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Aktuelle Zeit: Do Jan 15, 2026 18:09

Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Thema gesperrt
697 Beiträge • Seite 14 von 47 • 1 ... 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17 ... 47

Wenn würdet ihr wählen ?

CDU/CSU
79
34%
SPD
7
3%
Freie Wähler ( Aiwanger )
12
5%
FDP
20
9%
Linke
16
7%
AfD
76
33%
Grüner Abschaum ( dazu muss man blind auf dem rechten Auge sein )
12
5%
Piraten
11
5%
 
Abstimmungen insgesamt : 233

Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Sep 09, 2013 10:30

Demokratie lebt ja gerade von der Meinungsvielfalt. Wenn ich keine Alternativen mehr anerkenne oder auch nur in Erwägung ziehe, bin ich in einem totalitären Einparteiensystem gut aufgehoben.


Man muss sich halt nur fragen fragen ob der Schuß in Sachen Meinungsfreiheit nicht nach hinten losgehen kann, und man sich mit seiner Meinungsfreiheit ein totalitäres Einparteiensystem erwählt..(Und danach die Meinungsfreiheit Geschichte ist), oder , wie in Italien so eine Splitterparteiregierung wo nichts beschlossen wird, Nichts voran geht und doch irgendwie so ein Patriarch vorne dran ist..

n der Afd sind eine Menge studierter Ökonomen mit Dr und Professor Titeln. Also sind das lauter ******?


Gibt wohl genauso viele Titelträger die eine konträre Meinung zu Diesen vertreten.. Wer ist nun davon besser?
(Und wieviel von den Jeweiligen haben ihren Titel zurecht :shock: :mrgreen: )

Oder ist es nicht so, dass sich viele davor fürchten Konsequenzen aus dem Euro Debakel zu ziehen, weil sie sich dafür etwas eher aus ihrer Komfortzone begeben müssten?



Kleinstaatlerei und Abschottung erscheint mir für ein Exportland nicht hilfreich..
Ausserdem, warum will das Volk das? Weil einige ich zitiere dich
Nur Hohlkörper sind laut
recht laut rumschreien und wie unser Variusquattro usw. mit mehreren Nicknamen(wahrscheinlich auch noch in vielen Foren/bzw. bei Zeitungsartikel im Net kommentierend) tun als würden Viele den Eurountergang vorhersagen (und dann treffen die Vorhersagen nicht mal ein :mrgreen: Variusquattro wollte doch seine Ostereinkäufe schon mit der neuen D Mark machen).
Mir scheint es eher so, als das gerade regelrechte Hetze auf fruchtbaren Boden fällt..


Für mich stellt es sich so dar, dass der Euro in seinen Zielen komplett gescheitert ist (Maastricht Kriterien).


Funktioniert bei dir daheim immer alles präzise nach vorher aufgestellten Kriterien?Und beendest du Sachen sofort nach der kleinsten Abweichung?
Es ist dir auch noch nie was dazwischen gekommen, was mit deinem ursprünglichen Plan nix zu tun hatte?

Die Afd ist derzeit die einzige ernst zu nehmende politische Gruppierung


Na, ich seh sie eher als Überraschungpaket, wie die Piraten..
Ernstzunehmen ist sie zwar eher, aber ob das in die positive Richtung zu sehen ist..
Die Abstimmung hier ist aber aufgrund gewisser Mehrfachaccounter eh in Zweifel zu ziehen..
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Qtreiber » Mo Sep 09, 2013 10:31

Edith51 hat geschrieben:Dieses Mal macht die Wahl richtig Spass.


Stimmt. :prost:

Djup-i-sverige hat geschrieben:populismus ist für mich, dem Volk nach dem Mund reden, wider besseren Wissens, nur damit man Wahlerfolge feiern kann...


Hättest du die oben verlinkte Definition von Populismus durchgelesen, hättest du dir diesen Satz sparen können, weil falsch.
Qtreiber
 
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Qtreiber » Mo Sep 09, 2013 10:37

Djup-i-sverige hat geschrieben:Funktioniert bei dir daheim immer alles präzise nach vorher aufgestellten Kriterien?Und beendest du Sachen sofort nach der kleinsten Abweichung?
Es ist dir auch noch nie was dazwischen gekommen, was mit deinem ursprünglichen Plan nix zu tun hatte?


Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Der Euro wurde mit Lügen eingeführt. Alle damals beteiligten Politker, die heute NICHt mehr aktiv sind, bestätigen, dass z.B. Griechenland nur aus politischen Gründen in die Euro-Zone aufgenommen wurde, obwohl alle wussten, dass Griechenland nicht "reif" für den Euro war.
Dass die "bekannten" Länder auch noch geschummelt und getrickst haben, mag durchaus NICHT bekannt gewesen sein.
Qtreiber
 
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon marius » Mo Sep 09, 2013 10:44

Crazy Horse hat geschrieben:
Ach Janina, wenn Du nur etwas mehr Ahnung hättest!
Ich bin zwar auch nicht unbedingt für EuroBonds, aber bei Beibehaltung unseres jetzigen Systems, der Kreditierung der Staaten über Geschäftsbanken, sind die EuroBonds noch das geringste Übel. Gemeinschaftlich gehaftet wird ja nur für die Neuschulden und außerdem diszipliniert das die Staaten in ihrer Haushaltspolitik ungemein, weil nicht mehr jedes Land nach Gusto Staatsanleihen auflegen kann. Den Kreditrahmen und die Verteilung der Kredite bestimmen die Mitgliedstaaten dann untereinander. Und glaub mir, dass dann sehr penibel auf die Haushaltsdisziplin in den anderen Mitgliedstaaten geachtet wird. Die EuroBonds wird es aber nur in Verbindung mit einer Schuldenbremse geben.

Wir haften übrigens schon heute gemeinschaftlich über die Anleihenankäufe der EZB und diese ganzen unsäglichen Rettungsschirme (EFSF, ESM, Fiskalpakt) und werden auch weiterhin Rettungspakete für Griechenland auflegen müssen (verbunden mit den ganzen neoliberalen Reformen, die zur Spaltung der Gesellschaft und zum Ausverkauf des Landes führen). Wir hängen übrigens auch noch mit unserem Anteil am IWF mitdrin.

Der Grund, warum sich Deutschland (noch) diesen EuroBonds widersetzt, liegt daran, dass Deutschland als wirtschaftsstärkstes Land der EU seine Staatsanleihen zu einem Zinssatz nahe Null platzieren kann (Rentenversicherer müssen sich solche "sicheren" Anleihen ja ins Portfolio legen) und auch von der gestiegenen Inflationsrate über höhere Verbrauchssteuern profitiert. Da kann das Merkel rumtönen "Deutschland geht es gut", aber dieser Schuss kann auch sehr schnell nach hinten losgehen, weil wir überall mitdrin hängen und der Kapitalmarkt böse aufgebläht ist. Da werden in naher Zukunft noch sehr viele Milliarden an uneintreibbaren Forderungen abzuschreiben sein, was die ohnehin schon hoch verschuldeten öffentlichen Haushalte sehr stark schwächen wird.
Ich bin mir aber sicher, dass es zunächst eher zu einer wahren Preistreiberei kommt, denn das viele Geld, das derzeit im Umlauf ist, sucht sich nun mal lukrative Anlagemöglichkeiten (Grundstücke, Immobilien, Ackerland, Wälder). Wohl dem, der wirtschaftlich gesund ist und noch etwas Eigentum besitzt!

Die AfD steht ja zu den ganzen neoliberalen Reformen und will Subventionen abbauen (auch in der Landwirtschaft) und privatisieren, will aber nur raus aus dieser Haftungsgemeinschaft Euro. Und das Argument, dass man schlecht 17 Staaten unter einer Währung vereinen kann, wenn sich ihre Volkswirtschaften aufgrund ihrer unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeit derart auseinander entwickeln, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.

Ein Land mit einer eigenen Währung kann diese abwerten und damit die Importe verteuern. Das funktioniert auch ganz gut, wenn man nicht unbedingt von diesen Importen abhängig ist. Wenn man allerdings wie im Fall von Griechenland jahrelang dank billiger Kredite auf Pump lebt und sukzessive an Wettbewerbsfähigkeit verliert und mit seinen Produkten nicht mehr konkurrenzfähig ist, wird eine Rückkehr zur nationalen Währung immer schwerer, weil man mittlerweile extrem abhängig geworden ist.

Gegen einen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum und einer Rückkehr zur D-Mark sprechen die enormen Forderungen, die sich im Laufe der Jahre angehäuft haben und die mit einer aufgewerteten DM natürlich an Wert verlieren. Andererseits würde das die Kaufkraft deutlich steigern, die Importe verbilligen und für ausgeglichenere Handelsbilanzen sorgen. Es macht auch wenig Sinn, sich Handelspartner in Defizitländern mit einer schwachen Währung zu suchen, wie das derzeit immer noch geschieht. Aber lieber verkauft man den Amis unsere teuren Luxusgüter weit unter Wert, als dass man Marktanteile verliert und mangels Aufträgen Arbeitsplätze abbaut. Das ist sowas von krank. Auch in Deutschland gibt es genügend "Baustellen", in die man dringend investieren müsste.

Vom schwachen Euro profitiert in erster Linie die Exportindustrie und eine reiche Oberschicht, aber sicher nicht der einfache Arbeiter, der sich seit Jahren in Lohnzurückhaltung (zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit) üben darf und mit einer gegenüber der D-Mark viel schwächeren Währung (gemessen an der Kaufkraft) abgespeist wird. Wenn die Lebensmittel und die Mieten aber weiter anziehen, werden viele in arge Schwierigkeiten kommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland die Löhne deutlich angehoben oder die erwirtschafteten Gewinne breiter verteilt werden, wie das die Linken seit Jahren fordern, um die wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Währungsunion etwas auszugleichen und den Binnemarkt zu stärken. Dafür ist die Lobby aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden einfach zu mächtig. Die sozialen Verwerfungen werden noch deutlich zunehmen, aber Deutschland ist ein Volk von Individualisten und hat einfach keine Protestkultur. Die nächsten Jahre werden sicher noch recht aufregend, aber ich bin mir sicher, dass sich Mutti noch rechtzeitig aus der Politik verabschiedet, bevor die Hütte anfängt zu brennen.


Im Prinzip können die Schulden unendlich angehäuft werden. Egal wieviel nullen die Schuldenzahl aufweist. Einzig wichtig sind Zinsen nahe 0 %.
Da gibt es genügend Möglichkeiten die weiterhin künstlich unten zu halten.

Brauch ich als Kreditnehmer keine Zinsen zu bezahlen, sind einige hundert Billionen Euro Kredit kein Problem, sofern die Tilgung nicht fest vorgeschrieben, bzw ausgesetzt werden kann.

Das Spiel, kann also noch sehr lange, über viele Jahrzehnte so weitergespielt werden.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Sep 09, 2013 11:04

Djup-i-sverige hat geschrieben:populismus ist für mich, dem Volk nach dem Mund reden, wider besseren Wissens, nur damit man Wahlerfolge feiern kann...


Hättest du die oben verlinkte Definition von Populismus durchgelesen, hättest du dir diesen Satz sparen können, weil falsch.[/quote]


Ich verdeutliche nochmal.. :wink:

Der Euro wurde mit Lügen eingeführt.


Was wurde nicht Alles schon unter Lügen eingeführt?
Wenn du danach gehst, nimmer wählen, Anarchismus, Jeder ist sich selbst der Nächste, kann dich Keiner mehr belügen, ausser du selbst..
Dieses "Wir schaffen den Euro ab, dann ist wieder alles gut" ist für mich ebenso eine Lüge.. Ich hab noch keine stichhaltigen Beweise dafür finden können..
Aber ich bin gern Flüchtlingshelfer, dann später mal..
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Crazy Horse » Mo Sep 09, 2013 11:41

marius hat geschrieben:
Crazy Horse hat geschrieben:
Ach Janina, wenn Du nur etwas mehr Ahnung hättest!
Ich bin zwar auch nicht unbedingt für EuroBonds, aber bei Beibehaltung unseres jetzigen Systems, der Kreditierung der Staaten über Geschäftsbanken, sind die EuroBonds noch das geringste Übel. Gemeinschaftlich gehaftet wird ja nur für die Neuschulden und außerdem diszipliniert das die Staaten in ihrer Haushaltspolitik ungemein, weil nicht mehr jedes Land nach Gusto Staatsanleihen auflegen kann. Den Kreditrahmen und die Verteilung der Kredite bestimmen die Mitgliedstaaten dann untereinander. Und glaub mir, dass dann sehr penibel auf die Haushaltsdisziplin in den anderen Mitgliedstaaten geachtet wird. Die EuroBonds wird es aber nur in Verbindung mit einer Schuldenbremse geben.

Wir haften übrigens schon heute gemeinschaftlich über die Anleihenankäufe der EZB und diese ganzen unsäglichen Rettungsschirme (EFSF, ESM, Fiskalpakt) und werden auch weiterhin Rettungspakete für Griechenland auflegen müssen (verbunden mit den ganzen neoliberalen Reformen, die zur Spaltung der Gesellschaft und zum Ausverkauf des Landes führen). Wir hängen übrigens auch noch mit unserem Anteil am IWF mitdrin.

Der Grund, warum sich Deutschland (noch) diesen EuroBonds widersetzt, liegt daran, dass Deutschland als wirtschaftsstärkstes Land der EU seine Staatsanleihen zu einem Zinssatz nahe Null platzieren kann (Rentenversicherer müssen sich solche "sicheren" Anleihen ja ins Portfolio legen) und auch von der gestiegenen Inflationsrate über höhere Verbrauchssteuern profitiert. Da kann das Merkel rumtönen "Deutschland geht es gut", aber dieser Schuss kann auch sehr schnell nach hinten losgehen, weil wir überall mitdrin hängen und der Kapitalmarkt böse aufgebläht ist. Da werden in naher Zukunft noch sehr viele Milliarden an uneintreibbaren Forderungen abzuschreiben sein, was die ohnehin schon hoch verschuldeten öffentlichen Haushalte sehr stark schwächen wird.
Ich bin mir aber sicher, dass es zunächst eher zu einer wahren Preistreiberei kommt, denn das viele Geld, das derzeit im Umlauf ist, sucht sich nun mal lukrative Anlagemöglichkeiten (Grundstücke, Immobilien, Ackerland, Wälder). Wohl dem, der wirtschaftlich gesund ist und noch etwas Eigentum besitzt!

Die AfD steht ja zu den ganzen neoliberalen Reformen und will Subventionen abbauen (auch in der Landwirtschaft) und privatisieren, will aber nur raus aus dieser Haftungsgemeinschaft Euro. Und das Argument, dass man schlecht 17 Staaten unter einer Währung vereinen kann, wenn sich ihre Volkswirtschaften aufgrund ihrer unterschiedlichen Wettbewerbsfähigkeit derart auseinander entwickeln, ist ja auch nicht von der Hand zu weisen.

Ein Land mit einer eigenen Währung kann diese abwerten und damit die Importe verteuern. Das funktioniert auch ganz gut, wenn man nicht unbedingt von diesen Importen abhängig ist. Wenn man allerdings wie im Fall von Griechenland jahrelang dank billiger Kredite auf Pump lebt und sukzessive an Wettbewerbsfähigkeit verliert und mit seinen Produkten nicht mehr konkurrenzfähig ist, wird eine Rückkehr zur nationalen Währung immer schwerer, weil man mittlerweile extrem abhängig geworden ist.

Gegen einen Austritt Deutschlands aus dem Euro-Raum und einer Rückkehr zur D-Mark sprechen die enormen Forderungen, die sich im Laufe der Jahre angehäuft haben und die mit einer aufgewerteten DM natürlich an Wert verlieren. Andererseits würde das die Kaufkraft deutlich steigern, die Importe verbilligen und für ausgeglichenere Handelsbilanzen sorgen. Es macht auch wenig Sinn, sich Handelspartner in Defizitländern mit einer schwachen Währung zu suchen, wie das derzeit immer noch geschieht. Aber lieber verkauft man den Amis unsere teuren Luxusgüter weit unter Wert, als dass man Marktanteile verliert und mangels Aufträgen Arbeitsplätze abbaut. Das ist sowas von krank. Auch in Deutschland gibt es genügend "Baustellen", in die man dringend investieren müsste.

Vom schwachen Euro profitiert in erster Linie die Exportindustrie und eine reiche Oberschicht, aber sicher nicht der einfache Arbeiter, der sich seit Jahren in Lohnzurückhaltung (zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit) üben darf und mit einer gegenüber der D-Mark viel schwächeren Währung (gemessen an der Kaufkraft) abgespeist wird. Wenn die Lebensmittel und die Mieten aber weiter anziehen, werden viele in arge Schwierigkeiten kommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland die Löhne deutlich angehoben oder die erwirtschafteten Gewinne breiter verteilt werden, wie das die Linken seit Jahren fordern, um die wirtschaftliche Ungleichgewichte in der Währungsunion etwas auszugleichen und den Binnemarkt zu stärken. Dafür ist die Lobby aus Unternehmen und Wirtschaftsverbänden einfach zu mächtig. Die sozialen Verwerfungen werden noch deutlich zunehmen, aber Deutschland ist ein Volk von Individualisten und hat einfach keine Protestkultur. Die nächsten Jahre werden sicher noch recht aufregend, aber ich bin mir sicher, dass sich Mutti noch rechtzeitig aus der Politik verabschiedet, bevor die Hütte anfängt zu brennen.


Im Prinzip können die Schulden unendlich angehäuft werden. Egal wieviel nullen die Schuldenzahl aufweist. Einzig wichtig sind Zinsen nahe 0 %.
Da gibt es genügend Möglichkeiten die weiterhin künstlich unten zu halten.

Brauch ich als Kreditnehmer keine Zinsen zu bezahlen, sind einige hundert Billionen Euro Kredit kein Problem, sofern die Tilgung nicht fest vorgeschrieben, bzw ausgesetzt werden kann.

Das Spiel, kann also noch sehr lange, über viele Jahrzehnte so weitergespielt werden.



Nein, dieses Spiel, wie Du es nennst, ist auf wenige Jahrzehnte begrenzt. Dann sind die Ungleichgewichte in der Vermögensverteilung so groß, dass es zu sozialen Unruhen kommt. Denn wo es Schuldner gibt, gibt es auch Gläubiger und jeder Schuld steht auch eine Forderung gegenüber. Das, was die Einen an Schulden haben, haben die Anderen an Vermögen und Vollstreckungstiteln. Das Spiel geht (theoretisch) solange, bis einige wenige alles haben und die anderen nichts als ihrer nackten Existenz.
Geld ist ohnehin immer nur Mittel zum Zweck der Umverteilung. Abgesehen davon, dass auch die Zinsen erwirtschaftet werden müssen (Geld arbeitet ja nicht), leiht doch keiner dem Staat Geld für lau, solange es lukrativere Anlagemöglichkeiten gibt und die Zinsen noch nicht mal die Inflationsrate decken.

Es ist ohnehin absurd, dass sich reiche Staaten, die sich mit einer entsprechenden Besteuerung ihrer wohlhabenden Bürger jederzeit selbst finanzieren könnten, zusätzlich noch Kredite aufnehmen und in die Verschuldung gehen. Da verschulden sich die Staaten just bei denen, die sie eigentlich stärker besteuern müssten, und zahlen dafür auch noch Zinsen. Nicht nur das - auch das Geschäftsmodell der privaten Rentenversicherung wie auch der Lebensversicherungen beruht ja darauf, dass sich die Staaten verschulden, und wird zu allem Irrsinn auch noch staatlich gefördert. Mit der Niedrigzinspolitik der EZB ist diese Form der Kapitalanlage fürs Alter natürlich fürn Arsch.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Markus K. » Mo Sep 09, 2013 11:47

Marius hat geschrieben:Im Prinzip können die Schulden unendlich angehäuft werden. Egal wieviel nullen die Schuldenzahl aufweist. Einzig wichtig sind Zinsen nahe 0 %.
Da gibt es genügend Möglichkeiten die weiterhin künstlich unten zu halten.

Brauch ich als Kreditnehmer keine Zinsen zu bezahlen, sind einige hundert Billionen Euro Kredit kein Problem, sofern die Tilgung nicht fest vorgeschrieben, bzw ausgesetzt werden kann.

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Soso, und die Verzinsung deines Ersparten ist dann auch unter der Inflationsrate, was nichts anderes heißt, das dein Geld immer weniger Kaufkraft hat... so kommt der Staat auch an deine Kohle.
Und wenn du dich sauber verschuldet hast, weil die Zinsen nahe 0% sind, freust du dich sicher, wenn der Leitzins dann mal wieder nach oben geht! Das ist die zweite Seite der Medaillie.
Gruß Markus

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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Djup-i-sverige » Mo Sep 09, 2013 12:11

Na, da sind aber sämtliche Parteien populistisch, jede redet nach dem Mund, zumindest ihres Klientels....
Geht ja auch nicht anders, deswegen heißt die Partei ja auch Partei, weil sie partei nimmt für eine bestimmte Gruppe der Gesellschaft...... oder sie versucht es halt allen irgendwie recht zu machen, dann heißt sie CDU^^


Sollte es nicht so sein, das es für alle passt? :mrgreen:
Der Unterschied liegt für mich darin, das die einen Parteien (unschöne) Wankbewegungen in Richtung aktueller (meist unlogischer, panischer, nicht überdachter) "Mehrheits"meinung machen, während sich Andere nur darauf gründen..
Und das Alle Lobbyisten sind, ist auch klar.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon marius » Mo Sep 09, 2013 13:25

tyr hat geschrieben:Dazu brauche ich aber zwingend einen Kreditgeber, der langfristig bereit ist, auf seinen Kredit zu verzichten.
Da es die nicht gibt, kauft die EZB faktisch ihre eigenen Anleihen....genauso wie die FED es schon länger tut.
Was hier passiert, ist nichts anderes als Gelddrucken, nur über den verquaten, finanztechnischen Winkelzug "Anleihenkauf"..... Europa verschuldest sich quasi bei Europa^^ aber immer noch besser als bei China, wir können bei Bedarf unsere Schulden bei uns einfach streichen :prost:


Es können Gesetze jederzeit geändert werden, natürlich zu Gunsten des Schuldners. Der Staat findet als Schuldner immer ein Schlupfloch und kann die Gesetze danach ändern. Sonst wird eben die Schuldenobergrenze wieder ausgedehnt.

Da es sich beim Schuldenproblem um das Wohl der Allgemeinheit handelt, ist ohnehin gesetzlich alles möglich.

Zudem kommt das gedruckte Geld ohnehin nicht in der Realwirtschaft an. Das wird nur als Zahlenwerk bei den Banken von einem zum nächsten PC verschoben. Deshalb sehe ich keine große Inflation, obwohl weiterhin Geld gedruckt wird.
Rohöl war z.b im Juni 2008 bevor die Geldmenge nachfolgend im Herbst 2008 aufgrund der Bankenkrise enorm ausgedehnt wurde, mit 145 Dollar wesentlich teurer als heute, mit 114 Dollar.
Und das obwohl gerade in diesen 5 Jahren enorm viel Geld gedruckt wurde.
Geld drucken allein verteuert also keine Preise, besonders nicht wenn die Leute keines ausgeben und eine Deflationsspirale einsetzt. In einer ausgeprägten Rezession, Deflation gehen die Preise/Löhne gar zurück.
Bleiben die Zinsen nahe 0, spielt eine Deflation für den Schuldner ( Staat ) keine Rolle, da die Tilgung gesetzlich einfach ausgesetzt werden kann, oder diese mit neu gedrucktem Geld bezahlt wird.
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Edith51 » Mo Sep 09, 2013 15:50

Wie wir verschaukelt werden

http://www.dasgelbeforum.de.org/mix_entry.php?id=77032
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Re: Schwierig.... was wählt man denn zur Bundestagswahl

Beitragvon Qtreiber » Mo Sep 09, 2013 15:54

tyr hat geschrieben:Der AfD versteht nicht,


:klug:

DIE AfD.

:klug:

Ansonsten erinnert ihr mich hier schon etwas an die besten Fußballtrainer der Welt, bei denen es nur einer schaffen muss, ihnen die Pantoffeln gegen Sportschuhe auszutauschen, ihnen die Bierflasche wegzunehmen und ihren Arsch aus dem Sessel hochzureissen. :lol:

Djup-i-sverige hat geschrieben: Djup-i-sverige hat geschrieben:populismus ist für mich, dem Volk nach dem Mund reden, wider besseren Wissens, nur damit man Wahlerfolge feiern kann...



Hättest du die oben verlinkte Definition von Populismus durchgelesen, hättest du dir diesen Satz sparen können, weil falsch.



Ich verdeutliche nochmal.. :wink: [/quote]

Ok, dann definieren wir uns zukünftig alle Begriffe selbst.
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