Maschinenring Shop

  • Foren-Übersicht
  • Galerie
  • Chat
    Erweiterte Suche
  • Ändere Schriftgröße
  • FAQ •
  • Datenschutzerklärung •
  • Nutzungsbedingungen • Registrieren • Login
Auto-Login

Aktuelle Zeit: Mi Jan 14, 2026 14:43

Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Antwort erstellen
143 Beiträge • Seite 4 von 10 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 10
  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Paule1 » So Sep 28, 2014 20:52

Darauf wär ich noch gar nicht gekommen das mal mit der Buchführung zu vergleichen :idea:

:idea: Allerdings Interessiert die Verpächter nur was andere Verpächter für ihre Felder Pacht bekommen und das wollen sie dann auch, denen ist meine Büchführung egal :idea:
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
Paule1
 
Beiträge: 14079
Registriert: Sa Dez 10, 2005 13:35
Wohnort: Franken 444 ü/NN in Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon tiger24 » So Sep 28, 2014 20:53

Weinbauer hat geschrieben:
JuliaMünchen hat geschrieben:Solange Deutschland keinen Friedensvertrag mit den Siegermächten des 2. Weltkrieges abgeschlossen hat und keine eigene Verfassung hat, dürfte Deutschland insgesamt und die Wertschöpfung daraus "Kriegsbeute" der Siegermächte sein. "Verschwörungstheorie"? ich glaube nicht. Also schön weiter buckeln, Steuern zahlen und sich ruhig verhalten. Dann ist auch der Amerikaner zufrieden.


immer wieder erstaunlich, was am ende für antworten auf die gestellten frage kommen. Hier "Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten".


Und wieder hat jemand ein wahres Wort gelassen ausgesprochen, dafür ein ehrliches Danke :)
tiger24
 
Beiträge: 408
Registriert: Mi Aug 27, 2014 19:38
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon JuliaMünchen » So Sep 28, 2014 20:58

Oder gib eine Anzeige in der Tageszeitung auf. Verpachte 30 Hektar LN gegen Höchstgebot in Euro pro Hektar. Gemeinde XY. Dann bekommst du einen Überblick. Information ist alles.
JuliaMünchen
 
Beiträge: 941
Registriert: So Feb 10, 2013 13:09
Wohnort: Dort wo sich Himmel und Erde küssen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Hürli -Power » So Sep 28, 2014 21:14

JuliaMünchen hat geschrieben: Den höchsten Pachtpreis in meiner Betriebsgruppe zahlen übrigens die oberen 25 % mit ca. 280 Euro pro Hektar. Also ein ganz normaler Pachtzins.


Bei deinen 280 Euro/ ha setze mal im Westmünsterland noch mal eine 1 davor .. und selbst dafür bekommst Du hier keine Flächen mehr ... aber letztendes ist es , wie schon erwähnt, albern über Pachtpreise und Betriebswirtschaft zu diskutieren . Entweder Du zahlst den Wahnsinn mit , oder Du steigst aus ... oder Du hast deinen Betrieb so ausgerichtet , das Du einen möglichst hohen Deckungsbeitrag pro ha über die Tierhaltung erzielen kannst . Und dann kommt wieder Betriebswirtschaft ins Spiel . Was Berater Dir vorrechnen mag politisch korrekt sein , geht aber an der Wirklichkeit vorbei . Von dreistelligen Pachtpreisen wird hier zumindest nur geträumt .
Allen ist Denken gegeben ..... aber leider nicht allen möglich .....
Benutzeravatar
Hürli -Power
 
Beiträge: 1657
Registriert: So Feb 15, 2009 12:53
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Paule1 » So Sep 28, 2014 21:42

Also ich hab gerade meine Pacht berechnet das wären 20% mehr, so wie ich die Sache heute sehe, war diese meine letzte Freiwillige Erhöhung, nach einer weiteren Pachtforderung werde aus den 1jährlichen Verträgen aussteigen und auf 13a zurückgehen
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
Paule1
 
Beiträge: 14079
Registriert: Sa Dez 10, 2005 13:35
Wohnort: Franken 444 ü/NN in Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Tinyburli » Mo Sep 29, 2014 4:02

Ja, bei mir waren bisher die Wiesen zu 150,- und Äcker zu 300,- verpachtet. Durch die Hinweise hier im Forum (ich danke Euch herzlich) habe ich jetzt umgestellt.
Es wird jetzt eigenverantwortlich bewirtschaftet. Jetzt bin ich bei den Wiesen um 600,- und bei den Äckern 1000,-!
Dies wird durch das hervorragende KULAP- Einsaat- und Düngeverzichtsprogramm hier in Bayern erreicht.
Den Unfall, Krankenkassen und sonstigen Aufwand muss ich noch wegrechnen, was vielleicht 30 % ausmacht.

Natürlich hätte auch der örtliche Biogaser starkes Interesse gehabt. Ich hab mich aber anders entschieden.
Mit freundlichen Grüssen
Tinyburli
 
Beiträge: 3661
Registriert: So Feb 24, 2013 16:14
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Paule1 » Mo Sep 29, 2014 7:18

So ist es richtig , jeder soll seine Acker selber bewirschaften , auch der Pfarrer
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
Paule1
 
Beiträge: 14079
Registriert: Sa Dez 10, 2005 13:35
Wohnort: Franken 444 ü/NN in Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon oberländer » Mo Sep 29, 2014 7:28

Also wenn ich 1000,- Euro je ha Pacht nehme erwarte ich natürlich schon , das mit der
Fläche pfleglichst um gegangen wird. Ernte nur bei besten Bodenverhältnissen , verbessern
der Humusbilanz usw. Auf keinen Fall Schlammschlachten zur Ernte.

Oder hab ich dieses Recht dann verloren :? :? ???

Paule sagts richtig : selber schaffen lassen
Verwaltung und Beamtentum sind Kropf und Blinddarm einer Volkswirtschaft
oberländer
 
Beiträge: 433
Registriert: Di Dez 29, 2009 10:00
Wohnort: zwischen Alb und Bodensee
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Paule1 » Mo Sep 29, 2014 7:51

Bei 1000 Euro bringen die auch Klärschlamm aus und werden den Boden sicher auch auslaugen/aussaugen
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
Paule1
 
Beiträge: 14079
Registriert: Sa Dez 10, 2005 13:35
Wohnort: Franken 444 ü/NN in Bayern
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon egnaz » Mo Sep 29, 2014 8:27

Tinyburli hat geschrieben:Ja, bei mir waren bisher die Wiesen zu 150,- und Äcker zu 300,- verpachtet. Durch die Hinweise hier im Forum (ich danke Euch herzlich) habe ich jetzt umgestellt.
Es wird jetzt eigenverantwortlich bewirtschaftet. Jetzt bin ich bei den Wiesen um 600,- und bei den Äckern 1000,-!
Dies wird durch das hervorragende KULAP- Einsaat- und Düngeverzichtsprogramm hier in Bayern erreicht.
Den Unfall, Krankenkassen und sonstigen Aufwand muss ich noch wegrechnen, was vielleicht 30 % ausmacht.

Natürlich hätte auch der örtliche Biogaser starkes Interesse gehabt. Ich hab mich aber anders entschieden.

Hier wird mal schön das Wesentliche beschrieben.
Die Verpächter sind doch nicht blöde. Sie erfahren doch auch welche Subventionen pro Fläche bezahlt werden. Und wenn sich die Rentabilität dadurch erhöht, wollen sie natürlich auch ihren Anteil daran haben.
Die Folgen davon, bei einem Pachtanteil in Deutschland von über 50%, sind, dass die EU Subventionen zu 50% an die Verpächter weitergereicht werden. Und das, obwohl die Subventionen eigentlich für die verantwortungsvolle Bewirtschaftung gedacht waren.
Hier haben die Bauernvertretungen geschlafen. Sie hätten rechtzeitig aus der Flächenprämie aussteigen müssen. Stattdessen hätte man dann der Gesellschaft Mehraufwand für Naturschutz und Tierschutz in Rechnung stellen können.
Gruß Eckhard
egnaz
 
Beiträge: 2374
Registriert: Di Apr 17, 2012 21:41
Wohnort: Niedersachsen
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon Tinyburli » Mo Sep 29, 2014 8:54

Also bei meinem Programm ist jegliche Dünung und Pflanzenschutz verboten.

Ich weis noch nicht, ob ich den Wanderschäfer, der jedes Jahr vorbeikommt, vertreiben muss.
Mit freundlichen Grüssen
Tinyburli
 
Beiträge: 3661
Registriert: So Feb 24, 2013 16:14
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon CarpeDiem » Mo Sep 29, 2014 9:06

Wenn man so manche Kommentare liest, dann muss man sich schon fragen, ob alle realitätsbewusst sind? Bei uns will z.B. ein Biogaser die Welt fressen, aber nicht durch ordentliche Pachten, da werden gerade einmal 150,--€/ha in den Raum gestellt. Die ZAs natürlich kostenlos dazu. Die EU-Flächenprämie beträgt ca. 300,--€/ha. Zusatzzahlungen durch Umweltprogramme einmal aussen vor gelassen. Wie dumm muss eigentlich ein Landbesitzer sein um zu diesen Konditionen zu verpachten??

Man muss doch ganz klar sehen, dass in der Vergangenheit die Verpächter die Pächter in einem nicht unwesentlichen Umfang subventioniert haben. Wenn z.B. der Wert einer Fläche bei ca. nur 10K/ha liegt, dann sind das bei 2% Pachtzins schon mal 200,-- €/ha. Das ist doch der Grund warum auch, vor allem die Offizialberatung zum Pachten geraten hat. Die Rentabilität der Betriebe wurde dadurch verbessert und die Liquidität nicht belastet. Da nun der Stecken umgekehrt schwimmt, da ist das Geschrei gross! Deshalb sollen wohl solche Themenstellungen am besten gar nicht erörtert werden...
CarpeDiem
 
Beiträge: 5313
Registriert: Mi Nov 21, 2007 13:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon julius » Mo Sep 29, 2014 9:24

Tinyburli hat geschrieben:Ja, bei mir waren bisher die Wiesen zu 150,- und Äcker zu 300,- verpachtet. Durch die Hinweise hier im Forum (ich danke Euch herzlich) habe ich jetzt umgestellt.
Es wird jetzt eigenverantwortlich bewirtschaftet. Jetzt bin ich bei den Wiesen um 600,- und bei den Äckern 1000,-!
Dies wird durch das hervorragende KULAP- Einsaat- und Düngeverzichtsprogramm hier in Bayern erreicht.
Den Unfall, Krankenkassen und sonstigen Aufwand muss ich noch wegrechnen, was vielleicht 30 % ausmacht.

Natürlich hätte auch der örtliche Biogaser starkes Interesse gehabt. Ich hab mich aber anders entschieden.


Ich glaub nicht das du mit einer Selbstbewirtschaftung weiter kommst, bzw mehr verdienst. Es kommen nicht nur die Kosten von Krankenkasse, Pflegeversicherung, BG, landwirtschaftliche Haftpflichtversichrung usw. neu dazu sondern du brauchst einen Maschinenpark und musst für dessen Kosten aufkommen. Dazu dann noch eine Maschinenhalle und Lagerhalle für z.b. für die Kulap-Heuballen.
Auch wenn die Gebäude und Maschinen zum Teil noch vorhanden sind kosten die Unterhalt.
Ob da unter dem Strich mehr übrig bleibt bezweifle ich.

Auf den ersten Blick sieht man zwar die Prämien. Aber im Endeffekt ist das nicht viel mehr als ein Hobby, dass Geld kostet. Zum Geld verdienen brauchst schon eine Veredelung wie Kühe oder Schweine, oder eine Biogasanlage.
Was sich bei Kleinstbetrieben aber auch kaum mehr rechnet.
Wer auf lange Sicht bestehen will muß sich dem Wachstumswahn anschliessen und braucht zusätzlich ordentlich Eigenfläche als Grundstock. Wer das nicht hat oder will hat schlechte Karten.
Da wird die nächsten Jahre/Jahrzehnte noch mancher Landwirt aufgeben, der sich heute noch als Zukunftsbetrieb sieht.
Der Spruch wachsen oder weichen ist schon uralt, ist aber aktueller denje.
julius
 
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon CarpeDiem » Mo Sep 29, 2014 9:43

julius hat geschrieben:Der Spruch wachsen oder weichen ist schon uralt, ist aber aktueller denje.


Es ist halt nur die Frage wie teuer das zukünftige Wachstum den Wachstumswilligen denn kosten wird? In der nicht allzu lang zurückliegenden Vergangenheit ging es ja quasi zum Nulltarif!
CarpeDiem
 
Beiträge: 5313
Registriert: Mi Nov 21, 2007 13:57
Nach oben

  • Mit Zitat antworten

Re: Warum darf man sich nicht über Pachtpreise unterhalten

Beitragvon julius » Mo Sep 29, 2014 10:06

CarpeDiem hat geschrieben:
julius hat geschrieben:Der Spruch wachsen oder weichen ist schon uralt, ist aber aktueller denje.


Es ist halt nur die Frage wie teuer das zukünftige Wachstum den Wachstumswilligen denn kosten wird? In der nicht allzu lang zurückliegenden Vergangenheit ging es ja quasi zum Nulltarif!


Ich seh das hier in unserer Umgebung. Die Kuhbauern mit nur 30 oder 40 Kühen, kleinere Schweinehalter oder kleinere Ackerbaubetriebe müßen neuerdings reihenweise ihre Pachtflächen abgeben. Einer hat unlängst seinen erst 15 Jahre alten Schweinestall geschlossen. Das war ebenfalls ein kleinerer Betrieb.
Ich selber hab vor mehreren Wochen für einen auslaufenden Pachtvertrag ein vermeintlich gutes Angebot abgegeben. Es sieht aber wohl so aus als ob die Fläche weg ist da der örtliche Großagrarier ( Biogas + Kuhbauer ) ebenfalls Interesse hat und auf Nachfrage des Verpächters schon ein Angebot abgegeben hat. Mit dem kann ich nicht mithalten. Der hat bereits mehrere Höfe geerbt und dadurch schon einen großen Eigenanteil an Fläche und ist somit klar im Vorteil und zahlungskräftiger.

Das Problem kleinerer Betriebe liegt nun dann darin, dass sich die Kosten bei jedem Flächenabgang nur unwesentlich verringern, aber die Einnahmen sinken. Gebäude, Maschinen, Stallplätze sind zwar vorhanden, aber man kann sie nicht mehr auslasten da man ständig Fläche abgegeben muß.
Das führt dazu, dass kleinere Betriebe praktisch aus dem Markt gedrängt werden und früher oder später aufgeben müßen.

Es ist aber durchaus möglich, wenn eines Tages nur noch sehr wenige Pächter übrig sind, und die sich untereinander absprechen das der Pachtpreis dann wieder dramtisch fällt. Das nützt denen, die wegen der hohen Pachtpreise zuvor aufgeben mußten, leider nichts mehr.
Derjenige der hier jetzt alles zum Höchstpreis pachtet, hat übrigens vor der Biogaszeit hier im Ort erfolgreich die ganzen Pachtpreise auf 150 Euro / ha nach unten gedrückt und sich damals mit den anderen Pächtern abgesprochen.
Gut möglich das er das in einigen Jahren wiederholt und diesen Gedanken bereits schon heute im Hinterkopf hat...
julius
 
Nach oben

VorherigeNächste

Antwort erstellen
143 Beiträge • Seite 4 von 10 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 10

Zurück zu Aktuelles und Allgemeines

Wer ist online?

Mitglieder: Bing [Bot], Geisi, Google Adsense [Bot], IHC-Bernhard, Milchtrinker

  • Foren-Übersicht
  • Das Team • Impressum • Alle Cookies des Boards löschen • Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde
Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Forum Group • Deutsche Übersetzung durch phpBB.de
phpBB SEO Design created by stylerbb.net & kodeki