis dahin der Raps bestimmt zu groß und 2. bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich jede Pflanze mechanisch bekämpfen muss oder ob Arelon TOP,
Picona oder Bacara Forte dabei hilft?



Diese mechanische Bodenbearbeitung nach Raps ist der größte Scheiß. Erstens hinterlässt dir Raps einen super garen Boden, sprich, da wächst alles auch ohne dass du bearbeitest hervorragend (& zwar mindestens genauso gut als hättest du gegrubbert) und 2. vergräbst du die dir die Rapssamen. Wenn du es gut machst, vielleicht nicht viele, aber einen Teil wirst du vergraben. Der fällt dann in eine 'nimmerendende' Keimruhe und wird dich die nächsten Jahre nerven. Selbst nach Jahrzehnten kann da noch Ausfallraps auflaufen.
Durch die mechanische Bearbeitung durchlüftest du den Boden und zerkleinerst die Erntereste bzw. arbeitest diese ein. Das wenig lignifizierte, durch ein enges C:N-Verhältnis charakterisierte, Rapsstroh wird super schnell zersetzt. Als Folge werden hohe Mengen des gebundenen Stickstoffs zügig mobil, die diesen Herbst nicht mehr aufgenommen werden können -> Auswaschung über Winter, Folge: Belastung des Grundwassers und Verlust der teuren Nährstoffe.

Jeder weiß wie 1, 2 mal gegrubberte Rapsflächen daliegen- was willst du mit so einem schwarzen Boden? Da ist keine Nahrung mehr für Regenwürmer vorhanden, der Erosionsschutz tendiert gegen Null.
Ganz zu schweigen von der Krankheitsvorbeuge, insbesondere Kohlhernie. Bei diesen gegrubberten Feldern geht doch niemals aller Raps kaputt, wenn nicht grad 18 mal mit der Scheibenegge dadurch gedonnert wird, wie es einige Kanten immer wieder vormachen. :evil: :oops: :roll: Da findest du auf jedem m² noch Raps der die Vergewaltigung überlebt hat -> keine Unterbrechung der Infektionskette.

Lass den Quatsch einfach so aufgehen. Nach Mulcher und Walze hast du die mit Abstand besten Feldaufgänge. Spätestens drei Wochen nach der Ernte ist es dann Zeit den aufgelaufenen Raps sauber abzuspritzen. Dadurch hast du ein 100 % brach liegendes Feld, eine saubere Kante.

Ich bin wirklich kein Fan von standardisiertem Glyphosateinsatz, aber nach Raps sollte man es, aus all den oben genannten Gründen und den daraus resultierenden Gegenmaßnahmen, VORSCHREIBEN.
Denn so ist gewährleistet, dass
-> Wir wirklich die grüne Brücke unterbrechen und damit effektiv Krankheiten und Schädlingen vorbeugen
-> Durch die lange Brache bis zur Weizensaat Schnecken und Mäuse geärgert werden bzw. diese sich schnell identifizieren lassen und dadurch ggfl. gehandelt werden kann
-> Direkt- und Mulchsaat hervorragend gelingen bzw. letztere überhaupt noch Mulchsaat genannt werden kann (!!!) ( nach 2-maligem Grubbereinsatz nach Raps kann kein Bodenkundler/Pflanzenbauer mehr ernsthaft von Mulchsaat sprechen, das hat damit nichts mehr zu tun. Max. die Bestellsaat oder Saat mit Drille nach 1x-igem, flachen Grubbereinsatz kann noch hinzu gezählt werden)
-> Erosions- und Nährstoffschutz bestmöglich erreicht wird
-> Wir vielleicht wenigstens ein bisschen unseren Geldbeutel im kommenden Frühjahr beim Düngerkaufen schonen können..
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Re: Rapssaat

Beitragvon Wini » Do Aug 21, 2014 19:04

Landwirt_R hat geschrieben:Da ich heuer endlich meinen ersten Raps gedroschen habe, überlege ich wie es jetzt weiter geht. Nach dem Drusch wurde gemulcht und ein paar Wochen später ganz flach gegrubbert. Da es Doppelherz waren, wurde leider nicht komplett gearbeitet sodass die Hälfte des Rapses stehen blieb. Am liebsten würde ich erst wieder kurz vor der Weizensaat Anfang Oktober tief grubbern, aber 1. ist bis dahin der Raps bestimmt zu groß und 2. bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich jede Pflanze mechanisch bekämpfen muss oder ob Arelon TOP,
Picona oder Bacara Forte dabei hilft?


Es wäre jammerschade, eine solchen Bestand, wie empfohlen, mit Glyphosat oberflächlich zu vernichten.
Ich empfehle Dir, den Raps bis kurz vor der Weizensaat wachsen zu lassen.
Der Pflanzenbestand bindet schließlich Stickstoff und wirkt der Erosion entgegen.
Wenn Du den Bestand kurz vor der Weizensaat einpflügst, hast Du eine gute Humusbildung und einen sauberen Tisch.
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Re: Rapssaat

Beitragvon NobbyNobbs » Do Aug 21, 2014 19:25

Um den Mist wieder gerade zu stellen:

Wini hat geschrieben:Ich empfehle Dir, den Raps bis kurz vor der Weizensaat wachsen zu lassen.

Schädlinge, Krankheiten (orthodox, da gerade Steeliboy und doch du immer predigen sowas würde die Landschaft versauen)

Wini hat geschrieben:Der Pflanzenbestand bindet schließlich Stickstoff und wirkt der Erosion entgegen.

Das stimmt ausnahmsweise sogar mal. Und wie lange braucht das weiche, grüne Pflanzenmaterial nach der Einarbeitung um zersetzt zu werden? Lohnt es das, wenn du die ganzen anderen Nachteile in Betracht ziehst? Das kann wohl keiner wirklich glauben.

Wini hat geschrieben:Wenn Du den Bestand kurz vor der Weizensaat einpflügst, hast Du eine gute Humusbildung

Aaaaahjaa... Humusaufbau durch jungen Ausfallraps der unter gepflügt wird. So so... Das wird ja immer abenteuerlicher mit dir. Niemals würdest du so selbst nach 100 Jahren auch nur eine Dezimalstelle deines Humusgehaltes verbessern. Das ist dummes Geschwätz, mehr nicht
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Re: Rapssaat

Beitragvon Todde » Do Aug 21, 2014 20:21

Wini hat geschrieben:
Landwirt_R hat geschrieben:Da ich heuer endlich meinen ersten Raps gedroschen habe, überlege ich wie es jetzt weiter geht. Nach dem Drusch wurde gemulcht und ein paar Wochen später ganz flach gegrubbert. Da es Doppelherz waren, wurde leider nicht komplett gearbeitet sodass die Hälfte des Rapses stehen blieb. Am liebsten würde ich erst wieder kurz vor der Weizensaat Anfang Oktober tief grubbern, aber 1. ist bis dahin der Raps bestimmt zu groß und 2. bin ich mir nicht sicher, ob ich wirklich jede Pflanze mechanisch bekämpfen muss oder ob Arelon TOP,
Picona oder Bacara Forte dabei hilft?


Es wäre jammerschade, eine solchen Bestand, wie empfohlen, mit Glyphosat oberflächlich zu vernichten.
Ich empfehle Dir, den Raps bis kurz vor der Weizensaat wachsen zu lassen.
Der Pflanzenbestand bindet schließlich Stickstoff und wirkt der Erosion entgegen.
Wenn Du den Bestand kurz vor der Weizensaat einpflügst, hast Du eine gute Humusbildung und einen sauberen Tisch.


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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Do Aug 21, 2014 21:12

Wini hat geschrieben:Der Pflanzenbestand bindet schließlich Stickstoff und wirkt der Erosion entgegen.


Bilde dich doch bitte erstmal, bevor du hier Schwachsinn verbreitest.

Ein Boden, der seit 12 Monaten unbearbeitet ist, in dem sich aktuell unmengen von Regenwürmern fortpflanzen und ihre Gänge graben, wird niemals zum jetzigen Zeitpunkt erodieren.

Während auf deinen Böden das Wasser nach der Bodenbearbeitung abfließt und Boden mitnimmt, sickert das Wasser auf den unbearbeiteten Flächen einfach ein. Aber okay, das kannst du ja gar nicht wissen. Bist schließlich ein Bodenvergewaltiger.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Landwirt_R » Fr Aug 22, 2014 7:29

Ich merk schon, das ist wieder eine Grundsatzfrage ob mechanisch oder mit Glypho.

Glypho wäre mir natürlich auch lieber. Aber da denke ich mir je weniger gelbe Felder die Bevölkerung sieht, desto besser ist es für den zukünftigen Glyphoeinsatz. Vielleicht sollte ich aber auch umdenken und einfach alles so machen, wie ich es aus Sicht der Landwirtschaft für gut empfinde.

Aber wie immer gilt doch, dass man keine Pauschalaussagen treffen kann. Ich z. B. habe 25 Schleppscharen an meiner Sämaschine. Ich wüsste nicht, ob ich ohne Mulcher oder Grubber den Weizen gesät bekomme. Also bin ich gezwungen, die Rapsstängel irgendwie klein zu bekommen.

Ich habe außenrum Glypho gespritzt wegen Unkrauteinwanderung und dann das Gegrubberte außenrum gekreiselt damit es für die Schnecken fein ist. Jetzt kommt der Ausfallraps wieder nach. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass nach 1x Glypho kein Ausfallraps mehr nachkommt. Wie ist das?

Den Raps groß werden lassen denke ich auch, dass es eine Krankheitsvermehrung ist. Aber früher haben unsere Opas den Ausfallraps doch auch im Stall verfüttert. Früher war bestimmt nicht alles schlecht.

Ab welchem Blattstadium spricht man eigentlich von einer Krankheitsvermehrung?
Ich möchte alle 4 oder 5 Jahre Raps anbauen. Ist doch auch nicht verkehrt.
Aber wie ist es jetzt mit meinen Herbiziden Arelon TOP, Picona oder Bacara Forte? Räumen die den Raps auf?
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Re: Rapssaat

Beitragvon madanf » Fr Aug 22, 2014 7:47

Ich kann mich Landwirt R nur anschließen.
In Zeit in dem dir Jeder und überall auf die Finger schaut sind gelbe Felder nicht unbedingt
das was die Bevölkerung sehen will. Der Druck in meiner Gegend ist da sehr groß (Verpächter usw.).
Nach der Ernte mulche ich die Rapsstängel ab und lasse den Ausfallraps auflaufen. Das geht je nach
Wetterlage recht schnell.Gerade wegen der Kohlhernie Problematik und den Schnecken grubbere ich
die Rapsflanzen dann aber flach ein um das Wachstum zu unterbrechen. Aber einen Rapsacker vor
der Aussaat nochmal zu pflügen ist nun wirklich quatsch.

Gruß
Frank
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Re: Rapssaat

Beitragvon Raider » Fr Aug 22, 2014 8:20

Landwirt_R hat geschrieben:Ich merk schon, das ist wieder eine Grundsatzfrage ob mechanisch oder mit Glypho.

Glypho wäre mir natürlich auch lieber. Aber da denke ich mir je weniger gelbe Felder die Bevölkerung sieht, desto besser ist es für den zukünftigen Glyphoeinsatz. Vielleicht sollte ich aber auch umdenken und einfach alles so machen, wie ich es aus Sicht der Landwirtschaft für gut empfinde.

Aber wie immer gilt doch, dass man keine Pauschalaussagen treffen kann. Ich z. B. habe 25 Schleppscharen an meiner Sämaschine. Ich wüsste nicht, ob ich ohne Mulcher oder Grubber den Weizen gesät bekomme. Also bin ich gezwungen, die Rapsstängel irgendwie klein zu bekommen.

Ich habe außenrum Glypho gespritzt wegen Unkrauteinwanderung und dann das Gegrubberte außenrum gekreiselt damit es für die Schnecken fein ist. Jetzt kommt der Ausfallraps wieder nach. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass nach 1x Glypho kein Ausfallraps mehr nachkommt. Wie ist das?

Den Raps groß werden lassen denke ich auch, dass es eine Krankheitsvermehrung ist. Aber früher haben unsere Opas den Ausfallraps doch auch im Stall verfüttert. Früher war bestimmt nicht alles schlecht.

Ab welchem Blattstadium spricht man eigentlich von einer Krankheitsvermehrung?
Ich möchte alle 4 oder 5 Jahre Raps anbauen. Ist doch auch nicht verkehrt.
Aber wie ist es jetzt mit meinen Herbiziden Arelon TOP, Picona oder Bacara Forte? Räumen die den Raps auf?


Ich entscheide ob Glyphosat oder Kurzscheibenegge meist je nach Einsatzbedingungen. Wenn Knöterich oder Disteln auf den Flächen sind, nutze ich die gute Bekämpfungsmöglichkeit und behandele meinen Ausfallraps mit Glyphosat. Ansonsten gehts mit der Kurzscheibenegge drüber. Kostenmäßig gar nicht mal ein so großer unterschied.
Ich mag es persönlich ehrlich gesagt auch nicht wenn abgespritzte Felder 3-4 Wochen "rum liegen". Aber manchmal muss es eben auch mal sein :-)
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Re: Rapssaat

Beitragvon Fossi » Fr Aug 22, 2014 10:20

nach der Ernte Rapsstoppeln mulchen - auflaufen lassen - abspritzen (bin kein Glyphos-Freund, geht aber halt nicht anders) - vor der Saat mitteltief grubbern (nur so tief, das die Erntereste gu eingemischt werden) --> wunderbar - Aussaat mit Schleppscharen (Engsaat) kein Problem! :prost:
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Fr Aug 22, 2014 11:36

Raider hat geschrieben:Ich mag es persönlich ehrlich gesagt auch nicht wenn abgespritzte Felder 3-4 Wochen "rum liegen". Aber manchmal muss es eben auch mal sein :-)


Ich finde es bemerkenswert, dass man gerade nach Raps den Regenwürmern beim Aufräumen zuschauen kann. Was die in den 3-4 Wochen (bei mir eher 6-8 Wochen) wegräumen ist der Hammer.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Rapssaat

Beitragvon 1055 » Fr Aug 22, 2014 14:05

Holmer 91 hat geschrieben:Hallo,

@1055: Welchen Reihenabstand fahrt ihr beim EK-Raps, und mit welchem EK-Sägerät? Was macht ihr gegen Unkraut zwischen den Reihen?

Schau dir mal das Strip-till-Raps-Ergebnis-Video von Landwirt.com an, ab etwa 5:30 spricht der Berater von der Saatstärke.
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Nun ich lasse den Raps vom Lohnunternehmen legen, die nehmen ebenfalls wie im Video einen 45er- 50er Reihenabstand.
Genau gemessen hab ich das noch nicht, ist übrigens auch erst das 2te Mal das ich EKS machen lassen.
Wie bereits oben schon geschrieben, ist es auf dem leichten Boden aber auch für mich ne Premiere.
Zu der PSM Maßnahme kann ich nur sagen das auf dem guten 50er Boden genau die gleiche herkömmliche Maßnahme gefahren wurde mit Butisan Gold wie immer.
Ich weiss aber das der leichte Boden nicht so in Ordnung und sauber ist wie der 50er Boden, also kann ich dir erst Ende Herbst berichten wie die Unkrautbehandlung genau aussah.
Der Grund der für mich für die EKS sprach, ist die gute Entwicklung der einzelnen Wurzel und die widerstandsfähigeren Pflanzen, da auf diesem Schlag die Wasserversorgung nicht immer optimal ist.
Also hoffe ich auf eine gute Wurzelentwicklung der Einzelpflanze.
Ansonsten kann ich bisher die Aussagen vom Video bestätigen.
Selbst wenn kein Mehrertrag zu Stande kommt, hätte ich bei 25 Körner/m2 (auf 25 trau ich mich wahrscheinlich doch noch nicht :shock: ) die Hälfte Saatgut gespart und auch das legen lassen ist beim Lohner günstiger als die Breitsaat.
Was die Maschine angeht,werd ich mal Fotos machen, letztes Jahr war ich nicht dabei wo sie gelegt haben.
Ein contra war dagegen die späte Abreife, auch wo die unteren Schoten schon reif waren, war der Stengel noch Grassgrün und voller Saft.
Dem Mähdrescherfahren hats nicht gestört, also ich hatte zumindest den Eindruck :lol: aber beschissen zu dreschen war er schon :D
„ Wer bewirkt, dass dort, wo bisher ein Halm wuchs, nun mehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für sein Volk getan als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann“ (Friedrich der Grosse)

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Re: Rapssaat

Beitragvon Wini » Sa Aug 23, 2014 21:35

Das Einpflügen der Ausfall-Rapspflanzen kurz vor der Weizensaat ist anerkannte Praxis.
Hier scheinen offensichtlich Teilnehmer die Grundsätze der Humusbildung nicht zu verstehen.
Schließlich entsteht Humus durch abgestorbene organische Masse.
Gerade Pflanzenrückstände wie Wurzeln und Blätter sind in erster Linie Grundlage der Humusbildung.
Ich würde schätzen, daß hier bis zum Herbst bei entsprechenden Niederschlägen einige Tonnen zusammenkommen, die von Mikroorganismen später abgebaut werden.

Ein vollflächiger Glypho-Einsatz ist dagegen abzulehnen.
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Re: Rapssaat

Beitragvon NobbyNobbs » Sa Aug 23, 2014 21:49

Wini hat geschrieben:Das Einpflügen der Ausfall-Rapspflanzen kurz vor der Weizensaat ist anerkannte Praxis.
Hier scheinen offensichtlich Teilnehmer die Grundsätze der Humusbildung nicht zu verstehen.
Schließlich entsteht Humus durch abgestorbene organische Masse.
Gerade Pflanzenrückstände wie Wurzeln und Blätter sind in erster Linie Grundlage der Humusbildung.
Ich würde schätzen, daß hier bis zum Herbst bei entsprechenden Niederschlägen einige Tonnen zusammenkommen, die von Mikroorganismen später abgebaut werden.

Ein vollflächiger Glypho-Einsatz ist dagegen abzulehnen.



Anerkannte Praxis war das vielleicht vor 30 Jahren. Das ist auch etwa der Wissensstand auf dem du dich bewegst.

Die Grundsätze der Humusbildung hast du nicht verstanden. Hast du gerade wieder bewiesen, ja.
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Re: Rapssaat

Beitragvon Mad » Sa Aug 23, 2014 21:50

Wini hat geschrieben:Das Einpflügen der Ausfall-Rapspflanzen kurz vor der Weizensaat ist anerkannte Praxis.
Hier scheinen offensichtlich Teilnehmer die Grundsätze der Humusbildung nicht zu verstehen.
Schließlich entsteht Humus durch abgestorbene organische Masse.
Gerade Pflanzenrückstände wie Wurzeln und Blätter sind in erster Linie Grundlage der Humusbildung.
Ich würde schätzen, daß hier bis zum Herbst bei entsprechenden Niederschlägen einige Tonnen zusammenkommen, die von Mikroorganismen später abgebaut werden.

Ein vollflächiger Glypho-Einsatz ist dagegen abzulehnen.


Anerkannte Praxis, die hoffentlich bald verboten wird. Allein schon wegen der daraus folgenden Nitratbelastungen für das Grundwasser.

Ich hab jetzt keine Zeit mehr, muss den Wald umpflügen, damit dort auch mal Humus entsteht.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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