Ein schönes Beispiel hatten wir diesen Sommer im Ort. Da sollten ursprünglich Feuchtwiesen der Stadt verkauft werden. Die Historie war dann spannend, so lange alles von Landwirten betreut wurde, gab es dort mehrere Amphibienarten. Dann wurde der Entwässerungsgraben in den 80ern an den BUND zur Pflege verpachtet. Folge war, innerhalb von 4 Jahren waren die Salamanderarten weg. In den 90ern kaufte die Stadt die Flächen auf und machte ein "Biotop" für Frösche und Kröten draus (Ausgleichsmaßnahme für die Dorferneuerung) mit strikten Nutzungsverbot. Folge war, dass die letzten Amphibien auch verschwanden. Dann wurde die Fläche Anfang der 2000er als ABM entbuscht und an den örtlichen Schäfer verpachtet. Für alles andere ist die Ecke mittlerweile zu nass, der Entwässerungsgraben ist nur noch zu erahnen. Und siehe da, auf einmal ist wieder die Geburtshelferkröte da. Aber die Artenvielfalt wie zur Zeit der landwirtschaftlichen Nutzung wurde nie wieder erreicht. Paßt nur leider nicht ins Weltbild des BUND. Blöderweise wurde aber im Umfeld die landwirtschaftliche Bewirtschaftung eher extensiviert, so dass halt nur Ursache für den Schwund bleibt
Gruß
PS: Bitte hinterher aber nicht beschweren, wenn aus Biotopschutz die kleinen Bäche und Flüsse nicht mehr beangelt werden dürfen, die Vereine aber weiterhin zur Hege auf eigene Kosten verdonnert werden. Als Jäger sollte man das Spiel doch kennen, wenn man selbst die letzten Jahre nicht in seiner bayrischen Blase gelebt hat.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet