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Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Thema gesperrt
697 Beiträge • Seite 13 von 47 • 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 47

Wenn würdet ihr wählen ?

CDU/CSU
79
34%
SPD
7
3%
Freie Wähler ( Aiwanger )
12
5%
FDP
20
9%
Linke
16
7%
AfD
76
33%
Grüner Abschaum ( dazu muss man blind auf dem rechten Auge sein )
12
5%
Piraten
11
5%
 
Abstimmungen insgesamt : 233

Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Kaninchen » So Sep 08, 2013 20:28

Kaninchen hat geschrieben:Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn! :wink:


Ich weiß auch immer noch nicht, was ich wählen werde. :roll: Gerade in diesem Jahr muß man sich das sehr gut überlegen! Mehreres Abwägen....
Das Nonplusultra gibt es nicht. Manchmal denke ich ja auch, ich bin bekloppt! Millionen gehen gar nicht hin - und ich überlege, was ich wähle.... :roll:
Grüßle,
Birgit
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon 4 zu 4 » So Sep 08, 2013 20:46

Kaninchen hat geschrieben:
Kaninchen hat geschrieben:Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn! :wink:


Ich weiß auch immer noch nicht, was ich wählen werde. :roll: Gerade in diesem Jahr muß man sich das sehr gut überlegen! Mehreres Abwägen....
Das Nonplusultra gibt es nicht. Manchmal denke ich ja auch, ich bin bekloppt! Millionen gehen gar nicht hin - und ich überlege, was ich wähle.... :roll:

Jo Kaninchen, mit der Erststimme CDU und mit der Zweitstimme die FDP. Alles andere wäre politischer Quatsch, was am Ende nur in die Rezession führen würde. Es mag zwar sein, dass gewisse Bevölkerungsgruppen von einem Regierungswechsel profitieren würden, aber mit Sicherheit würden auch viele aus dieser Bevölkerungsgruppe schlechter dastehen als vorher.
4 zu 4
 
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Ferengi » So Sep 08, 2013 22:53

4 zu 4 hat geschrieben:Jo Kaninchen, mit der Erststimme CDU und mit der Zweitstimme die FDP. Alles andere wäre politischer Quatsch, was am Ende nur in die Rezession führen würde.



So dumm waren die CDU Anhänger in Niedersachsen auch. :roll: :roll:
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon forenkobold » Mo Sep 09, 2013 7:47

JD7430 hat geschrieben:Sehr interessant...
Andere mit einer Meinung zu Sarrazin?

Erstaunlich, dass alle groß am schreien sind "der Sarrazin ist rechts"
Aber von denen, die sein Buch wirklich gelesen haben, ist ein Großteil zu der Ansicht gekommen, dass seine Einstellung garnicht sooooo falsch ist.

Sicher kommt einem das am Anfang etwas komisch vor, aber ALLES was dort an Statistiken auftaucht, ist nunmal einfach so! Jedenfalls soweit ich mir das erlesen habe...

Ich muss sagen, dass ich diesen Mann für fähig halte und es schade finde, dass so viele Menschen verdrängt werden, nur weil ihre Ansichten nicht ins gute-Welt- Bild des deutschen Bürgers passen...


Ebenfalls bin ich der Meinung, dass nicht alle Ansichten der NPD falsch sind!

Jetzt haben die ersten vermutlich schon die Augen verdreht, aber es ist einfach so!
Ich würde meine Stimme NIEMALS der NPD geben, aber sie haben nunmal einfach Punkte in ihrem Wahlprogramm, die meiner Meinung nach richtig sind und das muss man neidlos anerkennen.

Meinungsfreiheit ist doch im Prinzip ein Witz, würde ich diesen Text meinem Umfeld vortragen, wäre ich sofort ein *Zensur*, was definitiv NICHT der Fall ist!

Bin mal gespannt, wie hier die Ansichten sind...

boahhh.. Du bist mutig.
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Welfenprinz » Mo Sep 09, 2013 8:05

Jupp, das brauchst Du nicht an Eichel festzumachen.
Der ganze Komplex "Umverteilung von unten nach oben durch Steuerumgestaltung" ist neoconplitik seit Anfang der 90er . Abschaffung von vermögenssteuer, Kapitalertragssteuer, Verlustabschreibung...... pppppp und dafür Erhöhung der indirekten Steuern um sich das Geld von uns (dem Mittelstand) wieder zu holen. Ist parteiübergreifend so passiert und fand seinen Exzess in der Bankenrettung.
Folge und Ergebnis sind auf destat oder eurostat unter Ei nkommens- und vErmögensentwicklung in den letzten 25 Jahren zu beobachten.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Qtreiber » Mo Sep 09, 2013 8:11

ICH bin jedenfalls schon lange nicht mehr so freudig zur Bundestagswahl gegangen wie dieses Mal. :D
Qtreiber
 
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon huana » Mo Sep 09, 2013 9:00

Welfenprinz hat geschrieben:Die AfD oder Sarrazin sind schlicht und ergreifend populistisch , vordergründig und oberflächlich.

Gerade Sarrazin würd ich als unpolitisch dementsprechend dann auch "unparteiisch" :mrgreen: kategorisieren.
Dieter Bohlen macht ein paar Mark damit von seinem gebrochenen Schniedel zu erzählen, Sarrazin erstellt eine Kompilation von Begegnungen der 3. Art mit schmierigen Levantinern.
Wer solche Art von Unterhaltung mag....... bitteschön.

Da versteht jemand den Begriff Populistisch nicht. http://de.wikipedia.org/wiki/Populismus
Welche Art von Populismus meinst du?
Laut Wikipedia kann man allepolitischen Parteien als populistisch einstufen. Einzig eine Diktatur ist nicht populistisch.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Welfenprinz » Mo Sep 09, 2013 9:04

huana hat geschrieben:Welche Art von Populismus meinst du?
.


den von Sarrazin :oops:
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Edith51 » Mo Sep 09, 2013 9:07

Hallo

Ob populistisch oder nicht, die AFD spricht das aus, was viele denken. Mit weiter so, kommen wir in Deutschland nicht weiter :P

Beängstigend finde ich, wie die Mächtigen in Berlin und die Presse mit unserer Demokratie umgehen.

Dieses Mal macht die Wahl richtig Spass.
Edith51
 
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon huana » Mo Sep 09, 2013 9:27

Welfenprinz hat geschrieben:
huana hat geschrieben:Welche Art von Populismus meinst du?
.


den von Sarrazin :oops:

Ich hab da meine Problema damit. Wenn jemand ausspricht, was viele denken, ist das Populismus..............oder man kann auch Demokratie dazu sagen. Wenn es nicht so läuft und eine Minderheit bestimmt nennt man das anders.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Sep 09, 2013 9:32

Komisch ist das schon:

Autokauf - kommt ne neue Marke und verspricht viel... Kann nix Gescheites sein-Ne wir kaufen nur Benz/BMW/Audi....
Traktorkauf - kommt ne neue Marke und verspricht viel... Kann nix Gescheites sein-Ne wir kaufen nur Fendt/John Deere /NH


Wahl - kommt ne neue Partei und verspricht viel... Ja wähle ich sofort ohne jegliches Hinterfragen :roll: :roll: :wink:


Ich hab da meine Problema damit. Wenn jemand ausspricht, was viele denken, ist das Populismus..............oder man kann auch Demokratie dazu sagen.


populismus ist für mich, dem Volk nach dem Mund reden, wider besseren Wissens, nur damit man Wahlerfolge feiern kann... obs nachher erfüllbar ist... oder wie versprochen funktioniert, oder die ganzen Themen die z.B. die AfD grade so schön auslässt wirklich nach des Wählers Willen erfüllt werden..
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon VARIUS » Mo Sep 09, 2013 9:35

Edith51 hat geschrieben:Ob populistisch oder nicht, die AFD spricht das aus, was viele denken. Mit weiter so, kommen wir in Deutschland nicht weiter :P
Beängstigend finde ich, wie die Mächtigen in Berlin und die Presse mit unserer Demokratie umgehen.


100 Punkte Edith, du hast es genau getroffen! Wenn sich nichts an der jetzigen(gekauften) Politik ändert, werden wir an die Wand gefahren und das ist von den Mächtigen so gewollt! Alle Parteien außer Die Linke und NPD kassieren Spendengelder dass es nur so kracht. Warum?
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon huana » Mo Sep 09, 2013 9:43

Djup-i-sverige hat geschrieben:Komisch ist das schon:

Autokauf - kommt ne neue Marke und verspricht viel... Kann nix Gescheites sein-Ne wir kaufen nur Benz/BMW/Audi....
Traktorkauf - kommt ne neue Marke und verspricht viel... Kann nix Gescheites sein-Ne wir kaufen nur Fendt/John Deere /NH


Wahl - kommt ne neue Partei und verspricht viel... Ja wähle ich sofort ohne jegliches Hinterfragen :roll: :roll: :wink:

Demokratie lebt ja gerade von der Meinungsvielfalt. Wenn ich keine Alternativen mehr anerkenne oder auch nur in Erwägung ziehe, bin ich in einem totalitären Einparteiensystem gut aufgehoben.
populismus ist für mich, dem Volk nach dem Mund reden, wider besseren Wissens, nur damit man Wahlerfolge feiern kann... obs nachher erfüllbar ist... oder wie versprochen funktioniert, oder die ganzen Themen die z.B. die AfD grade so schön auslässt wirklich nach des Wählers Willen erfüllt werden..

In der Afd sind eine Menge studierter Ökonomen mit Dr und Professor Titeln. Also sind das lauter ******? Oder ist es nicht so, dass sich viele davor fürchten Konsequenzen aus dem Euro Debakel zu ziehen, weil sie sich dafür etwas eher aus ihrer Komfortzone begeben müssten?
Für mich stellt es sich so dar, dass der Euro in seinen Zielen komplett gescheitert ist (Maastricht Kriterien). Die Afd ist derzeit die einzige ernst zu nehmende politische Gruppierung, die aus dem Kartell der TINA(there is no alternative) - Anhänger ausbricht.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon marius » Mo Sep 09, 2013 9:55

Wenn heute Wahl wäre, würde ich wohl die Grünen wählen. Die anderen kann ich derzeit alle ausschließen.
Klar das dies einigen Agrarlobbyisten nicht gefällt. Denn die Grünen wollen und werden den industriellen Agrarfabriken den Riegel vorschieben, statt dessen werden Kleinbetriebe und Biobetriebe verstärkt gefördert. Immerhin handelt es sich um Steuergelder und der Steuerzahler sollte ein Mitspracherecht haben, wo sein Geld eingesetzt wird.
Die anderen Parteien werden in dieser Beziehung sicher auch auch noch nachziehen, aber das wird noch dauern.
Besonders die Soko Tierschutz, die neulich ( schon wieder ) einen handfesten Skandal aufgedeckt haben, arbeitet sehr eng mit den Grünen zusammen.
http://www.stern.de/tv/sterntv/tierquae ... 55073.html

Das sind also moderne Zukunftsbetriebe mit artgerechter Haltung... ohne Worte.
Mahlzeit :prost:
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Crazy Horse » Mo Sep 09, 2013 10:12

Janina hat geschrieben:mich wundert eigentlich bei der Abstimmung hier im forum, das so viele die AFD angeklickt haben.
Deren Kernaussage ist doch: " Raus aus dem Euro".
Glaubt denn wirklich jemand das es Deutschland dann besser gehen würde? Es gibt in der ganzen EU doch kein Land das mehr vom Euro profitiert!
Ausserdem stellt euch mal vor Rot-rot-grün bekommt eine Mehrheit, weil einige die AFD wählen. Dann würde man ja sogar mit der Stimme für die AFD die Unterstützen, die für EuroBonds eintreten.
Das wäre dann ja volle Haftung für alle Schulden in der EU ohne Auflagen für die Schuldner.
Dann würde man ja genau das Gegenteil damit bezwecken was man eigentlich wollte.



Ach Janina, wenn Du nur etwas mehr Ahnung hättest!
Ich bin zwar auch nicht unbedingt für EuroBonds, aber bei Beibehaltung unseres jetzigen Systems, der Kreditierung der Staaten über Geschäftsbanken, sind die EuroBonds noch das geringste Übel. Gemeinschaftlich gehaftet wird ja nur für die Neuschulden und außerdem diszipliniert das die Staaten in ihrer Haushaltspolitik ungemein, weil nicht mehr jedes Land nach Gusto Staatsanleihen auflegen kann. Den Kreditrahmen und die Verteilung der Kredite bestimmen die Mitgliedstaaten dann untereinander. Und glaub mir, dass dann sehr penibel auf die Haushaltsdisziplin in den anderen Mitgliedstaaten geachtet wird. Die EuroBonds wird es aber nur in Verbindung mit einer Schuldenbremse geben.

Wir haften übrigens schon heute gemeinschaftlich über die Anleihenankäufe der EZB und diese ganzen unsäglichen Rettungsschirme (EFSF, ESM, Fiskalpakt) und werden auch weiterhin Rettungspakete für Griechenland auflegen müssen (verbunden mit den ganzen neoliberalen Reformen, die zur Spaltung der Gesellschaft und zum Ausverkauf des Landes führen). Wir hängen übrigens auch noch mit unserem Anteil am IWF mitdrin.

Der Grund, warum sich Deutschland (noch) diesen EuroBonds widersetzt, liegt daran, dass Deutschland als wirtschaftsstärkstes Land der EU seine Staatsanleihen zu einem Zinssatz nahe Null platzieren kann (Rentenversicherer müssen sich solche "sicheren" Anleihen ja ins Portfolio legen) und auch von der gestiegenen Inflationsrate über höhere Verbrauchssteuern profitiert. Da kann das Merkel rumtönen "Deutschland geht es gut", aber dieser Schuss kann auch sehr schnell nach hinten losgehen, weil wir überall mitdrin hängen und der Kapitalmarkt böse aufgebläht ist. Da werden in naher Zukunft noch sehr viele Milliarden an uneintreibbaren Forderungen abzuschreiben sein, was die ohnehin schon hoch verschuldeten öffentlichen Haushalte sehr stark schwächen wird.
Ich bin mir aber sicher, dass es zunächst eher zu einer wahren Preistreiberei kommt, denn das viele Geld, das derzeit im Umlauf ist, sucht sich nun mal lukrative Anlagemöglichkeiten (Grundstücke, Immobilien, Ackerland, Wälder). Wohl dem, der wirtschaftlich gesund ist und noch etwas Eigentum besitzt!

Die AfD steht ja zu den ganzen neoliberalen Reformen und will Subventionen abbauen (auch in der Landwirtschaft) und privatisieren, will aber nur raus aus dieser Haftungsgemeinschaft Euro. Und das Argument, dass man schlecht 17 Staaten unter einer Währung vereinen kann, wenn sich ihre Volkswirtschaften aufgrund ihrer unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeit derart auseinander entwickeln, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.

Ein Land mit einer eigenen Währung kann diese abwerten und damit die Importe verteuern. Das funktioniert auch ganz gut, wenn man nicht unbedingt von diesen Importen abhängig ist. Wenn man allerdings wie im Fall von Griechenland jahrelang dank billiger Kredite auf Pump lebt und sukzessive an Wettbewerbsfähigkeit verliert und mit seinen Produkten nicht mehr konkurrenzfähig ist, wird eine Rückkehr zur nationalen Währung immer schwerer, weil man mittlerweile extrem abhängig geworden ist.

Gegen einen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum und einer Rückkehr zur D-Mark sprechen die enormen Forderungen, die sich im Laufe der Jahre angehäuft haben und die mit einer aufgewerteten DM natürlich an Wert verlieren. Andererseits würde das die Kaufkraft deutlich steigern, die Importe verbilligen und für ausgeglichenere Handelsbilanzen sorgen. Es macht auch wenig Sinn, sich Handelspartner in Defizitländern mit einer schwachen Währung zu suchen, wie das derzeit immer noch geschieht. Aber lieber verkauft man den Amis unsere teuren Luxusgüter weit unter Wert, als dass man Marktanteile verliert und mangels Aufträgen Arbeitsplätze abbaut. Das ist sowas von krank. Auch in Deutschland gibt es genügend "Baustellen", in die man dringend investieren müsste.

Vom schwachen Euro profitiert in erster Linie die Exportindustrie und eine reiche Oberschicht, aber sicher nicht der einfache Arbeiter, der sich seit Jahren in Lohnzurückhaltung (zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit) üben darf und mit einer gegenüber der D-Mark viel schwächeren Währung (gemessen an der Kaufkraft) abgespeist wird. Wenn die Lebensmittel und die Mieten aber weiter anziehen, werden viele in arge Schwierigkeiten kommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland die Löhne deutlich angehoben oder die erwirtschafteten Gewinne breiter verteilt werden, wie das die Linken seit Jahren fordern, um die wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Währungsunion etwas auszugleichen und den Binnemarkt zu stärken. Dafür ist die Lobby aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden einfach zu mächtig. Die sozialen Verwerfungen werden noch deutlich zunehmen, aber Deutschland ist ein Volk von Individualisten und hat einfach keine Protestkultur. Die nächsten Jahre werden sicher noch recht aufregend, aber ich bin mir sicher, dass sich Mutti noch rechtzeitig aus der Politik verabschiedet, bevor die Hütte anfängt zu brennen.
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