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was ist los in Deutschland

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Südheidjer » So Sep 18, 2022 20:13

Barbicane hat geschrieben:
Pegasus_o hat geschrieben:
Die klassischen Fächer wie E-Technik, Masch-Bau oder Physik schwächeln, wie schon seit Jahren. Die sind halt schwierig und ohne gute Mathe und Physikkenntnisse läuft da nix.


Da stimme ich zu, anscheinend wollen sich immer weniger Leute mit diesen Fachgebieten beschäftigen.

Man sollte aber nicht nur immer auf das Niveau der Studierenden schielen.
Wenn man sich die Meister heute anschaut, wird man feststellen dass diese Ausbildung auch massiv an Qualität eingebüßt hat.
In vielen Berufsgruppen bekommt man den Meistertitel heute fast nachgeworfen.

Vor einigen Jahren gab es ja schon diesen Brandbrief viele Mathelehrer und Professoren, daß Studierende keine ausreichenden Mathe-Kenntnise mehr an der Schule lernen. Z.B.

Tagesspiegel (vom 22.03.17): "Brandbrief gegen Bildungsstandards: Der Aufstand der Mathelehrer"

https://www.tagesspiegel.de/wissen/der-aufstand-der-mathelehrer-4921984.html

Ich denke, daß die Bildungspolitik die letzten Jahrzehnte viel zu viel in Richtung "Studium" lief, als ob das das Heil wäre. Da wurden auch Studiengänge geschaffen, da frage ich mich immer, ob das ein "Studium" sein muß. Was studiert man bei "Touristik"? Kann man das Wissen nicht auch über eine Lehre als Reiseverkehrskaufmann und danach 'nem Aufbaulehrgang "Betriebswirt" erlangen? Da gab's doch früher diese "staatl. geprüfte XY-Wirte".

Die Bildung in Deutschland wird vermutlich noch viel schlechter werden, weil schlicht das Personal fehlt. Vor 10 Jahren hätte ich noch gedacht, notfalls nochmal ein paar Jahre Richtung Lehrer (Quereinsteiger) zu gehen. Inzwischen garantiert nicht! Ich bin doch nicht irre.
Lehrer müssen zukünftig massiv von überflüssigem Büro-Scheiss erlöst werden und viele (Helikopter)Eltern sollten sich mal überlegen, ob sie zukünftig nicht das ein oder andere Mal besser die Füße still halten sollten und auch die Klappe halten sollten. Schule hat auch was mit Erziehung zu tun und das heißt Grenzen aufzuzeigen, die es einzuhalten gilt in einer Gesellschaft. Wer die nicht einhält spürt die Sanktionen. Ist im Erwachsenenleben nicht anders.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Qtreiber » So Sep 18, 2022 20:15

Barbicane hat geschrieben:
Das war ein Datenprojekt von rbb Volontären, also Azubis.
Die haben einen Teil eines Jahrganges von ARD Volontären, also auch Azubis zu verschiedenen Dingen befragt.

Das ist das Projekt von 2020(?).
Es gibt aber auch ältere Untersuchungen, nach denen eine Mehrheit (keine 90%) der Journalisten eher nach "links" tendiert.
Auf die Schnelle habe ich nur das gefunden:
https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... 95095.html
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon 240236 » So Sep 18, 2022 20:17

Ricarda Lang wurde in Baden-Würtemberg auch sehr freundlich empfangen. Man hätte ihr auch eine Dusche mit Gülle angeboten, wollte sie aber nicht :lol:
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Pegasus_o » So Sep 18, 2022 20:28

Südheidjer hat geschrieben:Vor einigen Jahren gab es ja schon diesen Brandbrief viele Mathelehrer und Professoren, daß Studierende keine ausreichenden Mathe-Kenntnise mehr an der Schule lernen.


Ich mache seit 2010 regelmäßig Vorbereitungskurse für des Matheabi in Hessen, Grund- und Leistungskurs. Alleine was in der Zeit aus dem Lehrplan gestrichen wurde, füllt ein halbes Buch. Wenn ich den heutigen Schülern Klausuren von 2010/11/12 vorlege, muß ich bei jeder zweiten Aufgabe was dazusagen, weil sie es nicht wissen können.

An der Uni mache ich in einem Ingenieursstudiengang eine Veranstaltung, bei dem es eine Vorprüfung gibt. Zum Beispiel eine Parabel zeichnen...da erlebt man Sachen...und das ist schon die "Elite", die sich für ein MINT-Studium eingetragen hat. Aber an den jungen Leuten liegt es nicht!
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Barbicane » So Sep 18, 2022 20:32

Qtreiber hat geschrieben:
Barbicane hat geschrieben:
Das ist das Projekt von 2020(?).
Es gibt aber auch ältere Untersuchungen, nach denen eine Mehrheit (keine 90%) der Journalisten eher nach "links" tendiert.


Dass Journalisten im Schnitt eher nach links tendieren mag sein.
Vielleicht hängt's damit zusammen dass der Beruf Leute anspricht die raus in die Welt und was sehen und was bewegen wollen.
Rechtslastige Wähler sind im Schnitt ja eher konservativ eingestellt, was dazu nicht so recht passt.
Dass die alle im großen Stil die Meinung mit Gewalt nach stark links drücken wollen, glaub ich aber nicht.
Das verbietet schon deren Berufsethos.
Mag Ausnahmen geben, aber die gibt's rechts auch und verallgemeinern kann man sowas nicht.
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Südheidjer » So Sep 18, 2022 20:50

Pegasus_o hat geschrieben:Ich mache seit 2010 regelmäßig Vorbereitungskurse für des Matheabi in Hessen, Grund- und Leistungskurs. Alleine was in der Zeit aus dem Lehrplan gestrichen wurde, füllt ein halbes Buch. Wenn ich den heutigen Schülern Klausuren von 2010/11/12 vorlege, muß ich bei jeder zweiten Aufgabe was dazusagen, weil sie es nicht wissen können.

An der Uni mache ich in einem Ingenieursstudiengang eine Veranstaltung, bei dem es eine Vorprüfung gibt. Zum Beispiel eine Parabel zeichnen...da erlebt man Sachen...und das ist schon die "Elite", die sich für ein MINT-Studium eingetragen hat. Aber an den jungen Leuten liegt es nicht!

Aber woran liegt es? Man muß das Problem doch mal an der Wurzel packen.

Ich ärgere mich seit ewigen Zeiten schon über schlechte Mathe-Bücher. Schon zu meinen Zeiten in den 1980ern haben die Mathe-Schulbücher mich nicht vom Hocker gehauen, geschweige denn, dazu animiert, auch mal reinzugucken und mal was nachzuschlagen. Die waren schon damals am Schüler vorbei konzipiert.
Heutzutage sehe ich in Mathebüchern der Oberstufe (also Abi), daß da irre viel immer mit Taschenrechner gemacht wird. Da steht im Buch, wie man eine Aufgabe mit diesem hochkomplexen Taschenrechner löst. Davon werden aber nicht die Verknüpfungen der grauen Zellen im Hirn geschaltet! Der Taschenrechner kann mal ganz nett sein, wenn man was mit Dezimalzahlen machen will oder auch bei Trigonometrie (Sinus, Cosinus unc Co.), aber vieles geht schlicht mit Bruchrechnung.
Nur wenn Bruchrechnung, Term unstellen etc schon hapert, dann ist Hopfen und Malz verloren. Da hilft dann auch kein Taschenrechner mehr.
Ich halte übrigens so einen schnöden TI 30 (oder Vergleichbares) als Taschenrechner ab der 8. Klasse bis Ende (13. Klasse) für völlig ausreichend. Will man sich mal 'ne Kurve einer Funktion zeichnen lassen, dann gibt's auch sowas wie Octave (?) für den PC. Sowas kann man nebenbei mal den Schülern nachmittags zeigen (also im Nachmittagsunterricht, der etwas "freier" und lockerer laufen sollte...mehr so Richtung experimentieren, rumprobieren, entdecken....).

Und ich bin mir sicher, daß unvorstellbar viele Mathelehrer gute Konzepte in der Schublade hätten, aber die müssen sich an den Lehrplan und das Lehrmaterial halten.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Qtreiber » So Sep 18, 2022 21:09

Barbicane hat geschrieben:Dass die alle im großen Stil die Meinung mit Gewalt nach stark links drücken wollen, glaub ich aber nicht.

Ich unterstelle denen auch keine "Böswilligkeit".
Aber: Menschen mit unterschiedlichen Meinungen haben auch subjektiv unterschiedliche Sichtweisen auf objektiv gleiche Situationen und setzen unterschiedliche Prioritäten, auch bei der Auswahl der Themen, über die zu berichten sie als wichtig erachten.
Wenn ich z.B. den Klimawandel als das größte Problem der Menschheit ansehe, berichte ich darüber eher als über Themen, die ich als "nebensächlich" ansehe.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Pegasus_o » So Sep 18, 2022 21:11

Südheidjer hat geschrieben:Aber woran liegt es? Man muß das Problem doch mal an der Wurzel packen.
.


Zum einen: Wenn man die Latte höher liegt, wird ein größerer Anteil es nicht schaffen. Das ist politisch unerwünscht, der Anteil Abiturienten soll steigen, also müssen die Anforderungen runter.

Zum Anderen ist Üben, Pauken unmodern. Das fängt in der Grundschule an, das Einmaleins wird gelehrt, aber dann nicht geübt, denn dann ist wieder eine Projektarbeit dran, das ist viel spannender. Ich habe dann zu Hause mit meinem Sohn geübt, andere eben nicht. Wenn dann das Kopfrechnen schwer fällt, wird der Taschenrechner genötigt und bald geht nix mehr ohne. Eine Abiturientin von mir: 10 % von 20. Da sagt sie, das können sie nicht im Kopf, tippt auf dem Rechner rum und verkündet mit strahlendem Lächeln: Zehn Prozent von 20 sind 200. Ich war sprachlos...
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon beihei » So Sep 18, 2022 21:16

Südheidjer hat geschrieben:
Und ich bin mir sicher, daß unvorstellbar viele Mathelehrer gute Konzepte in der Schublade hätten, aber die müssen sich an den Lehrplan und das Lehrmaterial halten.



Ich war einfacher Hauptschüler und habe versucht der Tochter die im 6. Schuljahr war, Mathe bei zubringen. Das war Multiplizieren und Dividieren; Aufgaben die ich spätestens im Fünften aus dem FF konnte. Die Tochter fragte mich dann immer wie ich die Aufgaben gelöst habe. Ich konnte ihr nicht helfen weil Sie es auf eine völlig Andere, mir auch komplizierte Art lösen sollte. Hat sich da ein Pädagoge ein Denkmal setzen wollen in dem er Mathe neu erfindet. Gerade Mathe ist Mathe, was muß da neu...
Wahre Klasse ist, wenn du was zu sagen hast, aber dich enscheidest vor Dummschwätzern die Fresse zu halten. Ihr Spatzenhirn ist nicht dafür ausgelegt etwas zu kapieren.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon tyr » So Sep 18, 2022 21:17

Es entwickelt sich offensichtlich ein reger Reisetourismus zwischen Deutschladn und der Ukraine, und zwar in beide Richtungen^^
https://reitschuster.de/post/warum-sind ... usgebucht/
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Barbicane » So Sep 18, 2022 21:30

Qtreiber hat geschrieben:Ich unterstelle denen auch keine "Böswilligkeit".
Aber: Menschen mit unterschiedlichen Meinungen haben auch subjektiv unterschiedliche Sichtweisen auf objektiv gleiche Situationen und setzen unterschiedliche Prioritäten, auch bei der Auswahl der Themen, über die zu berichten sie als wichtig erachten.
Wenn ich z.B. den Klimawandel als das größte Problem der Menschheit ansehe, berichte ich darüber eher als über Themen, die ich als "nebensächlich" ansehe.


Dass du denen keine Böswilligkeit unterstellst war mir bewusst, damit mein ich andere User hier, die hinter jedem Artikel der ihnen nicht passt sofort die große Linksverschwörung erkennen. :wink:
Die Themenwahl wird schon auch von der Grundeinstellung abhängen, das ist klar.
Das bedeutet aber nicht dass Berichte und Studien gefälscht werden, nur um seine Meinung in's Volk zu drücken.
Ich glaub schon dass in den öffentlichen Medien solche Dinge wie der Klimawandel ordentlich behandelt werden.
Das kann man von den youtube "Journalisten" nicht unbedingt behaupten, grade wenn sie offensichtlich ganz weit rechts oder links stehen.
Erfahrung ist das, was man bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Südheidjer » So Sep 18, 2022 23:20

beihei hat geschrieben:Ich war einfacher Hauptschüler und habe versucht der Tochter die im 6. Schuljahr war, Mathe bei zubringen. Das war Multiplizieren und Dividieren; Aufgaben die ich spätestens im Fünften aus dem FF konnte. Die Tochter fragte mich dann immer wie ich die Aufgaben gelöst habe. Ich konnte ihr nicht helfen weil Sie es auf eine völlig Andere, mir auch komplizierte Art lösen sollte. Hat sich da ein Pädagoge ein Denkmal setzen wollen in dem er Mathe neu erfindet. Gerade Mathe ist Mathe, was muß da neu...

behei, das war mir auch schon negativ aufgefallen, als ich vor vielen Jahren mal Nachhilfe gegeben hatte. Ich hatte schriftlich multiplizieren und dividieren noch ganz ander gelernt und meinem Verständnis nach war unser Rechenverfahren einfacher. Ich fragte mich damals auch: "Wer hat sich den Ka** ausgedacht?".
Das werden Pädagogen verbrochen haben, die auf Ministeriumsebene sitzen und die Lehrpläne ausarbeiten. Warum soll es in der Bildung anders sein als in der Landwirtschaft....oder anderen Bereichen.

@pegasus: Ich glaube auch, daß das Erhöhen der Abiturientenzahlen mit der Brechtstange (über Latte niedriger hängen) einer der Ursachen ist.
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon Fassi » Mo Sep 19, 2022 8:56

Südheidjer hat geschrieben:Und ich bin mir sicher, daß unvorstellbar viele Mathelehrer gute Konzepte in der Schublade hätten, aber die müssen sich an den Lehrplan und das Lehrmaterial halten.


Über die Brücke würde ich nicht gehen. Evtl. ne handvoll, wenn überhaupt. Die meisten Lehrer heute werden doch nur Lehrer, weil am Ende die Verbeamtung winkt. Und sobald die dadrinne sind, rührt sich bei den meisten nix mehr. Und besonders Mathelehrer neigen dazu, ihre Materialien jahrelang zu benutzen. Teilweise vom Ref bis zur Pensionierung. Lehrpläne lassen sich auch ein Stück weit beugen, allerdings in Zeiten von Zentralprüfungen nicht mehr ganz so gut und einfach. Die kann man auch googlen und einsehen:

https://kultusministerium.hessen.de/unt ... lehrplaene

https://kultusministerium.hessen.de/Unt ... ymnasium-9

Dieses Sicherheitsdenken ist in meinen Augen auch ein Stück weit Teil des Problems unseres Bildungssystum. Der überwiegende Teil studiert Lehramt nur aus diesem Grund. Mit etwas Planung und Mühe ist der sichere Arbeitsplatz bis zur Rente garantiert und nach Verbeamtung auch nur noch sehr schwer zu verlieren. Und je nach Mentor im Ref wird die verhandene Motivation auch noch ausgebremst und vermindert. Mein Agrarmentor zB bestand darauf, dass der Unterricht strikt nach seinem Schema abläuft und stand dem, was mir der Ausbilder im Seminar erklärte und zeigte, stark ablehnend gegenüber. Zusätzlich hat er noch eine starke Neigung zu einer Art Türschwellendidaktik. Der war als Mentor vollkommen ungeeignet, aber kein anderer hatte halt Lust einen Referendar zu betreuen.

Das wäre der erste Punkt an dem ich als Politik ansetzen würde. Keine Lebenszeitverbeamtung mehr vor dem 50. Lebensjahr. Davor befristet auf 3 oder 5 Jahre und vor Verlängerung eine verpflichtende Lehrprobe in jedem unterrichteten Fach. Übrigens auch in ähnlichen Verfahren für alle anderen, die in irgendeiner Form an Schulen unterrichten. Das würde einen ganzen Teil der ungeeigneten Lehrkräfte aussortieren und engagierten Lehrkräfte, die derzeit mit Lehraufträgen abgespeist werden, Auftrieb und Motivation bieten. Und es würde vermutlich auch verhindern, dass es sich einige im Laufe der Zeit, auf Grund schlechter Vorbilder, zu bequem machen und nur noch nach Schema F vergehen, ohne auf ihre jeweilige Klasse einzugehen.

Das Studienseminar und die praktische Lehrerausbildung wären nochmal ein Thema für sich.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon LUV4.0 » Mo Sep 19, 2022 11:08

Hat von euch schon mal einer Lehrlinge ausgebildet? Kopfrechnen im zweistelligen Bereich... n8
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Re: was ist los in Deutschland

Beitragvon germane » Mo Sep 19, 2022 11:09

Ich bin auch in der Beziehung Querdenker:

Die schlechten Leistungen unsere Schüler, im internationalen Vergleich, sehe ich als Erstes als Problem der Mütter.
Vor ein paar Monaten hatte ich eine Nachricht auf dem Handy, dass wenn Frauen mit ihren Kindern lernen, es nicht funktioniert. Das passt mit meiner eigenen Erfahrung zusammen und auch mit Beobachtungen aus der Nachbar- und Verwandschaft. Von meiner großen Tochter meinte die Lehrerin, dass sie hochbegabt sei, am Gym aber an den Nerven scheitern wird. Was machst jetzt mit so einer Info? Sie wollte (mit ihrer Freundin) ans Gym und ich dachte: Wenn die Lehrerin schon sagt dass sie hochbegabt sei, vllt. kriegst die Nerven in Griff. Der erste Elternabend war dann eine Katastrophe. Notendurchschnitt min. 4,5 und dann habe ich ich mal Kontakt zu ihr gefunden. Die habe ich ganz leicht auf 2er gebracht. Ohne lernen im eigentlichen Sinn. Nur beruhigen, Hoffnung machen, bisschen Liebe und bisschen motivieren.

Dann hat meine Ex wieder gute Mutter sein wollen und in der 7. Klasse musste sie dann runter vom Gym. Und der Verwandtschaftsfaktor: Der Bruder meiner Ex war auf der Förderschule. Das sehe ich heute als Kopie der Faulheit meiner Ex-SM.

Es spielen aber auch noch andere Faktoren mit rein: Z.B. sollen Kinder, die per Kaiserschnitt geboren werden, nicht so intelligent sein. Auch Kinder, die nicht gestillt werden, sollen schlechtere Leistungen bringen.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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