LUV4.0 hat geschrieben:Über was?
Dass dein Schlüter dreckigen Diesel ausstößt?
Dass deine Rinder zu viel CO2 ausfurzen und zu viel Wasser verbrauchen?
Schwadroniert ihr über solche Themen auch wenn ihr mit dem Diesel SUV zum Ökostammtisch fahrt?
Meine Schlüter können sicher so manches aber leider nicht Diesel ausstoßen; das wäre in der jetzien Situation wirklich genial!
Ja, meine Rinder rülpsen Methan. Das Wasser für ihre Fleischerzeugung stammt allerdings aus dem Regen. Nur ca. 4% beim bundesdeutschen Riundvieh und nur 0,5% bei meinem Rindern, stammt aus dem Trinkeassernetz. Ich halte das für vertretbar.
Der Ökostammtisch ist mittlerweile digital und falls nicht, fahre ich mit Benzinantrieb zu den Treffen.
Da wir nun schon mal bei den fossilen Energieträgern sind, hier nun mal ein paar Daen zu meinem Energieaufwand. Der normale deutsche Landwirtschaftsbetrieb bekommt je ha LF, nach Angabe des Zoll, 21€ Agrardieselentlastung erstattet. Das bedeutet, dass je ha LF ziemlich genau 100l Diesel verbraucht werden. Nach meinem aktuellen Antrag, sind es bei mir genau 56,89L Diesel/ha. D.h., jeder ldw. Betrieb, der einen Antrag stellt, verbraucht fast doppelt soviel Diesel wie ich! Wenn man dann noch die Ernergieaufwendungen für die Herstellung von N und PSM hinzurechnet, kommt man, bei Anwendung von 100kg chem.synth. N, schon auf das Energieäquivalent von 200L Diesel. Für die PSM fällt durchschnittlich der Energieinhalt von 18L Diesel an. In Summe sind das dann 218L Diesel/ha. Meine Getreide-Erträge liegen bei 69 bis 79% der hier üblichen konv. Erträge. Im Bereich der tierischen Erzeugung sogar bei 85% der hier normalen Leistungen. Über die Fruchtfolge berechnet, liegen die Erträge immer noch bei durchschnittlich 70% der konv. Erzeugung, die Verwertung in meiner Veredelung vorausgesetzt. D.h. im KLartext, dass ich fast 70% des konv. Ertrages zustande bringe, ohne ein Gramm min. N und ohne PSM. 70% Ertrag und 161L Diesel je ha eingespart! Noch Fragen?

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Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet